Größter ESC-Hit heißt „Lane moje“

Rund 2000 Grand-Prix-Fans wählten auf verschiedenen Internet-Websites die besten Contest-Beiträge aller Zeiten.

13 Schweden Eric Saade Probe

An Silvester wurde das Ergebnis, die Top 250, bekannt gegeben – mit großen Erfolgen für Eric Sade (Photo) und „Lovely Lena“. Der Jahrgang 2011 scheint allerdings ein wenig überrepräsentiert, und manche Songs, die vermutlich bald wieder vergessen sind, haben Klassiker wie „Amsterdam“ auf hintere Ränge verdrängt. Oder ganz aus den Top 250 rausgehalten – etwa Danas „All Kinds Of Everything“.

Auf Platz 1 landete der serbisch-montenegrinische Beitrag von 2004, „Lane moje“, von Željko Joksimović, vor „Fairytale“ von Alexander Rybak (Norwegen 2009) und „My Number One“, dem griechischen Siegertitel 2005 von Elena Paparizou.

Bester deutsche Beitrag war auf Rang 4 „Satellite“ von Lena, der Siegertitel 2010. Dann folgt auf Platz 5 „Popular“ von Eric Saade, damit in der Liste bester Song des Jahrgangs 2011.

Erfolgreichstes Land der Liste: Schweden mit insgesamt 15 gelisteten Titeln. Neben „Popular“ etwa auch „Waterloo“ von ABBA (Platz 13), Charlotte Perrellis „Hero“ (#14) und „Invincible“ von Carola (#35). Die schwedische Schlager-Königin ist mit allen drei ESC-Beitragen dabei, am schlechtesten schneidet „Främling“ auf Platz 126 ab.

Deutschland ist sieben Mal dabei: Nach „Satellite“ findet sich Lenas Titelverteidigungs-Song „Taken By A Stranger“ auf Rang 34. Danach kommen noch „Ein Lied kann eine Brücke sein“ von Joy Fleming auf Platz 49, Nicoles Siegertitel von 1982 „Ein bißchen Frieden“ (#101), „Theater“ (#170), „Dschinghis Khan“ (#214) und „Johnny Blue“ (Lena Valaitis, 1981) auf Platz 218. Damit erweisen sich vor allem Ralph-Siegel-Songs als in Europa recht beliebt. Schade, dass es Klassiker wie „Wunder gibt es immer wieder“ und „Nur die Liebe lässt uns leben“ nicht unter die Top 250 geschafft haben.

Erfolgreichstes Lied der 90er Jahre wurde „To nie ja“, der erste polnische Beitrag von 1994, auf Platz 6. Die 80er erweisen sich als wesentlich schwächer: Bester Beitrag dieses Jahrzehnts ist (erst) auf Platz 32 der Siegertitel von 1987, „Hold Me Now“ von Johnny Logan. Stark vertreten ist – wenig überraschend – der letzte Jahrgang, also 2011. Hier platzierten sich auch eine Reihe von Songs, die es in Düsseldorf gar nicht ins Finale geschafft hatten, etwa der Letzte aus dem 1. Semi, „Jestem“ (#130), „I Love Belarus“ (#179) sowie die Fan-Lieblinge „Haba Haba“ (#91) und „Ding Dong“ von Dana International (#94). Insgesamt finden sich 31 der 43 Düsseldorfer Beiträge in den Top 250. (Es fehlen z.B. leider „Coming Home“ von Sjonni’s Friends, „Celebrate“ von Daria Kinzer oder San Marinos Beitrag „Stand By Me“.)

Der erste Grand-Prix-Siegertitel, „Refrain“ von Lys Assia, erreichte Platz 220. Ansonsten sind die fünfziger Jahre dürftig vertreten. Lediglich „Nel blu dipinto di blu“, Domenico Modugnos Hit von 1958, ist noch dabei (#165). Von den vier Siegertiteln des Jahrgangs 1969 schaffte es Lulu mit „Boom-bang-a-bang“ nicht unter die Top 250, die anderen drei sind vertreten („Un jour, un enfant“ als bester auf Platz 139, „De troubadour“ auf #185 und „Vivo cantando“ auf #228). Schlusslicht war auf Platz 250 „Under stjernene på himlen“ von Tommy Seebach (Dänemark 1993).

Eine Reihe von Siegertiteln kam gar nicht unter die ersten 250. Dazu zählen neben „Boom-bang-a-bang“ und frühen Jahrgängen (z.B. „Net als toen“) auch „All Kinds Of Everything“ (1970), „Rock me“ (1989), „Why me?“ (1992), „Everybody“ (2001) und „I Wanna“ (2002).

Hier das oberste Zehntel der Liste, die Top 25:
1. Lane moje, Željko Joksimović (Serbien & Montenegro 2004)
2. Fairytale, Alexander Rybak (Norwegen 2009)
3. My Number One, Elena Paparizou (Griechenland 2005)
4. Satellite, Lena (Deutschland 2010)
5. Popular, Eric Saade (Schweden 2011)
6. To nie ja!, Edyta Górniak (Polen 1994)
7. Is It True?, Yohanna (Island 2009)
8. Ovo je Balkan, Milan Stanković (Serbien 2010)
9. Neka mi ne svane, Danijela (Kroatien 1998)
10. Everyway That I Can, Sertab Erener (Türkei 2003)
11. Vuelvo conmigo, Anabel Conde (Spanien 1995)
12. Molitva, Marija Šerifović (Serbien 2007)
13. Waterloo, ABBA (Schweden 1974)
14. Hero, Charlotte Perrelli (Schweden 2008)
15. Diva, Dana International (Israel 1998)
16. Shady Lady, Ani Lorak (Ukraine 2008)
17. Nocturne, Secret Garden (Irland 1995)
18. Senhora do mar, Vânia Fernandes (Portugal 2008)
19. Lejla, Hari Mata Hari (Bosnien-Herzegowina 2006)
20. Ale jestem, Anna Maria Jopek (Polen 1997)
21. Et s’il fallait le faire, Patricia Kaas (Frankreich 2009)
22. Hasheket shenish’ar, Shiri Maimon (Israel 2005)
23. Tu te reconnaîtras, Anne Marie David (Luxemburg 1973)
24. Rändajad, Urban Symphony (Estland 2009)
25. Love Shine A Light, Katrina & The Waves (Vereinigtes Königreich 1997)

Die gesamte Liste ist hier auf der Website von ESCradio.com nachzulesen. Der Internet-Sender spielte die gesamten Top 250 an Silvester von 11 Uhr bis ca. 23:40 Uhr.