Live-Blog Slowenien: Lea Sirks klare Ansage „Hvala, ne!“ für den ESC

Das Mammutwochenende der Vorentscheidungen. Heute stand auch das Finale der EMA in Slowenien an. Die Favoriten von BQL schafften es beim zweiten Anlauf nicht die Krone zu erringen. Lea Sirk mit ihrem „Nein Danke“- Song überzeugte fast alle Juries, so dass sie die Fahrkarte nach Lissabon gewann. Wir haben hier live gebloggt.

Hier haben wir die acht Finalisten vorgestellt, und hier kann man ab 20 Uhr nun doch nicht die Sendung verfolgen. Streamlink weiter unten.

Moin aus der Hansestadt Hamburg. Heute ist neben Moldawien (hier zu sehen) und Ukraine (hier zu sehen) auch Slowenien am Start, seinen Teilnehmer für Lissabon zu küren.

Bei ESCPlus gibt es hier den Livestream.

So damit hätten wir den Anfang verpasst. Aber momentan stehen noch die Moderatoren auf der Bühne Vid Valič und eine junge Dame mit gespaltener Haarfarbe. Ein kurzer Blick in den Greenroom und schon geht es los.

1 Lea Sirk – Hvala, ne!

Eine riesige Bühne. Lea Sirk in einem Trijntje Oosterhuis Outfit mit vier Tänzerinnen. Ein sehr flottes Lied. Visuell nur über Licht und Bilderrahmen. Gefällt mir ganz gut. Kommt sehr modern rüber und bringt Schwung in die Bude.

8 von 10 Punkte

Irgendwie erinnern mich die Moderatoren an Transsylvanien

2 Indigo – Vesna

Nun eine Band. Eine Frau und zwei Männer, die uns in die Flower Power Zeit führen. Blumen im Haar gab es ja schon. Eva Boto wurde damit auch vorletzte. Weinrotes schwerwirkendes Kleid und geblümte Sakkos. Klingt sphärisch traditionell. Die Männerstimme ist nicht immer so passend. Die Sängerin wirkt wie eine Fee. Sie besingen ja auch den Frühling.

5 von 10 Punkten

So erst mal Werbung. Verpusten von der Linksuche. Danke an Co-Blogger Matthias wegen richtiger Streamsuche. Ich hoffe, die Leser können es auch sehen.

Es geht weiter. Vid ist im Greenrom. Irgendwie ist wohl alles auf Comedy ausgelegt. Man spricht von Conchita Wurst und drängt Frauen den Bart auf oder über Céline Dion.

Wir hatten ja schon ein Halbfinale mit 16 Liedern vor einer Woche und da wurde Nr. 3 von Ina Shai noch in Slowenisch gesungen, was auch Vorgabe war.

3. Ina Shai – Glow

Wie Levina beginnt Ina auf dem Boden in einem schwarzen Hauch von Umhang. Eine Ballade, die im Laufe des Liedes immer weiter wächst. Stimmlich etwas gewöhnungsbedürftig. Hätte nicht unbedingt ins Englische gemußt. Aber ein gutes Bühnenbild.

4 von 10 Punkten

4. BQL – Promise

Nun kommen unsere zwei vom Vorschaufoto. Letztes Jahr noch Zweite hinter Omar Naber. Auch nun in Englisch. Arbeiten mit leuchtenden Gitarren und laserähnlicher Ausleuchtung. Ein gewollt poppiger Song. Wechsel zwischen langsam und etwas schneller kommt nicht so deutlich rüber. Klingt irgendwie wie gewollt und nicht gekonnt. So dramatisch wie die beiden es auf der Bühne darstellen ist es nun auch nicht.

6 von 10 Punkten

Nun weiß ich wie sich nicht deutschsprechenden Zuschauer bei Elton und Linda gefühlt haben. Witze funktionieren nur in eigenen Land. Die Co-Moderatorin verzieht auch keine Miene.

5. Marina Martensson – Blizu

Eine rotblonde Lockenpracht und Blumengebinde an der Hand für Marina. Ein schwarzer Hosenanzug mit durchsichtigem Ärmelteilen und eine sanfte Ballade über die Nähe. Ganz nett anzuhören, aber wäre auch schon in den Siebzigern möglich gewesen.

3 von 10 Punkten

Nun kommen kurz mal alle Teilnehmer zu Wort. Wirkt wie ein mentales Brainstorming. Insbesondere durch Indigo erhält man den Eindruck.

6 Lara Kadis – Zdaj sem tu

„Nun bin ich hier“ singt Lara Kadis. Ein pinkes Glockenkleid vorne kurz hinten lang wird von der Kamera umgarnt. Ein gebremster Uptempo-Song, der sich im Laufe des Liedes immer mehr steigert. Stimmlich meistert Lara das ganz gut und macht eine Hymne aus dem Lied.

6,5 von 10 Punkten

Nun Werbung für den Niederländer André Rieu und zurück im Greenroom mit blonder Moderatorin und Vid. Und sie singen Prisluhni mi von Darja Švajger.

7 Proper – Ukraden cvet

Um eine geklaute Blume geht es bei der Formation Proper. 5 Jungs mit zwei Flügeln, einem Schlagzeug und einer Gitarre bieten eine gefühlvoll dynamische Ballade dar. Das Lied arbeitet sehr fein mit laut und leise. Da schmelzen Frauenherzen dahin. Sehr gut gesungen.

7,5 von 10 Punkten

Was bedeutet nur dieses „Mo gotsche“? Vor einer Vorentscheidung sollte man die Sprache erst mal lernen.

8 Nuška Drašček – Ne zapusti me zdaj

„Verlasse mich jetzt nicht“ singt nun die letzte Teilnehmerin. Eine etwas aggressive Uptempo-Nr. mit zwei Tänzern, die einfach zu wenig Auslauf auf der Bühne haben. Also dass da der besungene da bleibt, bezweifle ich. Stimmlich nicht immer ganz sauber bringt Nuška doch etwas mehr Schwung in die Bude. Der Applaus ist aber eher dünn. Wohl nur wenig Zuseher da.

5,5 von 10 Punkten

Nun darf abgestimmt werden. Wenn es nach mir gehen würde wäre: Lea Sirk auf 1 vor Proper und Lara Kadis und dann erst BQL. Aber die Jungs hatten die beste Lichtshow und da werden die jungen Mädels anrufen.

Nun wieder der Greenroom und dann ein einsamer Tänzer auf der Bühne, der zunächst auf dem Boden beginnt. Modern Dance kombiniert mit Breakdanceelementen. Tanz als Pausenfüller gab es auch schon 1969 in Deutschland: Die Trauts.

Gesungen hat das Lied Omar Naber. Mit dem Lied hätte er sicher besser abgeschnitten.

Nun die Comoderatorin in einem passenden blauen Outit. Hat etwas Reptilienlook. Auch sie legt sich noch auf den Boden. Ein bißchen Getanze. Tänzer erinnert mich grad ein wenig Germany`s Next Topmodel. Singt die Co-Moderatorin ein Medley? Dank an Yasi für den Namen der Co-Moderatorin. Raiven. Vielen Dank.

Nun kommt Maja Keuc, die in Düsseldorf Slowenien ins Finale führte.Sie war an der Auswahl der 16 Teilnehmer für die EMA beteiligt. Moderner Song mit guten Tänzern. Sie sollte es nochmals wagen zur Eurovision zu fahren. Scheint sehr beliebt zu sein.

In der Werbung Skispringer. Da waren die Slowenen ja auch schon mal sehr gut mit Primoz Peterka.

Nun die Abstimmung.

OGAE Slowenija: Lea Sirk erhält 12.

Nun eine Komponisten Jury und da gibt es auch 12 Punkte für Lea.

Nun das Radio. Auch 12 Punkte für Lea Sirk. Sie liegt wohl vor BQL.

Das Fernsehen stellt auch eine Jury und auch die sind für Lea Sirk. BQL wird nach hinten durchgereicht

Als Nächstes eine Jury aus ehemaligen Teilnehmern, wo auch Lea 12 Punkte erhält. Sie momentan vor Lara und Proper.

Die letzte ist wohl eine internationale Jury mit Bulgariens Kristian Kostow 2017, Aminata, Bojana aus Serbien, Dami Im aus Australien, Emmelie de Forest aus Dänemark und nur 8 Punkte für Lea Sirk. Hier gewann Ina Shai mit Glow. Die internationale Jury sagt „Nein Danke“ zu Lea Sirk. UIUIUI.

Momentan Lea vor Lara und BQL und Proper.

Nun das Televoting:

Lea Sirk nur Dritte im Televoting, das BQL gewinnt. Sie werden zum Schluss wieder Zweite. Slowenien hat eine flotte Nummer mit Lea Sirk gewählt, aber gegen das Televoting.

Die Gesamtwertung:

1. Lea Sirk – Hvala, ne!: Jury 68 + Televoting 48 =116 Punkte
2. BQL – Promise Jury 34 + Televoting 72 = 108 Punkte
3. Nuška Drašček – Ne zapusti me zdaj Jury 28 + Televoting 60 = 88 Punkte
4. Lara Kadis – Zdaj sem tu Jury 38 + Televoting 36 = 74 Punkte
5. Proper – Ukraden cvet Jury 30 + Televoting 24 = 54 Punkte
6. Ina Shai – Glow Jury 26 + Televoting 12 = 38 Punkte
7. Indigo – Vesna Jury 18 + Televoting 0 = 18 Punkte
8. Marina Martensson – Blizu Jury 10 + Televoting 0 = 10 Punkte

Siegerehrung für Lea Sirk durch Omar Naber. Ich glaube Slowenien hat die modernste Nummer gewählt und kann nun „Nein Danke“, so wie der Titel ja heißt, zum Halbfinale sagen. Für Lea war es ja nun auch der dritte Versuch. Geschrieben hat sie es mit Tomy DeClerque.

Nun nochmals das Siegerlied und ich sage einen schönen Abend noch mit Lettland, Ungarn, Ukraine und Moldawien.


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