Findet der ESC 2019 doch nicht in Israel statt?

Eigentlich dachten wir, die Spekulationen hätten ein Ende und der Eurovision Song Contest 2019 würde nun endgültig in Israel stattfinden. Falsch gedacht, denn mittlerweile gibt es neue Probleme. Es geht um’s Geld und anscheinend könnte Israel morgen tatsächlich das Recht verlieren, den kommenden ESC auszutragen.

Das berichten übereinstimmend israelische Medien. Konkret geht es um einen Streit zwischen der israelischen Regierung und dem austragungsberechtigten Sender KAN. Letzterer hat in Absprache mit der EBU bis zum morgigen 14. August Zeit, 12 Millionen Euro als Sicherheit für die Kosten des ESC 2019 zu hinterlegen. KAN behauptet, dieses Geld nicht alleine aufbringen zu können und hat deshalb die Regierung mehrfach um Unterstützung gebeten – zuletzt in einem Brandbrief, der seit gestern Auslöser für die Berichterstattung ist.

Die Regierung um Benjamin Netanjahu hingegen ist der Meinung, dass der Sender den fraglichen Betrag aus seinem regulären Budget von 750 Millionen Schekel zur Verfügung stellen kann und muss. Ob KAN nur hoch pokert, um doch noch von der Regierung unterstützt zu werden, oder tatsächlich in einer schwierigen finanziellen Lage ist, ist von außen schwer zu beurteilen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich bis morgen eine Lösung findet, sonst könnte die EBU tatsächlich die Reißleine ziehen und Israel das Recht verlieren, den ESC 2019 auszutragen.

Was dann passiert, darüber beginnen nun schon die wildesten Spekulationen. Angeblich hat die EBU schon einen Plan B in der Hinterhand. Ob das dann das zweitplatzierte Zypern ist? Seitdem 2015 bekannt wurde, dass der ESC im Falle eines Sieges von Australien 2016 in Deutschland stattfinden würde, wird in solchen Situationen in Bloggerkreisen auch gerne der Name „Berlin“ ins Rennen geworfen. Lassen wir uns überraschen und hoffen darauf, dass sich KAN und die israelische Regierung rechtzeitig vor der morgigen Deadline einigen können.

Was glaubt ihr, wird der ESC 2019 in Israel stattfinden?