Live-Blog: Freaking Beautiful! Schweden entsendet Robin Bengtsson nach Kiew

2017 Melfest 8 Robin bengtsson

Schwedens Vorentscheid gilt üblicherweise als absoluter Höhepunkt der Saison. Und der endete mit den meisten Favoriten oben auf dem Punktetableau. Lediglich Fan-Darling Wiktoria kam nur auf Platz 6. Lachender Sieger ist Robin Bengtsson mit „I can’t go on“. Hier der Live-Blog zum Nachlesen.

SVT hat einen Livestream hier. Alternativ bei escplus hier. Die Show soll bis 22 Uhr dauern. Die Songs haben wir hier vorgestellt.

Es moderieren Clara Henry, David Lindgren und Hasse Andersson. Entschieden wird über Televoting (50 Prozent) und eine internationale Jury (50 Prozent) aus verschiedenen Ländern.

 

Wunderschönen guten Abend aus Köln! Wir melden uns heute nicht wie üblich aus dem schönen Nippes, sondern erstmalig aus dem ebenso hübsch benannten Stadtteil Sülz im Südwesten. Gastblogger Ansgar hat zum großen VE-Saison-Abschlussabend geladen. Mit von der Partie sind auch wieder Florian und Dirk, so dass wir heute maximal 40 Punkte pro Song vergeben können.

Auch hier wird es spannend werden, denn auch die anwesende Mannschaft hat keinen klaren Favoriten. Ansgar hat sich dennoch richtig reingehängt mit der Party-Deko heute und hat sich für folgendes Motto des Abends entschieden:

#melfest 2017 Headline

Zu den Favoriten direkt nach der Generalprobe (Marc berichtete live aus Stockholm) zählen Wiktoria, Robin Bengtsson und Nano, was sich auch bei den Wettquoten widerspiegelt. Dort werden dann noch Jon Henrik und Mariette in der oberen Häfte geführt. Ace Wilder hat quer durch alle Fanvotings und sonstigen Vorausschauen in diesem Jahr nichts mit der finalen Entscheidung zu tun – was bei dem Kinderliedchen auch nicht wirklich verwundert.

Das Buffet ist bereitet mit Getränken und allerlei Knabberkost. Die TV-Ansagerin trägt eine schöne buschige blaue Federboa. Und da kommt auch Dirk pünktlich auf den Schlag! Nu kör viiiiiiiiii!

Kurze Ausschnitte der Finalisten zum Einstimmen. Und STRAX FINALEN! Geht los!

Der Weg der letzten Wochen hin zum heutigen Abend wird in knappen Schnipseln nachgezeichnet. Die Qualifizierungen der Finalisten, der Jubel, das Moderatoren-Trio…

Und natürlich ist die Intro-Nummer auch von den dreien. Eine coole Swingpop-Nummer mit Bläsern. Flo kann die Moderatoren nicht mehr sehen. Das Sofa hat eine Eingebung: Nano gewinnt heute. Obwohl zwei lieber Wiktoria hätten, einer Anton Hagman (!) und einer Robin…. Alles schön gleichverteilt auch hier in Köln-Sülz!

Übrigens, Fun Fact am Rande: Wir befinden uns hier in der Straße, in der die Metzgerei von Stefan Raabs Eltern stand. Angeblich ist dort jetzt ein Tonstudio drin, wo Max Mutzke seinen ESC-Song eingesungen haben soll… ESC-Bezug allenthalben!

Das Trio erklärt nochmal, wie man wertet, und macht nochmal kräftig Werbung für Radiohjälpen. Nu kör vi för sista gangen! Ein letztes Mal für dieses Jahr! Und es geht los mit Ace Wilder…..

 

1. Ace Wilder – Wild Child
(Peter Boström, Thomas G:son, Ace Wilder)

Der Song beginnt cool wie Icona Pop, wird dann aber im Refrain zum Kinderliedchen. Das könnte auch von Wencke Myhre aus den 70ern sein, meint Ansgar (nichts gegen Wencke!). Es passt nicht zueinander. BennyBenny und Salman fanden das zum Semi 1 besser als ihre bisherigen Beiträge. Sie tanzen es gut und sie singt es passabel. Aber diese Pyjamas! Oh je…. Wir mögen es nicht wirklich, und sinnieren lieber über die neue Single von Steps, die diese Woche rauskam.

Wir geben immerhin 24/40 Punkten.

 

2. Boris René – Her Kiss
(Tim Larsson, Tobias Lundgren)

Boris trägt wieder seine markante rote Jacke. Der Song ist ja eine coole Mitwipp-Nummer mit schöner Choreo (erst zwei Männer, ab Strophe 2 zwei Mädels). Sein Rhythmusgefühl will man haben, und toll auf den Punkt gesungen. Das hat Klasse. Zum Schluss noch viel Pyro und alle tanzen zusammen. BennyBenny klang das bei den Quickchecks nach Wham!, ja, die moderne Version der 80er-Heartthrobs ist das tatsächlich. Das Sofa ist nicht ganz so überzeugt wie ich.

Wieder 24/40 Punkten.

 

3. Lisa Ajax – I don‘t give a
(Ola Svensson, Linnea Deb, Joy Deb, Anton Hård af Segerstad)

Das Regencape hat sie zwar um die Schulter, aber die Kapuze nicht auf wie beim Semi. Schaut besser aus. Wir fragen uns, was das übergroße Ich auf der Video-Leinwand soll. Flo findet sie unmotiviert, aber alle sind wir der Meinung, dass sie es ganz gut singt. Aber wir sind kein Fan von dem Act als Ganzes. Übrigens: wir sind überrascht, wollte sie nicht das FUCK unterlassen? Es wird jetzt umso inbrünstiger gesungen.

16/40 Punkten.

 

Es wird ein Comedy-Filmchen mit den dreien eingeblendet. Und Alexander Rybak steigt als böser Junge aus einem Wagen, auf dem Rücken den Schriftzug MELLO-HATER. Oops…?

 

4. Robin Bengtsson – I can‘t go on
(David Kreuger, Hamed ”K-One” Pirouzpanah, Robin Stjernberg)

Das ist einer der Favoriten… der Uptempo-Popsong mit moderner Inszenierung hatte Peter beim Semi begeistert, und wir sind auch ganz angetan. Robin vermag mit dem Song, das Niveau seines letztjährigen Beitrags zu halten, ganz im Gegensatz zu Ace oder m.E. auch Jon Henrik. Die Choreo ist das herausragende Element hier, eine gelungene Melange von Danny Saucedo und den Panetoz. Er singt es gut, die Tanzgeschichte klappt perfekt. Beim Nach-Vorne-Laufen ist Ansgar an die No Angels beim ECHO 2007 erinnert… man soll nicht sagen, dass wir keine Pop-Assoziationen hätten…

29/40 Punkten. Liegt bei uns vorn.

 

5. Jon Henrik Fjällgren feat. Aninia – En värld full av strider (Eatneme gusnie jeenh dååroeh)
(Jon Henrik Fjällgren, Sara Biglert, Christian Schneider, Andreas Hedlun)

Jon-Henrik hat wieder die Inszenierung mit dem weißen Licht in der Hand. Das Licht geht auf die Bühne über und erinnert an ein Spermium, sagt das Sofa, Sie schaut aus wie Frau Rednex, singt aber irgendwie angestrengt. Der Song gefällt mir nicht so gut, 2015 war wesentlich hymnischer und eigenständiger. Aber die beiden funktionieren doch ganz gut zusammen, und sehr schön ist die Umarmung am Schluss.

Wir sind bei 32/40 Punkten.

 

6. Anton Hagman – Kiss you Goodbye
(Christian Fast, Tim Schou, Henrik Nordenback)

Für Flo ist das der Favorit, er klopft sich im Takt auf die Schenkel, wir wippen aber alle mit. Optisch ist das natürlich reduziert wie wir es kennen, bunte Muster hinten, und er am Standmikro mit Gitarre. Aber er singt es befreit, und das Sofa vermisst einen Key Change. Er würde den aber vermutlich auch nicht schaffen…. Man singt mit hier in Sülz.

31/40 Punkten, davon 10 von Flo. Platz 2 aktuell.

 

7. Mariette – A Million Years
(Thomas G:son, Johanna Jansson, Peter Boström, Mariette Hansson, Jenny Hansson)

Wir sind fasziniert von der Frisur, die wiegt ja mehr als sie selbst… Der Song ist jetzt nicht sehr außergewöhnlich, aktueller flotter Pop, eher ein Rückschritt zu Mariettes erstem Streich 2015. Dafür ist die Choreo hier was Besonderes. Die vier an den Seilen hängenden Artisten tanzen und liegen und schwingen sich synchron, aber der Song ist halt Durchschnitt und eher unauffällig. Bis auf Dirk sind wir etwas enttäuscht.

28/40 Punkten.

 

8. FO & O – Gotta thing about you
(Robert John ”Mutt” Lange, Tony Nilsson)

Boyband-Pop der langweiligen Sorte. Zu glatt, zu unspezifisch. Sie singen es für das ganze Gezappel noch ganz gut, dann gibt es noch einen Überschlag. Man tippt es aber übereinstimmend auf den letzten Platz heute. Das würde mich auch nicht wundern. Besonders überzeugt hat uns das nicht. Leichte „Atemlos“-Anleihen hat jemand bei der Melodie erkannt, so gelangweilt sind wir schon….

17/40 Punkten.

 

9. Nano – Hold on
(Nano Omar, Gino Yonan, Ayak, Carl Rydén, Christoffer Belaieff, Rikard de Bruin, David Francis Jackson, Johan Röhr)

Diese Licht-Choreographie ist natürlich sensationell effektvoll. Das halbe Gesicht im Dunkeln, die Lichtkegel… Der Song selbst wird durch durch die mystischen Strophen und den Labrinth/Rudimental-Chorus spannend. Der gospelige Zwischenteil scheint in der Arena total zu zünden. Wir haben Sieger-Vibes.

Geben aber „nur“ 30/40 Punkten.

 

10. Wiktoria – As I lay me down
(Justin Forrest, Jonas Wallin, Lauren Dyson)

Im Finale in knallrot und mit Hosenbeinen. Schaut im Profil etwas merkwürdig aus. Der Song ist großer Pop mit Country-Harmonien, wir schnippen und singen mit. Sie ist sicherlich nicht die beste Sängerin der Welt, quiekt etwas in den Höhen. Auf dem Sofa werden Handchoreos performt. Als sie sich hinlegt, haben wir plötzlich eine mehrfarbige Figur-Animation, der sie die Hand gibt, bevor der Stern kommt, der sich auflöst. Spielt ganz oben mit.

36/40 Punkten.

 

Im Einspieler sinniert Alexander „Mello-Hater“ Rybak mit Clara über das Mello. Er mag es einfach nicht, sagt er.. Sie versteht’s wohl nicht.

 

11. Benjamin Ingrosso – Good Lovin‘
(Benjamin Ingrosso, Louis Schoorl, Matt Parad, MAG)

Diese Nummer ist sehr laid back, hat 90er Vibes und erinnert mich persönlich an „Miss California“ von Dante Thomas. Verbreitet sommerliche Stimmung. Leider kommt der Song ja ansonsten aber nicht so richtig aus dem Quark, ist nicht so geeignet als Wettbewerbssong. Er macht es „routiniert“ und „sexy“ höre ich, aber der Pullover stört uns.

13/40 Punkten.

 

12. Owe Thörnqvist – Boogieman Blues
(Owe Thörnqvist)

Owe ist mega-gut gelaunt, und auch die Band sowie dir drei Frauen mittleren Alters verströmen lässiges Feeling. Zwischendurch wird ständig das Publikum gezeigt, das feiert, klatscht und mit Ballons wedelt. Der Song ist eben wie er ist, mittelschnelles Retro im Rockabilly-Sound, aber schön, dass das Feld wieder so viele Farbtupfer hat. Wir landen aber trotzdem nur bei

13/40 Punkten.

 

Fazit: Wir favorisieren als Bloggerteam Wiktoria mit 36 Punkten vor Jon Henrik / Aninia mit 32 und Anton Hagman mit 31/40 Punkten. Der seit dem ersten Semi hochfavorisierte Nano liegt hier bei uns auf dem 4. Platz mit 30 Punkten. Ganz hinten für uns Benjamin und Owe mit je 13 Punkten. Schnelldurchlauf.

David hat wieder seinen großen Auftritt, singt alle möglichen Charthits, die mit LOVE im Titel sind, von „Can you feel the love tonight“ bis zu „Love me like you do“. Dabei tingelt er von einem zum nächsten Kandidaten, aber bei Robin hält er ihm den Mund zu und schiebt ihn weg. Heute gibt es keinen Schlabberkuss!

Frans ist zurück in einer furchtbaren blauen Klamotte und schrecklicher Frisur, Korkenzieherlöckchen auf links gekämmt…. „If I were sorry“, der Siegersong vom vergangenen Jahr läuft dann live von einer Dame namens DAMN! in einer völlig anderen Version – das ist Tradition beim Mello. Jazzig-soulig mit Big Band.

 

Und nun die Jury-Wertungen!

Polen gibt Robin 12 Punkte.

Tschechien gibt Lisa Ajax 12.

Wiktoria noch 0, es führt Boris Rene.

Norwegen gibt 12 an Robin. Er führt. Wiktoria hat die ersten Punkte.

Italien gibt 12 an Jon Henrik. Robin führt, FO&O sind Letzte.

Malta gibt 12 an Nano.

Israel gibt seine 12 an Robin, er führt mit 56 Punkten. Dann Nano und Ingrosso. Wiktoria ganz weit hinten.

Frankreich gibt seine 12 an Mariette.

Australien ist auch dabei, gibt die Höchstwertung an Ingrosso.

Das UK gibt 12 Punkte an Ace Wilder. Wiktoria wird endlich mal unter den Top 3 genannt.

Armenien gibt 12 an Mariette.

Ukraine mit der zurückgetretenen Executive Producer gibt 12 an Jon Henrik.

 

Jury-Wertungen Mello 2017

Die Moderatoren haben nochmal einen großen Auftritt mit großer Choreo. „Din mamma jobbar inte här…..“ mit einem Backing aus Reinigungskräften in Pastellfarben und einem Song, der an She works hard for the money angelehnt ist…. Kommt aber nicht so doll an in der Halle. Die Tänzer werden einzeln vorgestellt und Hasse bedankt sich bei ihnen.

Und Rybak ist wieder mit Teil 3 dran. Clara Henry versucht sich an der Geige, Alexander schüttelt aber den Kopf. Und er teilt mit ihr das Bett und zeigt ihr seine Bobby-Söckchen!

Zara Larsson, internationaler Megastart und Chartbreaker, wird nun als Interval Act auftreten. Sie klingt aber merkwürdig out of tune und trägt einen Badewannenvorleger über der Schulter. Sehr auf die junge Britney getrimmt…. Sie singt zum Glück ein Medley von neuen und bekannten Songs.

 

Und das Televoting!

30 Punkte an Lisa Ajax

31 Punkte an Boris René

32 Punkte an Owe

32 Punkte an Ace Wilder

33 Punkte an Ingrosso

34 Punkte an FO & O

37 Punkte an Anton Hagman

37 Punkte an Mariette

49 Punkte an Jon Henrik

50 Punkte an Robin Bengtsson

51 Punkte an Wiktoria

57 an Nano

ROBIN gewinnt!

 

Endergebnis Mello 2017

Die Runde ist sehr erstaunt über dieses Super enge Voting. Und Robin als Dritter des Televoting schnappt sich das Ticket! Freaking beautiful! Flo ist enttäuscht – Justin Timberlake für Fußgänger, sagt er…. Ansgar ist genervt und gestaltet sein Motto-Schild des Abends neu. Er wollte dann doch lieber Wiktoria…. Dirk ist sehr zufrieden, und ich auch! Ich war derjenige von uns vieren, der ihn siegen sehen wollte!

#melfest 2017 FinalmottoGastblogger Ansgar ist nicht ganz so zufrieden mit dem Ergebnis…. Nix mehr mit As I lay me down….

 

Nochmal: Freaking beautiful!

Wir schalten jetzt um nach Island, und ich freu mich, dass ich jetzt endlich was zum Knabbern kriege. Liebe Grüße aus Köln und Euch allen da draussen noch viel Spaß mit Island, Litauen und Norwegen!

 

 

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