Live-Blog Israel: Nadav Guedj – mit Partysoul nach Wien

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Vier Castingacts haben sich in den letzten Wochen in der Castingshow „HaKokhav HaBa“ durch Wand und Apps gekämpft und standen am Ende im Finale. Als Sieger ging der einzige männliche Solist hervor. Nadav Guedj siegte am Ende sehr deutlich. Hier unser Liveblog zur Entscheidungsshow zum Nachlesen.

Eine Gruppe, ein Sänger und zwei Sängerinnen (Bild) konkurrierten im Finale der Castingsho „HaKokhav HaBa“ (הַכּוֹכָב הַבָּא) darum, Israels „next star“ zu werden. Und als Bonus ein Ticket nach Wien zum Eurovision Song Contest zu erhalten.

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Shalom aus Hamburg Altona. Während ihr die letzten Werbeplakate der Bürgerschaftswahl abgeknüpft werden, hat man in Tel Aviv ganz andere Sorgen. Wer fährt für Israel nach Wien?

Das im nahen Osten sehr populäre (und bei uns gnadenlos gefloppte) Casting-Format „Rising star“ soll das Sprungbrett für einen ESC-Erfolg des kleinen Nah-Ost-Landes in Wien werden. Und den haben die Israeli bitter nötig. Zuletzt erklang ein israelisches Lied kurz nach „Satellite“ in einem ESC-Finale. Und das ist bekanntlich auch schon fünf Jahre her. Keiner der vier Beiträge der Jahre 2011 bis 2014 hatte auch nur den Hauch einer Chance, sich am ESC-Samstag ganz Europa zu präsentieren.Heute soll also der Grundstein dafür gelegt werden, endlich mal wieder ins Finale einzuziehen. Ein Lied gibt es heute noch nicht, es geht nur um den Interpreten. Und da gilt es, jemanden zu finden, der mit dem gewissen Etwas auffällt und überzeugt.

Der Song selbst wird übrigens erst in den nächsten Tagen  oder Wochen vorgestellt werden. Heute bleibt uns also genug Gelegenheit, die Interpreten mit ihrem Gesangvermögen, ihrer Ausstrahlung und ihrer Bühnenpräsenz unter die Lupe zu nehmen. In wenigen Minuten geht es los.

Nach wie vor Newstime in Israel. Ist so viel passiert oder hängen wir im falschen Stream? Ah, jetzt das Wetter – oder? Berechtigte Hoffnung, dass es gleich losgeht. Bis Wien sind es ja noch fast drei Monate, da sollten ein paar Minütchen doch keine Panik auslösen.

Jawoll, man schaltet rüber – und gleich im ersten Satz der Moderatorin fällt das Wort Eurovision. So soll es sein. Aber jetzt gibt es erstmal Werbung. Why not.

Das Jurypanel ist übrigens prominent besetzt. Israels letzter ESC-„Erfolg“ war 2010, Platz 14 für Harel Skaat, der mitentscheidet, wer nach Wien darf. Auch  dabei: Keren Peles, ihres Zeichens Singer-Songwriterin, die auch schon für Shiri, Harel und Boaz Songs verfasst hat. Muki ist ein 40jähriger Sänger und Rapper, Asaf Atedgi ist musikalisch eher im Hintergrund unterwegs.

Heute Abend wird es zunächst zwei Duelle geben. Die jeweiligen Sieger treten im Superfinale noch einmal gegeneinander an, zusätzlich erhält einer der ausgeschiedenen eine Jury-Wild-Card und der Gewinner, ja, der ist dann der Show-Sieger und israellischer ESC-Vertreter.

Und gleich ein kleiner Einspieler: in Slow motion entsteigen die vier hopefuls öffentliche Verkehrsmittel und werden dazu von einer Version von „One day I’ll fly away“ begleitet, die verdächtig nach Nicole Kidmans „Moulin Rouge“-Performance erinnert.

Ein Gruppenopening – alle singen zusammen einen dynamischen Song. Die Solopassagen geben gleich einen Hinweis auf das stimmliche Potential. Sari, poppig-freundlich, Avia, balladesk-sanft, Nadav soulig und Iky und die Rastamänner natürlich bobmarleyesk.

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Das Moderatorenteam (Assi Azar und Rotem Sela) erläutern in schwindelerregendem Hebräisch das Procedere, einschließlich der App-Abstimmung. Danach wird das Panel vorgestellt – uind zwar mit allereli lustigen Szenen aus der Staffel und dem Drumherum der Staffel. Insbesondere Asaf erweist sich hier als Clown. Aber auch alle anderen geben alles. Ja, warum nicht, so ist das nun mal bei Castingshows. Große Gesten und übertriebenes Gehabe, wann immer es passt oder auch nicht.

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Beim Auftritt gibt uns der immer noch blendend aussehende Harel Skaat einen hübschen Jennifer-Lawrence-Gedächtnis-Stolperer. Keren Peles trägt eine Moran-Mazor-Gedächtisbrille. Ein Statement für Avia?

Es geht los – Duell Nummer  1 steht vor der Tür. Und wie bei jeder Castingshow gibt es natürlich Einspieler.

Zunächst werden Iky levy & The Rasta Hebrew Man vorgestellt. Die Band gibt es übrigens schon allerhand Jahre und ihr Schlagzeuger war schon mal als Mitglied von Teapacks 2007 beim ESC.

Die Rastamännmer stehen auf der Bühne und der Song wird angezählt. Flotte, aber vetraute Reggaerhythmen. Die Gruppe singt vorwiegend auf hebräisch, das ist aber auch schon das einzige, was sie von anderen Reggaetruppen unterscheidet. Aber macht sie das zu etwas Besonderem für den ESC?

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Das Publikum appt. 21% stehen zu Buche und die Moderatoren feuern an. Übrigens singt die Gruppe ohne „die Wand“. Jetzt sind sie schon bei 42%.

Etwas ungewöhnlich: einer der Rastamänner ist eine brünette Trompeterin im türkisfarbenen Abendkleid. Ein besonderer Kick oder eine Ersatzbesetzung?

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Die Band ist fertig und hat 52% auf sich vereinigt. Klingt nicht nach so wahnsinnig viel.

Die Jury äußert sich und ich verstehe nix. Immerhin haben alle vier die Band bepunktet und dies wird durch einen blauen Pfeil visualisiert.  Die Gruppe verfällt nach Mukis Kommentar nicht in Jubel, aber Harels Kommentar löst ein Lächeln beim Leadsänger aus und Asaf bringt ihn zum Nicken. Insgesamt sieht das etwas nüchtern aus. Das scheint noch Luft nach oben zu sein.

Hakochav habaTja, und die wird jetzt vermutlich die vermeintliche Favoritin, Avia Shoshani ausfüllen. Vor zwei Jahren war sie bereits Backgroundgirl für Moran Mazor in Malmö, aber bekanntlich hat sie damals das Finale nicht von innen gesehen. Der Einspieler lässt ihre schöne Stimme hören und ihre gewöhnungsbedürftige Frisur ansehen. Avia gibt sich optisch wilder, als ihre Musik vermuten lässt. Die Haare, heute im blonden Bereich ultrakurz gestutzt, sind in jedem Fall ein Erkennungszeichen, aber, wie ich finde nur ein sekundäer schönes.

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Avia singt hinter der Wand. Wenn sie mehr Prozente erhält, als die Reggaeband, fällt selbige und sie ist weiter. Sollte oder könnte klappen.

Eine Ballade. Klar. Avia fühlt sich zur hebräischen Musik hingezogen und die Reaktion des Publikums lässt die Vermutung zu, dass es sich um ein bekanntes israelisches Lied handelt. Der starke Applaus nach wenigen Sekunden kann aber auch mit ihrem Favoritenstatus zu tun haben.

Sie singt sehr schön, das Hebräisch gefällt sehr, aber ist das Ganze musikalisch nicht zu gefällig? Wir sind bei 26%. Avia trägt übrigens ein dezent bespitztes schwarzes Kleid, dass in Stil und Schnitt so gar nicht zu dieser abstrusen Frisur passt. Vielleicht sollte man den Kopf für Wien noch mal ganz neu überdenken.

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Jetzt dreht sie auf. Sie ist aber leider keine Belterin, sondern da kommt hauptsächlich was aus der wohldekolltierten Brust. Es bleibt schön und nicht rotzig. Und jetzt die Überraschung. Sie bleibt bei 49% hängen, drei weniger als die Rastamänner. Iky & Co. sind also weiter und Fan-Favoritin Avia ist raus.

Harel hat das erste Wort, er hat als einziger einen blauen Pfeil  vor sich, das bedeutet, er hat für Avia gestimmt, die anderen aber nicht. Ich glaube, heute ist die Jurystimme 7% wert. Da hat also ein Jurymitglied gefehlt.

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Und tatsächlich: auch für mich waren die Reggaemänner (trotz der Frau in türkis) irgendwie stimmiger. Avia hat halt doch ein eher zurückhaltendes Organ, das vielleicht schön zu einer ruhigen Klavierballade ohne Powerschluss passen würde. Auch in der Optik hätte man etwas mehr auf Harmonie setzten dürfen. Mit dieser Performance wäre sie nicht unbedingt die richtige Strategie für den Finaleinzug gewesen. Wie dem auch sei, wünschen wir ihr für die musikalische und persönliche Zukunft alles Gute!

Pause beendet. Es geht weiter mit Nadav Guedj. Der junge Mann ist noch unter 20 und ist definitv ein Freund der Musik seiner Generation. Medien bezeichnen ihn bereits als Israels Justin Timberlake.

Nadav, leicht mopsig trägt heute eine leicht speckige Lederwese, Lederschlips und weißes Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln, um sein cooles Unterarmtattoo zur Schau zu stellen.

„Crazy in love“ ist jetzt dran – in einer sehr bläserorientierten Version. Von Beyoncé entfernt sich der Song aber schon nach ein paar Takten, erst im Refrain wird er wieder sichtbar.

Nadav gibt ganz klar den R’n’B-Partygockel. Er singt, tanzt und bringt die Massen auf die Füße. Schon jetzt liegt er bei mehr als 50%, ach was, 70%. Das läuft. Songwechsel auf „Crazy“ von Gnarls Barkley. Und zurück zu Beyoncé.

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Also, sagen wir mal so. Nadav ist eine Stimmungskanone, aber es ist natürlich recht einfach, die Massen mit altbekannten Gassenhauern zum Toben zu bringen. Wie klänge wohl ein Originalsong von ihm? Ich würde sagen, er sollte sein mögliches ESC-Lied um die 70er-Jahre-Bläser herumstricken, das wäre sicher das Beste.

Die Jury hat komplett gepunktet. Vier blaue Pfeile, positive Worte der Herrschaften und rhythmisches Klatschen im Saal bringen den Knaben zum Strahlen. Ist das der wahre Favorit? Die Jury findet jedenfalls kein Ende.

Als vierte und letzte Teilnehmerin ist jetzt Sari Nachmias an der Reihe. Die Kleine wird in Israel mit Lena verglichen und sie selbst findet diese Assoziation cool.

Sari steht hinter der Wand, 80% gilt es zu schlagen. Eine anspruchsvolle Aufgabe. Sari im Lenakleidchen,aber mit fettem Silberschmuck. Hinter der Wand stehend greift auch sie auf Populäres zurück. „Fix you“ von Coldplay steht auf dem Programm.

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„Fix you“ ist eine sehr zurückgenommene Ballade mit vielen langen Tönen. Lange Töne sind nur bedingt Saris Ding. Es klilngt alles a weng gequetscht und leicht daneben.

Für meine Begriffe gelingt Sari nicht, was Lena damals mit „Mr Curiosity“ oder „Push forward“ geschafft hat – trotz eingeschränkter gesanglicher Möglichkeiten eine verzaubernde Atmosphäre zu schaffen. Der Sari-Auftritt ist durchgängig leicht schräg und dadurch anstrengend statt atmosphärisch. Die Quittung: 65% und ausgeschieden. Aber immerhin das zweitbeste Ergebnis bisher.

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Die Jury fand es allerdings durchgängig gut, vier blaue Pfeile. Vielleicht hätte sie ein Lena-Lied singen sollen, gern ein etwas flotteres.

Ein kurzer Einspieler, in dem Dana International zusieht, wie „Diva“ geschlachtet wird und ab geht es in die Werbung.

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Pause beendet und jetzt beginnt die offizielle Schlachtung. „Diva“ als parodistisches Einsprengsel vorgetragen von unserem Moderatorenduo. Ich erfahre gerade von unseren freundlichen Lesern, dass das Juryvote heute nur 3% beträgt. Herzlichen Dank.

So, jetzt geht es zurück. Harel ist mit seiner Casting-Audition aus dem israelischen „Pop-Idol“ dran, es wird übergeblednet zu einem Liveautrtt in der Sendung. Den Song kann er noch. Avia übernimmt und singt im Duett mit ihm den Eröffnungssong seines ersten Albums. Ohne sie wäre es noch schöner. Jetzt darf Sari. Harel hüpft begeistert und steigt ein.

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Harel Skaat war 2004 bei der zweiten Ausgabe von „Kokhav Nolad“ Vizemeister, ebenso wie ein Jahr zuvor Shiri Maimon. Und auch Boaz Mauda ist ein Kind diesr Serie, er gewann 2007.

Es wird weitergesungen. Nach Nadav kommen Iky & Co. und liefern eine angereggaete Version von Harels großem Hit „Ve’at“. Beim großen Finale singen alle nochmal zusammen. Für mich ist das ein hübscher Pausenact. Aber die anderen drei Jurymitglieder können gern sitzen bleiben.

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Harel sitzt schon wieder im Panel und trägt auch schon wieder seine unsägliche Fliege. Der Pausenteil war wohl eine Aufzeichnung, aber das kann man ja auch verstehen, müssen sich die Teilnehmer doch wirklich auf ihre Soloauftritte konzentrieren.

So, jetzt gibt es die Wild-Card-Entscheidung zwischen Sari und Avia. Sari siegtund wir hören sie gleich noch einmal. Aus dem Duell wird ein Triell.

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Nochmal großer Chor: Harel mit Fliege, Keren, Mucki und Asaf sowie die Teilnemer singen ein fröhlches Lied, das durch einen Erinnerungseinspieler  aus der Show ergänzt wird. Pleiten, Pech und Pannen sowie die niedlichsten Augenblicke. Castingshowmatsche wie man sie kennt.

Jetzt beginnt das Triell. Iky fängt an, ganz in weiß, irgendwie chic und ungewöhnlich für einen Rasta-Rasta-Man. Wird es jetzt eurovisionär? Ich höre immer „Hallelujah“. Und im Einspieler spricht u.a. Yardena Arazi. Auf jeden Fall ist das Festival prominentes Thema.

Nein, nicht „Hallelujah“, sondern „Imagine“ von John Lennon. Na, irgendwie dasselbe Thema. Natürlich wird aus der Jahrhundertballade ein feucht-fröhlicher Reggae. Kann man machen, tut nicht weh, lässt die Füße wippen, aber empfiehlt sich nicht unbedingt für die ESC-Auzswahl. Klar, vielleicht spricht das die Leute an den Handys an (bisher 32%), aber mit Blick auf Wien wäre es sicher schlauer, die Menschen mit einem unbekannten Knaller zu überzeugen, damit eher die Qualitäten der Band und nicht die des Songs im Mittelpunkt stehen. Wie dem auch sei, Iky läuft, er hat schon 65%.

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Die ganze Band trägt jetzt übrigens weiß und beendet ihren Auftritt wie sie ihn begonnen hat, mit einem Zitat aus Bob Marleys „One Love“. 69% sind das Ergebnis. Eine solide Basis. Juryglatze Asaf ist begeistert.

Es werden wieder Produkte angeboten. Man kann in dieser Phase definitv von Werbeverdichtung sprechen. Dabei wollten wir eigentlich um 22.00 Uhr fertig sein…

Saris zweite Chance steht kurz bevor. Nervös steht die Kleine zwischen den Moderatoren und muss noch einen Einspieler lang abwarten. Diesmal greift sie in die Mottenkiste. In einer Art Kettenhemd präsentiert sie den Ultra-Cool-Klassiker „Feeling good“, legendär durch Nina Simone und populär durch Michael Bublé. Das ist ein ähnlicher Kniff wie „Imagine“. Der Song an sich bringt sicher auch schon allerhand Punkte. Und schon ist sie bei 30%.

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Gesanglich haut das auch wieder nicht so hin, was aber aufgrund der Dramatik des Songs etwas weniger weh tut.Doch, tut wohl weh.

Sie kann an den Reggae-Boys nichht das Wasser nicht vorbei ziehen und bleibt bei 49% hängen. Das könnte zu Bronze reichen. Sari wirkt enttäuscht, aber trägt das Ganze mit Fassung. Die Jury hat sie zumindest überzeugt und mit vier blauen Pfeilen kann sie sich über fachliche Akzeptanz freuen.

Bevor nun Iky und Nadav das Ding unter sich ausmachen, gibt es natürlich nochmal Reklame. Zeit, die Zähnchen zu reinigen.

Et finalement: Nadav. Yardena und Co. scheinen im Einspieler auch seine ESC-Chancen unter die Lupe zu nehmen und dann ist er dran. Der Saal tobt schon bevor es losgeht. Im schwarz-roten Zirkusdirektoranzug singt er seinen Song.

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„All of me“, ein fast noch aktueller Hit von John Legend. Geschickt gewählt, ein Ballade, mit der er sich nach seiner Stimmungsnummer von einer anderen Seite zeigt. Aber: im Vergleich zur hochemotionalen Samtstimme des Originalinterpreten möchte man doch ein paar Bedenken anmelden. Nadav singt mit viel Druck und wenig Gefühl – aber schießt das Barometer hinauf.

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Die Wand fällt, die Reggaemänner sind geschlaggen, Naddi darf nach Wien.

Und jetzt? Auf jeden Fall sollte er keine Ballade singen, als Stimmungskanone taugt er eher. Und ein besonderer Kick muss auch noch her. Vielleicht wäre es angeraten, eine schnelle R’n’B-Nummer in hebräischer Sprache mit einem bläserlastigen 70s-Arrangement anzubieten? Oder so etwas Ähnliches?! Auf jeden Fall hat der israelische Sender und auch Nadav selbst noch Stückchen Arbeit vor sich. Wenn der Song präsentiert wird, wissen wir, ob sie ihre Hausaufgaben gemacht haben, aber zum jetztigen Zeitpunkt stehen noch eine Menge Fragezeichen vor dem Finaleinzug in Wien.

Allerdings wäre das bei den anderen Teilnehmern auch nicht anders gewesen. Auch Avia und Sari waren stimmlich nicht die Überfliegerinnen und Reggae ist und bleibt halt Reggae. An jedem der Acts hätte noch herumgeschraubt werden müssen und eine Vorauswahl ohne Songs bleibt immer ein wenig unbefriedigend.

So, Werbung mal wieder vorbei – Iky darf noch seine Rastamänner vorstellen und dann wird Nadav gefeiert. Und nochmal gibt es „Crazy in love“. Ja, wie gesgt, da sollte der Orientierungspunkt sein. Stimmung kann er machen.

Während Israel (oder zumindest das Saalpublikum in Israel) vor Freude ausrastet, bleibt in Hamburg Altona ein einsamer Blogger etwas ratlos zurück. Mit dem Rest der Prinz-Blog-Leserschaft wird er aber die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Vielleicht wird ja aus dem leicht hässlichen Entlein, das der israelische Act im Moment noch zu sein scheint, noch ein stolzer Schwan.

Schlafts guat!

Hinweis: Unser Nächster Live-Blog ist natürlich das Wildcard-Konzert am Donnerstagabend. Gefolgt von Österreichs Vorentscheidungsauftakt am Freitag.