Eine Hälfte der Euroband im isländischen Finale

Die Freunde im hohen Nordwesten haben auch ihre Suche nach einem Lied für Baku gestartet. Aus je fünf Songs in drei Vorrunden werden pro Runde zwei fürs Finale ausgewählt. Vier Finalisten stehen bereits fest.

Zügig reißt der Sender RÚV die Shows von „Söngvakeppnis Sjonvarpsins“ herunter, der isländischen Vorentscheidung. Ohne viel Tamtam geht es relativ schnell zu den fünf Startnummern, die nacheinander abgefrühstückt werden – unterbrochen nur durch kurze Einspielfilme, in denen der Komponist des jeweils folgenden Songs interviewt wird.

So hat RÚV an diesem Abend schon die zweite der drei Vorrunden bestritten; die Wartezeit wird dabei vor allem mit Ausschnitten von ESC-Auftritten früherer isländischer Teilnehmer überbrückt (heute gab’s u.a. Daníel Ágúst mit seinem Flop von 1989 und „Hægt og hljótt“ von 1987).

Letztlich ins Finale gekommen sind vor allem Namen, die Eurovisions-Aficionados bekannt vorkommen. In der 1. Vorrunde setzten sich Gréta Salóme & Jónsi mit der bombastischen Nummer „Mundu eftir mér“ durch – eben jener Jónsi, der 2004 für Island beim ESC dabei war („Heaven“). Daneben zog die Band Blár Opal mit dem fröhlichen „Stattu upp“ ins Finale ein, das am 11. Februar stattfinden wird.

In der heutigen 2. Vorrunde hatte allerdings ein eher bekannter Name das Nachsehen. Guðrún Árný Karlsdóttir, ESC-Fans bekannt durch ihren Song „Andvaka“ vom isländischen Vorentscheid 2006, fiel mit der etwas langweiligen Nummer „Minningar“ durch. Ein anderes bekanntes Gesicht dagegen, Regína Ósk (Óskarsdóttir), hatte Grund zum Jubeln. Ihr durchaus eingängiges Stück „Hjartað brennur“ werden wir im Finale wiederhören. Regína (Foto oben) ist vor allem als weibliche Hälfte von Euroband bekannt (Islands Vertreter beim ESC 2008 mit „This Is My Life“).

Daneben setzten sich ungewöhnliche Töne durch. „Hey“ war eine Art Folklore-Ska-Poprock, vorgetragen von Simbi und Hrútspungarnir – einer Truppe, die aussah wie eine Truppe isländischer Fischer aus dem 19. Jahrhundert (erinnert sich noch jemand an die TV-Serie „Nonni und Manni“ aus den späten 1980er Jahren?)

Am kommenden Samstag erhalten noch einmal fünf Interpreten die Chance, ins „Söngvakeppni“-Finale einzuziehen. Wer das sein wird, gibt RÚV erst am Montag bekannt. Dann kann man auch die letzten fünf Songs auf der RÚV-Website anhören.