Fahrenhaidt im Interview: Abschalten durch Musik

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Das Berliner Duo Fahrenhaidt zählt für viele ESC-Fans bereits als heißer Anwärter auf den deutschen Startplatz beim Eurovision Song Contest in Wien. Das aktuelle Album „The Book of Nature“ verkauft sich ordentlich und wird durch den TV-Auftritt in Hannover sicher auch noch einmal einen Schub erhalten. Nach ersten ESC-Versuchen in den vergangenen beiden Jahren als Songwriter und/oder Produzenten für Betty Dittrich und The Baseballs versuchen es Erik Macholl und Andreas John diesmal selbst mit Unterstützung der dänischen Sängerin Amanda Pedersen. Dem PRINZ-Blog haben Erik und Andreas vorab einige Fragen beantwortet.

Erik und Andreas – Seit wann arbeitet Ihr schon zusammen?

Schon seit Schulzeiten.

Produzenten und Komponisten bleiben ja meistens etwas im Hintergrund. Könnt Ihr uns ein paar Eurer erfolgreichen Titel nennen?

Unser erfolgreichstes Album war „Strike!“ von The Baseballs, das sich europaweit über eine Million mal verkauft hat, die Singleauskopplung war der Coversong „Umbrella“. Aus unserer ESC-Historie waren sicherlich auch die Teilnahme beim deutschen Vorentscheid 2013 mit Betty Dittrich und letztes Jahr die Teilnahme mit The Baseballs sehr spannend.

Wie kam es zu dem Namen „Fahrenhaidt“ ?

Wie haben sehr lange überlegt und nach Namen gesucht. Fahrenhaidt steht für die Temperatur. Und die ist es, die die verschiedenen Naturelemente und Landschaften – und somit das Bild unserer Erde – prägt.

Habt Ihr musikalische Vorbilder oder gar Lieblingssongs?

Richtige Vorbilder haben wir nicht, aber natürlich inspirieren uns verschiedene Songs und Künstler immer wieder. Das sind in jüngster Zeit zum Beispiel M83, Ludovico Einaudi, Jessie Ware mit „Wildest Moments“, Josef Salvat, London Grammar und verschiedene Songs von Electric Youth, aber auch verschiedene Soundtracks oder gar klassische Stücke.

Wie kommt Ihr zu Ideen für neue Titel und wie entstand das Konzept Eures aktuellen Albums?

Die Idee des Albums entstand, weil wir festgestellt haben, dass wir durch Musik einfach gut „runterkommen“ können. Meistens sitz ich (Andreas) zum Abend noch am Piano, spiele für mich, was mir gefällt und kann dabei sehr gut abschalten. Irgendwann einmal, als es draußen schneite,  kam Erik herein und hatte die Idee, genau daraus ein Album zu machen. Und zwar eines, bei dem man abschalten kann und bei dem wir versuchen wollten, die Natur musikalisch einzufangen. In diesem Moment hatte ich gerade das Intro von „Frozen Silence“ gespielt und Erik hat darin die fallenden Schneeflocken erkannt. Das war so einer dieser Magic Moments in der Musik. Und der Startpunkt des Albums.

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Verfolgt Ihr den Eurovision Song Contest? An welche ESC-Beiträge erinnert Ihr Euch zurück?

Ja natürlich, oft haben wir sogar mit Freunden gemeinsam geschaut oder auf dem Balkon unsere Grillsaison eröffnet. Aus jüngster Zeit fanden wir international „Euphoria“ von Loreen sehr gut. Von den Klassikern mögen wir „Poupée de cire, poupée de son“ von France Gall sehr. Als wir vor zwei Jahren mit Betty Dittrich als Songwriter beim Vorentscheid teilgenommen hatten, hatte sie uns irgendwie als „Berliner France Gall“ der Neuzeit inspiriert.

Wie kam es zu Eurer Teilnahme beim deutschen Vorentscheid in Hannover?

Irgendwie ist unser Song beim NDR neben ganz vielen anderen Songs und Bands auf dem Tisch gelandet und sie fanden es wohl gut genug, um uns mitmachen zu lassen. Und als die offizielle Anfrage dann kam, haben wir natürlich sofort ja gesagt.

Wie habt Ihr die Songauswahl für den Vorentscheid getroffen?

„Frozen Silence“ war relativ klar, weil es einer unser Favourites ist und zugleich unsere erste Single. Und dann wollten wir ganz gern noch eine andere Farbe zeigen, die etwas mehr „uptempo“ ist. So fiel die Wahl dann auf „Mother Earth“.

Der ESC ist ja ein Wettbewerb im TV. Was können wir optisch bei Eurem Auftritt in Hannover erwarten?

Da sind wir immer noch am ausprobieren. Seid gespannt.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Amanda Pedersen?

Wir waren auf der Suche nach inspirierenden Stimmen, und dabei sind wir auf Amanda gestoßen, die uns sofort begeistert hat. Wir haben dann versucht, über Facebook mit ihr Kontakt aufzunehmen und sie nach Deutschland einzuladen. Das war gar nicht so einfach und es hat sich etwas hingezogen, bis das Treffen dann tatsächlich stattfinden konnte…

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Habt Ihr auch überlegt, einen Song mit Gastsängerin und ESC-Siegerin Emmelie de Forest ins Rennen zu schicken?

Emmelie hat ja bei uns auf dem Album auch einen Song („Wildfire“) gesungen, der uns sehr gefällt und sicherlich auch gepasst hätte. Aber das stand irgendwie nie zur Debatte, da Emmelie ja schon einmal international gewonnen hat und auf ihre ganz eigene ESC- Geschichte blicken kann.

Wie bereitet Ihr Euch auf den Auftritt beim Vorentscheid vor?

So richtig vorbereiten kann man sich ja nicht, außer gesanglich den Song noch mehr zu verinnerlichen und zu fühlen. Und dann passiert am 5.März das, was passiert. Wir freuen uns jedenfalls sehr, sind aber auch ein bisschen angespannt.

Kennt Ihr Eure Konkurrenz bereits und wer davon gefällt Euch besonders?

Ja, die meisten Künstler sind ja nicht ganz unbekannt. Am meisten Bezug haben wir zu Laing. Die waren für uns die eigentlichen Gewinner des Bundesvision Song Contest vor 3 Jahren. Aber auch alle anderen haben sehr gute Songs. Es wird auf jeden Fall sehr spannend werden.

 

Gewinnspiel

Auch heute gibt es wieder die Möglichkeit, ein Exemplar des aktuellen Fahrenhaidt-Albums „The Book of Nature“ zu gewinnen. Wer als Erster die nachfolgende Frage richtig beantwortet, dem senden wir eines zu:

In welchem anderen Land außerhalb von Dänemark war/ist neben Amanda Pedersen eine weitere dänische Sängerin in diesem Jahr in einer Vorentscheidung aktiv dabei? Bitte Land und Namen der Sängerin nennen.

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