In memoriam 2011

Auch in diesem Jahr musste die Eurovisions-Gemeinde wieder von einigen (mehr oder weniger) bekannten Gesichtern Abschied nehmen. Wir erinnern an die ESC-Teilnehmer, die 2011 von uns gingen.

12. Dezember 2011: Mălina Olinescu (Rumänien 1998, „Eu cred“) stirbt in Bukarest nach einem Fenstersturz – man geht von Selbstmord aus. Die Sängerin wird 37 Jahre alt.

27. Oktober 2011: Huug Kok, einer der beiden Mitglieder des Duos De Spelbrekers (Niederlande 1962, „Katinka“), stirbt im Alter von 93 Jahren.

8. Oktober 2011: Der schwedische Bariton Ingvar Wixell (Schweden 1965, „Absent Friends“) stirbt in Malmö. Er wird 80 Jahre alt. Als Opernsänger sang er auch in Deutschland, u.a. bei den Bayreuther Wagner-Festspielen im „Lohengrin“.

13. August 2011: Ellen Winther (Dänemark 1962, „Vuggevise“) stirbt mit 78 Jahren.

29. Juli 2011: Nella Martinetti stirbt mit 65 Jahren, sie litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Schweizerin schrieb die Texte für vier Schweizer Eurovisionsbeiträge: 1981 „Io senza te“ (Peter, Sue & Marc), 1983 „Io così non ci sto“ (Mariella Farré), 1986 für „Pas pour moi“ von Daniela Simmons und schließlich 1988 den Siegertitel „Ne partez pas pour moi“ für Celine Dion.

7. Juni 2011: Der Dirigent des schwedischen Grand-Prix-Siegertitels von 1974, Sven-Olof Walldoff, stirbt mit 82 Jahren. Man erinnert sich gern an seine Kostümierung als Napoleon, als er 1974 in Brighton „Waterloo“ von ABBA dirigierte.

19. Mai 2011: Kathy Kirby stirbt nach kurzer Krankheit. Sie wird 72 Jahre alt. 1965 wurde sie beim Eurovision Song Contest für Großbritannien Zweite mit „I Belong“.

17. Mai 2011: Sean Dunphy stirbt mit 73 Jahren. Er vertrat Irland 1967 beim Song Contest mit „If I Could Choose“.

4. Mai 2011: Frans de Kok, Dirigent des niederländischen Siegertitels von 1969 „De troubadour“, stirbt mit 87 Jahren in Belgien.

29. März 2011: Bob Benny stirbt mit 84 Jahren. Er vertrat Belgien zwei Mal beim Contest: 1959 wurde er mit „Hou toch van mij“ Sechster, zwei Jahre später landet er mit „September, gouden roos“ auf dem letzten Platz. Später spielte er in Operetten und Musicals.

27. Januar 2011: Mārtiņš Freimanis stirbt in Riga an den Folgen einer Lebervergiftung. Er wird nur 33 Jahre alt. Freimanis vertrat Lettland beim Song Contest 2003 im eigenen Land als Mitglied der Gruppe F.L.Y. („Hello From Mars“). Außerdem schrieb er den lettischen Beitrag von 2005, „The War Is Not Over“ von Walters & Kazha.

17. Januar 2011: Sigurjón Brink, kurz als Sjonni bekannt, stirbt mit 36 Jahren an einem Schlaganfall. Sjonni nahm mehrfach am ESC-Vorentscheid seiner Heimat Island teil und sollte auch 2011 mit dem selbstgeschriebenen Titel „Aftur heim“ antreten. Er starb aber noch vor der Sendung am 29. Januar, mehrere Freunde sangen dort für ihn das Lied und gewannen den Vorentscheid. Beim ESC in Düsseldorf erreichten Sjonni’s Friends mit der englischen Version „Coming Home“ Platz 20.

1. Januar 2011: Flemming Duun Jørgensen, als „Bamse“ bekannt, stirbt in der Neujahrsnacht in seinem Haus bei Aarhus nach einem Herzstillstand. 1973 gründete er die Band „Bamses Venner“ (Bamses Freunde), die 1980 für Dänemark am Grand Prix teilnahmen und mit „Tænker altid på dig“ Platz 14 belegten.