Live-Blog: Veni, Vidi, Vinnie – Italien gewinnt Junior Eurovision Song Contest

Vincente Cantiello
Zum dreizehnten Mal fand heute der „kleine Bruder des ESC“ statt. Dank dem Sieg von „Little Celine“ Gaia Cauchi im Vorjahr kam der JESC diesmal aus Malta. 16 Songs von Kids zwichen 10 und 14 Jahren standen auf der Agenda. Am Ende siegte der einzige Junge im Teilnehmerfeld – und dann auch noch aus dem Debütantenland Italien, das sich erstmals auf diese Kinderbühne traute. Unseren Live-Blog könnt ihr im Folgenden noch einmal nachlesen.

Willkommen im internationalen Kindergarten in Hamburg Altona, wo Jan und WM sich heute Abend um Dreikäsehochs aus gleich 16 Ländern kümmern werden. In den letzten Jahren haben wir diese Hosenmatzolympiade oft per stundenlanger Konferenztelefonschaltung  verfolgt,  aber seitdem auch diese Veranstaltung umfassend auf diesem Blog gecovert wird, sitzen wir gemeinsam vor einem LED-Schirm und lassen euch an unseren Eindrück teilhaben.

Die Ausgangslage: Jan kennt bereits jeden Song und hat sogar schon einen Favoriten, WM kennt nix und lässt sich überraschen. Die vorproduzierten Videoclips können übrigens hier angesehen werden.

Es geht los. Lovely pictures of Malta. Mitblogger Matthias ist vor Ort und Jan war auch schon mal da. Oh, das Logo fliegt als Starfighter über die schöne Landschaft. Schalte in die Halle. Viele Kinder in Kapuzenjacken tanzen zu einem hübschen Allerweltsbeat und die Teilnehmer werden kurz vorgestellt. Rembember Copenhagen.

Jan weiß, dass die Malteser ganz stolz darauf sind, das Ding auszutragen. Es handele sich um die größte TV-Show, die dort jemals produziet worden sei. Die Vorstellung wird immer wieder unterbrochen durch Postkartenbilder, über die der Starfighter fliegt. Eine ganz hübsche Idee, finden wir.

JESC_2014_album_coverDie Moderatorin Moira Delia ist Jan persönlich bekannt von seinen Trips zu den maltesischen Vorentscheidungen in der Mitte des letzten Jahrzehnts. Aber Jan kennt ja von Fabricio, über Chiara bis hin zu Julie und Ludwig so ziemlich jeden aus Malta.

Moiras Begrüßungsrede ist nicht unbedingt kindgerecht aufbereitet, aber nett ist sie trotzdem. Gegen Ende kommt sie aber doch aus sich raus. Sie wird warm. Alle sind ready.

Also, los geht es. Die ersten vier Songs werden angekündigt – let the show begin! Der Kommentator im Stream ist übrigens Daniel Testa, der nächste Woche beim Malta Song for Europe sein Glück als Sänger versucht.

Die vorproduzierten Videoclips können hier angesehen werden.

1. Weißrussland: Nadsjesda Missjakawa – Sokol (Falke)

Weißrussland präsentiert eine Winnetou-Version von Emmelie de Forrest. Das Lied über den Falken ist zwar bei weitem nicht so eingängig wie „Only teardrops“, aber wäre hinsichtlich der Komposition und Präsentation auch kompatibel für den großen ESC.

Wir finden das Ganze ein bisschen boring und gehen davon aus, dass es noch bessere Beiträge geben wird. Insgesamt gibt es 7 von 20 möglichen Punkten.

2. Bulgarien: Krisia, Hasan & Ibrahim – Planetata na detsata (Planet der Kinder)

Einer der Favoirten. Die Leadsängerin sieht im Gesicht aus wie ein Kind und ab Hals wie eine konservative Frau im Abendkleid. Begleitet von zwei Kinderpianisten singt sie ihr Lied, das mit einer richtigen Frauenstimme auch ohne weiteres in Wien hätte an den Start gehen können.

Marek und Vacek klimpern das umfassende Gefühlsleben eines Kindes aus sich heraus.Die Deko ist entweder Schloss Neuschwanstein oder das Eisschloss aus dem letzten Disneyfilm („Let it go…“). Wir machen 12 Punkte locker. Favorit sieht anders aus.

3. San Marino: The Peppermints – Breaking My Heart

Die Pfefferminzen sind auch keine richtigen Kinder und erinnern an diverse Auswüchse der ESC-Geschichte (Eurocats, XXL, Love Generartion (die aus Schweden) wenn ihr wisst, was wir meinen).

Ein ganz flottes Liedchen, aber eben nur ein Liedchen. Wahrscheinlich singen sie nicht nur die Worte, sondern auch die Töne in verschiedenen Sprachen. Das alles klingt sehr nach dem großen ESC. Nicht so ganz unser Geschmack, a total of 6 points.

4. Kroatien: Josie – Game Over

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Der nächste Erwachsenensong, aber die gute Josie klingt zumindest wie ein Kind. Song und Stimme rufen eine etwas unangenehme Diskrepanz hervor, aber genau das hat uns früher so viel Spaß beim ESC der jungen Garde gemacht.

Wir halten Josie nicht für musikalisch, auch motorisch stößt sie früh an Grenzen. Wenn das der musikalische Nachwuchs der Kroaten ist, werden wir sie wohl in den nächsten Jahrzehnten nicht beim ESC wieder sehen.

Trotzdem ist das der Song, bei dem wir uns bisher am besten amüsiert haben. Aber jetzt Spaß beiseite: 3 Punkte, Game over.

Eine etwas zermürbende Intervall-Tanz-Einlage mit Schwarzlicht-Danny-Saucedo-Effekten. Kann man machen, sollte man aber nicht. Es sei denn, man muss zwischenzeitlich die Stromleitungen kontrollieren.

Gestern gab es bei Bulgarien einen Stromausfall und das Juryfinale wurde für eine Stunde unterbrochen. Moira kündigt die nächsten „taltented artists“ an und es geht weiter. Enthusiasmus mag bei ihrer Art der doch recht hölzernen Moderation nicht so recht aufkommen.

5. Zypern: Sophia Patsalides – I pio omorfi mera (Der schönste Tag)

Komponist des Liedes ist Aley Panayi, erstaunlich. Es gilt ebenfalls als Favorit und, man hört zunächst mal ein „Euphoria“-Intro. Wieder mal ein sehr erwachsenes Lied und eine Sängerin, die man vermutich ohne Umstände auf die große ESC-Bühne schmuggeln könnte. Das Lied bleibt eigentlich Euphoria.

Einen Unterschied zu Loreen gibt es dennoch: die Schwedin hätte niemals Chucks getragen. Jetzt steht Carola Sophia auf dem Laufsteg und wird von einer Windmaschine umtost. Ein Keychange!!!! Mit so etwas kann man gewinnen und Sophia ergattert auch bei uns die bisherige Höchstpunktzahl: 16.

6. Georgien: Lizi Pop – Happy Day (Fröhlicher Tag)

Der „Fröhliche Tag“ beginnt sehr traurig. Schon wieder ein Mädchen. Eine Downbeatballade mit Wumms und mozartesken Tänzern, aber ohne jegliche Stimme der Sängerin. Aber sie ist halt noch ein Kind. Lizi Pop ist auf jeden Fall ein toller Name, finden wir. Lizi legt sich auf jeden Fall schwer ins Zeug, inklusive Audience-participation-part. Das ist skurill, dämlich und toll zugleich. 10 Punkte von uns.

7. Schweden: Julia Kedhammar – Du är inte ensam (Du bist nicht allein)

Schweden liefert einen Schwedenschlager. Was sonst. Es ist der 400324954. Aufguss aus dieser Kategorie. Jan wäre vor 10 Jahren total darauf abgefahren, aber das ist jetzt vorbei.

Wir glauben, dass es ein Schubladensong ist, der es nicht ins richtige Mello geschafft hat. Wir sind nicht mitgenommen, vor allem weil Julia sich auch heftig schwer tut auf der Suche nach den richtigen Tönen. Und so kommt es, wie es kommen muss: 5 Punkte von uns.

8. Ukraine: Sympho-Nick – Prijde wesna (Der Frühling kommt)

Drei Elfen führen ein Schauspiel im „Gravity“-Stil auf, Riesen sind nicht dabei. Die drei bewegen sich deutlich besser, als sie singen. Im Gegensatz zu Sophia sind sie barfuss! Das könnte nutzen. Auch ihre recht hübschen Gesichter.

Der Song hingegen ist ein wenig unübersichtlich. Inzwischen sind sie gesanglich deutlich besser drin. Jan betont zum wiederholten Male am heutigen Abend, dass das doch wohl etwas für den echten ESC wäre und er ist geflasht. Insgemant rutschen bei uns 15 Punkte heraus. Bisherige Silbermedaille. Alle Achtung!

Jetzt wird wieder getanzt. Schwarz-weiße Silberfische bewegen sich statisch zu einem Klassikpopmedley. Wollen Kinder das sehen und hören? Na, vielleicht auf Malta.

Moira liest wieder was vor und wir erwarten den dritten Block, in dem sich gleich drei Debütanten befinden.

9. Slowenien: Ula Ložar – Nisi sam (Du bist nicht allein)

Ja, so ziehen sich Kinder an: Minirock mit Kapuzenoberteil und Turnschuhen, alles schön zusammen gesucht. Was aus dem Mund herausströmt ist bei den leisen Tönen gut, bei den großen deutlich zu laut und zu schrill. „Aus“ ruft es aus der Sofaecke.

Eine weitere leicht düstere Ballade die mit „Schnappi, das Krokodil“ oder dem „Lied der Schlümpfe“ so gar nichts gemeinsam hat.

Ula ist eigentlich schon durch, wenn man auf ihre Stimme hört. Zwischenzeitlich versteckt sie sich in einem Feuerring. Das Lied wird vor allem von Jan eigentlich ganz gerne gemocht, von WM nur eingeschränkt, was aber immerhin noch zu 10 Punkten führt.

10. Montenegro: Maša & Lejla – Budi dijete na jedan dan (Kind für einen Tag)

Neonfarben. Endlich. Zwillinge? Nein, aber vielleicht Schwestern? M&L singen ein leichtes Schlagerchen, das nicht weh tut, ein Pseudogitarrensolo nach dem ersten Refrain, dann eine ganz andere Strophe.

Wir kommen da nicht mit. Aber lächeln können sie sehr hübsch. Jan ist sehr genervt, an mir plätschert es vorbei, was zu insgesamt drei Punkten führt.

11. Italien: Vincenzo Cantiello – Tu primo grande amore (Deine erste große Liebe)

Ein Hänfling steht nervös lächelnd auf der Bühne. Ist er der erste Junge heute? Wir müssen gleich nochmal nachsehen, aber glauben es schon. Klassisches Italoballadenfutter. Eine Canzone vorm Herrn. Er singt strahlende Töne und verteilt Handküsse. Großartig.

Vincente ist bisher der beste Sänger. Das kann sich nächstes Jahr ändern, wenn er mit dem Stimmbruch dann ganz durch ist. Das klischeehafte Lied macht uns richtig Spaß. Richtig Spaß. So wollen wir den Junior Eurovision Song Contest. Und jetzt noch ein Key Change und ein hochgezogener Ton. Vincenzo ist durch und wir sind glücklich. 19 Punkte, Platz 1. Vinnie is our hero.

12. Armenien: Betty – People Of The Sun

Der nächste Bonbon-Tüll-Mini und eine Dauerwolle, die es in sich hat. Sie kiekst so süß. Tanzen tut sie nicht, aber das machen andere für sie. Jetzt gibt es auch noch Bänder von oben.

Der Song ist sehr eingängig und gut gemacht. Mit Sirusho könnte man das auch beim ESC aufführen, aber Bettys niedliche Stimme macht es zu einem Kinderauftritt. Natürlich nix gegen Vinnie, aber in sich ganz charmant. Wir kommen auf  15 Punkte und die hat die Kleine sich redlich verdient.

Während wieder unnütz getanzt wird, legen wir uns fest, dass Vinnie der Nachfolger von Little Celine werden muss. Schon jetzt taufen wir ihn auf den Namen Little Al Bano (LAB). Wir rufen „Go Little Al Bano, Go“! (Remember?)

Moira ist wieder da, langweilig wie immer, und was tut sie? Genau, vier Länder ankündigen.

Jan weist darauf hin, dass noch drei Favoriten kommen, Russland, Malta und Niederlande. Aber an LAB wird wohl keiner vorbeikommen.

13. Russland: Alisa Kashaikina – Dreamer

Die Siegerin von „The Voice Kids – Russia“ singt eine süße Ballade und lächelt pausbackig in die Kamera. Sie singt einen Celine-Dion-Albumtitel, aber kann besonders bei den hohen Passagen nicht mit Little Celine aus Malta mitalten und mit LAB sowieso nicht.

Ja, das ist schon sehr gewollt, vom Song her erwachsen, aber stimmlich wäre „Schnappi“ vielleicht doch besser geglückt. 11 Punkte aus Altona.

14. Serbien: Emilija – Đonin Svet u mojim očima (Die Welt in meinen Augen)

Eine von vielen Emilijas aus Serbien sitzt am Klavier und singt eine weitere Ballade, die recht langweilig beginnt und auch im weiteren Verlauf nicht über alle Maßen überzeugt. Das ist ein bisschen besser gesungen als das russische Lied und irgenwie hübsch oder auch nett, aber mehr nicht.

Und wieder mal hören wir ein Lied, das man nur schwer als Kinderlied bezeichnen kann. Durchkomponiert bis zum Schluss mit Powerbridge und Key Change lässt es uns doch ein bisschen kalt. 6 Punkte sind die Ausbeute.

15. Malta: Federica Falzon -Diamonds

Eine Kinderopernsängerin heute mal nicht als Hirtenknabe aus Tosca, sondern mit einer, genau, Ballade. Das Publikum rastet völlig aus und wir finden auch, ja, sie trifft jeden Ton. Aber die Stimmfarbe befremdet doch ein wenig. Ist das Operngesang oder die Kopie von Operngesang? richtig echt klingt es nicht.

Gegen Ende gibt sie uns Saures und beweist, Malta hat allerhand stimmgewaltige Mädchen. Little Celine war aber insgesamt „stimmiger“. Bei Federica bleiben wir befremdet und haben am Ende Ohrenweh. Wir kommen auf 10 Punkte. Vinnies Führung ist definitv nicht in Gefahr.

16. Niederlande: Julia – Around

Noch ein Hauch von „Euphoria“ durchweht die maltesische Halle. Ein deutlicher. Julia singt gut, ist aber auch nicht so schwer bei diesem Lied. Sie sieht gut aus, fast wie eine 19jährige. Also mit ein paar Tricks könnte auch sie ihr Lied auf der ESC-Bühne singen. Aber das haben die Niederlande nicht nötig, sie haben ja Trijntje.

Wir finden das mittelmäßig bis gut und kommen auf satte 13 Punkte.

Moira ist wieder da und macht Stimmung – auf ihre Art. Wir fassen zusammen: Platz 1: Vinnie (LAB) aus Italien!, Platz 2: Sophia aus Zypern, Platz 3: Die Elfen aus der Ukraine und Betty aus Armenien. Wahrscheinlich kommt alles wieder ganz anders…, aber macht ja nix.

Wir fanden es bisher wieder mal ganz kurzweilig. Richtige Kindermusik haben wir wenig gehört, das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt allerdings auch eindeutig über der 12.

Jetzt gibt es wieder ein Lied, das alle Teilnehmer gemeinsam singen, eine Art Tradition beim JEC. Der Song heißt diesmal #together. Alle Sänger klingen besonders gut, Kunststück, ist ja auch Playback. Vinnie (LAB) überstrahlt natürlich auch hier alle. Tatsächlich ist er der Hahn im Korb. Das hat auch schon anderswo geholfen.

junior-eurovision-2014-logo-03Es wird wieder getanzt. Ein bisschen zuviel, wie wir finden. Ein Solist in Freizeitkleidung liefert eine Perfomance zwischen Nurejev und Michael Jackson. Danach wieder Moira, die jetzt eine Hose trägt, um drei Worte übers Voting zu verlieren und danach den nächsten Schnelldurchlauf anzukündigen, der dann auch folgt.

Und danach wird selbstverständlich noch einmal getanzt. Wir können nicht mehr. Wo ist denn Little Celine? Darauf warten wir schon den ganzen Abend. Stattdessen scheint jetzt der „richtige“ Inervallact auf dem Programm zu stehen: Rap, Ballet, Gesang, Cello, alles dabei.

Und dann: LITTLE CELINE. Zunächst im Film und dann auf der Showbühne. Auch sie im kurzen Kleidchen und mit stiefelähnlichen Schuhen. Sie sieht etwas älter aus als im letzten Jahr und erhält gesangliche Unterstützung von vielen Erwachsenen in Form eines Gospelchors.

Sie selbst gospelt sich auch durch ihren Song. Wieder wird Stimmpower demonstriert. Wartet es ab, noch vier, fünf Jahre, dann geht sie zum großen Grand Prix. A Chiara in the making.

Der zweite Song (ist das „The Start“?) gibt sich tanzbar. Umgeben von Dutztenden Tanzmädchen in Himmelblau geht es auch hier in erster Linie wieder um ihre Stimme. Das ist halt Little Celines Bestimmung.

So, zwei Stunden sind rum und das maltesiche Fernsehen präsentiert ein Postcard-Making-of. Die Wertung scheint nicht mehr lang auf sich warten zu lassen. Wir wollen Vinnie siegen sehen!

Jan übernimmt, WM kann nicht mehr. Sagten wir bereits, dass uns Moira irgendwie auf die Nerven geht? Dabei ist die eigentlich ganz nett… Und immer wieder: A-a-e-e-oooooo….

Jetzt gibt es einen kurzen Film über die Woche und das, was die Mädels und der Junge so gemacht haben. Auslosung, essen, proben – was man eben so macht als Teenie! Das Voting wird gleich beginnen, wir denken ja, dass Little Al Bano gute Chancen hat, erwähnten wir das bereits?

Vlad, der Junior Jon-Ola, macht nicht so eine gute Figur wie sein großes Vorbild beim ESC, aber nun geht es los. Wie immer bekommt jede Nation erst einmal 12 Punkte, damit niemand heute Abend leer ausgeht.

Als erstes die Kids-Jury, also die Jury aller Teilnehmer: 8 für Weißrussland, 10 an Malta und 12 an Italien!!! YES!!! War ja eigentlich klar, wenn nur Mädels abstimmen!

Weiter geht´s mit Minsk: Italien nur 2! Unverschämt. 8 an Malta, 10 für Russland und 12 Punkte gehen nach Armenien. Betty führt!

Und nun Bulagarien. Ina, die Ballerina, stimmt ab. 8 nach Zypern, 10 nach Italy, und 12 an Armenien. Betty jetzt vor Little Al Bano und Federica.

San Marino jetzt. Armenien 7 Punkte, 8 gehen nach Zypern, 10 für Malta und 12 natürlich an Vinnie! Die Reihenfolge bleibt, aber es ist knapp.

Kroatien ist dran: Armenien nur 6, 8 Punkte an Serbien, 10 an Italien – er führt! 12 gehen Bulgarien. Malta nichts, es wird gebuht!

Zypern stimmt ab: Malta 7, Armenien nur 6, 8 an Russland, 10 gehen nach Italien und die Topwertung erhält Bulgarien. Kommen die noch? Italien jetzt 6 Punkte vor Armenien.

Georgien  jetzt: 8 an Bulgarien, 10 für Italien und 12 natürlich für Armenien.  Das ist knapp!!! Italien vor Armenien…

Schweden gibt Italien 7, Armenien 8, 10 an Bulgarien und 12 an die Niederlande und den Melloschlager! Wen wundert´s!

Die Ukraine vergibt 8 Punkte an Bulgarien, 10 an Italien und 12 an Armenien. 1 Punkt Vorsprung noch für Vinnie vor Betty. Dritter inzwischen Bulgarien!

Aus Slowenien gibt es 8 Punkte für Armenien, 10 für Bulgarien und 12 für Italien! Jaaaa!!!! Wieder 5 Punkte Vorsprung. San Marino übrigens Letzter mit 0 Punkten (bzw. 12).

Aus Montenegro kommen 2 für Armenien!!!! 8 für Bulgarien, 10 für die Ukraine und 12 für Italien. Ist das eine Vorentscheidung?

Italien kann sich selbst jetzt nichts geben. Armenien sogar nur 2. 8 für San Marino – na sowas! 10 an Bulgarien und 12 Punkte aus Rom gehen nach Malta – der Saal kreischt!!!

Was macht Armenien? 8 gehen an Italien, 10 an Russland und 12 bekommt Georgien! Eigentlich ist das jetzt entschieden zu Gunsten von Vinnie! Oder?

Aus Russland bekommt er 6, 8 gehen nach Weißrussland, 10 an Malta und 12 an Armenien. Hilft das noch?

Serbien wertet: 8 an Italien – jetzt wird es wohl reichen. Juhuuuu!!!10 an Russland und 12 an Bulgarien.

Der maltesische Junge (herrlich!!!) gibt 8 an Bulgarien, 10 an Italien und 12 an Armenien. Das nützt nichts mehr!

Die Niederlande sind die letzte Jury. 8 an Italien (159), 10 an Armenien (146) und 12 an Bulgarien (147). ITALIEN gewinnt vor BULGARIEN und ARMENIEN!!!! Wir sind begeistert!!!

Gaia überreicht dem völlig überwältigten Vincenzo den Preis und er hebt noch einmal – diesmal sichtlich bewegt, zu seiner klassischen italienischen Canzone an.

Das ist aber auch wirklich Inbrunst pur. Die Pizzerien in ganz Europa haben einen neuen Background-Hit, der einen gedanklich direkt in die Eisdielen der 60-er Jahre versetzt! WM und Jan haben sich gut amüsiert und  sagen „Arrivederci aus Hamburgo“. Und wir hoffen, dass die Italiener auch für Wien so einen Knaller finden können, der einen direkt vom Hocker reißt! Ciao, Ciao!

Vincente Cantiello im LIchtermeerZum Abschluss noch das Gesamtresultat:

1. Italien – 159 Punkte
2. Bulgarien – 147 Punkte
3. Armenien – 146 Punkte
4. Malta – 116 Punkte
5. Russland – 96 Punkte
6. Ukraine – 74 Punkte
7. Weißrussland – 71 Punkte
8. Niederlande – 70 Punkte
9. Zypern – 69 Punkte
10. Serbien – 61 Punkte
11. Georgien – 54 Punkte
12. Slowenien – 29 Punkte
13. Schweden – 28 Punkte
14. Montenegro – 24 Punkte
15. San Marino – 21 Punkte
16. Kroatien – 13 Punkte