Live-Blog Schere, Stein, Papier? Island entscheidet sich für Svala und „Paper“

Svala Island 20172

Auch Island beendete seinen Vorentscheid. 7 Songs standen zur Wahl. Und das kleine Land entschied sich für eine Fortsetzung des Liedzyklusses aus 2016, aber in Weiß. Svala Björgvinsdóttir gewann mit „Paper“ das Superfinale. Nachfolgend der LiveBlog zum Nachlesen

Der isländische Sender RÚV hat einen Livestream hier. Alternativ bei escplus hier. Die Sendung soll um 23.20 Uhr enden. Die Titel haben wir hier bereits vorgestellt

Entschieden wird über zwei Runden. Zunächst zählen Fachjury und Televoting je 50 Prozent. Im Superfinale der beiden besten Songs entscheiden dann allein die TV-Zuschauer über den Siegertitel.

Startreihenfolge – alle Finalisten haben sich entschlossen, ihre Songs auf Englisch zu singen, im Semifinale mussten sie noch auf Isländisch sein.

Einen schönen guten Abend aus Hamburg. Es wird der Abend der nordischen Entscheidungen. Neben Schweden, Norwegen und Litauen geht heute auch Island in die endgültige Auswahl für Kiew.

Und es geht los. Gisli Marteinn Baldursson begrüßt das Publikum mit Kopfhörern auf dem Kopf und interviewt zwei weitere Herrschaften, Reynir Eggertson und seine Kollegin, und dabei scheint es sicherlich um die Begeisterung zur Eurovision gehen. Im Hintergrund hört man einen Einheizer fürs Publikum, aber das hat das isländische Publikum nicht nötig. Ich gehe heute ganz unbedarft in die Entscheidung, habe noch kein Lied gehört.

Die Einheizer haben meines Erachtens grad Pollapönk gesungen. Berlind Peturssdottir geht grad durch die Umkleidekabinen und interviewt die Teilnehmer. Hat was von Turnhalle. Man muss wohl den Alternativlink nehmen, da der andere nur in Island funktioniert.

Nun geht es richtig los. Mit Blick zurück auf letztes Jahr kommen die Teilnehmer von 2017 ins Bild und die Laugardalshöllin in Reykjavik erlebt ein enthusiastisches Publikum. Greta Salome singt nochmals ihr „Hear Them Calling“, mit dem sie als 14. mit 51 Punkten im Halbfinale stecken blieb.

Die Moderatorin Ragnhildur Steinunn Jönsdottir begrüßt in einem weinroten kleidähnlichen Hosenanzug das Publikum und kündigt als Pausenact den internationalen Sieger von 2015 an. Und dann geht es auch schon los.

1. Aron Hannes Emilsson – Tonight (Nótt)
(Sveinn Rúnar Sigurðsson, Ágúst Ibsen)

In Island liegt noch schön Schnee, aber das hält Aron nicht davon ab, einen Art Reggae zu präsentieren. Wirkt ganz frisch und ein guter Opener, aber gut für Kiew?

6 von 10 Punkten

 

2. Arnar Jónsson & Rakel Pálsdóttir – Again (Til mín)
(Hólmfríður Ósk Samúelsdóttir)

Nun wird es ruhig auf Island. Eine getragene Ballade. Er im schönen Anzug, sie in einem Barbara Dex würdigen Outfit mit gerupftem Huhn um den Hals. Hat was von Tschechien 2015 und das kam auch nicht weit. Man hat sich wohl an Norwegen 2015 orientiert.

4 von 10 Punkten

 

3. Aron Brink – Hypnotised (Þú hefur dáleitt mig)
(Þórunn Erna Clausen, Aron Brink, Michael James Down, William Taylor)

2011 erlebte Island eine Welle der Sympathie für einen Sänger, der zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Nun versucht es sein Sohn Aron. Sehr rhythmisch und macht Laune, aber seine Stimme trägt am Anfang nicht so gut. Ihm täten gute Chorsänger anstatt Hupfdohlen gut. Aber sonst gefällt das Lied schon ganz gut. Es regnet ja schon Goldstreifen.

7 von 10 Punkten

Nun gibt es erst mal Interviews im GreenRoom. Lange Silberstreifen rahmen die Künstler ein: Viel Beifall für Aron Brink in der Halle. Nun etwas Werbung

Nun ist Ragnhildur wieder da und es geht weiter.

 

4. Hildur – Bammbaramm
(Hildur Kristín Stefánsdóttir)

Und wieder Schnee im Vorfilm, das hätten wir auch gern gehabt. Nun kommt der Titel, der über die Wildcard ins Finale kam. In einem lilasilbernen sportlichen Outfit steht Hildur auf der Bühne und es erscheint ein großes Herz. Die Hose hätte ich so nicht angezogen. Aber auch hier sehr viel Rhythmus, passend zum Lied. Ein bisschen bluesig, poppig, nett gemacht, aber irgendwie hat mich noch kein Backing-Track überzeugt.

5 von 10 Punkten

 

5. Rúnar Eff Rúnarsson – Make Your Way Back Home (Mér við hlið)
(Rúnar Eff Rúnarsson)

Die Vorfilme in Island finde ich sehr sympathisch. Der Künstler in deiner Nachbarschaft. Eine Ballade mit Gefühl. Das isländische Fernsehen konzentriert sich sehr auf die Künstler. Eine gute dunkle Stimme und ein guter Chor, aber im Überangebot an Balladen würde es wohl untergehen.

5,5 von 10 Punkten

 

6. Svala Björgvinsdóttir – Paper (Ég veit það)
(Svala Björgvinsdóttir, Einar Egilsson, Lester Mendez, Lily Elise)

Ein sympathisches Gesicht von Svala. Ganz in Weiß in einer schönen Anzugskombination, aber es hat was von Greta Salome in Stil. Etwas Elektro, etwas Sprechgesang und sie macht einen guten Eindruck auf der Bühne. Hier stimmt auch mal das Backing-Track. Svala hat eine gute Stimme. Discoatmosphäre.

6,5 von 10 Punkten

Svala Island 2017

 

7. Daði Freyr Pétursson – Is This Love? (Hvað með það?)
(Daði Freyr Pétursson)

Und nun schon der letzte Beitrag von heute abend. Ein bißchen neue deutsche Welle vom Internet beeinflusst. Pollapönk Getanze. Schülerband nimmt das Internet aufs Korn. Hat mich nicht so überzeugt, aber könnte vom Trashfaktor punkten.

3 von 10 Punkten

 

Das waren sie die sieben glücklichen aus den Halbfinals. Wenn es nach den Punkten geht, dann läuft die Entscheidung zwischen Aron Brink und Svala Björgvinsdóttir. Arons Song könnte man noch etwas aufpeppen.

Ragnhildur interviewt nun erst mal wieder im Greenroom. Und man sieht das Gold in den Haaren von Svala und große Halbmonde an den Ohren. Dabei ist die Türkei nicht dabei. Und von Dadi gibt es Kuchen. Essen während der Moderation will gelernt sein.

Insgesamt eine bessere Auswahl als 2016. Der erste Schnelldurchlauf und Werbung. Zeit, um mal Ragnhildurs Vita zu googeln. Sie war 2003 Miss Island und ist 1981 geboren. Eine Nachrichtensendung hat sie unter ihre Fittiche. 2005 bis 2007 und 2011 gab sie die Punkte durch.

Letztes Jahr wurde 30 Jahre Eurovision gefeiert und dieses Jahr wird der 30zigste Beitrag gefunden. 1998 und 2002 war Island nicht startberechtigt. Nun also der Sieger von 2015 Mans Zelmerlöw. Im bundeswehrähnlichen Jeanslook präsentiert er wohl seinen neuesten Hit. Dabei hat Island auch so viele tolle Künstler, das konnte man letztes Jahr ja sehen, wo fast alle nationalen Sieger ein Medley zu 30 Jahre Island bei der Eurovision präsentieren. Im Halbfinale sang Silvia Nótt, die mit Congratulations 2006 Island in Athen vertrat und schwer enttäuscht 13te im Halbfinale wurde. Viel Gekreische wegen Mans.

Nun steht Ragnhildur in ihrem weinroten weitgreifenden Hosenanzug auf der Bühne und freut sich Greta Salome begrüßen zu dürfen, so sehr dass sie der Geigerin das Instrument unter dem Arm wegschlägt. Zum Glück ein Scherz. Ein Geiger würde sein teures Instrument auch nicht so halten

Und nun die nächste Geige Alexander Rybak, der auch von Vorentscheidung zu Vorentscheidung reist. Er bescheinigt den Isländer ein starkes Teilnehmerfeld, aber so etwas wird ja immer gern gesagt.

Greta Salome unterstützt wohl ein Projekt für Kinder, die Instrumente lernen wollen. Nun geigen Alexander und Greta kurz mal zusammen. Und es folgt natürlich Fairytale, live gesungen und in einem eigenen neuen Stil. Nun noch ein schwedisches norwegisches Duett mit Alexander und Mans wäre doch was. Beide singen zusammen Satellite. Aber das bleibt aus.

Nun wieder der Greenroom und man erinnert an Daniel Agust Haraldsson aus 1989, der mit Pad sem enginn ser letzter wurde. Scheint ein Komiker zu sein, da er auch Yohanna 2009 aufs Korn nimmt und selbst vor Paul Oscar nicht halt macht. Aber erst mal gibt es einen Schnelldurchlauf.

Nun wird erst mal Mans interviewt, der zum ersten Mal dort ist und natürlich Island toll findet. Er saß in der internationalen Jury. Aber er ist ehrlich, dass er den Sieger vom Mai nicht in Island sieht. Ragnhildur und er sind ein sympathisches Pärchen. Und ein erneuter Schnelldurchlauf.

Nun wird die siebenköpfige Jury vorgestellt. Mit Mans Zelmerlöw aus Schweden, Julia Zemra aus Australien, Bruno Berberes aus Frankreich, Milica Fajgelj aus Serbien, sowie drei Isländern, wo einer auf den Namen Snorri hört. Ein bißchen Wickie

Nun die ersten Wertungen von der Fachjury:
1. 1. Platz Svala 2. Platz Dadi
2. 1. Platz Aron Brink 2. Platz Dadi
3. 1. Platz Svala
4. 1. Platz Svala
5. 1. Platz Svala
6. 1. Platz Svala
7. 1. Platz Svala

Nach der Fachjury liegt Svala vor Dadi.

Svala 24.759 Punkte
Dadi 22.219 Punkte
Arnar/Rakel 18.095 Punkte
Aron/Tonight: 14.604 Punkte
Rúnar 13.650 Punkte
Aron Brink 11.111 Punkte
Hildur 11.111 Punkte

Nun werden die Anrufe prozentual wohl dazu addiert

Insgesamt
1. Platz Svala 45258 Punkte = 70017 Punkte
2. Platz Dadi 25195 Punkte = 47414 Punkte
3. Platz Aron/Tonight 17552 Punkte = 32156 Punkte
4. Platz Aron Brink 14205 Punkte = 25316 Punkte
5. Platz Arnar/Rakel 4816 Punkte = 22911 Punkte
6. Platz Rúnar 5545 Punkte = 19195 Punkte
7. Platz Hildur 2977 Punkte = 14088 Punkte

Superfinale für Svala mit Paper und Daði Freyr Pétursson mit Is This Love? Schülerband gegen Greta Salome Kopie. Schade um die Arons.

Beide Lieder werden nochmals gespielt und hoffentlich das kleinere Übel Svala ausgewählt. Mensch ist der Dadi groß.
Da muss Ragnhildur ja richtig hochschauen.

Nun ist erst mal wieder Greta Salome wieder dran. Sie darf ihre Vielfalt zeigen.

Nun ist das Punktesystem hoffentlich eindeutig nur das Televoting. Die hohen Punktzahlen vorhin haben mich in Bezug auf die Jury etwas irritiert, so dass ich erst mal alles korrigieren musste, aber der Livestream läuft noch, auch wenn jetzt wie am Anfang Greta Salome wieder singt.

Ragnhildur ist nun wieder im Greenroom. Dort sind Regina Osk, die 2008 Island vertrat mit der Euroband und Felix Bergsson, wohl ein isländisches Urgestein. Da wird gleich der frischgebackene schwedische Sieger ins Bild gebracht. Einige Konkurrenz wird gezeigt.

Und noch ein Schnelldurchlauf. Und es war ja nicht zu vermeiden, dass Mans auch noch sein Siegerlied aus 2015 zum Besten gibt. Dabei begibt er sich ins Publikum. Und nun noch Glorious aber nicht von Cascada smile. Wurden die Zuschauer dafür aufgescheucht und stehen die freiwillig?

Meines Erachtens wird alles wieder im Superfinale zurückgedreht. Allein das Televoting entscheidet, aber man wird es nicht gewahr, da garantiert der Umschlag nur einen Namen enthält.

Ragnhildur steht auf der Bühne und es kommt hoffentlich zur Entscheidung. Das Televoting ist vorbei. Es gibt noch etwas Werbung.

Und das Superfinale gewinnt Svala mit Paper. Das ging jetzt aber Ratz Fatz

 

Und nun hören wir das Lied von Svala noch einmal. Schade um die schwungvollen Lieder im Wettbewerb, die Greta Salome Kopie in Weiss wird es schwer haben.

Danke an Ragnhildur für die Moderation.

Danke an alle Leser für die Geduld, bis zum nächsten Jahr muss ich isländisch lernen.

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