Live-Blog Bundesvision Song Contest 2014: Bremen gewinnt mit Revolverheld

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Der 10. Bundesvision Song Contest endete mit einem nicht unerwarteten Ergebnis: Die Top-Favoriten von Revolverheld siegten mit 180 von 192 möglichen Punkten. Unser erster Live-Blog der neuen Saison hatte zwar mit dem ESC nichts zu tun, dennoch hatten wir stellenweise Freude mit viel Musik und einer Punktewand. Hier unser Live-Blog zum Nachlesen.

Den Vorbericht gibt es hier, unsere Prognose stand hier.

Noch die letzten Pizzakrümel an der Unterlippe hängend, stürzen Tjabe, Jan, OLiver und WM zum Fernsehgerät und zum PC, um als erstes die neue Bühne des BuViSoCo zu bestaunen. Und wen sehen wir zuerst? Klar, Stefan Raab.

Alles soll anders werden – oder zumindest einiges, verspricht der deutsche ESC-Teilnehmer des Millenium-Grand-Prix. Es scheint Filmchen zu geben, die am vergangenen Wochenende in der Probephase entstanden sind.

Gibt es eigentlich keine Co-Moderatorin? Wo ist Johanna?

1. Bayern: Andreas Bourani – Auf anderen Wegen

Ein neues Einspielfilmkonzept! „Jetzt kommen wir zum wahrscheinlich schönsten Bundesland…“ ist Geschichte. Stefan und Andi B. sitzen im Probenwohnzimmer, reden dummes und kluges Zeug, singen ein bisschen und zwar „Auf uns“ und „I believe I can fly“ auf Bayerisch. Das zieht sich schon ganz ordentlich, aber es soll ja auch bis mindestens halb 1 gehen. Der Abend muss gefüllt werden.

Bevor der Song kommt, können wir euch kurz informieren, dass es bei uns vier Sorten Self-made-Pizza gab. Alle lecker.

Jetzt „Auf anderen Wegen“. Andreas Bourani im Sträflingshemd, umgeben von einer Akustikcombo. Jan findet AB extrem attraktiv. Aber auch den Song?

Ja, über den Song kann man noch nicht so viel sagen. Jan fällt erstmal auf, dass Andreas schlecht abgepudert ist. Aber ist Glanz denn für einen solchen Wettbewerb nicht genau das Richtige?

2003 hat Andreas ja schon mal bei der „Deutschen Stimme“ mitgemacht – und nicht gewonnen. Das wird er heute vermutlich auch nicht. Die Flohmarktringe helfen da auch nicht.

Obwohl wir finden, dass das nicht der richtige Opener für den Wettbewerb war, geben wir 23 von 40 Punkten. Jeder von uns vier Bloggern vergibt zwischen 1 und 10 Punkten pro Lied. Alle Achtung, Andi.

 

2. Hamburg: Nico Suave feat. FloMega – Gedicht

Wir sind dran. Wir haben FloMega geliebt, als er Bremer war. Jetzt darf aber erst mal Nico Suave rumrappen. Wir sind angetan von diesen musikorientierten Zwischenfilmchen, obwohl sie etwas lang geraten sind. Aber es wollen schließlich auch Alben verkauft werden. Nico kriegt gar nicht genug von der Rapperei.

Das „Gedicht“ beginnt. Ein Song, den wir noch nicht kennen. Midtempo-Gesang in gewohnter FloMega-Qualität. Schöne Bläsersätze, Damen, die Saxophonistinnen imitieren, Nico rapt, Bühne in St-Pauli-Optik.

Eine, wie WM findet, relaxte Mitwippnummer, Jan und OLiver stimmen zu. Da wir alle die 40 schon deutlich überschritten haben, ordnen wir das Lied als souligen AC-Rap ein. Schön, dass Flo jetzt Hamburger ist.

Wir kommen auf flotte 30 Punkte. 75%, die Wand hebt sich.

 

3. Brandenburg: Kitty-Kat – Hochhaus

Kitty-Kat ist unbekannt und muss daher auf bekannte Bekannte zurückgreifen – in ihrem Fall Sido.

Jetzt singen die beiden ein Kitty-Kat-Duettchen, das sich zum handfesten Duett entwickelt. Jan ist schier entsetzt über Kitty-Kats ausgeleiertes Sweat-Shirt mit Puffärmeln. OLiver fühlt sich an Kirstie Alley erinnert. Jetzt singen sie den ehemaligen Brandenburger BuVISoCo-Song von Keule.

Ah, jetzt haben wir es, sie besingen vor ihrem Song nochmal alle ihr Bundesland.

Wir mögen die Filmchen. Sehr.

Rock? Hot Pants? Auf jeden Fall ungünstig. Sie sitzt auf einem Baugerüst. Cascada für Arme. Aber ist das die richtige Idee? Die Beine wirken stämmig. Das Gesicht, von unten gefilmt, könnte auch vorteilhafter aussehen.

Ein weiterer Midtemposong, aber ohne den Esprit des Hamburgers. Wo sie hinsoll, wenn das Hochhaus brennt, wissen wir nicht, aber sie sollte jedenfalls schnellstens dieses Gerüst verlassen.

Kitty-Kat ist durch. Wir sind nicht impressed und geben insgesamt 14/40 Punkte.

 

4. Sachsen: Sebastian Hackel – Warum sie lacht

Dreadlocks. Hat der BuViSoCo jetzt auch eine soziale Komponente? Sebastian präsentiert sich sehr nett. Jan und OLiver haben nichts gegen lange Haare, aber gepflegt müssen sie sein. WM erklärt, dass Dreadlocks nicht schmutzig sind, sondern nur verfilzt. Aber verfilzt klingt schon so… Jan lässt ab von den Haaren und findet positive Worte für die Qualität der Zähne des Barden.

Sebastian singt ein Schlaflied und Stefan schläft bühnenwirksam ein.

Sebastians Beitrag beginnt gitarrig-ruhig. War zu erwarten. Eine Mundharmonika tritt hinzu. Leichtes Ankurbeln im Refrain und da fällt uns auf, dass der junge Mann BARFUSS auftritt. Loreen, Dima Bilan, Emmelie de Forest. Noch Fragen? Ja, ne ganze Menge.

Unspektakulär, aber hübsch. Hübsch, aber unspektakulär. 13 Punkte sammelt er. Letzter Platz bislang. Na, ja, das ist das letzte Wort noch nicht drüber gesprochen.

 

5. Baden Württemberg: Max Mutzke – Charlotte

Max, viel weniger nerdig als vor 10 Jahren. Anzug und Käppi. Die Augen sind durchgängig auf, die Braue ist unterbrochen. Max und Stefan rocken aktiv los, dann darf Max was zu seinem Song erzählen.

Max macht noch kurz Reklame für BW und das sehr engagiert und los geht es.

Klassische 60s-Soul-Big-Band-Aufstellung. Der Song ist gleichzeitig kontrolliert und losgelassen. Tjabe ist begeistert. Max auch und zieht gleich mal sein Jacket aus. Jan hat Schwierigkeiten, den Text zu verstehen. Kunststück, Max muss ja auch allerhand Soul-Kapriositäten einbauen.

Guter Applaus, Max kriegt von uns 29 Punkte. Wer hätte das noch vor einer Woche gedacht? WM nicht.

Vor der Werbung unser Zwischenstand: Hamburg vor Baden-Württemberg und Bayern.

 

6. Thüringen: Dürer – Was gestern war

Jan übernimmt.

Fünf Halbstarke mit Mützen, die offenbar eher rockig unterwegs sind. Sie versuchen sich an einem Nina-Hagen-Song aus der Nachwendezeit, weiß WM.  Auch die Wurst bleibt nicht unerwähnt. Thüringen goes Dschingis Khan – ESC-Bezug-Alarm!!!

Auf der Bühne sehen wir jetzt bunte Haare in schicken Anzügen. Spontan haben wir eine Pollapönk-Assoziation. Der Sänger knödelt leicht, findet WM. Jan findet ihn anstrengend, gemeinsam fühlen wir uns an eine Abifeier erinnert, bei der eine Schülerband auftritt. Sehen wir hier den letzten Platz? Na ja, zumindest wird farblich alles gegeben, auch die Bärte wurden coloriert.

Und plötzlich ist Schluss. Das war nix….La Thuringie, 10 points!

 

7. Saarland: Inglebirds – Getti

Aha, einer der Inglebirds wurde letztes Jahr schon mal Fünfter („Eigentlich wollte Nate Dogg die Hook singen“).  Die Band wird offenbar von New Yorker ausgestattet…

DAS ist Rap, der nervt. Der Lead-„Sänger“ macht das zwar ziemlich gut, aber zum einen versteht man kein Wort, zum andern klingt die ganze Nummer wie das Gewummer in einem Computertomographen!

WM findet die Hook ordentlich, noch besser wäre sie wohl, wenn Nate Dogg sie singen würde. Wir haben den Eindruck, die Jungs denken sich ihren Text spontan aus, während sie rappen.

Zusammen kommen wir leider nur auf 7 Punkte – offenbar haben wir ein Qualitätstal im Moment, aber die schlechteren Songs müssen ja auch präsentiert werden.

 

8. Sachsen-Anhalt: Teesy – Keine Hosen

Teesy ist zunächst mal optisch ein weiteres Highlight des Abends. Er singt im Vorfilm „Can’t wait until tonight“ – und das gar nicht mal schlecht. Super Soulstimme.

Schade, Hosen hat er an – dafür hat er die Jacke weggelassen. Thema verfehlt, würden wir sagen. Dafür stehen lauter schicke junge Männer auf der Bühne. Schwiegermuttis Lieblinge, wohin man sieht.

WM findet, das Lied mäandert. Teesy kann wirklich gut singen, aber der Song ist in der Tat ein wenig strukturlos. Jan kann aus optischen Gründen über solche Kriterien locker hinweg sehen!

OH MEIN GOTT!!!!!! Der Titel heißt „Keine Rosen“ und nicht „Keine Hosen“. Wir liegen unterm Tisch.

26 Punkte geben wir – oberer Bereich! Inwieweit das musikalisch begründbar ist, lasse ich jetzt mal offen…

 

9. Hessen: OK Kid – Unterwasserliebe

Die Jungs kochen mit Stefan eine undefinierbare Masse. Hoffentlich ist das kein Hinweis auf das, was gleich kommt!

So, zur Abwechslung wird wieder gerappt… Laaaaangweilig! OLiver liest währenddesen lieber noch einen Huldigungsartikel über Sophia Loren, die dieser Tage wieder nullt. Es entbrennt eine Diskussion über Brigitte Bardot, Leonard Cohen, Nana Mouskouri und Udo Jürgens, die 2014 alle 80 Jahre alt werden!

Währenddessen geht Hessen dem Untergang entgegen und versinkt langsam in der Leine, von wo aus die Truppe zurück nach Hessen gespült wird – und zwar unter Wasser!

Wir geben 10 Punkte – immerhin! Hätte ich nicht gedacht…

Zwischenstand momentan: Hamburg vor Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.

Stefan macht Stand-up-Moderation und Göttingen tobt. Aber das ist sicher gleich vorbei, denn es meldet sich Green-Room-Moderator Elton. Die üblichen Interviews und jetzt wird noch ein CD-Cover unterschrieben. Wie gesagt, 4,5 Stunden dauert das Ding heute.

 

10. Niedersachen: Sierra Kidd –  20.000 Rosen

Ein 17jähriger, leicht dicklicher Rapper, nennen wir es Babyspeck. Es ist viel Rap und Hip Hop am Start, ein wenig zuviel, wie wir finden. Er ist eine Mischung aus dem jungen Elvis Presley und Jimi Blue Ochsenknecht in mopsig. Aber was interessiert uns Optik.

WM merkt an, dass Sierra im Gegensatz zu Teesy Rosen hat, und Hosen auch, Lederhosen sogar, fällt OLiver auf. Oder Imitat. Dazu wird gerappt. Jan geht das Gerappe auf den Senkel, nicht nur ihm.

Der Song spricht uns ebensowenig an, wie das brennende Kreuz. Keine guten Assoziationen. Ein Fiasko bahnt sich an für die Gastgeber, wir vergeben 4 Punkte, das Minimum. Weiter geht es, Gott sei Dank.

 

11. Nordrhein-Westfalen: Maxim – Alles versucht

Maxim ist fast doppelt so alt wie Sierra und darf sich daher über einen Operettenschlager freuen, den Stefan Raab ihm in Heesters-Manier kredenzt. Auch Maxim selbst gibt sich retro. Mit seinem Tablet intoniert er „Das Model“ von Kraftwerk. Dazu Stefan am Pseudoglockenspiel Ja, Spielereien allerorten.

Maxim ist zumindest mal wieder ein Sänger. Der Song ist ebenfalls im Unterwassertempo gehalten, ab und zu taucht Maxim mit einem leicht verunglückten hohen Ton daraus auf. Das Ganze wirkt etwas ernst und humorlos. Dennoch ist es nach dem Gerappe ein warmer musikalischer Teppich. Unsere Fußspitzen werden warm davon, mehr aber nicht. Wir haben das Tal noch nicht verlassen.

An Maxim ist eigentlich nichts auszusetzen, aber „Alles versucht“ ist letztendlich auch nicht mehr als „stets bemüht“. Von uns erhält er 16 Punkte. Eher hinten.

 

12. Schleswig-Holstein: Tonbandgerät –  Alles geht

Es fällt uns auf: Nach Kitty-Kat kommen endlich mal wieder Frauen auf die Bühne, wenn auch nicht an allervorderster Front. Zu Rio Reisers „Für immer und dich“ wird geklärt, ob es in der Band Paare gibt. Gibt es nicht. Jetzt kriegt Stefan ein Buddelschiff und das Publikum einen tranigen Schleswig-Holstein-Walzer.

Nach „Alles versucht“ versucht es Tonbandgerät jetzt mit „Alles geht“. Und das geht so. Sehr schülerbandmäßig stehen die vier auf der Bühne und Sänger Jakob knödelt sich mit etwas dünner Stimme durch den Song. Viele Fans im Saal, die Band hat ja auch schon ein Album veröffentlicht, das nicht völlig unbemerkt am sich hip gebenden Musikfeuilleton vorbei gegangen ist.

„Luftschlangen, Luftschlangen“ tönt es von rechts. Aber Platz 18 kann ja nicht erreicht werden heute. 16 Punkte sind die Ausbeute bei uns. Das Tal ist immer noch nicht durchschritten.

Unser Zwischenstand bleibt unverändert: 1. Hamburg, 2. BW, 3. Sachs-An. Ganz hinten das Gastgebernatiönchen. Letztes Jahr hat Bosse  auch bei unserem Live-Blog gewonnen und nicht nur in echt. Es kann allerdings auch sein, dass wir heute ein etwas gestörtes Verhältnis zu Niedersachsen haben. Weswegen? Na, wegen VW.

Von Wolfsburg geht es jetzt wieder nach Göttingen und jetzt geht es nach Meck-Pomm. Marteria ist dran – einer, mit dem man heute wohl rechnen muss.

 

13. Mecklenburg-Vorpommern: Marteria – Mein Rostock

Stefan und Matti singen „Kids“ und dann „An der Ostseeküste“, na, das ist mehr Stefan als Marten. Als Geschenk gibt es einen Aal. Tjabe ist HIN UND WEG. Er will den Aal und lecker Schwarzbrot dazu. Herrschaftszeiten.

Der Song beginnt mit einem neuen Gospel-Opening. Das ist ein Nationalhymnenmoment. Jan hat den Rhythmus noch nicht. Marteria aber auch noch nicht. So, jetzt geht es.

Im Refrain trifft Meckpomm dann den König der Löwen. Wir sind ein bisschen skeptisch – obwohl: von allen Raps ist das am besten. Marteria ist kein Möchtegernrapper, sondern ein Echter. Und der Chor ist eine gute Idee, meint Tjabe.

Tja, und dennoch gibt es bei uns nur 19 Punkte. Weit weg vom Treppchen.

 

14. Rheinland-Pfalz (Eifel):  Jupiter Jones – Plötzlich hält die Welt an

Es wird politisch. Raab singt die „Internationale“ im Roger-Cicero-Stil, nachdem die Combo selbst vorher auch schon mal ran durfte.

Die ersten Töne ihres Auftritts schmeicheln unseren Ohren. Melodische Harmonie, der nächste Klangteppich. Aber „unique“ ist auch was anderes. Der Schlager der für ganz am Ende vorgesehen ist, wird wohl gewinnen. Dies ist auch schon ein Schlager.

Tjabe fühlt sich an die 3Js erinnert, auch aufgrund des Chores. Wir geben 21 Punkte. Mittelmaß – musikalisch und im Ranking.

 

15. Berlin: Miss Platnum – Hüftgold Berlin

Wir kriegen eine neue Version des Album-Titels „Hüftgold“ verspricht uns Miss Platnum, aber vorher einen Berlin-Klassiker, etwas angefetzt. „Molle und Korn“ gibts als Geschenk, und dann wird noch mit Kazoo getrötet. Der Abend wird lang und länger, aber jetzt geht es ja mal wieder auf die Bühne.

Jan realisiert erst jetzt, dass Plattys Titel „Hüftgold – Berlin“ heißt und kriegt sich nicht mehr ein. In originellen Klamotten, gebatikt, gehäkelt, gestrickt und am Anfang mit Umhängebart (oder wat war dat?) ist sie die heißeste Anwärterin auf den heutigen Barbara-Dex-Award.

Ein paar akrobatisch kompetente Tänzer kommen dazu und tanzen und turnen. Der Song zündet nicht so richtig, obwohl es so etwas heute noch nicht gab. Angedeuteter Motown-Sound ohne Wumms – und schon vorbei. Sympathisch ist sie, die Platty, und kriegt von uns sensationelle 27 Punkte.

 

16. Bremen: Revolverheld – Lass uns gehen

Die Favoriten zum Schluss. Bereits jetzt ist klar, dass Revolverheld den eingängisten Song des Abends haben. Einen Schlager halt. Vorher gibt es aber noch mal „Freunde bleiben“ und schon wieder die Nordseeküste und Bier als Geschenk. Alle heben einen und jetzt kann es nicht mehr lange dauern!

Eine Marionettenperformance, die den etwas seichten Inhalt des Liedes unterstreichen soll. Relativ lange bleiben die Bremer (und Hamburger) an den Strippen und sind dadurch nur zu staccatohaften Bewegungen in der Lage. Aber die Damen mit den Gartenscheren machen im dritten Drittel kurzen Prozess und Revolverheld zelebrieren diesen letzten Part ihres Songs wie ein Sieger Da-Capo. Dazu wird es vermutlich auch nacher kommen. Bei uns schaffen sie es mit 27 Punkten aber nur auf den 3. Platz, gemeinsam mit Platty.

So jetzt wird es wohl noch eine ganze Weile dauern, bis die Radiomoderatoren loskreischen. Telefonnummern gilt es zu verkünden und Stefan Raab macht das mit viel Akribie. Man fühlt sich an Jürgen von der Lippe erinnert. Der hat doch auch immer sowas gemacht, oder?

Fazit: Bei uns hat Max ein sehr gutes Bild hinterlassen. Der erste ehemalige ESC-Teilnehmer, der jemals an einem BuViSoCo teilgenommen hat, hat einen druckvollen Auftritt abgeliefert und es wäre ihm zu wünschen, dass er zu den Überraschungen des Abends gehört und mit einer ordentlichen oder sogar guten Platzierung belohnt wird. Warten wir es ab.

Der erste Schnelldurchlauf läuft und wir stellen fest, dass es eigentlich so ist wie in jedem Jahr. Als ESC-Fan ist man nicht zwangsläufig auch BuViSoCo-Fan. Wir sind es wieder mal nur bedingt, vor allem weil wir noch 90 Minuten warten müssen, bis Revolverheld als Sieger ausgerufen werden. Und Sierra Kidd sich wieder um seine Schulbildung oder Ausbildung oder was auch immer kümmern kann.

Noch anderthalb Stunden – puh, es zieht sich wieder extrem. Und wir sind nicht mehr im Live-Blog-Trainng. Na, es wird schon!

Max erklärt nochmal, wie Stefan Raab 2004 den BuViSoCo erfunden hat. Danke Europa, können wir also noch mal sagen. Hättet Ihr Max 2004 mehr Punkte gegeben, müssten wir hier heute Abend nicht sitzen!

Noch ein Schnelldurchlauf… als ob jetzt noch jemand abstimmen möchte…Wären wir im „Rising Star“-Finale, hätte sich nur einmal die Wand gehoben. Da kann sich das Göttinger Publikum ja mal bedanken.

Apropos Göttingen. Göttingen liegt ja in der Nähe von Wolfsburg. Und da werden Autos gebaut. Und für die wird geworben. Und wer macht das wohl? Nein, das werden wir hier nicht erzählen – es ist sowieso nicht erwähnenswert!

Wir erwarten währenddessen einen erdrutschartigen Bremer Sieg und lehnen uns bequem zur Darbietung des Vorjahressiegers Bosse und einem Siegertitel „So oder so“ auf WM’s extrem bequemen Sofa zurück.

Meanwhile back in the Green Room. Der unvermeidliche Elton stellt wieder dämliche Fragen, um die Sendung in die Länge zu ziehen. Nun sind die Leitungen dicht. Laut Stefan müssen die unendlichen Datenmengen jetzt berechnet werden. Seit 1979 hat sich da technisch also offenbar nichts getan. Was bleibt da auch schon übrig, außer Werbung zu schalten!

Es geht los. Bayern wertet. Es sind wieder irgendwelche Radiomoderatoren… Bayern hat keine Punkte (Mir hoam koane Punkte…) Zuviel gesoffen auf dem Oktoberfest…

Nun also erstmal Hamburg. 8 an Marteria, 10 an Hamburg und 12 an Revolverheld. Das war es wohl jetzt schon…Über diese B-Transe im Hamburger Rathaus decken wir den Mantel des Schweigens…

Brandenburg gibt 8 an Mecklenburgs Marteria, 10 für Jupiter Jones und 12 an Bremen. Nichts für Hamburg? Frechheit!

Bourani läuft übrigens gar nicht, auch Berlin schwächelt stark! Und ebenso Max, der froh sein könnte, wenn er hier Achter wie 2004 wird.

Sachsen grüßt aus Leipzig. 8 an Jupiter Jones, 10 an Sachsen und 12 an Revolverheld. Wieder nichts für Hamburg? WTF?????

Felix aus Ludwigsburg meldet sich für Baden-Württemberg.  8 an Teesy – we like! 10 an Max Mutzke und natürlich 12 für Bremen.

Jetzt Thüringen im peinlichen Elefantenkostüm – hoher Fremdschämfaktor! 8 an Rheinland-Pfalz, 10 an Bremen – eine Sensation, 12 an Thüringen. Wird Bremen jetzt doch noch ein Totalflop? Wie peinlich! Nur 10 Punkte….

Und nun ins Saarland. Punkte für Hamburg! 4! Wir lieben das Saarland! 8 gehen an Jupiter Jones, 10 an Bremen und 12 ans Saarland. Wackelt Bremen jetzt tatsächlich?

Wir sind jetzt schon bedient und fordern, das Konzept als Wettbewerb zu überdenken. Es ist nämlich eigentlich gar keiner!

Sachsen Anhalt: 8 Punkte für Marteria, 10 für Revolverheld und 12 für Teesy! Teesy ist die eigentliche Überraschung des Abends.

Zwischenstand: 3. Mecklenburg-Vorpommern mit 46 Punkten, 2. Platz Jupiter Jones aus Rheinland-Pfalz mit 54 Punkten und Bremen führt uneinholbar mit 78 Punkten. Offenbar steht die Lokhalle doch nicht in Göttingen, sondern in Pjöngjang!

Hessen wertet. Wow! Der erste Punkt an Niedersachsen!! 8 an Jupiter Jones, 10 an Hessen und 12 an Bremen. Es ist sooooo laaaaangweilig! Und es war ja auch von Minute 1 an vorhersehbar…

Jetzt Niedersachsen. Ein Punkt an Hamburg, danke! 8 an Schleswig-Holstein, 10 an Sierra Kid und 12 an Revolverheld.

Aus einem Kölner Büdschen kommen die NRW-Punkte aus der Brötchentüte.  Ganz lustig, der Typ. Mal was anderes – isch schwöre! Und 8 gehen an Sachsen-Anhalt, 10 an NRW und 12 an Bremen!

Die Punkte aus Kiel. Na ja, 3 für Hamburg. 8 an Rheinland-Pfalz, 10 an Bremen und 12 an Schleswig-Holstein! Für die Jungs und Mädels läuft’s ja eigentlich ganz gut.

Und nun nach Rostock. 8 an Jupiter Jones, 10 an Bremen und 12 an Marteria.

Rheinland-Pfalz wertet aus Mainz. 8 an Bayern, mal was anderes. 10 an Bremen, das Übliche und 12 an Jupiter Jones, die hier heute abend gandenlos überbewertet werden

UND ES IST SOWEIT: BREMEN HAT GEWONNEN!!!

Berlin hat auch noch Punkte zu vergeben. 8 Points für Berlin, 10 für Sweet Teesy und 12 an einen Stadtstaat im Norden. Es ist nicht Hamburg!

In Bremen rasten alle aus. Übrigens auch Revolverheld, auch wenn WM die Freude für gespielt hält… Bremen gibt derweil 7 an Hamburg, 8 an Meck-Pomm, 10 an Jupiter Jones und die 12 gehen natürlich an Revolverheld.

Jetzt nochmal nach München. 8 an Teesy, der jetzt noch Dritter wird. 10 an Bayern und 12 nach Bremen.

Bremen gewinnt mit 180 von 192 möglichen Punkten. Das ist tatsächlich denkwürdig. War aber von PRO 7 alles schön vorbereitet und in die Wege geleitet. Die Jungs von Revolverheld mussten den Elfmeter nur noch verwandeln.

Und Max hat sein Istanbul-Ergebnis sogar leicht verbessern können, ebenso Hamburg noch gerade in den Top-10. Na, zählt hier aber auch alles nur halb so viel.

Das komplette Ergebnis:

1. Bremen – 180 P.
2. Rheinland-Pfalz – 124 P.
3. Sachsen-Anhalt – 102 P.
4. Mecklenburg-Vorpommern – 101 P.
5. Schleswig-Holstein – 87 P.
6. Bayern – 81 P.
7. Baden-Württemberg – 58 P.
8. Nordrhein-Westfalen – 46 P.
9. Hessen – 33 P.
10. Hamburg – 28 P.
11. Thüringen – 25 P.
12. Berlin – 16 P.
13. Niedersachsen – 15 P.
14. Saarland – 12 P.
15. Brandenburg – 10 P.
15. Sachsen – 10 P.

So haben wir es dann doch noch geschafft. Fast vier Stunden haben zu einem Ergebnis geführt, dass vorher eigenlich auch schon klar war. Vielleicht geht es für diese dritte Single-Koppelung aus dem aktuellen Revolverheld-Album jetzt in den Charts auch noch mal kurz nach oben und die Albumverkäufe ziehen auch noch mal an. Vielmehr wird wohl auch von diesem BuViSoCo nicht bleiben. Reihen wir „Lass uns gehen“ also in die Ahnengalerie früherer Sieger ein, in der sich neben den BuVi-Musikern auch allerlei WOK-Weltmeister und Turmspringkönige tummeln. Helden für einen Abend.

Hier der Siegertitel als Videoclip, die Live-Beiträge können alle auf der BuVi-Website von Pro7 angesehen werden.

Revolverheld – Lass uns gehen

Bei uns geht es aber am 13. November richtig los, mit der ersten Vorentscheidung für den echten Song Contest 2015, dem Skopje Fest, der mazedonischen Vorentscheidung für Wien. Gute Nacht!