Live-Blog Schweden: Monzter-Mellosieg für Måns!

Monz Zelmerlöw HEROES Inszenierung

Ein Favoritendurchmarsch der ganz besonderen Sorte: Måns Zelmerlöw , von einigen Bloggern zärtlich Monz genannt, ist bereits seit zwei Wochen an der Spitze der schwedischen I-Tunes-Charts und siegte auch beim Mellofinale auf allen Ebenen. Sowohl die internationalen Juries, als auch das schwedische Publikum setzten ihn in der Friends-Arena in der Nähe von Stockholm eindeutig auf den ersten Rang. Hier der Live-Blog zum Nachlesen.

Guten Abend aus Hamburg Altona. Es ist soweit. Schweden ist dran. Heute so ziemlich am Ende der Vorentscheidungssaison steht das Finale der Mutter aller Vorentscheidungsshows auf dem Programm. Von der versammelten Fanschar gleichermaßen gehasst und geliebt rechnen wir trotzdem wieder mit umfassendem Leserzuspruch. Der ESC-Fan kann dann halt doch nicht anders. Der Livestream von SVT befindet sich übrignes  hier.

Hier haben wir zuletzt berichtet über die diesjährige Andra Chansen Runde, die vier Liveblogs der Vorrunden befinden sich hier, hier, hier und hier. Und hier haben wir einen Überblick über die internationalen Jurys der letzten fünf Jahre zusammengestellt mit spezifischem Blick auf die in diesem Jahr stillgelegte deutsche Jury.

Mehrere Blogger sind vor Ort, DP und Marc haben bereits über die Generalprobe des gestrigen Abends berichtet und dabei schon allerlei Geheimnisse zur heutigen Show gelüftet, der Artikel kann hier nachgelesen werden. Einen Photocall gab es auch schon und die PRINZ-Fotos finden sich hier. Mit dem heutigen Live-Blog wird das Rundumsorglospaket erstmal zugeschnürt. Allerdings wird der schwedische Beitrag für Wien natürlich auch in den folgenden Wochen und Monaten Thema bei uns sein, vermutlich wird es vor allem vor einem gewissen dunkelhaarigen Herrn kaum ein Entkommen geben, so er denn gewinnt. Aber das warten wir erstmal ab, in letzter Zeit passiert ja so allerhand Überraschendes bei Vorentscheidungen.

Leicht schnupfengeschwächt sitzt WM heute an der Tastatur und versucht den Überblick zu behalten. Eigentlich wollte er die Show gemeinsam mit Armen und Jan betrachten, aber letzterer hat Halsweh und so sitzt jeder in seinem eigenen Lazarett. A&J werden aber ihre Punkte für die einzelnen Songs übermitteln, so dass die Reihung der Titel immerhin auf drei Einschätzungen beruht. In einer knappen Viertelstunde geht es los. Vi ses!

Nu kör vi! Charlotte Perelli grüßt vor Beginn der Show freundlich in die Kamera und macht Reklame für das Kinderhilfswerkt, das man durch den Anruf einer speziellen Telefonnummer auch in diesem Jahr wieder unterstützen kann.

Erster Blick in die Halle, die Sponsoren werden vorgestellt, die Eurovisionsmelodie (oder ist es schon die ESC-Melodie?) erklingt, es gibt einen flott geschnittenen Rückblick auf die letzten fünf Wochen und es wird deutlich, dass das Melodifestival eigentlich viel mehr ist als eine Vorentscheidung für den ESC – Revue, Comedyshow, Mitmachprogrmm, was auch immer.

Revueopening: Sanna, Robin und Conchita Wurst singen eine Shownummer über eben La Conchita und zum Mello zur Melodie von „The final Countdown“ – das alles motownnesk arrangiert und präsentiert. „We’ll send a winner to Austria“ – ja, das tun ja alle, die eine VE machen, nur wir Deutschen nicht…Und noch hat auch der Sieger in Schweden die Wahl noch nicht angenommen.

„Rise like a phoenix“ – diesmal auf einem goldenen Podest, Conchita in silbrigem Nixengewand, sehr edel. Dann Sanna und Robin, schnieke in schwarz, ist halt ein besonderer Abend. Die üblichen Formalien erledigen die beiden ähnlich souverän und freundlich, wie sie uns durch die gesamte Saison begleitet haben.

Künstlervorstellung: viel Gekreisch bei den Favoriten, Måns mit der Nummer SEX (wie Jan bemerkt), was auch sonst…

Und schon geht es los:

 

1. Samir & Viktor – Groupie

Die beiden haben es ja bekannltich über Andra Chansen geschafft und mit „Groupie“ schon einen sehr ordentlichen Hit in Schweden gelandet.

Sie erzählen, wie auch alle weiteren Teilnehmer, was sie im Falle eines Sieges machen wollen, darüber haben DP und Marc ja schon berichtet. Die Präsentation mit den Würfeln wie gehabt. Ich weiß, es ist trash und sie treffen keinen Ton, aber es ist ein guter Opener. Und was gibt es da für mich? Ein Groupie von Armen und Jan aus Lazarett Ottensen – wie herzig.

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Mein Füßchen wippt mit, ich kann es einfach nicht ganz furchtbar finden. Die beiden sind auch happy und es gibt Punkte aus den Krankenbetten, insgesamt 16 von 30 möglichen. Das wird vermutlich noch unterboten heute abend.

Praktikantin Filippa darf auch kurz sabbeln – ist auch auf chic getrimmt und jetzt kommt schon Startnummer 2:

 

2. JTR – Building It Up

Die Boyquote wird um eins erhöht, das Trio, benannt nach den Vornamen der Mitglieder (gähn) führt die Party fort. Aber Schöngesang ist das auch nicht.

Es wird geohohoht und abgebuildet. Fröhlich geht es zu ind er Friends-Arena. Sind wahrschienlich alle Friends da. Auch dieser solide Fröhlichmacher wird aber vermutlich nicht das Ticket für Wien erhalten.

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Auch von uns nicht, Wir haben 8 von 30 Punkten für die drei übrig. Schönes Leben noch.

 

3. Dinah Nah – Make Me (La La La)

In der Andra Chansen gewann Dinah das Duell der Pastellhaare gegen die schwedischen Jacob Sisters. Die Party geht weiter.

Im Vergleich zu den anderen beiden Titeln wirkt dieser Song fast zurückgenommen, aber spätestens nach dem ersten Refrain, macht Dinah klar, dass sie auch Party kann und will. Das Lied ist ein etwas billiger Stampfer finde ich, aber tatsächlich an einigem dran, was es in der real existierenden Musikwelt gibt. Richtig schön ist es aber trotzdem nicht. Dinah singt dennoch gut und souverän.

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Vermutlich sehen wir sie im nächsten Jahr mit einer Ballade im Mello wieder, die Quasi-No-Names zeigen ja gerne mal verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit. Für den diesjährigen Auftritt gibt es aber erstmal 16 Punktevon uns. Ach, die Führung bisher.

Robin und Sanna (jetzt in rosa Tütü mit Versicherungsfachangestelltinnenoberteil) sagen den ersten Favoriten an:

 

4. Jon Henrik Fjällgren – Jag är fri (Manne leam frijje)

Der Joik! (Wird in diesem Text als Personenbeschreibung verwendet)

Farblich aufgerüstet (Formulierung von Jan), jetzt in schimerndem Blau und in weißen Hosen singt er immer noch da gleiche Lied. Die Engel schweben, die Tänzer tanzen und Jon Henrik joikt.

Meine Affinität zum Joik ist manchen Lesern ja möglicherweise schon durch die Sommer-Special-Serie im letzten Jahr bekannt und so kann ich mich Jon Henriks Nummer auch nicht entziehen. Das ist total kalkuliert, aber auch irgendwie sehr mitreißend. Es schneit, es tanzt, es joikt, großartig. Und aus.

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Ich weiß nicht, ob das Lied international funktionieren würde, aber von uns gibt es auf jeden Fall schon mal 25 von 30 Punkten. Wer soll das schlagen? Na, wer wohl…

 

5. Jessica Andersson – Can’t Hurt Me Now

Jessie, zum ersten Mal als Solistin direkt ins Finale gewählt, lässt es erstmals ruhig werden in der Arena. Die konventionell hübsche Ballade ist fast conchitamäßig inszeniert. Goldenes Kleid, schöne Lichtarbeit, aber eben ein Lied, wie oft gehört.

Handys und Arme werden gewedelt, das Publikum gibt, was es hat, Jessica auch. Eine hübsche, aber mich leider kaum berührende Bühnenballade.

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Wäre Ann-Sophie mit diesem Lied auch Zweite beim Deutschen VE geworden? Ach, wen Kümmert’s! 16 Punkte von 30 möglichen.

DER NAME wird genannt und die Halle tobt.

 

6. Måns Zelmerlöw – Heroes

Es wurde viel diskutiert, ob hier der Mann oder der Song oder die Show gewählt wurde. Irgendwie funktioniert das für mich als Gesamtpaket. Måns singt heute sehr gut, das Lied gefällt mir vor allem in den ruhigeren Passagen und die Trickshow ist genau so neu wie fahrradfahrende Sängerinnen bei uns. Also schon eine gute Sache.

Klar, das Publikum tobt, er ist aber auch ein Charmebolzen, der einen flotten Song und eine originelle Umsetzung dabei hat.

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Bei unserer Dreierwertung muss er sich aber mit 24 Punkten begnügen – und liegt damit hinter dem „Joik“. Peter befindet sich heute auf einer dienstlichen Veranstaltung…

Der nächste Teilnehmer ist ganz bunt:

 

7. Linus Svenning – Forever Starts Today

Im letzten Jahr sang Linus sich mit dem berührenden Brüderlied in die Spitzengruppe, ob „Forever starts today“ das auch schafft? Hmmm.

Das Lied ist wesentlich konventioneller und passt für meine Begriffe nur bedingt zur rebellischen Optik des Interpreten. Allerdings sind Tattoos bis zum Hals und Riesenohrentunnel inzwischen ja auch schon quasi Mainstream. Und um vielleicht etwas weniger wild zu wirken, ist sein T-Shirt heute weiß und nicht schwarz. So passt dann doch wieder alles.

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Bei uns kommt er auf 20 Punkte, was bisher Platz 3 bedeutet.

 

8. Isa – Don’t Stop

Schwedens Taylor Swift ist dran und präsentiert ihre fabelhaften blonden Haare sowie ihren Song „Shake it off“ „Don’t stop“.

Ich weiß, das ist ein Song, den man eigentlich nicht mehr gut finden darf, wenn man dreimal so alt ist wie Isa (bzw. noch älter…),. aber ich finde ihn außerordentlich catchy und ebenfalls näher an den europäischen oder weltweiten Charts wie etwas „Heroes“ oder den „Joik“. Allerdings könnte sie an der ein oder anderen Stelle noch treffsicherer singen.

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Insgesamt geben wir 19 von 30 Punkten, Platz 4 bisher.

Während Praktiantin Filippa mit Jon Henrik und S&V plaudert, komme ich endlich dazu, jedermann mitzuteilen, dass die App heute als Wertungsinstrument aus Defektgründen nicht eingesetzt werden kann, es gibt also nur Anrufe und SMS. Ob das was ändert, wissen wir nicht.

Schon ist der nächste Teilnehmer dran, man kommt zu kaum was…

 

9. Magnus Carlsson -Möt mig i Gamla Stan

Es wird mal wieder schwedisch – noch. Magnus hat angekündigt, seinen Song bei einem Sieg heute in Wien auf Englisch vorzutragen. Vielleicht wird er ja auch noch geographisch angepasst „Meet me at Stepansdom“.

Magnus, ähnlich gediegen gekleidet wie in der Vorrunde, gibt mal wieder alles. Das ist Traditionsschlager der modernen Sorte, sehr schwungvoll, aber auch sehr schwedisch – nicht nur was die Sprache angeht.

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Magnus
ist zum zweiten Mal als Solist im Finale, fünf mal war er mit zwei verschiedenen Bands dabei und kam davon viermal aufs Podium. Heute vemutlich nicht.

Aber: Es hagelt Punkte von uns. 26 – wie konnte das passieren? Magnus ist unsere neue Nummer 1!

 

10. Eric Saade -Sting

Der populäre Manboy, von Mädchen, Männern und Mollys geliebt (zumindest frührer mal), beginnt wie immer mit knödlelig unattraktivem Gesang.

Es wird gefetzt und getanzt, aber das macht die dünne Nummer in meinen Ohren auch nicht besser. Das Tollste sind die kurzen Hommagen an den Epic Saxguy, den der Saade aber leider nicht mit auf der Bühne hat. Das Publikum puschelt freundlich mit, aber einen Sieger sehe ich in Saade nicht. Da hilft auch kein fliegendes Podium.

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Die anderen sehen es ansatzweise anders und so kommt Eric mit immerhin 21 Punken auf einen soliden vierten Rang im Moment. Nur Kerle vorne: Magnus, Mons, Joik, Saade. Aber jetzt kommt ’ne Lady!

 

11. Mariette – Don’t Stop Believing

Miss Li, die auch schon an Lenas letztem Album mitgewerkelt hat, hat das Lied mit ihrem Songwritingpartner verfasst. Mariette will ihre Dreads abschneiden, wenn sie heute gewinnt. Das ist nicht ausgeschlosssen – was kriegen wird dann, einen NadineBeiler-Bop?

Dieses Lied ist definitv kein Schwedenschlager. Eine dynamische Nummer, kraftvoll vorgetragen, mit vielen Spannungsmomenten. Eurovisionär ist allerdings die Präsentation, wenn auch sehr düster zu einem Mutmachsong. Tänzer, Bodennebel, Lichteffekte und vor allem der Carolafön.

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Das Lied erinnert ein ganz, ganz wenig  an „Euphoria“ ohne Beat. Mariettes Auftritt ist ähnlich souverän wie Loreens und ich würde mal sagen, verloren hat sie noch nicht. Wir kommen auf 26 Punkte, damit zieht sie mit Magnus gleich und Monzi rutscht auf die 4.

Und schon kommt die letzte Startnummer:

 

12. Hasse Andersson – Guld och gröna skogar

Wir hatten Santiano im Vorentscheid und die Schweden haben Hasse Andersson. In den 80ern in seinem Genre zu einigen Erfolgen gekommen, erlebt er heuer gerade wohl seinen siebten Bühnenfrühling.

Das Lied ist und bleibt ein Volksmusikschlager, zu dem man aber, wie uns das Pärchen auf der Bühne zeigt, wunderbar Discofox tanzen kann. Auch das Publikum tanzt mit. Hasse macht das schon gut, auch wenn das international kaum vorstellbar ist.

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Ein irgendwie freundlich-friedlich-farbiger Auftritt, dem man sich nicht entziehen kann. Und: schwuppdiwupp geben die drei „Experten“ 22 von 30 Punkten. Who would have thought.

Also: unsere Top 5:

1. Mariette und Magnus, 3. Joik, 4. Måns, 5. Hasse. Ich würde mal sagen, einer von ihnen wird’s.

Snabbrepris = Schnelldurchlauf, Zeit für mich, mir etwas zu trinken zu holen. Wieder zurück schaut mich Filippa an, die sich wieder an die Interpreten ranmacht.
Bei Eric Saade gibt es ein verhaltenes Kreischen aus dem Publikum. Ein paar Mädchen oder Männer scheinen also noch da zu sein. Bei Hasse hingegen, gibt es fast so etwas wie Jubel.

Nach einem Heiratsantrag an Mariette sind Sanna und Robin wieder da. Norwegische Gäste werden angekündigt: Ylvis aus Norwegen (jetzt hängt der Stream…). Der Einspieler geht in die Livepräsentation auf der Bühne über, „Stonehenge“ heißt der Song, den das Comedy-Brüderpaar erstaunlich stimmsicher vorträgt. Lillie & Sussie machen auch noch mit, sind das eigentlich auch Schwestern?


Wir näheren uns dem Resultat der 11 Jurygruppen. Robin und Sanna werden wieder formell.

Estland fängt an: Mariette kriegt 8, Isa kriegt 10 und Måns die 12. Ein guter Start.

Malta hat 8 für S&V, 10 für Dinah Nah und 12 wieder an Måns. Wird das doch ein Durchmarsch? Der Joik hat erst zwei und Eric drei.

Armenien gibt 8 an den Joik, 10 an Eric und 12 an Måns– who else. Einsame Führung für den Darling.

Jetzt Christer Björkmans Busen-Bruno aus Frankreich, da hängt erstmal der Stream.

Ja, das ist natürlch ärgerlich, aber Bruno hat ja bekanntlichermaßen auch nix gegen hübsche Jungs, darum rechne ich damit, dass Måns seinen Vorsprung weiter ausbaut.

Der Stream ist zurück und Klitty aus Zypern darf ran. „Heroes“ liegt vorn mit 66 Punkten, Mariette hat 50 und Eric ist mit 26 Punkten Dritter.

Magnus kriegt acht aus Zypern, Mariette 10 und Måns mal wieder die 12, hat jetzt 78, 60 für Mariettte.

Mamas Boy Axel aus Belgien hat auch Punkte, 8 für JTR, 10 für S&V und 12 für Måns. Na, wer war denn da am Werk. Måns ist bei 88. Wird es jetzt eine runde 100?

Der Brite macht Reklame für die Jubliäumsshow in London (und hört gar nicht mehr auf). Die Punkte: 8  für Måns (noch keine 100), 10 für Isa und 12 für den Joik. Das ist doch mal schön und bringt ihn gleich mit 35 Punkten auf den vierten Rang hinter Eric (36).

Niederlande hat 8 für den Joik, 10 für Eric und 12 für Monz, der jetzt 110 Punkte hat, 66 für Mariette. Eric bleibt Dritter, der Joik Vierter.

Conchita für Österreich beschließt die internationalen Jurys: 8 für den Joik, 10 für Linus, jetzt Fünfter, und mal wieder 12 für Måns. Mariette mit 74 auf Platz 2. Was soll da noch passieren?

Hasse ist übrigens Elfter mit 10 Punkten und Magnus Letzter (9 Punkte). Mal sehen, was das Volk da noch dran rüttelt.

Hinter M&M auf den Plätzen 1 und 2 befinden sich der Joik und Eric auf 3 und 4. Lief also bisher ganz gut für den Manboy.

Ausgangslage:

1. Måns 122
2. Mariette 74
3. Joik 51
4. Eric 48
5. Linus 41
6. Isa 38
7. S&V 29
8. JTR 21
9. Jessica 15
10. Dinah Nah 14
11. Hasse 10
12. Magnus 9

Sanna kündigt die letzte Telefonminute an und dann ihr eigenes Siegelied – allerdings in der inzwischen traditionellen Coverversion. Dirty Loops heißt die Band, die sich jetzt an „Undo“ versucht. Neben einem gewitzten Beat und einem tollen Bass haben sie dem Song eine fast komplett neue Melodie und ein Seventies Jazz-Pop-Rock-Feeling verpasst. Falsettrefrain. Ganz anders, aber nicht schlecht.

So, 10 vor 10, jetzt wird es langsam ernst. Sanna zeigt ihr Bein und wirkt etwas nervös. Vor der großen Entscheidung geht es noch einmal Richtung Revue. Sie rekapitulieren die letzten fünf Wochen und das in angedeutetem Doo-Woop-Sound. Die beiden haben uns wirklich nett und charmant durch die fünf Wochen begleitet. Nächstes Jahr kann dann ja wieder mal Måns ran.

„Sverige, vi har ett resutat“ verkündet Sanna und los geht es.

4 Punkte für JTR macht 25

8 Punkte für Jessica Andersson macht 23.

8 Punkte auch für Dinah Nah macht 22.

18 Punkte für Linus macht 59.

18 Punkte auch für Magnus macht 27.

18 für Isa macht 56.

20 Punkte für S&V, macht 49.

Nur 28 für Mariette macht 102.

29 für Eric macht 77 (Mein Volk, warum hast du mich verlassen…).

Måns hat vermutlich schon gewonnen, denn er selbst kriegt ja auch noch Punkte.

Publikumsbronze für Hasse der 68 Punkte dazu bekommt und jetzt 78 hat und damit ordentlich nach vorn marschiert.

Publikumssilber mit 88 Punkten für den Joik macht 139.

166 Punkte für Måns dazu macht 288. Mehr als doppelt so viel, das ist amtlich und definitiv ein Erdrutschsieg. So hat es der Multi-TV-Star im dritten Melloanlauf geschafft. Nach Platz 3 für „Cara Mia“ und Platz 4 für „Hope and glory“ in den Jahren 2007 und 2009 darf er jetzt in Wien ran.

Hier das komplette Ergebnis:

1. Måns 288
2. Joik 139
3. Mariette 102
4. Hasse 78
5. Eric 77
6. Linus 59
7. Isa 56
8. S&V 49
9. Magnus 27
10. JTR 25
11. Jessica 23
12. Dinah Nah 22

Erfreulicherweise hat Måns nach seinem Mellosieg „die Wahl angenommen“, sonst hätte der Joik gewonnen bzw. wäre zum schwedischen ESC-Beitrag erklärt worden. Aber da hat das schwedische Gesangs- Tanz- und Moderationstalent wohl genug Erfahrung und Anstand, um seinem Land und dem Publikum eine solch kümmer(t)liche Peinlichkeit zu ersparen.

Mit „Heroes“ gewinnt ein eindeutiger Favorit, der im Wiener Feld durchaus das ein oder andere Alleistellungsmerkmal mit sich bringt. Måns wird sich dort zwischen vielen Damen und Balladen tummeln und so nicht nur durch seine Trickshow auffallen. Was immer in Wien passieren wird, Schweden steht hinter Måns und Måns hinter Schweden. Und das ist doch schon mal eine ganze Menge. Weil’s dazugehört, hier noch mal der Song im Video:

Gott Natt aus Altona und Ottensen. Eine VE fehlt noch. Viel Spaß beim norwegischen Rest.

Die Fotos in diesem Artikel stammen von Mitblogger Marc. Tack så mycket!

 

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