Live-Blog Österreich rockt den Song Contest: Woki-Popos schlagen Bart-Transe

Austrias Farben beim Eurovision Song Contest in Baku werden nicht von Glamour-Transe Conchita Wurst vertreten. In einem sehr knappen und unterhaltsamen Finale gewannen die Mundart-Burschen von Trackshittaz (Foto) mit ihrem Popowackelsong WOKI MIT DEIM POPO das Ticket. „Österreich rockt den Song Contest“ gibt es hier noch einmal zum Nachlesen.

Aus gegebenem Anlass begrüssen wir auch ganz herzlich unsere Leserinnen und Leser in Österreich. Die PRINZ Blogger waren (und sind) sehr große Fans von „12 Punkte aus Deutschland“ Nadine (zuletzt haben wir hier beim OGAE Clubtreffen 2012 über Frau Beiler berichtet), wir sind gespannt, wer in ihre (großen) Fußstapfen treten wird…

Was für ein Tag!

Bis heute morgen waren wir sicher, dass der königliche Nachwuchs in Schweden „Carola Sanna Shirley Charlotte“ heißen wird. Hätten wir angemessen gefunden!

Aber Fehlanzeige, stattdessen haben sich Vicky und Danny für „Estelle Silvia Ewa Mary“ entschieden! Estelle? Really? Klingt irgendwie nach einer Damenstrumpfhosen-Marke! (Danke an Janni für diese fulminante Assoziation.)

Überhaupt, hätten Vicky und Danny nicht bis Sonntag warten können? Jetzt redet keiner mehr über Charlotte „The Girl“ und Danny (also den aus dem Mello)…

Wir freuen uns für die stolzen Eltern und die glückliche Großmama (die in deutschen Wirtshäusern gerne einmal weggeschickt wird) und gratulieren herzlichst.

Kaum haben wir uns damit abgefunden, dass bei der königlichen Namensfindung in Schweden keine Melodifestivalen-Schlagerikone Berücksichtigung fand, fällt ganz woanders in Europa ebenfalls eine bahnbrechende (nicht ganz lupenrein-demokratische) Entscheidung: Herr Lukaschenko wirft Alena Lanskaja aus dem ESC und schickt stattdessen die Eye Candy Jungs von Litesound nach Aserbaidschan.

So schnell kann’s gehen. Begründung: Manipulation beim Televoting. Das erinnert uns an was: Ist nicht auch die Raab’sche Blitztabelle arg umstritten und wird diese nicht von der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg überprüft? Ist damit zu rechnen, dass Frau Merkel in Kürze die Nominierung von Roman Lob aussetzt und stattdessen Ornella mit QUIETLY nach Baku entsendet? QUIETLY passt textlich-programmatisch ja auch deutlich besser zur politischen Großwetterlage als STANDING STILL.

Und überhaupt, wieso muss eigentlich immer der Bundespräsident zurücktreten, wenn Stefan Raab einen neuen ESC-Vertreter für Deutschland gefunden hat? Wir erinnern uns: Zwei Tage nach der (ersten) Nominierung von Lena in 2010 ist Horst Köhler zurückgetreten und einen Tag nach dem USFB-Finale hat Herr Wulff seinen Rückzug verkündet und Roman Lob in den Schlagzeilen keine Chance gelassen.

Zurück nach Österreich, es geht los. Aus Hamburg-Ottensen melden sich OLiver und Peter. Zu Einstimmung empfehlen wir unseren ausführlichen Appetizer-Bericht (Popos oder Transe?) hier.

Drei Moderatoren laufen ein, wir stellen fest, sie tragen nicht die Landesfarben. Miriam kommt uns irgendwie bekannt vor (Wiki: sie war mal bei MTV), Robert finden wir ganz smart (obwohl’s ja auf die Optik nicht ankommt), zu Andi haben wir (noch) keine Meinung.

Wir entdecken Marianne Mendt im VIP Sitzbereich, sie erinnert uns in ihrem roten Riesencape irgendwie an Gesine Lötzsch. Noch ein Fashion-Item: Miriam Wechselbaum trägt eine Büroklammer, die sich zu einem Herzen zurechtgebogen hat. Sie fertigt ihren Schmuck selbst?

Nadine Beiler – ebenfalls im VIP-Raum – hat eine neue schwarze Prachtwelle. Ist das eine Perücke? Vor wenigen Wochen in München war sie noch überschaubar frisiert.

Der Wettbewerb beginnt:

1. James CottriallStand up

Was soll man dazu sagen? Ein Tom Dice Me Too. Er ist für Frieden auf Erden. Wer nicht?

Nicht bewegend, Kaufhausmusik. Bei uns 5/20 Punkten.

Im VIP Raum wird der „größte Songcontest-Experte Österreichs“ vorgestellt, Dominik Heinzel. Dominik trägt eine schwarze Spandexhose und James hat bei ihm gute Laune verbreitet, „weil noch ganz viele andere Songs kommen“. Das dürfte eine diplomatische 4- sein.

Jetzt kommt jemand zu Wort, dessen Namen wir nicht gehört haben (der Livestream stolpert zuweilen), aber der hat schon mal vor Ewigkeiten irgendwas in Deutschland moderiert. Gegenüber damals hat der Grufti zugenommen.

Andi kommt ins Bild, mit tailliertem Hemd. Unsere Meinungsbildung schreitet konstruktiv fort. Wir mögen den Look.

Im Greenroom viel wahnsinnig viel gequatscht, im Background läuft derweil ein Aerobic-Kurs.

2. Krautschädl – Einsturzgefohr

Die Kameraführung ist Avantgarde (der Drummer immer in s/w), der Song nicht. Der Dialekt ist anstrengend, aber das mag an unserer norddeutschen Perspektive liegen (obwohl OLiver aus einem an Österreich angrenzenden Gebiet stammt). Die Soundeffects wirken aufgesetzt.

OLiver ist gelangweilt. Wir lesen bei Twitter: „Einsturzgefahr is what Rammstein may sound in 30 years.“ Treffer.

Wir geben erneut 5/20 Punkten. Frau Wechselbaum nennt das Geschrammel „Alternative Rock“. Naja.

Aber der Drummer ist ganz süß. Der Aerobic-Kurs im Hintergrund nervt hingegen. Die Band spielt mit dem Gedanken, sich mit Swarovski-Steinen aufzupimpen. Austria Rocks!

Im VIP-Room wird wieder unendlich lange gequatscht und man hat doch zuweilen Schwierigkeiten, dem Ösi-Sprech zu folgen.

3. Valerie – Comme ça

Valerie kündigt einen existenziellen Songtext an. Der Artwork im Trailer (Korallenriff) ist hübsch. Valerie möchte, dass wir mitsingen und mitswingen.

Ein grünes Kleid im 60er Jahre Jean Seberg Look, dazu ein süßes Französisch mit starkem Wiener Schmäh Einklang. So klingt’s jedenfalls für uns. Ein passender Beitrag für Monaco.

Wir gönnen uns Mozartkugeln dazu, die Vollmilch-Variante. OLiver hatte keine Zeit, einen Kaiserschmarrn herzustellen.

Ganz beschwingt, wir geben 12/20 Punkten. Valerie geht bei uns in Führung.

Wir stellen fest, dass die Blog-Kollegen in Helsinki (liebe Grüße) oft deutlich mehr Punkte gibt als wir. Woran das liegen mag?

Valerie spricht kritisch über die politischen Widrigkeiten in Aserbaidschan. Darf sie im Falle des Falles jetzt noch einreisen?

Jetzt spricht ein Christian K., der war mal bei den Milestones und hat auch ansonsten Austra-ESC-Roots als Orchesterchef oder sowas. Er war quasi mal ein Schmetterling. Aber alles lange her.

Ach du liebe Güte, jetzt kommt auch noch Miss Austria 2002. Sie hat aber nichts Substanzielles zum Gespräch beizutragen. Sie sagt, die Musik steht im Vordergrund. Ach so.

Jetzt wieder Andi im Greenroom. Uns gefallen inzwischen Robert und Andi etwa gleich gut. Es setzt Bierzelt-Musik ein. Dazu wird eine blonde (blondgefärbte?) Frau befragt, die drei Tage nicht geschlafen hat. OLiver fragt sich, ob sie Wurzeln in der Ukraine hat, sie trägt ein tiefdekolletiertes Goldlamé-Fähnchen und hat vier Stunden Gard-Haarstudio hinter sich.

Jetzt kommt Sido ins Gespräch. Er ist gekleidet wie ein Dachdecker. Er spricht hochdeutsch und beißt in ein Wiener Würstchen. Prompt macht der Livestream schlapp.

4. 3punkt5 – Augenblick

Der Leadsänger leistet einen Beitrag zur derzeitigen Benzinpreis-Debatte und plädiert für die kleinen Dinge im Leben statt dem BMW 7er. Der Rap kommt recht groovig rüber, die weibliche Stimme ist weich und trägt gut, der Rapper spricht halt dazwischen – allerdings wenig rhythmisch-orientiert und weitgehend ohne stimmliche Qualitäten. Ganz nett, es ist schön, dass sie von der Straße weg sind.

OLiver gefällt das Glitzerkleid des weibliches Resozialisierungsfalles sehr gut. Das sei „das Beste an den drei Minuten“. Uns fallen ihre High Heels in Pink auf. Nicht positiv allerdings.

Wir kommen erneut zu 5/20 Punkten. Punktemangel wie im georgischen Finale.

Petra Frey wird im VIP-Raum eingeführt. Sie hatte wohl mal Krach mit Dominik, aber heute haben sich beide lieb, denn „wir sind beide aus der Pubertät raus“ (Petra).

Nun ist es soweit, The Camp Queen Of Austria geht an den Start.

Dominik: „Früher hatten die Schweden solche Nummern.“ Darauf kommen wir zurück. Dominik „bricht eine Lanze für die Künstlerin“, die jetzt kommt.

5. Conchita Wurst – That’s what I am

Es ist schon soooo viel geschrieben worden über diesen Song. Es geht definitiv eine Liga besser los als alles bisher gehörte. Die Uptempo-Break zündet. Auch der Chor funktioniert. Conchitas Kleid erinnert uns an Charlottes Strassmicro bei HERO.

Wir wollen es gut finden, das Lied ist catchy. Eine überragende Hymne ist es aber nicht. Sie bringt es aber hochmotiviert rüber. Ein cleveres Package.

Wir geben 16/20 Punkten.

Frau Wechselbaum fragt: Ist Europa reif für die Wurst? Wir würden sagen, Europa hat aus Österreich schon größere Mutproben (höflich für Zumutungen) überstanden.

Die Stimme von Conchita ist im Dialog ein wenig piepsig. Er verkauft sich sympathisch-bescheiden.

Marianne Mendt erklärt Frau Wurst zu ihrem Favoriten. Sie bezeichnet CW als Mischung aus dem jungen Andre Heller und Schneewittchen. Das passt.

Es wird immer noch viel zu viel geredet. Alle mögen CW oder trauen sich zumindest nicht dagegenzuhalten. Irgendein Typ von Krautschädl beklagt sich, dass es keinen Alkohol gibt. Das könnte ein versteckter Hinweis sein, dass CW mit Alkohol besser klingt als ohne. Wir holen deshalb noch Champagner aus der Küche.

Jetzt wird ein Reinhard-Fendrich-Look-a-like mit gelben Socken interviewt. Seine Posse hängt relativ gelangweilt auf der Sitzgruppe rum.

Wir konzentrieren uns wieder auf Twitter, wo Conchita bestens ankommt. „Kim Kardashian with a beard“, lesen wir.

6. Mary Broadcast Band – How can you ask me!

Mary verkauft sich im Trailer als Singer-Songwriter. Der Song geht etwas uninspiriert los. Gähn. Naja, wenigstens eine andere Facette im Line-Up. Wir fragen uns, was wir Mary fragen könnten? Uns fällt nichts ein. In Branchenkreisen nennt man den Stil wohl Adult Contemporary. Drei Minuten als gefühlte sechs Minuten.

Wir geben 6/20 Punkten.

Der Aerobic-Kurs im Background tanzt derweil auf die ehemalige Radio-Bremen-Musikladen-Mucke. Mary ist im Dialog erfrischender als auf der Bühne. In ihrer Band gefällt uns der Typ mit Mütze am besten. Nice.

Oliver Polzer (ORF Sportreporterin) darf jetzt sprechen. Er beweist Ahnungslosigkeit, indem er sagt, dass kein Land in Europa „mehr Aufwand“ betreiben würde als Österreich. Er war wohl noch nie in Schweden. Er hat aber insofern recht, als dass kein Land in Europa drei Stunden durchgängig eine Aerobic-Klasse beschäftigt, um auf Großraumdisco-Bauerntechno abzuhotten.

Es folgt die ukrainische Fake-Blondine, die drei Tage nicht geschlafen hat und im Vorfilm aussieht wie Ingrid Steeger.

7. !DelaDapDon’t turn around

Oops, Studenten-Swing mit Ballermann-Akzenten. Ein einigermaßen erträglicher Klangteppich, in den Breaks ganz hübsch, aber nicht wirklich striking. Jeder der fünf Protagonisten macht auf der Bühne sein eigenes Programm, die Inszenierung findet kaum miteinander statt.

Wir landen bei 6/20 Punkten.

Inzwischen nervt die Backgroundmusik fundamental. Die Bandmitglieder kommen aus Bosnien, Serbien, Ungarn, Tschechien, können wir gegen den Krach dennoch verstehen.

Es zieht sich kolossal. Wir tippen jetzt schon auf ein Finale Conchita gegen Trackshittaz.

Jetzt redet wieder der Grufti, der in Deutschland mal irgendwas mit Sabine Sauer zusammen moderiert hat. Er doziert. Lydia Prenner-Kasper folgt, hat aber auch nichts Weltbewegendes zu sagen. Sie trägt einen Duschvorhang.

Sido mit Nerd-Brille wird erneut im Green-Room befragt. Er hätte sich wirklich ein bissel chicer macht können und votiert für Krautschädl. Ständig wird außerdem thematisiert, dass es keinen Alkohol gibt. Verständlich bei dem andauernden Gequatsche. Warum darf Marianne Mendt nicht singen statt reden. Sogar Sido würden wir jetzt nehmen. Also als Act On Stage.

8. PapermoonVater, father, mon pére

Nach Selbstauskunft machen Papermoon „Musik, die Stille braucht.“ Da sind sie beim ORF wohl gerade nicht am richtigen Ort. Ob die Aerobic-Nummern auch während der Acts weiterlaufen? Backstage oder im VIP-Bereich?

Papermoon erinnern und an Inga & Wolf. Gefällig, und ein Song (überwiegend) in französischer Sprache öffnet gleich das Herz. Die französischen Parts kommen überzeugender als die in deutsch gesungenen. Die englischen Zeilen klingen nach Volkshochschule. Drei-/Mehrsprachigkeit ist international schwierig. Außer bei Nicole.

Bei uns gibt es 10/20 Punkten. Sympathisch, aber nicht atemberaubend.

Im VIP-Raum gibt es wieder ESC-Platitüden. Ein Roman (mit Glatze) wird gefragt, ob er noch wach ist. Er antwortet nicht auf die Frage, sondern grinst zunächst und sagt dann in österreichischer Mundart Dinge, die wir nicht verstehen.

9. Trackshittaz – Woki mit deim Popo

Also irgendwie erinnern uns die Trackshittaz an die „Atzen“. Prolo-Party-Pop.

Es wird viel gekreischt zu Beginn. Ist das das Playback oder das Publikum? Währenddessen „rappen“ die Jungs übersteuert zwischen Neonanzug-Lapdance-Models, die an Stangen tanzen. Puh, ist das furchtbar.

Es folgen Neoneffekte auf schwarzem Grund. UV-Lichtpopos werden geschwenkt, das gibt’s auf der Reeperbahn stilvoller. Am Ende reißt einer der Jungs (der muskulösere) sein Hemd auf und entblößt den Schriftzug „Woki Sowieso“.

Totaler Trash, aber die Halle tobt. Man glaubt es nicht. Letztes Jahr war das noch im Ansatz originell, jetzt hat man einen Kater.

5/20 Punkten, sämtliche Zähler kommen von OLiver. Was gibt Helsinki?

Im Hintergrund läuft jetzt den holländische Discoklassiker „Stars on 45“. Das ist Mozart gegen Trackshittaz.

Und jetzt Hubertus von Hohenlohe. Der ORF fährt alles auf, was Österreich zu bieten hat. Er favorisiert – geschmacklich desorientiert – die Trackshittaz.

Danke an Matthias für die Aufklärung über den Grufti. In der Tat, er heisst Peter Rapp. Nicht, dass man sich das merken müsste…

Jetzt schwenkt die Kamera auf CW im Greenroom. Er piepst wieder. Wer ist der Typ mit dem offenen weißen Hemd rechts daneben auf der Garnitur? Eye Candy Alarm.

Wir kommen auf die Zielgerade und sind baff erstaunt, wie gut die Trackshittaz nicht nur in der Halle sondern auch bei unseren Kommentatoren ankommen. Das wird ein spannendes Finale. Es kristallisieren sich neben CW Valerie und die UV-Licht-Jungs als Favoriten heraus.

10. Norbert SchneiderMedicate my blues away

Norbert hat die schlechtesten (Wett-)Quoten, er ist ein krasser Außenseiter.

Und wieder wird geschwingt. OLiver gefallen seine Haare. Der Auftrag ist smart-casual, etwas brav, zu nischig für’s große Publikum. Macht aber gute Laune, der Mann am Bass macht charmant Stimmung. Nettes Lächeln, aber der Song ist nicht „laut“ genug. Aber die Band im Partnerlook ist prima, vor allem der Mann aber Bass macht optisch Krach, aber das hatten wir ja schon.

Wir geben 10/2o Punkten.

Fazit: Bei uns führt CW mit großem Abstand, dann folgt Valerie.

Eric Papilaya, mit 4 Punkten 2007 Vorletzter ins Helsinki (Hallo Helsinki!), muss sich recht rechtfertigen. OLiver erinnert sich noch an sein Swarovski-Oberteil und dass Eric die zugehörige rote Glitzerhose nicht tragen wollte. Peter bekennt, dass er eine ganze Reihe von Swarosvki-Kristallfiguren zuhause dekoriert hat, überwiegend Tiger und Drachen. Und ein Ensemble von gelb-blauen Fischen, das ihn an Schweden erinnert.

Der Countdown beginnt, es wird spannend. Die Halle kreischt bei der Erwähnung der Trackshittaz, der Drops scheint gelutscht.

Um mal einen irischen Song* zu zitieren: Is (it) always over now for Conchita?

*jetzt startet parallel LIVE der Jedward-Entscheid aus Dublin von/mit WM

Im Werbeblock kommt ein Spot für das Trackshittaz-Album. Ist das nicht unerlaubte Beeinflussung der Televoting-Crowd? Immerhin, im Spot kommt ein schöner Shirtless-Close-Up-Shot.

Wir fragen uns, ob es schon einmal einen ESC Song gab mit „Popo“ im Titel oder Text, möglicherweise auch in einer anderen Sprache? Tjabe, where are you?

Der nächste interessante Spot hat Miriam Wechselbaum als Sissi zu bieten – sie wirbt für Bio-Gouda. Danach ein schöner leckerer Duplo-Spot, der in Deutschland (noch) nicht ausgestrahlt wird? Mit Mega Eye Candy Alarm!

Die Werbung ist ganz unterhaltsam, netter als das viele Gequatsche während der Show.

Das Superfinale naht. Das Voting der ersten Runde ist abgeschlossen. Das Ergebnis folgt jetzt.

Wieso gibt es noch einmal einen Schnelldurchlauf, wenn das Voting durch ist? Hätte man da nicht Marianne und Petra zum Duett antreten lassen können? Oder Andi und Robert zum Strip?

Macht voran, wir wollen rüber zu Irland!!

Endlich taucht der Notar Dr. Torsten Antenreiter auf. Ist der Doktor echt?

Weiter im Superfinale sind:

LA WURST! Jawohl!

Prolo-Pogo-Trashshittaz! We told you so.

Das erwartete Finale. Die Popo-Wackler gegen die bärtige Nachwuchs-Diva. Die Zähler werden wieder auf Null gesetzt. Alle Fans dürfen wieder anrufen, aber nur für die beiden.

Es gibt einen Blick auf die geschätzte Konkurrenz in Baku, beginnend mit Jonsi+Greta. Dann Ivi, Albanien („Jammern auf hohem Niveau“), Ungarn (mit verbaler Schulterpolster-Hervorhebung aus dem Off), Dänemark, Sinplus, R-O-M-A-N („der freundliche Konkurrent aus Deutschland“). Roman also aus Highlight im Schulterblick-Einspieler.

Der Songwriter von Opus (LIFE IS LIFE) wird zitiert, CW wäre die beste Nummer, Trashshittaz wäre die lustigste. Dominik ist für CW und sagt das kaum subtil.

Es folgt jetzt das „Stechen“ in der Reihenfolge der Startnummern, also zunächst La Wurst und dann die Ballermann-Boys.

Das Publikum feiert CW mit Standing Ovations. Wahrscheinlich sind sie froh, dass der Gymnastikkurs nach Hause gegangen ist. CW ist gelöster als beim ersten Auftritt, guckt gerührt bis fassungslos und kann sich wieder mehr Hoffnungen machen.

Jetzt kommt als Quatsch-Gespielin Claudia Stöckl („Moderatorin“?), die OLiver an den „herben Charme“ von Joanne K. Rowling erinnert. Sie sagt nichts Relevantes.

Und die Trackshittaz gehen wieder an den Start, der Applaus ist nicht so stark wie vorher bei CW. Ist das ein Zeichen?

Ob sich diese Neon-Röntgen-Show auf die große Bühne der Crystal Hall in Baku übertragen lassen würde/wird?

Wir haben jetzt das Logo auf dem entblößten nackten Oberkörper erkannt: Woki mit nach Baku. Bitte nicht.

Dominik redet schon wieder. Die Tunte nervt, meint OLiver.

Nadine Beiler spricht sich für Conchita aus. Wir auch.

Noch drei Minuten, die Protagonisten versammeln sich auf der Bühne. „Die Königin der Nacht“ gegen zwei brüllende übersteuerte halbgare Heranwachsende.

Andi stellt uns Jacques Wurst im Publikum vor. Er will Conchita Wurst nach Baku begleiten. Das wäre dann also 2xWurst = Doppelwurst in Aserbaidschan.

Die Entscheidung naht… Alle warten auf den Pseudo-Doktor Antenreiter. Er lässt auf sich warten.

Andi meint: „Bis zum 22. Mai sollte das Couvert dann da sein.“ Chapeau!

Es war ganz knapp. Antenreiters Favorit hat gewonnen (Selbstauskunft). Er wirkt schwuppig, es ist bestimmt CW?

Nein, Antenreiter war für die Trackshittaz und die fahren jetzt für Österreich nach Baku, und zwar mit 51% der Stimmen.

Wir sind ein wenig enttäuscht, es ist jetzt wie es ist. Die Landjugend hat sich durchgesetzt.

Congratulations an Lukas und Manuel. Es wird etwas dauern, aber irgendwie werden wir uns WOKI MIT DEIM POPO schon schönhören. Und den Shirtless-Part am Ende fanden wir sehr ok. Ob’s für’s Finale reicht? WCCL*.

Wir verabschieden uns herzlich aus Hamburg Ottensen und geben weiter nach Hamburg Altona zu WM zum irischen LIVE-Blog. Ganz liebe Grüße und Hugs an alle, die in ganz Europa dabei waren. Und unseren Co-Bloggern und (gleichzeitig) den lässigsten ESC DJs on earth, Douze Points und DJ Ohrmeister, wünschen wir viel Spaß bei Uuden musiikin kilpailu in Helsinki (übrigens ebenfalls morgen LIVE hier auf dem Blog).

Mit einem euphorischen „Go, Charlotte, Go“ wünscht Euch Peter ein großartiges Weekend.

WCCL = We Couldn’t Care Less.

Trackshittaz – Woki mit deim Popo (Österreich 2012)