Finnland präsentiert alle 40 Vorentscheidtitel

Big Bang in Finnland: Auf einen Schlag wurden heute alle 40 Lieder vorgestellt, die die Chance haben, das Land beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Sie können online gehört und bewertet werden. Erste Favoriten zeichnen sich ab.

Da da dam war 2011. Was 2012 kommt, nimmt langsam Konturen an. Denn seit heute wissen wir, mit welchen 40 Titeln der finnische Vorentscheid Uuden Musiikin Kilpailu (UMK) bestritten wird. Das Staatsfernsehen YLE hat sie hier online gestellt.

Zunächst fällt auf: Große Namen fehlen. Aus dem letzten Jahr ist Eveliina Määtä wieder dabei, deren damalige Nummer der Autor aus gutem Grund nicht erinnern konnte. Ihr diesjähriger Titel heißt zwar Perfect, ist es aber nicht wirklich.

„Bekannt“ sind sonst noch – wenn man dem renommierten Eurovision-Blogger Blogilkar Glauben schenken darf – Martina, Freeman, Petra und Fatima Korom. Wenn er das sagt…

Damit zu den Liedern. Die größte Überraschung: Es gibt kaum Hardrock, wobei das ja – neben Tango – DER finnische Musikstil überhaupt ist. Am ehesten kann Alchemy Road’s Titel Burning zu dieser Kategorie zählen.

Verbreiteter sind da schon Rockpop, Gitarrenpop, Euro-Dance-Pop und Balladen.  Das meiste davon ist, man muss es leider so sagen, ziemlich durchschnittlich. Auch Blogilkar zeigt sich verhalten: „None of the songs struck as an Eurovision winner with the first hearing – or even an UMK winner.“

Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass wirklich viele finnischsprachige Titel am Start sind. Und auch die zweite Amtssprache Schwedisch ist mit einer Ballade vertreten. Aber Achtung, liebe Schwedophilen, die Papierform verspricht mehr als die akustische Umsetzung!

Und was nun? Das finnische Fernsehen hat freundlicherweise ein Fanitusbarometri etabliert. Jeder Titel kann „geliked“ werden (korrekter hier „gehearted“). Wer die meisten Herzen hat, steht im FANitusBAROMET(E)Ri ganz oben.

Im Moment sieht die Top 1o so aus

1. Stig: „Laululeija“

2. DCX: „Erase you“

3. The Spyro: „Teleport my heart“

4. Malin Kojola: „Home“

5. Ironcrash: „We are the night“

Mein Top-Anspiel-Tipp beim Schnelldurchhören ist Ville Eetvartti (Foto oben) mit Lasikaupunki. Das ist vielleicht etwas viel beim Killers-Hit Human geklaut, dafür bringt der Sänger aber offensichtlich auch einige Attraktivität mit auf die Bühne, was ja selbst bei einem Komponisten-Wettbewerb wie dem Grand Prix nicht schaden kann.

Im Balladen-Bereich empfehle ich Raita Ilomäki mit Usko. Und in Sachen Dance-Pop bin ich ganz Mainstream und favorisiere DCX mit Erase you.