Großbritannien: Schmissiger Electro- Swing für Wien

Electro Velvet Großbritannien 2015

Das Duo Electro Velvet wird im Mai in Wien beim Eurovision Song Contest mit dem Song „Still in love with you“ das Vereinigte Königreich vertreten. Im vergangenen Jahr hatte die BBC dazu aufgerufen, Videos und Songs einzureichen. Neben internen Überlegungen wollte man auch externen Input nutzen, um die Range, in der man suchen konnte, zu erweitern.

Herausgekommen ist laut den Verantwortlichen eine eindrucksvolle Sammlung hochinteressanter Möglichkeiten und ein Song, der alle überzeugt hat und nach eigener Aussage geradezu eingeschlagen hat wie eine Bombe.

Electro Velvet – das sind die 26-jährige Bianca und der 35-jährige Alex aus der Grafschaft Kent. „Still in love with you“ wurde aus Hunderten von Einsendungen ausgesucht und hat alle am Auswahlprozess Beteiligten restlos überzeugt. Der Song ist ein interessanter Stilmix aus hauptsächlich verpoppter Swing-Musik mit einigen Electro-Anteilen. Im Mittelteil wird auch gescattet, was rein akustisch allerdings eher Erinnerungen an den Affenkönig Louie und Balou, den Bären aus dem Dschungelbuch, hervorruft…

Aber auch optisch finden sich die musikalischen Gegensätze im Video zum Song durchaus wieder:

Großbritannien 2015: Electro Velvet – Still in love with you

Komponist des Songs ist David Mindel, der es im fortgeschrittenen Alter jetzt endlich zum ESC schafft. Versucht hat er es nämlich auch früher schon mehrfach. Bereits vor 41 (!!) Jahren nahm er an der britischen Vorentscheidung teil mit einem Song für Olivia Newton-John. Der Titel „Someday“ belegte aber den sechsten und letzten Platz. Und acht Jahre später wollte er die Briten in Harrogate vertreten, belegte aber mit beiden eingereichten Songs („Every step of the way„, und „Every day of my life„) den geteilten zweiten Platz. Zwei wirkliche Kultsongs mit dem Betrachtungsabstand von über 30 Jahren!

Vielleicht legen Electro Velvet in Wien ja auch einen Auftritt hin, der Kult wird. Potenzial dazu hat der Song allemal. Vermutlich wird man sich in einigen Jahren (einige vielleicht auch heute schon) fragen, was die Briten sich um Himmels willen dabei gedacht haben…

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