Live-Blog Eurovision Song Contest 2014 – das Finale

Österreich Conchita Wurst 2014 Probe2

Selten war das Rennen im Vorfeld so offen wie in diesem Jahr, selten gab es noch so große Veränderungen bei den Wettquoten nach den Semifinals. Der Abend versprach spannend zu werden. Und wurde es auch. Ein Zweikampf Common Linnets vs. Conchita Wurst endete mit dem fulminanten Triumph der „Queen of Austria“. Hier ist unser Liveblog der Show zum Nachlesen.

Es gibt einen Livestream bei eurovision.tv hier. Auch die Pressekonferenz des Siegers gegen 1 Uhr wird von der EBU live gestreamt.

Kurz nach 19 Uhr kamen Thomas Schreiber von NDR/ARD und NDR-Pressesprecherin Iris Bents zu uns und hatten eine gute Nachricht mitgebracht: Bei der dritten Generalprobe von Elaiza am Nachmittag hatten die Streamer (also die Luftschlangen) kurz vor Schluss des Auftritts gut geklappt. Am Freitagabend im Juryfinale waren die Luftschlangen noch direkt über den Mädels heruntergefallen, und ob der schieren Menge der Bänder wirkten Ela, Yvonne und Natalie wie am Ende einer Kölner Karnevals-Sitzung.

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„Heute Nachmittag gingen die Streamer hinter den Mädels runter“, sagte uns Schreiber. Gottseidank, denn das Schlussbild gestern sah wirklich schlimm aus.

Wir bereiten uns inzwischen in einem ziemlich gut gefüllten Pressezelt auf den Abend vor.

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Matthias und Armen bereit für den Liveblog für euch!

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Die Pressemeute konnte im Pressezentrum auch das Finale voten. Für Elaiza sah es nicht so toll aus…

Pressevoting ESC Kopenhagen

Und damit herzlich willkommen zum Liveblog. Die Volunteers im Pressezelt verteilen gerade Schokoküsse, „a Danish speciality“… Ein bisschen Zucker zum Aufputschen für dreieinhalb Stunden Extravaganza vom Feinsten.

Huhu Leute – ich bins Armen. Bis Matthias wieder Internet hat, werde ich bloggen…

Wir wünschen euch allen: HAPPY EUROVISION!!

Die Sendung beginnt mit einer Fahrt durch Kopenhagen, in der die Trophäe wie die olympmische Fackel zur Halle getragen wird. Das Lied im Hintergrund ist „Dansevise“ (ESC 1963), neu instrumentiert!!

Nun rennen 26 Menschen mit den Teilnehmer-Flaggen in die Halle. Und tanzen auf der Bühne. Großes Feuerwerk wird entzündet und Rock’n’Roll-Musik feuert das Publikum an.

Nun werden die Nationen – ähnlich wie letztes Jahr – einzeln aufgerufen. Die Interpreten laufen ein – und die jeweiligen Fahnen erscheinen ganz groß auf der LED-Wand.

Auch im Pressezentrum gibt es für die Länder viel Applaus – insbesondere für Conchita und Sanna. Die Mädels von Elaiza scheinen sehr gelöst und haben nett gelächelt.

Nun erscheinen die drei Moderatoren – und ich höre im Hintergrund die Fans von Pilou seinen Namen rufen. Sie sehen gestriegelt und dennoch kantig-butch aus – sehr sehr attraktiv – alle drei.

Sie erklären die Regeln – wir kennen sie ja alle: You can’t vote for your own country!

1. Ukraine

Maria klebt ihre Post-its auf den Bahnsteig.

Mal schauen, ob der Rhönrad-Kerl wieder hinfällt wie gestern nachmittag.

Maria ist konzentriert und fokussiert die Kamera. Stimmlich gut drauf. Ich hab den Eindruck, die Windmaschine weht ihr den knappen Stoff beinahe vom Leib.

ESC 2014 Semi1 Mariya Yaremchuk Ukraine

Insgesamt ein beeindruckender Auftritt – sie haben das beste aus dem Song rausgeholt – vielleicht top5!?

2. Belarus

Matthias übernimmt pünktlich zum Zeitpunkt, zu dem uns TEO seinen Käsekuchen serviert. Er kommt locker-sympathisch rüber, und irgendwie wippt man bei dem Lied ja auch sofort mit dem Fuß mit… eine groovy-relaxte Performance. Sollte er angespannt sein ob des Finales, merkt man ihm das jedenfalls nicht an. Nur wiederholt sich nach 2 Minuten das ganze doch sehr… aber alles locker aus der Hüfte. Die Buchmacher sehen TEO weit hinten (Bottom 5), aber das kann ich nicht recht glauben.

3. Aserbaidschan

Dilara kommt schon im Einspieler über den Dächern von Baku sympathisch rüber. Nur ist die Performance ein bisschen öde. Stimmlich einwandfrei, aber alles konzentriert sich dann doch auf eine Frau am Trapez, die von Dilara angesungen wird. Ein sehr emotionaler Vortrag, bei dem Dilara durchaus auch mal ernst in die Kamera schaut. Ob da der Funke zum TV-Publikum überspringt?

Überzeugender Auftritt, aus dem eher langweiligen Lied das Beste rausgeholt.

4. Island

Pollapönk am Wasserfall – und dann auf der Bühne. Ein Lied vor allem für Heteros. Und mit einer Botschaft. „Weg mit den Vorteilen, wir müssen dieses Problem endgültig überwinden.“ Ob kleingewachsen oder groß, ob dick oder dünn – wir sind alle Menschen und sollten uns akzeptieren, wie wir sind.

Armen meint, die sollten sich am Ende auf der Bühne küssen, um ein Zeichen zu setzen. Naja, der Lesbenkuss hat Krista Siegfrids letztes Jahr womöglich Punkte gekostet.

Aber die Isländer machen es gut. Eine fröhliche, bunte Nummer. Ob sie gut gesungen haben – bei so einer Happy-Ska-Nummer eigentlich egal.

5. Norwegen

Die Halle in Smartphone-Licht getaucht, viele haben die Light Function eingeschaltet. Tolle Atmosphäre zu der sanften Ballade des emotionalen Wikingers. Die Strahler an der Decke auf Carl Espen gerichtet, eine Windmaschine macht gegen Ende auch ihre Arbeit. Stimmlich sehr gut – so gut wie heute Abend hat Carl „Silent storm“ noch nie hier in Kopenhagen gesungen! Brillant! Wir hoffen nur nicht, dass Carl nach hinten durchgereicht wird und am Ende eine Platzierung erreicht wie im vergangenen Jahr „Ég á líf“.

2014 Kopenhagen Semi 2 Norwegen

6. Rumänien

Ovi mit dem in meinen Augen peinlichsten Utensil, das wir in den letzten Jahren bei einem ESC gesehen haben: Wozu muss man in einem 360-Grad-Keyboard stehen??

Nun ja, und dieses Hologramm am Anfang von Paula Seling sieht auch eher billig aus. Überhaupt ist das völlig überinszeniert. Diese eine merkwürdige Geste von Paula, wo sie eine Art Elefantenrüssel-Griff macht; wie die beiden verkettet ineinander stehen; alles over the top! Das ist gut gemeint, aber der Zuschauer goutiert zuviel Gimmicks nicht unbedingt. Paula hat ihre Stimme jedenfalls im Griff.

7. Armenien

Aram steht im Lichterkranz, der im Lauf der ersten Minute größer wird. Oh, da kämpft er am Anfang aber schon mit der Stimme… Dann wird es aber besser.

Wenn der harte Dubstep-Beat einsetzt, könnte mancher Zuschauer kurz verschreckt sein. „Diesmal hat er die Handschuhe weggelassen – gut so“, sagt Armen. War mir gar nicht aufgefallen. Armen hat’s gut gefallen. Aram hat gelächelt, keine seltsamen Fratzen gezogen. Es sah alles ganz gut aus. Top5? Mal sehen.

8. Montenegro

Sergej läuft auf die Bühne, als ob er durch Kopenhagens Fußgängerzone schlendert… Locker? Oder könnten Zuschauer denken, es ist ihm hier nicht so wichtig?

Aber die Serben/Kroaten/Bosnier im europäischen Ausland dürften vielfach für „Moj svijet“ anrufen, deshalb verstehe ich nicht ganz, wie die Buchmacher Sergej als Bottom-5-Kandidaten handeln können.

Ein guter Auftritt, stimmlich gut. Da gibts nichts auszusetzen. Über die Eiskunstläuferin sehen wir mal hinweg…

ESC 2014 Semi1 Sergej Montenegro

9. Polen

Der erotischste Auftritt des Abends. Lasziv, wie in Polen offensichtlich die Wäsche gewaschen wird. Die Kameras fängt das ganze wunderbar ein. Die Polinnen zeigen ihre Reize. „So sind wir“, pflegte Cleo in Interviews hier in Kopenhagen zu sagen. Im Pressezelt kommt’s an, in der Halle wohl auch. Beim TV-Zuschauer? Wir sind gespannt.

10. Griechenland

Eine 3-Minuten-Party in der Halle. Erstmals heute abend zeigt das Fernsehen Fans im Publikum während eines Auftritts. RiskyKidd macht es stimmlich auch besser als im Semi, als er anfangs nicht recht ins Lied reinkam. Heute passt alles. Und er und Nikos von Freaky Fortune springen über die Bühne, haben Spaß – und die Halle geht mit. Und hier im Pressezelt ist auch die Hölle los.

_62Q6249Der Trampolinspringer ist auch gut im Bild festgehalten. Toll, die Zeitlupe. Top 10? Wenn die TV-Zuschauer heute abend auch Bock auf Party haben, könnte das was werden.

11. Österreich

Die „Queen of Austria“, wie sie im Semi angekündigt wurde, umjubelt in der Halle. So, Conchita, zeig es Europa!

Sie macht es ganz, ganz großartig. Steht einfach nur da auf ihrem Podest, in ihrem eleganten Kleid, die Strahler auf sie gerichtet, Nebel auf dem Bühnenboden. Eigentlich ganz schlicht, aber doch so unglaublich gut! Der Auftritt einer Siegerin? Ich muss eben an Sévèrine denken, wie sie 1971 für Monaco gewonnen hat. Standing Ovations im Pressezelt, riesiger Auftritt.

Österreich Conchita Wurst 2014 Probe2

12. Deutschland

Ela, Yvonne und Natalie machen Bonbons in Schwarz-Rot-Gold.

Kurze technische Probleme bei uns im Pressezelt. Aber Elaiza haben es sehr, sehr gut gemacht. Kurz gefasst: Es war stimmlich perfekt, es war ein warmer, sympathischer Auftritt, sie hatten viel Spaß auf der Bühne und das übertrug sich auch auf uns. Die Luftschlangen haben gepasst – nur Natalie am Kontrabass stand am Schluss etwas eingehüllt. Aber war völlig in Ordnung. Ein Auftritt, auf den Deutschland stolz sein kann! Prima gemacht, Mädels. Das war auf den Punkt abgeliefert!!

Ein Blick ins Guinness-Buch des ESC. Die höchste Note, die je gesungen wurde: Maja Blagdan schraubte ihre Stimme 1996 in Oslo in schwindelnde Höhen.

13. Schweden

Sanna Nielsen im Strahlenkranz. Armen hat den Eindruck, sie sieht etwas blass aus. Armen hat eben auch kontrolliert, ob diesmal alle Bühnentüren im Kubus zu sind. 😉

Eine glockenklare Stimme, stimmlich 1a. We are impressed! Armen hebt den Daumen nach oben. Ein Super-Auftritt. Spontaner Applaus im Zelt beim Zwischenteil, ehe Sanna nochmal loslegt. Auch der Effekt mit den sich öffnenden Lichtstrahlen und der Leuchtkugel wirkt am Bildschirm fantastisch.

Schweden Sanna Nielsen 2014 Probe 2Eine rundum gelungene Inszenierung und perfekt gemacht, und durch voll Emotionen. Da gibt es nichts zu meckern. Nächstes Jahr wieder nach Schweden zurück?

14. Frankreich

Der Blog ist ein bisschen überlastet. Kurz das wichtigste zu Twin Twin: Das krasse Gegenteil zu Sanna. Bunt, schrill, verrückt, gute Laune. Aber vermutlich zu schrill und schräg, um weit nach vorn zu kommen.

15. Russland

Ein professioneller Auftritt, stimmlich gut, fokussiert auf ihre Performance auf der Wippe. Aber es wirkt halt etwas künstlich, es fehlt ein wenig an Natürlichkeit. Und „Shine“ ist halt auch nichts wirklich Neues, es ist eher Popmusik aus der Grabbelkiste. Von der Stimme. „Könnte ein Ralph-Siegel-Song sein“, sagt Armen. 😉  Ein Auftritt und ein Lied ohne Kanten.

Um so mehr Kante jetzt:

16. Italien

Eine rotzig-rockige Nummer, zu der allerdings Emmas Outfit nur bedingt passt. Warum muss sie als Cäsars Urenkelin auf die Bühne kommen? Aber sie macht eine gute Show, inklusive Gerobbe auf dem Boden. Am Ende liegt sie fast schon leicht lasziv auf der Bühne. Ob die Zuschauer das goutieren? Oder doch leicht irritiert sind vom Kontrast zwischen Lied und dem Rest? Abwarten.

Emma Marone Italien zweite Probe 2014

17. Slowenien

Für mich die Überraschung des ESC 2014 – mit dem Einzug Tinkaras ins Finale hatte ich nicht gerechnet. Dazu war mir die Nummer doch ein wenig zu harmlos und der Auftritt auch nicht wirklich stark. Auch diesmal wirkt das ganze letztlich durch die Kameraführung und die drehenden Kreise auf dem Boden. Stimmlich war’s jedenfalls gut.

18. Finnland

Softengine und die Eisbrocken. Und Sänger Topi, der heute stimmlich abliefern muss – was er hier in Kopenhagen nicht kontinuierlich gut geschafft hat. Er schafft es auch, die Augen aufzuhalten. In Pressekonferenzen nach Proben gab es da ja die Frage, warum er oft mit geschlossenen Augen singe. Jetzt klappt das besser. Und stimmlich ist es auch mehr als akzeptabel. Eine gute Rocknummer ist „Something better“ ja ohnehin.

19. Spanien

Ruth Lorenzo wie direkt aus der Dusche entstiegen – oder aus dem Kopenhagener Regen, der uns die letzten Tage ein wenig verfolgt hat. Wir hatten vom Wetter her schon schönere ESCs… Zurück zu Ruth. Stimmlich bisher ohne Fehl und Tadel. Ein Super-Auftritt, sagt Armen. Bei dem langen hohen Ton gegen Ende flippen die Spanier hinter uns aus. Irre sieht es auch aus, wie Ruth ihre nassen Haare nach hinten wirft. Jubel im Pressezelt. Ein sehr, sehr guter Auftritt. Reicht es für ganz vorne?

20. Schweiz

Eine fröhliche Nummer, und Sebalter kommt auch prima am Bildschirm rüber. Im Halbfinale am Donnerstag hat er noch ein bisschen mehr gelächelt, aber alles in allem passt das. Eine runde Sache, gut umgesetzt und eingängig. Das könnte auch ziehen. Nicht für ganz vorn, aber…

21. Ungarn

Das ernsthafteste Lied des Abends. Für uns hier im Pressezelt klingt András gut, es war ein guter Auftritt, die Performance der Tänzer setzt das Thema gut um. Wir sind überzeugt, aber war das ein Siegerauftritt? Wir sind uns nicht ganz sicher.

22. Malta

Richard lächelt in die Kamera, Michelle am Klavier auch. Hübsch, wie die Kamera an den Firelight-Mitgliedern entlang fährt. Gute Stimmung. Leider ist hier im Pressezelt plötzlich der Ton leise geworden, man hört es zwar noch, aber nicht sehr laut. Aber wir sehen einen gut gelaunten Auftritt der Malteser, und was wir hören, klingt auch einwandfrei. Ein guter Auftritt.

2014 Kopenhagen Semi 2 Malta

23. Dänemark

Der Gastgeber ist an der Reihe. Großer Jubel in der Halle, natürlich. Vielleicht ein bisschen zu viel Getanze, vor allem von dem ganz blonden rechts. Das wirkt ein wenig lächerlich. Aber „Cliché Love Song“ ist eine klasse Gute-Laune-Nummer, die wir hier schon seit Tagern auf den Lippen haben: scuby dubby dib di dej… Beim Banner, der am Ende von der Decke rollt, haben sie Basims Gesicht entfernt – bei den Proben war da noch sein Konterfei zu sehen. Besser so! Zwischendurch zeigt die Kamera singende Dänen im Publikum. Oh, am Ende ein Patzer. Der Banner sollte eigentlich komplett runterfallen, stattdessen reißt es nur ein wenig…

Gute Stimmung, aber kein Siegerauftritt, sagt Armen. Da liege ich mit meinem Tipp wohl daneben.

Kleine Panne, ehe Ilse und Waylon loslegen dürfen. Waren die beim Umbauen auf der Bühne nicht rechtzeitig fertig?

Aber jetzt.

24. Niederlande

Das ist eine perfekte Inszenierung, da stimmt einfach alles. Von der ersten Kameraeinstellung bis zur letzten Note. Ilse und Waylon machen es ganz fantastisch. Das ist total relaxt, Waylon zwinkert auch mal nett, Ilse lächelt. Das Schlussbild, wie beide Hand in Hand und Ilse über beide Ohren lächelnd dastehen, ist auch toll. Ein klasse Auftritt. Wir sind geflasht!

25. San Marino

Valentina hat’s geschafft – und die kleine Republik inmitten Italiens darf erstmal im Finale antreten. Valentina ist gar nicht wiederzuerkennen, finde ich. Haare und Make-Up bewirken, dass sie wieder ganz anders aussieht als 2013 in Malmö. Stimmlich passt das auch alles. Die Nummer selbst ist sicherlich keine Offenbarung, das plätschert mir ein wenig zu sehr dahin, vor allem zum Ende vermisst man doch eine Schlusssteigerung. Und ein bisschen zu theatralisch am Ende, wie sie da die Arme Richtung Kameras streckt.

San Marino dürfte sicher aus Italien hohe Punkte bekommen, aber sonst? Wir sind gespannt.

26. UK

Molly im wabernden Nebel, aber was hat sie da an? Sind das Katzenhaare, die da an ihrem Oberteil kleben? Federn? Henna-Tattoos an den Unterarmen. Hatte Madonna vor 15 Jahren. Heute sieht man solche Henna-Verzierungen bei Promis nur noch selten. Aber passt zu den Mustern auf dem Bühnenboden. Schöne Effekte, als im Hintergrund die gelben Papierlampen aufsteigen, dann noch Goldregen (den hatten Ell & Nikki auch – aber auch Sebalter! Sieg für die Schweiz? Oder UK?)

Was mir besonders gefällt: Der letzte Satz, der vor dem Voting gesungen wird, heißt „Power to the people!“ Schöner kann man kein Statement für Demokratie abgeben. Da haben die dänischen Veranstalter und die EBU sich eine gute Reihenfolge einfallen lassen.

So, das war’s. Jetzt beginnt gleich das Voting. Lise meldet sich aus dem Green Room. Und dann schießt eine Bombe noch mehr Spaghetti („Streamer“) in Weiß einmal übers Publikum. Unnötige Gimmicks. Hatten die Dänen noch Geld übrig?

Pilou und Nikolaj rufen den entscheidenden Satz: Europe, start voting now. Schnelldurchlauf.

Los gehts, stimmt ab! 20 Mal darf man. Nutzt die Chance!

Der Interval Act beginnt mit der Europahymne („Freude, schöner Götterfunken“) mit englischem Text, gesungen von sechs Leuten, die auf riesigen erleuchteten Leitern stehen, vor dunkelblauem Hintergrund. Hübsch. Jetzt singen Nikolaj, Lise und Pilou ein Lied über den wichtigsten Ausruf beim Eurovision Song Contest: „Douze points!“ oder auch „Twelve points!“ Ein Lied über die Zahl 12.

Immerhin gibt’s das Votingsystem in dieser Form schon seit Mitte der 1970er Jahre – wurde mal Zeit, dass die „douze points“ besungen werden. Pilou will aber lieber China besingen – habe nicht ganz verstanden, warum.

Nun steht Gaia Cauchi aus Malta bei Lise. Gaia hat im November den Junior Eurovision Song Contest gewonnen. Sie hat für ein junges Mädchen (2002 geboren) eine beeindruckende Stimme, und das zeigt sie jetzt auch: singt ihr Lied „The Start“ an, mit dem sie den JESC 2013 gewonnen hat. Sie will in ein paar Jahren gern beim „Erwachsenen-ESC“ mitmachen, sagt sie.

Ein zweiter Schnelldurchlauf. Noch 4 Minuten zu voten, war eben zu lesen.

Und nun? Nächstes Jahr nach Schweden, nach Österreich? Eventuell in die Niederlande? Wir sind sehr gespannt. An Ungarn oder einen Sieg des Gastgebers (es wäre der erste seit 1994) glauben wir hier nicht mehr so recht. Oder packt es doch Ruth Lorenzo? Wir wissen es auch nicht mehr………. 😉

Der Voting-Schlusscountdown. Die letzten Sekunden.

Europe, stop voting now!

In einem weiteren Einspieler führt uns Pilou ins Eurovisions-Museum: zu „Original-Kostümen von ABBA“, zu Johnny Logan, zu Lordi, die Kinder erschrecken… netter Gag.

Lise überrascht Richard Micallef aus Malta, der englisches Frühstück mag und es in Kopenhagen nicht bekommen habe – darum hat Lise welches mitgebracht. Michelle stürzt sich gleich drauf. 🙂

Molly aus UK bekommt von Lise einen schicken Kuchen, extra aus London eingeflogen. Ihre Lieblingstorte. Fancy!

Lise läuft nun durch den Green Room zu TwinTwin aus Frankreich. Sie zeigt ihnen ein Foto von ihrem Lieblingsrestaurant – und dann gibts aus dem Restaurant das Essen, und auch noch gebracht von Jean-Pierre, den die Jungs von TwinTwin gut kennen. Große Umarmungsszene. Ein bisschen Rudi Carrell, ein bisschen „Lass dich überraschen…“

Ein kurz eingestreutes Lob für die drei Moderatoren. Sie machen das wirklich gut. Wenn ich da an die Reime vom ESC 2001 aus dem Parken-Stadion denke….

Emmelie de Forest macht ihrem Namen Ehre – sie trägt eine Art Baumkleid, ihre Tänzerinnen bilden auch Bäume. Im Euro Fancafé in der Kopenhagener Innenstadt gab’s ja auch schon „Emmelie’s Forest“. Emmelie singt ihren Siegersong 2013, „Only teardrops“.

Danach springen ihre Tänzer ins Wasserbecken vor der Bühne und platschen herum, während Emmelie den offiziellen Theme Song des ESC 2014, „Rainmaker“, präsentiert. Mir persönlich gefällt der Regenmacher-Song ja besser als das Machwerk, mit dem Emmelie in Malmö gewonnen hat… Zu den Klängen von „wei oh, wei oh, wei ya“ (der Saal singt mit) marschieren die 26 Interpreten des Abends wieder auf die Bühne.

23:40 Uhr, und noch kein Voting. Wird langsam mal Zeit…

Die Spannung steigt. Ein Einspieler mit den Höhepunkten der letzten 160 Minuten.

Wir wollen jetzt langsam wissen, wer den ESC 2014 gewinnt. Lise sitzt bei Jon Ola Sand, dem Executive Supervisor des ESC. Er sagt Lise, dass sie ein valides Ergebnis haben. Na dann, los!

Wie in den Halbfinals machen Pilou und Nikolaj das Voting mit den Punkteverlesern aus den 37 Ländern.

Aserbaidschan macht den Anfang. Die ersten 3 Punkte für San Marino, 5 für Malta. 🙂 Aber nur einen für Conchita. 8 für Ungarn. 10 für Ukraine. 12 für Russland. Buhrufe im Pressezelt.

Griechenland als nächstes. 7 für Armenien, 2 für Schweden, 6 für Ungarn. Die 8 gehen an die Niederlande! 10 gehen nach Russland. 12 gehen an Conchita!!!

Polen gibt Schweden 4, Norwegen 7. Keine Punkte bisher für Deutschland. Aber jetzt. 8 für Elaiza! 10 Punkte an die Schweiz. Und die 12 Punkte aus Polen gehen an die Niederlande!

Albanien hat 4 Punkte für Elaiza. 8 gehen an Ungarn, 10 an Italien und 12 an Ruth Lorenzo aus Spanien. (5 für Österreich.)

San Marino gibt 8 Punkte an Island, 10 an Schweden und 12 an Aserbaidschan. keine für Italien??

Die Punkte des Gastgebers. Dänemark gibt 7 an Molly. 8 an Österreich. 10 an die Niederlande und 12 an Schweden. Es führt nun Sanna Nielsen. Ungarn Zweiter, Niederlande auf Platz 3.

Montenegro gibt 3 an Schweden, 2 an Österreich. 8 an Slowenien, die ersten für Tinkara. 10 Punkte erhält Armenien, und 12 Punkte für Ungarn. András führt nun.

Rumänien: 2 für Deutschland. 8 Punkte für Österreich, 10 für Ungarn und 12 für Schweden. Ungarn und Schweden setzen sich vorn ein bisschen an.

Russland gibt Conchita 5 Punkte, nur 2 für Schweden. Und 3 für NL. Die 8 Punkte gehen an Armenien, 10 für Aserbaidschan und 12 erhält Weißrussland. Keine für die Ukraine!!

Die Niederlande hat Punkte für Ungarn (4). Acht Punkte für Sanna Nielsen, 10 bekommt Norwegen und die 12 Punkte gehen an Österreich.

Nun die Punkte aus Malta. 7 an Schweden, 8 Punkte erhält Rumänien, 10 Punkte für Conchita und 12 Punkte gehen an Italien.

Punkte aus Frankreich: 8 für Niederlande, 10 für Österreich und 12 für Armenien.

Punkte aus UK: 7 für Schweden. 8 Punkte für die Niederlande, 10 gehen an Malta und 12 Punkte erhält Österreich! Conchita führt!!

Es führt nun Österreich vor Schweden und Armenien.

Lettland verteilt Punkte: 8 an Schweden, 10 an Armenien und 12 an die Niederlande

Stand: 1. Österreich, 2. Schweden , 3. Armenien

Armenien gibt Deutschland 6 Punkte!! 3 für San Marino. 8 gehen an Weißrussland, 10 an Russland und 12 Punkte an Montenegro.

Island ist an der Reihe. 7 für Schweden, 6 für Ungarn. Die acht gehen an Basim, den Titelverteidiger. 10 gehen an Österreich und 12 an die Niederlande. Conchita jetzt über 100 Punkte. NL jetzt auf Rang 3.

Mazedonien gibt den Common Linnets 7 Punkte. Und die Top3? 8 Punkte für Armenien, 10 für Ungarn und 12 für Montenegro.

Schwedens Punkte, angesagt von Alcazar. 7 an Ungarn, 8 an Dänemark, 10 an die Niederlande, 12 Punkte für Österreich.

Weißrussland hat 5 für Ungarn, 2 für NL. Oben sieht’s so aus: 8 für die Ukraine, 10 für Armenien (jetzt punktgleich mit NL auf Platz 2), 12 für Russland. Österreich noch vorn.

Deutschland: Helene Fischer verliest aus Hamburg die Punkte. 8 für Dänemark, 10 für Polen und 12 für die Niederlande. Aber: Keine Punkte aus Deutschland für Sanna Nielsen!

Österreich weiter vorn! Wien 2015? Conchita Wurst schüttelt den Kopf, kann’s gar nicht glauben.

Kleine Pause. Viele Lalala’s im Guinness-Buch des ESC. Wer hatte die meisten? 126 hatte Massiel bei ihrem Sieg 1968, doch 1979 waren es noch mehr bei Betty Missiego („Su canción“).

Auf Platz 3: Armenien („Not Alone“)
Platz 2: Niederlande („Calm after the storm“)
Platz 1: Österreich („Rise like a phoenix“)

Lise sitzt bei Conchita. „I’m so thankful“, sagt Frau Wurst mit tränenerstickter Stimme. Hammer!!

Israels Punkte beginnen mit einer Panne. Wir sehen den Punkteverkünder erst mal nicht. Aber jetzt. 8 Punkte für Rumänien, 10 für Schweden und 12 für Conchita Wurst!!

Portugal gibt 7 an die Schweiz – nicht schlecht. 8 gehen an Schweden, 10 an die Niederlande (wieder Zweite) und 12 Punkte an Österreich. Keine für Ruth Lorenzo! Schock!

Eine Kunstfigur auf dem Weg zum Sieg!

Norwegen ist dran. 8 an Schweden, 10 an Österreich (157 jetzt), und 12 an die Niederlande (jetzt 135).

Estland gibt Conchita immerhin 4 Punkte. Die 8 Punkte bekommt die Ukraine, 10 Punkte gehen an Schweden und 12 Punkte für die Niederlande. Es bleibt vorn noch spannend.

Ungarns Punkte: 8 an Schweden, 10 für Österreich und 12 für die Niederlande. Der Zweikampf Common Linnets – Conchita Wurst ist offen! Spannung!!!

Moldawien: 7 für Conchita Wurst! 8 Punkte an Russland, 10 Punkte an die Ukraine und 12 Punkte an den Nachbarn Rumänien. Österreich weiter vorn.

Irland: Schweiz wieder 5 – die Schweiz ist gut im Rennen. 8 an UK, 10 an die Niederlande und 12 Punkte an Conchita Wurst. Deutschland übrigens jetzt auf Platz 23, nur wenige Punkte vor San Marino.

Punkte aus Finnland: 8 an NL, 10 an Schweden und 12 an Österreich. Conchita über 200 Punkte. Vorsprung vor NL wächst.

Litauen gibt 7 an Sanna, aber mit einem Sieg Schwedens wird es wohl nichts mehr. Sie ist immerhin Dritte derzeit. 8 gehen an Carl Espen. 10 an Österreich. Und 12 an die Niederlande. 189 jetzt für Common Linnets,

Österreich jetzt dran. 6 an Schweden. Gibt’s Punkte für Deutschland? 8 an Rumänien, 10 an die Niederlande und 12 Punkte an Armenien. Leider gar keine für Elaiza.

Spanien vergibt Punkte. 7 für die Niederlande. 8 für Rumänien, 10 für Schweden und 12 Punkte an Conchita. NL hat jetzt 206, aber Österreich 224.

Belgien als 32. Land – wir sind fast durch. 8 Punkte für die Niederlande. 10 Punkte gehen an „Undo“ und 12 Punkte an Österreich.

Italien: 8 Punkte für Polen, 10 Punkte für die Ukraine und 12 Punkte für Conchita Wurst. 248 zu 218. Noch nicht ganz durch, aber auf einem guten Weg zum 2. Sieg Österreichs nach 1966.

Ukraine ist dran. 8 Punkte auch von dort an Österreich. 10 Punkte an Armenien. Und die 12 gehen an Schweden. Sanna ist jetzt Dritte mit 202 Punkte. Aber Conchita ist durch.

Österreich hat zum zweiten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen!

Die Schweiz gibt Deutschland 7 Punkte. 8 für Ruth Lorenzo aus Spanien, 10 an die Niederlande. 12 Punkte an Österreich. 268 jetzt für Conchita.

Georgien: Elaiza bekommen 5 Punkte. 8 an Russland, 10 an Österreich und 12 Punkte an Armenien. Deutschland ist etwas hochgerutscht, jetzt so um Platz 16.

Slowenien als letztes Land. Nochmal 2 Punkte für Deutschland. 8 gehen an Schweden, 10 an die Niederlande und 12 an Österreich.

Also: Österreich hat gewonnen, die Niederlande haben einen sensationellen 2. Platz erreicht. Dritter wurde Schweden, Armenien auf 4.

Deutschland landet auf Platz 18. Frankreich mit gerade mal zwei Punkten auf dem letzten Platz gelandet.

Die „Queen of Austria“ im ersten Statement auf der Bühne: Der Sieg ist gewidmet allen, die an Frieden und Freiheit glauben und dafür kämpfen. „We are unstoppable“, mit diesen Worten reißt sie ihren Arm mit der Trophäe nach oben.

Welch ein Triumph für die Dame mit dem Bart!! Wir sind hin und weg.

Conchita Wurst singt noch einmal „Rise like a phoenix“. Damit endet die Show – und wir beenden jetzt auch diesen Liveblog.

Aber: Stay tuned! In Kürze bloggen wir hier live die Sieger-Pressekonferenz mit Conchita. Es gibt die Gesamtergebnisse im Überblick. Wir erwarten außerdem in Kürze ein Statement der deutschen Delegation und von Elaiza. Mehr gleich hier auf dem PRINZ Blog.

Wir hoffen, ihr hattet einen tollen Abend mit uns. Mit besten Grüßen aus dem Pressezelt verabschieden sich vorerst Armen und Matthias!

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Hier geht es zum offiziellen Endergebnis
Hier geht es zur Sieger PK
Hier geht es zum Statement von Elaiza
Hier ist das Ergebnis der deutschen Jury im Detail