Geringes Interesse am ersten Semi in Deutschland: Weniger Zuschauer als 2017

Obwohl das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest 2018 eindeutig das stärkere ist bzw. war und im Vorfeld von einem Blutbad und Favoritensterben gesprochen wurde, ließ es die deutschen TV-Zuschauer einigermaßen kalt: Sowohl in der Gesamtnutzerschaft als auch den 14-49-Jährigen sank die Einschaltquote im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt waren am Dienstagabend beim Fernsehsender One 390.000 Zuschauer dabei, als das erste Halbfinale des ESC ausgestrahlt wurde. Im letzten Jahr wurden noch deutlich mehr als eine Million Nutzer registriert. Der Rückgang könne laut dem Branchenportal dwdl.de nicht allein auf das gute Wetter zurückgeführt werden, da der Marktanteil auch bei den 14-49-Jährigen von 3,6% im Vorjahr auf 2,3% in diesem Jahr zurückgegangen sei. Es gab also nicht insgesamt weniger TV-Zuschauer zu diesem Zeitpunkt, es entschieden sich aber weniger für One.

Die durchaus polarisierende Sendung „Spektakulär und schräg – Best of Eurovision Song Contest“, die vor der Live-Übertragung des Semis ausgestrahlt wurde, konnte sich bereits über 270.000 Zuschauer freuen (1,8% Marktanteil). Es gab also offensichtlich einen harten Kern, der sich den Abend für dieses Event freigenommen hatte.

Trotz des Rückgangs des Marktanteils im Vergleich zum Vorjahr liegen die Einschaltquoten sowohl für das Vorprogramm als auch das ESC-Halbfinale deutlich über dem Senderschnitt. Insofern können sich zumindest die One-Verantwortlich darüber freuen, dieses Programm-Highlight von Phoenix übernommen zu haben.