Inside Eurovision Workshop Tag 3: Danyal Demir, Lara Loft, Ivy Quainoo und Vinh Khuat

Heute fand der dritte Tag des ESC-Workshops (aka Bootcamp aka Trainingslager) zum deutschen Vorentscheid 2018 statt. Nach drei bzw. zwei Künstlern in den vergangenen beiden Tagen, die wir aus Termingründen leider nicht covern konnten, waren heute vier weitere Künstler an der Reihe. Wir haben sie den Tag über begleitet.

Der NDR und die Produktionsfirma haben uns freundlicherweise eingeladen, an dem Workshop in den Maarwegstudios2 in Köln-Braunsfeld teilzunehmen. In den früheren EMI-Studios wurde unter anderem Herbert Grönemeyers legendäres Album „Bochum“ (erstes Bild unten) aufgenommen und in der letzten Zeit haben – nun unter der Leitung von Wolfgang Stach (zweites Bild unten) – haben unter anderem Die Fantastischen Vier, Frida Gold und Jupiter Jones in diesem Studio gearbeitet. Doch auch die ESC-Künstler Roman Lob, Michelle und sogar Tony Marshall haben hier schon Songs aufgenommen.

In den Aufenthaltsräumen herrscht Start-Up-Atmosphäre, es gibt Catering und alles ist sehr familiär. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und hatten Zugang zu allen Bereichen, konnten alles sehen und hören. Federführend verantwortlich sind Producer Jens Bujar (unten im Gespräch mit Wolfgang Dalheimer), der Geschäftsführer von „Lodge of Levity“, und Produktionsleiter Carsten Lehmann (zweites Foto unten). Auch ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber (auf dem dritten Bild unten ebenfalls im Gespräch mit Wolfgang Dalheimer) war einige Zeit vor Ort, ebenso wie LissaBjörn, dessen erstes Video zum Thema ESC kürzlich auf eurovision.de erschienen ist.

Der Workshop läuft für alle Kandidaten identisch ab, wobei hier niemand zu etwas gezwungen wird: Zuerst treffen sie den musikalischen Direktor Wolfgang Dalheimer (aka Mr. Heavytones), um mit ihm über sich, ihre musikalischen Hintergründe und ihre Vorstellungen zu sprechen. Außerdem probieren sie im Schnitt zwei bis drei Songs aus, oft mit Musik vom Playback, manchmal haut Wolfgang Dalheimer aber auch selbst in die Tasten.

Im Anschluss geht es aus dem zweiten in den ersten Stock, wo die Kandidaten mit dem Vocalcoach Jeff Cascaro und der Choreographin Nici Grandison an ihrer Stimme und ihrem Ausdruck arbeiten. Aber auch hier versuchen die Coaches noch mehr darüber herauszufinden, wofür die Kandidaten stehen und wo sie hinwollen.

Ganz zum Schluss geht es dann zurück auf die improvisierte Bühne im Tonstudio, wo ein Auftritt aufgenommen wird. Die Kandidaten müssen sich also für einen Song entscheiden. Aus diesem Video können die Kandidaten später selbst einen 90-sekündigen Clip auswählen, der den Juroren (zur Erinnerung: Eurovision-Panel und internationale Jury entscheiden, wer in die Vorentscheidung kommt) vorgespielt wird. In diesem Clip sind die Kandidaten im Split-Screen zu sehen – einmal in Ganzkörperaufnahme und einmal nur die obere Körperhälfte.

Der Tag heute begann mit Danyal Demir, der – wie übrigens die anderen Künstler des heutigen Tages auch – vielen schon von The Voice of Germany bekannt sein dürfte. Die zweite im Bunde war Lara Trautmann (auch als Lara Loft bekannt), die nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern auch auf Französisch performte. Als dritte – und das kann man wohl als wirklichen Coup bezeichnen- war Ivy Quainoo an der Reihe, die die erste Staffel von The Voice gewonnen hat und mittlerweile in New York wohnt. Und: Sie hat immer noch THE Voice. Last but not least war auch Vinh Khuat dabei, der als regelrechtes Energiebündel den Probenraum zum Beben brachte.

Vier Künstler, die sehr unterschiedlich waren, aber alle auf sehr hohem Niveau. Bemerkenswert auch, dass alle Kandidaten auch Songs dabei hatten, die sie zumindest mitgeschrieben haben. Gesanglich war das alles auf einem großartigen Niveau, alle Kandidaten waren super-sympathisch und die Atmosphäre sehr gut. Wenn alle Künstler auf dem heutigen Niveau performen, werden es Jury und Panel nicht leicht haben, sich für die fünf besten zu entscheiden. Wir halten euch auf dem Laufenden und sind auch morgen wieder vor Ort. Stay tuned!