Irische Oneman-Boygroup Brendan Murray singt „Dying to try“ in Kiew

Brendan Murry RTE
Kurz vor 13 Uhr wurde heute in Nicky Byrnes Radioshow auf RTE2 erstmals der irische ESC-Beitrag gespielt. Brendan Murray wird in Kiew mit einer Popballade namens „Dying to try“ antreten. Mit Key Change.

Es ist eine Art Stabwechsel, denn der beliebte Radio-Host von „The Nicky Byrne Show with Jenny Greene“ vertrat Irland bekanntlich selbst im vergangenen Jahr beim ESC und schied im Semifinale sang- und klanglos aus. Der 20-jährige Brendan Murray, Mitglied der erfolgreichen Boygroup Hometown, soll es nun besser machen.

Brendan Murray (rechts)
RTÉ hatte die Nachwuchshoffnung bereits im Dezember in seiner Late Show präsentiert. Brendan erzählte dabei, er sei 1996 im Jahr des letzten irischen ESC-Sieges geboren, das sei ein gutes Omen. Der erfahrene Musikmanager und X-Factor-Juror Louis Walsh war für die interne Nominierung zuständig und hatte auf die von ihm selbst zusammengestellte (momentan pausierende) Boyband Hometown zurückgegriffen und Brendan Murray ausgesucht.

Brendan Murray Instagram3Brendan Murray Instagram4Macht sich für den ESC fit: Brendan Murray

Der Song heißt „Dying to try“ und ist eine langsam beginnende, klassisch sich steigernde Popballade, der man das Boygroup-Genre deutlich anhört. Nicht gerade revolutionär, aber auch nicht besonders ärgerlich. Kurz: ordentliche X Faktor-Konfektionsware. Viele lange Töne im Refrain, ein klassischer Key Change (Rückung) und ein im zweiten Teil des Songs effektvoll einsetzender Chor (der sich nach deutlich mehr als die 5 auf ESC-Bühne maximal erlaubten Chorsänger anhört). Zumindest Teeniemädchen dürfte das sehr gefallen. Auffallend ist Brendans eigenwillige hohe Stimmlage – definitiv herausstechend im diesjährigen ESC-Balladengemenge.

Irland: Brendan Murray – Dying to try

Wie viele Songs hat auch der irische Beitrag einen schwedischen Einfluss: Co-Autor ist der erfahrene Jörgen Elofsson, der unter anderem für Agnetha Fältskog, Björn Skifs und Kelly Clarkson komponiert hat und 2013 für Kelly Clarksons Song „My Life Would Suck Without You“ für einen Grammy Award nominiert war.

In einem ziemlich inhaltsleeren kurzen Telefon-Interview mit Nicky Byrne rund um die Präsentation – das alles fand in nur 6 Minuten statt –  sagte Brendan Murray, er sei beeindruckt von all den Preisen, die sein Produzent Louis Walsh gewonnen habe. Und er hoffe natürlich auf eine Finalqualifikation. Das sei definitiv zu schaffen, bekräftigte Radiohost Nicky Byrne.

Die ersten lokalen Reaktionen fallen allerdings kritisch aus. Der Irish Independent bemängelte die fehlende Originalität und bescheinigte dem Song, er höre sich an, wie etwas was bei der Produktion eines Westlife-Albums („Track 16 oder 15″) vom Schneidetisch gefallen sei.

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