Fit for Eurovision (7): Playlist für den sportbegeisterten ESC-Fan – Schweden

Armen Laufband 2014

Bereits fünf Playlists für ein regelmäßiges Training auf Crosstrainer und Laufband habe ich im Herbst 2013 vorgestellt. Letzte Woche gab es die Erweiterung um den ESC-Jahrgang 2014, nun folgt eine weitere Ergänzung. Dazu geht’s nach Schweden. Ich habe nämlich bei all den Listen festgestellt, dass ich immer wieder auf dieselbe Liste zurückkomme: die mit den Mello-Songs. Das möchte ich euch nicht vorenthalten.

Die allgemeinen Regeln für ein vernünftiges Training hab ich schon im letzten Bericht erneut erwähnt – see that for yourself! Ich fange hier gleich mal mit den Songs an.

Armen Laufband 2014
Wie immer muss der Anfang ein Hit sein, der einen mitreißt und einen vergessen lässt, dass es 7 Uhr morgens ist, da könntest Du noch im Bett liegen und mit Deinem Nilpferd Frederik kuscheln.

Armens Frederik - Laufband 2014
Also – welches Lied kann das? In meinem Fall, leg ich dafür immer Charlotte auf, die hieß damals noch Nilsson. Ein Sieg, den ich an dem Abend so nicht voraus gesehen hatte, im Nachhinein ist man ja immer klüger.

Schweden 1999: Charlotte Nilsson – Take me to your heaven

Weiter geht’s in das Jahr 2003, als alle dachten Alcazar würden die Schweden in Riga vertreten, zumindest war das im Vorfeld der Fall. Aber es sollte anders kommen: Fame verwiesen Alcazar auf den dritten Platz und fuhren selbst nach Riga. „Not a sinner, nor a saint“ hat aber bei mir einen ewigen Platz in meiner Playlist. Übrigens an diesem Ergebnis waren vor allem die Juroren Schuld, die Alcazar nur 62 Punkte gaben, während Fame mit 108 Punkten schon davon gesprintet waren. Die Zuschauer setzten Alcazar auf den 2. Platz. Die Mehrheit sah aber auch hier Fame ganz vorne.

Mello 2003: Alcazar – Not a sinner, nor a saint

Das bringt uns ins nächste Jahr – zum nächsten Mello-Sieger. Es gibt nicht viele Songs, die ich sowohl auf schwedisch, als auch auf englisch gleich toll finde. Aber Lena PHs „Det gör unt“/“It hurts“ gehört zu diesen Songs. Einmalige Performance mit einer tollen Ausstrahlung.

Mello 2004: Lena PH – Det gör unt

Bis zur Mitte des letzten Jahrzehnts waren die starken Jahre von Alcazar. So hatten sie nicht nur einen europaweiten Hit mit „Crying in the discotheque“, sondern auch die beiden besten Songs im Melodifestivalen. Im Jahre 2005 war das „Alcastar„. Ein weiterer Ohrwurm, der gewinnen hätte müssen. Was war mit den Schweden los? Dieses Mal waren sich Zuschauer und Jury einig: Alcazar bekam jeweils lediglich 69/66 Punkte und wurden wieder Dritte.

Mello 2005: Alcazar – Alcastar

Man hätte damals zumindest Nanne Grönvall nach Kiew schicken können. Diese wurde nämlich von den Zuschauern favorisiert. Aber die Juroren hatten auch ihr nicht genug Punkte gegeben, so wurde sie nur knapp Zweite. Ich weiß noch, wie ich damals nicht genug kriegen konnte von diesem Lied, ich hab es immer und überall gehört und nun auch beim Sport:

Mello 2005: Nanne Grönvall – Hall om mig

Einer meiner absoluten Lieblinge kam 2006 auf den 7. Platz. Leider gibt es auch für den besten Schweden-Schlager kein vorbeikommen an Carola. Vielleicht hätte sie gewonnen, wenn Carola nicht teilgenommen hätte!? Die Rede ist von Linda Bengtzing und „Jag ljugar sa bra„. Ich liebe dieses Lied total und könnte es wirklich 1.000 mal hintereinander hören… Irgendwie bezweifle ich allerdings, dass Linda in Athen auch unter die Top5 gekommen wäre, aber was man ihr zugute halten muss: sie singt immer mit Leib und Seele und gibt stets 150 Prozent.

Mello 2006: Linda Bengtzing – Ja ljugar sa bra

Im selben Jahr trat auch die Gruppe BWO mit dem Song „Temple of Love“ an. Lange lange laaaange hab ich das Lied gehasst. Aber eines Tages habe ich es mir runtergeladen und seit dem höre ich es ganz gerne. Im Finale in Stockholm wurden BWO hinter Carola Zweite.

Mello 2006: BWO – Temple of Love

2008 glaubten viele an einen weiteren Sieg der Schweden in Belgrad. Charlotte Perrelli war ja 1999 schon als Siegerin hervorgegangen. Damals war es uns noch nicht so bewusst, das ehemalige Sieger (oder Top-Teilnehmer) durch eine erneute Teilnahme eher  verlieren können. Mittlerweile lässt sich die Liste enttäuschender Ergebnisse ehemaliger ESC-Überraschungen verlängern: Edsilia, Dana International, der Israeli Eddie Butler und die Brüder Jedward.

Anyway… ich schweife ab. 2008 nahmen auch Rongedal am Melodifestivalen teil und wurden Vierte. Ein guter-Laune-Song, den ich gerne auf dem Laufband höre.

Mello 2008: Rongedal – Just a minute

Bei den Schweden ist es wirklich schwer auszusuchen – da jagt ein Klopper den nächsten und da folgt Hit auf Hit. Deshalb hab ich nun auch für 2009 und 2010 auch die Qual der Wahl – hier beschränke mich auf die beiden Songs, die ich am meisten höre: „Love Love Love“ von Agnes und (haltet euch fest) „Jag Vill Om Du Vågar“ von Pernilla Wahlgren. Ja genau, es ist nicht Manboy.

Mello 2009: Agnes – Love Love Love

Mello 2010: Pernilla Wahlgren – Jag vill om du vagar

2011 ist wieder so ein Jahr, in dem ich mich nicht entscheiden könnte, wenn… tja, wenn da nicht dieses eine Lied dabei wäre, dass ich mir (ähnlich wie Jag ljugar sa bra) 100fach, 1.000fach ja 1.000.000fach anhören könnte. Wenn ich beim einstündigen Laufbandtraining bei 30 Minuten angekommen bin und mir denke:“Scheiße, du hast noch mal so viel vor Dir“ lass ich dieses Lied mehrfach hintereinander laufen und alles geht viel einfacher – die Rede ist von „Somthing in your eyes„!

Mello 2011: Jenny Silver – Something in your eyes

Puh – wir habens fast geschafft – noch ein einziger Song, dann kommt die Abkühl- und Erholungsphase.

Ein Muss auf dem „schwedischen Laufband“ ist auch Afro-Dite mit „The boy can dance„. Sie hatten 2012 dieses tolles Lied im Mello. Aber das war einfach das Jahr von Loreen. Vielleicht haben ihnen die Zuschauer auch noch nicht verziehen, dass sie ihren Auftritt in Tallinn 2002 versaut hatten und ihrer Favoriten-Rolle nicht gerecht wurden. Jedenfalls find ich „The boy can dance“ klasse:

Mello 2012: Afro-Dite – The boy can dance

So – meine Lieben… nun fahren mal runter und suchen uns dafür eine hübsche Ballade aus. Auch daran fehlt es nicht in den vielen Jahren des Melodifestivalen. Was ich da am meisten höre ist von „Why am I crying„von Molly Sandén.

Mello 2012: Molly Sandén – Why am I crying

Armen Laufband 2014

Ich hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß auf dieser Reise durch meine sportliche ESC-Welt!? Erzählt doch auch von euren Erfahrungen!

Bis bald…

Diese Playlists “Fit for Eurovision” sind bereits erschienen:

Teil 1: die 80er-Jahre (für den Crosstrainer)
Teil 2: die 50er- und 60er-Jahre (für den Crosstrainer)
Teil 3: die 70er-Jahre (für den Crosstrainer)
Teil 4: die 90er-Jahre (für den Crosstrainer)
Teil 5: die 2000er (für das Laufband)
Teil 6: hochaktuell – ESC 2014 (für das Laufband)