Eurovision in Concert Amsterdam 2012: Behind The Scenes

Lucky Lukas (Pöchl) war einer unserer Helden bei Eurovision In Concert 2012 in Amsterdam, das sich in seiner vierten Auflage inzwischen zu einer Art Orientierungskurs des jeweils aktuellen ESC Jahrgangs entwickelt hat.

Fünf PRINZ Blogger waren vor Ort. Über das Konzert am Abend im Melkweg haben wir hier bereits aktuell berichtet, ergänzt um Interviews mit einigen der Künstler. Heute wollen wir einen Blick hinter die Kulissen des eurovisionären Tages werfen.

Los ging´s bereits vormittags mit einem Presseempfang im Mercure Hotel aan de Amstel, wo die anwesenden Künstler des Jahrgangs 2012 – auf diverse (etwas ungastliche, meist fensterlose) Konferenzräume verteilt – erste Interviews gaben.

Ein erstes großes Hallo war das Wiedersehen mit den Schlagerboys aus Birmingham. Im Vorjahr hatten die Jungs die Blue Portraits als Pappikonen gebastelt, in diesem Jahr gab´s logischerweise Engelbert, der (altersbedingt?) in Amsterdam fehlte. Drei Schaffensperioden (Jahrzehnte) Engelberts haben die Schlagerboys als PinUps dargestellt. Im Laufe des Tages sollte es den Schlagerboys gelingen, beinahe sämtliche anwesenden Interpreten mit „three times Engelbert“ abzulichten, was hier zu besichtigen ist.

Die Künstler gaben im Mercure Kurzinterviews nonstop (im Bild Rona Nishliu), die in der Regel wie folgt ablaufen: Zunächst führt der Interviewer die Fragerunde mit der Bemerkung ein, dass er den Song des Interviewten ultimativ verehrt („First of all let me tell you, I love your song.“), dann folgen einige (mal mehr, mal weniger) belanglose Fragen und dann wird der Interpret gebeten, eine individuelle Grußadresse an das jeweilige Medium zu richten (auf Band zu sprechen).

Damit dabei nichts schiefgeht, haben routinierte Fragesteller den Text schon mal vorbereitet (vgl. Photo).

Was ebenfalls auf keinen Fall fehlen darf, ist zum Schluss der Befragung ein Photo der „Journalisten“ mit dem „Star“ wie z.B. hier bei den von uns als extrovertiert sehr geschätzten Jungs von wiwibloggs.com. Und im best case gibt´s noch eine signierte Promo-CD obendrauf.

Und bei den Trackshittaz wurden originellerweise on top Mozartkugeln kredenzt. Lukas hat sicher keine gegessen, wenn wir an sein Shirtless Portrait auf seiner facebook Seite denken…

Für Fotografen bieten die Konferenzräume nicht die attraktivste Kulisse, da bedarf es schon zusätzlicher Reize, um das Fotoarrangement aufzuwerten.

Patricia vom NDR und der Autor dieser Zeilen entschlossen sich daher, die Jungs von Sinplus draußen im Tageslicht in Szene zu setzen.

So lecker sieht das dann aus ohne braune Holzlaminantwände.

Direkt hinter dem Mercure aan de Amstel legten dann mittags drei eurovisionäre Boote zur Grachtenfahrt ab. Vorher durfte Quasi-Gastgeberin Joan Franka noch ihr Kinderlied singen und es gab das obligatorische Gruppenfoto.

Trotz des einsetzenden Regens waren die Jungs von Mandinga echte Stimmungsaufheller. Mandinga zeigten (als einer von ganz wenigen Acts) am Abend im Concertvenue auch schon eine sehr ausgefeilte und mitreißende Choreo, von der wir Elemente in Baku wiedersehen dürften.

Can und Kurti, die sich schon früh in der Saison bei anderen Promogigs kennengelernt haben, hatten vor und auf dem Bootstrip viel Spaß und musizierten auch miteinander. Can ist in dieser Woche sogar bei Kurtis Geburtstag Ehrengast.

Sieger in der Kategorie Haircut ist definitiv Gabriel Broggini von Sinplus.

In Amsterdam wurde auch deutsch gesprochen (also im weitesten Sinne). Roman Lob war leider nicht vor Ort, aber wir hatten an Bord des Dampfers No. 1 der Canal Company die Chance, für unsere deutschsprachigen Leser aus Österreich und der Schweiz eine grenzübergreifende Union zu fotografieren…

…und haben anschliessend etwas Fado untergemixt.

Überhaupt fand an Bord eine weitreichende Fraternisierung der Eurovisionsbotschafter aus ganz Europa statt. Eleftheria (Lukas: „Wir nennen sie Eli“) hat sogar ein Autogramm der Trackshittaz ergattern können. Weil „Eleftheria Eleftheriou“ beim ersten Kennenlernen wirklich schwer zu schreiben ist, heisst die Widmung stattdessen „for the beautiful Greece“. Right on!

Anmary bekam von uns den „Most Stylish Person On Board“ Award.

Versammelte Girlpower aus Lettland, Belgien und Finnland. Da kam dann gleich die Sonne zwischen den Regenwolken durch. Man beachte den eindrucksvollen magischen Blick von Anmary. 17 Punkte.

Nach der Fahrt über Amsterdams Wasserwege hatte es erfreulicherweise auf zu regnen aufgehört und die drei Boote legten unweit des „Delmar Theater“ an. Das liegt genau wie die Konzerthalle „Melkweg“ im Ausgehviertel Leidseplein, wo auch dieser schöne Brunnen steht, vor dem Lukas und Manu für uns ihre Sonnenbrillen aufgesetzt haben.

Im „Delamar Theater“ trafen wir Sie dann mit Engelbert wieder. Als die Schlagerboys uns fragten, welcher der drei Engelberts uns der liebste ist, fiel uns außer „whatever“ nichts ein.

Der Preis für den höchsten Lässigkeitsfaktor im „Delmar Theater“ geht an Kaliopi, die uns überraschenderweise auf in Englisch (mit deutschem Akzent) formulierte Fragen in fließendem Deutsch antwortete. Sie hat viele Jahre in Basel (Hopp Suisse) gelebt. Und es ist erfrischend, dass wir in Baku auch Künstler treffen werden, die schon erwachsen sind.

Und dann haben wir noch eine schlechte Nachricht. Schnuckel Donny aus Litauen ist schon vergeben und seine charmante Freundin (rechts im Bild) wird ihn nach Baku begleiten.

Unser Eye Candy Favorit (also nach Lucky Lukas natürlich) war allerdings dieser junge Herr, der parallel als Produzent, Regisseur und Beleuchter für out.tv (I think) agierte.

Pernilla mochte ihn auch sehr gerne.

Ach ja, und dann waren da noch Jedward, die sich vor dem Theater stundenlang liebevoll um ihre Fans kümmerten.

Da war richtig Jedward Alarm vor dem Delamar (es flossen Tränen vor Verzückung) und einige der Plakate und Fahnen entdeckten wir dann abends auch im Melkweg wieder.

Was es im Melkweg zu sehen und zu hören gab, das steht hier. Wir schließen unseren Blick auf den Tag in Amsterdam mit diesem Party-Schnappschuß, der kurz nach dem Auftritt von Pastora Soler (der ungekrönten Königin des Abends) entstand, aber nicht ohne dem gesamten „Team Eurovision In Concert“ ein großes Kompliment für das beste EIC ever und ein noch grösseres Dankeschön dafür zu hinterlassen.

Dank je wel, Ciska, Jeroen, Johan, Paul, Ralf, Rene & Co.!