Live-Blog Andra Chansen: Vier weitere Songs für das Melfest-Finale

Wer soll nur das diesjährige Melodifestivalen gewinnen? Bislang hat sich keiner der Songs als Gewinner aufgedrängt und das dürfte auch eine Chance für die Acts sein, die sich erst über die heutige Andra Chansen-Runde für das Finale am kommenden Samstag qualifiziert haben. Ein Mit-Favorit dafür war Felix Sandman (Foto), dessen Song „Every Single Day“ in Schweden ein Charterfolg ist. Welche vier Acts konnten das Ticket nach Stockholm lösen? Hier gibt es unseren Live-Blog zum Nachlesen. Außerdem kennen wir nun die Startreihenfolge für das Finale.

Unverändert treten die dritt- und viertplatzierten aus den Semis in vier Duellen gegeneinander an. Der Act, der jeweils die meisten Publikumsstimmen bekommt, schafft es ins Melodifestivalen-Finale. Neu ist in diesem Jahr, dass der Gewinner direkt nach dem jeweiligen Duell verkündet wird. Außerdem erfahren wir am Ende der heutigen Sendung, wie die Startreihenfolge für das Finale am kommenden Samstag aussehen wird.

Und das hier sind die Duelle:

Duell 1: Margaret – In My Cabana vs. Moncho – Cuba Libre

Duell 2: Renaida – All The Feel vs. Olivia Eliasson – Never Learn

Duell 3: Felix Sandman – Every Single Day vs. Mimi Werner – Songburning 

Duell 4: Sigrid Bernson – Patrick Swayze vs. Mendez – Everyday

Die vier Halbfinals haben wir hier livegbloggt. (Semi 1, Semi 2, Semi 3, Semi 4).

Hier könnt ihr die Andra Chansen im Livestream verfolgen.

Guten Abend zusammen und herzlich willkommen zum Andra-Chansen-Liveblog.

Und los geht’s. Moderator David Lindgren darf heute wie bei einem Boxkampf zu „1.000 Miles“ von H.E.A.T. einlaufen, ihm folgt Fab Freddie zu „Hero“ von Charlotte Perrelli. Anschließend liefern sich die beiden auf der Bühne ein musikalisches Duell, in dem sie jeweils abwechselnd große (Nicht-ESC-oder-Mello-)Hits auf humorvolle Art und Weise playback interpretieren.

David Lindgren singt während des Medleys übrigens auch „Despacito“. Das ist doch heute auch noch zweimal im Wettbewerb vertreten, oder?

David erinnert auch an Robin Stjernberg, der es über die Andra Chansen zum ESC geschafft hat. Wie gesagt, auch in diesem Jahr ist das zumindest nicht ausgeschlossen und Felix Sandman liegt in den Charts und bei den Wettbüros weit oben.

Nu kör vi!

1. Margaret – In My Cabana

Margaret trägt heute gelb (und nicht orange wie im Halbfinale) und hat eine Art Jogging-Jumpsuit an. Das Gelb finde ich gut, weil sie sich damit besser vom Hintergrund abhebt. Gesungen ist das okay und „In My Cabana“ habe ich mir mittlerweile auch schöngehört, obwohl ich am Anfang ziemlich enttäuscht war. Margaret und ihre Tänzerinnen und Tänzer liefern auf jeden Fall einen spaßigen Auftritt, der für Stimmung sorgt.

Wertung: 11/20 Punkten.

2. Moncho – Cuba Libre

Das Melodifestivalen reitet mir in diesem Jahr viel zu sehr auf der Latino-Welle. Dazu bedienen Monchos Tänzerinnen kostümtechnisch auch noch jedes erdenkliche Klischee. Fehlt eigentlich nur noch, dass sie sich eine Ananas von Eleni leihen. „Cuba Libre“ selbst ist einfach unfassbar nervig und gleichzeitig langweilig.

Wertung: 7/20 Punkten.

Ein eher schwaches Duell, aber wir würden auf jeden Fall lieber Margaret im Finale sehen als Moncho.

Und zack ist das Voting für das erste Duell auch schon abgeschlossen.

Und genauso schnell kommen wir auch zum Ergebnis. Im Finale am kommenden Samstag sehen wir Margaret.

Damit kommen wir nun also zum zweiten Duell.

3. Renaida – All The Feel

Renaida startet mit cooler Sonnenbrille und Jeans-Jumpsuit. Damit sieht sie auch anders aus als im Semi. Gute Wahl! Und entweder hat sie sich auch stimmlich verbessert oder die Backgroundsängerinnen wurden etwas lauter gedreht als im Halbfinale. Jedenfalls klingt der Song diesmal live sehr viel runder. Auch die Choreo mit Renaidas sechs Tänzern klappt reibungslos – das war der beste Auftritt bis jetzt.

Wertung: 14/20 Punkten.

4. Olivia Eliasson – Never Learn

Ich muss gestehen, dass ich Olivias Auftritt heute zum ersten Mal sehe. Gleich zu Beginn gibt es einen stimmlichen Wackler. Der Song scheint generell etwas zu schwierig für sie zu sein. Aber das optische Highlight sind natürlich ganz klar die Tänzer in ihren neongrünen Overalls. Ansonsten wäre der Song doch ziemlich langweilig und auch von Olivia kommt nicht viel – weder stimmlich noch im Hinblick auf die Performance.

Wertung: 9/20 Punkten.

Hier wollen wir also ganz klar Renaida im Finale sehen.

Im Finale am kommenden Samstag ist Renaida.

Nun kommt das dritte Duell, das zum einen das hochwertigste an diesem Abend ist, aber gleichzeitig trotzdem schon entschieden sein dürfte. Aber wer weiß, die Andra Chansen ist ja auch öfter für eine Überraschung gut.

5. Felix Sandman – Every Single Day

Felix sitzt mit seinem überdimensionalen Retro-Mikro auf einer Box. Ich finde, dass es eine ziemliche Schere zwischen der Ehrlichkeit und Einfachheit des Songs gibt und den unnatürlichen Handbewegungen und seinem auffälligen Schmuck. Das wirkt irgendwie aufgesetzt und passt nicht zusammen. Ansonsten aber ein solider Auftritt.

Wertung: 11/20 Punkten.

6. Mimi Werner – Songburning

Mimi ist heute stimmlich auch nicht ganz auf der sicheren Seite. Zum Glück hat sie aber zumindest im Refrain ordentlich Unterstützung vom Band. Dazu kommt noch, dass der Song ein ganz schöner Ohrwurm ist und die Inszenierung mit den Trommel-Girls und sogar der Goldregen ist hier mal sinnvoll eingesetzt.

Wertung: 15/20 Punkten.

Wir sind also für Mimi, aber gehen fest davon aus, dass Felix von seinen weiblichen Fans am Ende ins Finale gewählt wird.

Auch in diesem Duell haben wir jetzt ein Ergebnis. Im Finale ist: Felix Sandman.

Damit kommen wir auch schon zum vierten und letzten Duell.

7. Sigrid Bernson – Patrick Swayze

Sigrid bleibt ihrem Auftritt aus dem Semi ziemlich treu. Sehr auffällig ist, dass auch für sie die Strophen ihres Liedes wieder zu tief sind, das klingt leider gar nicht gut. Ein großer Pluspunkt ist aber, dass der Kerl, der Sigrid am Ende hochhebt, diesmal nicht schon stundenlang auf der Bühne stand und nicht wirklich wusste, was er tun muss, sondern diesmal wie aus dem Nichts ganz plötzlich auftaucht.

Wertung: 12/20 Punkten.

8. Mendez – Everyday

Ich hatte schon wieder verdrängt, wie furchtbar dieser Auftritt ist: Die Tänzerinnen, der Backdrop, das alles finde ich ganz furchtbar. Dabei ist der Song eigentlich gar nicht verkehrt und auch Mendez‘ Darbietung in den zurückgenommenen Strophen finde ich gut. Aber dann kommt diese Las-Vegas-Parodie im Refrain und das ist dann einfach zu viel von allem.

Wertung: 10/20 Punkten.

Das könnte richtig eng werden. Wir sind knapp für Sigrid, aber mein Gefühl sagt mir, dass eher Mendez weiterkommen wird.

Nun gibt es erstmal noch einen Intervall-Act und zwar eine zeitgenössische Interpretation von „Vill ni se en stjärna“ aka „Wenn der weiße Flieder blüht“. Können wir das vielleicht noch per Wildcard nach Stockholm schicken?

Jetzt wird’s ein letztes Mal ernst. Im Finale steht: Mendez – Everyday.

Doch bevor die Show zu Ende ist, wird noch die Startreihenfolge für das Finale bekanntgegeben…

…okay oder doch nicht, obwohl es so angekündigt war. Dann müssen wir die wohl nachher an dieser Stelle nachtragen.

Dann sei euch jetzt erstmal noch das Umschalten zum Superfinale des estnische Vorentscheids, nach Island, San Marino oder Polen empfohlen.

Habt noch einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal.

Nachtrag: Laut esckaz ist das die Stratreihenfolge:

1. Mendez
2. Renaida
3. Martin Almgren
4. John Lundvik
5. Jessica Andersson
6. LIAMOO
7. Samir & Viktor
8. Mariette
9. Felix Sandman
10. Margaret
11. Benjamin Ingrosso
12. Rolandz

Over and out.

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