Live-Blog Rumänien: Yodel It! hat sich nach Kiew geyodelt!

Yodel it! TVR

Nach einer Jahr Zwangspause ist Rumänien zurück im ESC. Und liefert einen echten Knüller: Ein gemischtes Rap-Jodel-Duo. Hier unser denkwürdiger Live-Blog der Selecția Națională zum Nachlesen, bei dem so einiges auf unterhaltsame Weise schief ging…

Der Livestream von TVR ist hier zu finden. Alternativer Stream hier. Die Show soll bis 23 Uhr laufen. Die Songs haben wir bereits hier vorgestellt.

Die Fachjury besteht aus ESC-Stars Luminita Anghel, Paula Seling und Ovi Jacobsen, sowie den Komponisten Adrian Romcescu und Andrei Tudor. Sie hatte zunächst bei einer Live Audition 15 Songs für das Semifinale, dann in einer TV-Show die 10 Songs für das Finale bestimmt. Nun entscheiden allein die Televoter über den Ausgang.

Es moderieren Iuliana Tudor und Dan Helciug, im Greenroom: Ioana Voicu. Als Gastars sind Manel Navarro, Timebelle und Sunstroke Project angesagt.

 

Herzlich willkommen aus HH Winterhude zum Sonntag der Rückkehrer.

Anders als Portugal, die später am Abend (nach Meinung des Autors hoffentlich für Salvador) entscheiden, hat aber Rumänien in 2016 nicht freiwillig ausgesetzt, sondern wurde von der EBU wegen Zahlungsrückstand zu einem Zeitpunkt dazu verdonnert, als Ovidiu Anton längst auf Promotour war und sein Titel sogar schon auf der offiziellen ESC CD Compilation eingebrannt war. Ein miserableres Timing seitens der EBU war kaum vorstellbar und diese Dramaturgie zeigt einmal mehr, dass in der EBU-Binnenorganisation noch eine substanzielle Portion Schrebergarten-Vereinselemente stecken.

Wir gehen hoffnungsvoll davon aus, dass sich so ein Last-Minute-Rauswurf 2017 nicht wiederholt und blicken zuversichtlich auf das rumänische Finale…

Los geht’s mit wildem Getrommel (I like) und einem Best Of Eurovision Medley der zehn Finalteilnehmer. Leider kann ich davon nur Bruchstücke sehen, da ich (noch) keinen funktionierenden Stream hinbekommen habe. Es werden immer nur Häppchen angezeigt, dann harkt es…

So, OLiver hat nun den Live-Blog übernommen, denn bei Peter harkt der Stream ganz gewaltig. Iuliana moderiert noch und hat eine ganze Menge zum Ablauf des heutigen Abends zu sagen.

Los geht’s.

1. Ana-Maria Mirică – Spune-mi tu
(Liviu Elekes, Roxana Elekes)

Ana-Maria, damenhaft im großen Schwarzen aufgemacht, singt mit asymmetrischer Frisur eine sperrige leicht angerockte Popnummer auf Rumänisch. Sie ist barfuß und interagiert mit der Band. Es bleibt aber wenig hängen, ein eher indifferenter Auftakt. Pluspunkt aber für die Landessprache.

5/10 Punkte. Sie dürfte mit dem Ausgang heute nichts zu tun haben. Und nun gleich die Favoriten auf dem „Todesslot“ Nummer 2, der gestern in Lettland Estland aber kein Problem war. Die Reihenfolge wurde ausgelost.

 

2. Ilinca ft. Alex Florea – Yodel It!
(Mihai Alexandru, Alexandra Niculae)

Alex steht vor einem Lichtkreis und motiviert gleich mal in der ersten Zeile das Publikum. Ilinca heute in moosgrünem (?) Ultrakurzmini mit High Heels. Sie umtanzen sich, es wirkt sehr dynamisch. Das war gut, Ilinca wurde bei ihrem Solo auch hübsch von der Kamera eingefangen und angemessen angestrahlt. Ein ungewöhnlicher Beitrag, der in Kiew garantiert in Erinnerung bleiben würde.

8/10 Punkte.

Und schon sind wir im Greenroom, wo gleich die ersten beiden Acts befragt werden. Ob mir die Frisur von Alex stehen würde? Mache gleich mal eine Notiz für meinen Friseur.

 

So hier ist wieder Peter.

Es läuft der youtube Link auf dem Mobile. Danke an Feli und Janni für den Tipp, der war gut. Weder unser Companynetz, noch die beiden mit alternativ verfügbaren von Vodafone oder Telekom waren dienlich, um einen der beiden „klassischen“ Links (s.o.) störungsfrei zum Laufen zu bringen. Einmal mehr ist Google King, denn der youtube Link auf dem Handy ist top (läuft nicht auf dem iPad = Vodafone aber auf dem iPhone = Telekom).

(Anti)Werbebreak over.

 

3. Eduard Santha – Wild Child
(Eduard Santha, Marius Pop)

Eduard im (Kunst?)Pelz über weißem T müht sich durch seinen mäßigen Rocksong. Wilde Tänzer in schwarz und weiß hüpfen wirr drumherum, aber die weiße Laser-Light-Show ist cool, erinnert mich an Georgien in Stockholm. Alles in allem eines der weniger starken Angebote heute und das schlechte Englisch ist gewöhnungsbedürftig.

Aber ich bin noch nicht eingegroovt, deshalb wohlwollend 5/10.

 

4. Xandra –  Walk On By
(Jonas Gladnikoff, Will Taylor)

Xandra war Vize bei den Jurys und wirkt im enganliegenden knallroten Kleid in (geschätzt) Größe 48/50 recht wuchtig. Die Inszenierung ist jedoch sehr stimmig und sie bringt die Powerballade harmonisch und kraftvoll rüber. Das war der zweite Platz beim Halfinale, wahrscheinlich deshalb, weil sie sich stimmlich vom Wettbewerb absetzt und abgesehen von der Yodelei kein anderer Titel auf die Magie der Stimme setzt. Textlich und melodisch ist „Walk on by“ aber „nur“ gehobene Hausmannskost. Kann man hören, muss man aber nicht.

Sagen wir 7/10.

(Ich sollte ergänzen, ich hätte Yodel It! 10/10 gegeben.)

 

5. MIHAI – I Won’t Surrender
(Mihai Trăistariu, Michael James Down, Primož Poglajen, Niklas Hast)

Mihai war ‚mal eine Ikone des Autors, sein „Tornero“ ist ein Überprima-Stück. Heute präsenteirt er eine Knödel-Ballade im schwarzen Glitzerjacket mit aufdringlichen weißen Applikationen. Fashionpunkte gibt’s keine. Stimmlich ist er immer noch toll und der Song ist klasse inszeniert und gibt seiner Ausnahmestimme auch Raum zur Entfaltung. Das ist eindrucksvoll und tröstet ein wenig darüber hinweg, dass auch dieser Song keine herausragender Showstopper ist.

Aber ein bissel besser als Xandra – sagen wir 7,5/10.

(Halbe Punkte sind bestimmt nicht erlaubt und gleich gibt’s sicher einen Rüffel von OLiver. Message an die Co-Blogger: Ich gucke auf dem Mobile, kann daher an der PRINZ Blogger WhatsApp-Kommunikation nur sehr eingeschränkt teilnehmen.)

 

6. Maxim – Adu-ți aminte
(Adrian Sînă, Anca Cojocaru, Andrei Vitan)

Maxim sind die, die Yodel It! möglicherweise noch stoppen können – denn sie sind in Rumänien unfassbar populär bei weiblichen Teenagern.

Zwischendurch ein Wort zur Graphik und zum Screendesign: Sehr gut, sehr professionell und optisch farblich wirkungsvoll und auf Augenhöhe mit den ESC Leadländern.

Maxim musizieren mit einer Art“ Rosentor“ mitten auf der Bühne, dessen Funktion sich dem Zuschauer nicht erschließt. Sie singen zu zweit in Landessprache (Bonus!) und springen dazu auf und nieder, dazu die Querflöte als Distinktionselement. Der Midtempo-Song hat eine rhythmisch harmonische Klangfarbe, ist aber ein wenig spannungsarm – das heißt ohne Querflöte wäre der Song nach gut einer Minute durchperformt. Neben der Landesprache spricht aber für Maxim der süße Boyband-Look und der Eindruck, dass den Jungs der Auftritt Spaß macht.

Einmal mehr wohlwollend 7/10 (ich bin halt dankbar, dass der Stream jetzt so gut hält auf dem Mobile).

 

7. Tavi Colen & Emma – We Own the Night
(Anastasia Sandu, Cătălin Tuță-Popescu)

Der Song ist catchy, aber Emma kann leider nicht singen – sorry. Da hilt auch ihr funky knappes Lila-Minikleid im Edelplastik-Look nix. Tavi hat weniger Gesangsanteile, aber seine Stimme ist stark, eigenständig, rauh aber eingängig – er reißt es ein wenig raus. Und der Top40 Popsong ist beim heutigen Angebot im oberen Mittelfeld, nicht orginell, aber eingängig und tanzbar.

Wie Maxim 7/10.

 

8. Instinct – Petale
(Daniel Alexandrescu, Vlad Alecu, Theea Eliza Miculescu)

„Petale“ habe ich mir bei der Vorbereitung auf das rumänische Finale am stärksten schöngehört. Irgendwie bietet youtube den Song auch überproportional oft an, ist mein Eindruck. Uiih, Vlad hat sehr aufregende schwarze Spitzenhandschuhe an, ein wenig High Street, ein wenig SM-Studio. Beide singen den „Blüten“-song ganz in Edelschwarz, Vlad trägt dazu eine schmucke goldene Weste. Was für die Handschuhe gilt, gilt für beide Outfits: Ein bissel Domina-Crossover auf High-End-GUCCI/Prada-Level.

Die beiden harmonieren positiv auf der Bühne und der Song hat einen einprägsamen Refrain. Erstaunlich, dass das bei der Jury nicht besser abgeschnitten hat. Der Song könnte heute Abend vorne mitspielen.

7,5/10 (Ich weiß, ich bepunkte sehr gefällig, aber wenn man sich im Vorfeld so intensiv mit einen Vorentscheid-Portfolio befasst hat, dann mag man nicht so recht abwerten. Und Rumänien ist erstens ein sehr schönes Land und zweitens bin ich immer noch verstimmt, wie ruppig Ovidiu letztes Jahr vor die Tür gesetzt wurde, deshalb ist meine Affinität zum diesjährigen VE recht hoch.)

 

9. Ramona Nerra – Save Me
(Ramona Nerra, Terri Bjerre, Toddi Reed)

Ramona ist auch hierzulande zu Castingprominenz gelangt und lebte von 2002-2016 in Deutschland. Sollte sie weiterkommen, können wir die Interviews sicher in deutsch führen. Aber es steht zu befürchten, dass es dazu nicht kommt, denn dieser Uptempo-Titel ist sehr durchschnittlich. Sie hat ein hübsches Kleid mit viel durchsichtigem Tüll in beige an, sehr sexy. Warum man dazu eine Art Gefängnisgitter auf die Bühne gestellt hat und dahinter ein Sofa, vor dem zwei Tänzer (männlich/weiblich) in Jeans herumspringen, das kann wohl nur die Regie erläutern.

5/10 P.

 

10. Cristina Vasiu – Set the Skies on Fire
(Jonas Thander, Calle Kindbom, Tony Sánchez-Ohlsson)

Anders als beim Mello üblich gibt’s in Rumänien die stärkeren Titel und Favoriten vorne im LineUp (Lospech), zum Ende hin sehen zwar die Sängerinnen sexy aus, aber die Songs sind schwächer.

Auch Cristina trägt kurz und schulterfrei und dazu eine ungewöhnliche Hochsteckfrisur. Ihre strenge blonde Frisur dominiert den ganzen Look. Sie hat vier Tänzer mit weiß geschminkten Gesichern zur Seite, die einmal mehr leider keine anständige Choreo auf die Beine stellen. Schade. Der Radiopop-Song mit banalem Text kommt aus der Kategorie „geht so“ und würde jede Supermarkt-Playlist schmücken.

4/10 P.

Es gibt ein Interview mit Ramona und sie wird motiviert, ein bissel deutsch zu sprechen und sie sendet Grüße in deutscher Sprache in die Bubble. Das kommt sympathisch rüber, der Moderator schiebt ein „Das ist wunderbar“ hinterher.

 

Huch, kein Schnelldurchlauf?

Stattdessen treten Timebelle auf und stellen den diesjährigen Schweizer Beitrag vor – das hat eine gute Logik, die Leadsängerin Miruna Manescu kommt aus Rumänien. Erstaunlicherweise wird sie nicht interviewt.

OLiver hat mir gesagt, die Show dauert bis 23 Uhr. Ich frage mich, was jetzt noch zwei Stunden lang passieren soll?

Gut, erstmal kommt Werbung. Das gibt mir die Gelegenheit, laut darüber nachzudenken, warum hier im rumänischen Vorentscheid zum Beispiel Timebelle auftreten oder auch Alma beim ukrainischen Finale angetreten ist, Levina jedoch bis jetzt nirgendwo, obwohl genau sowas eigentlich geplant gewesen ist und von Thomas Schreiber auf der Sieger-PK in Köln angekündigt wurde.

Einladungen gab es und Möglichkeiten hätte es gegeben, das wissen wir aus dem Kreis der internationalen Delegationen. In diesem Jahr stand der deutsche Song als einer der ersten fest, diesen Timingvorteil hätte man in Bezug auf internationale Auftritte nutzen können, zumal jenseits von Promotionaspekten damit ja auch immer nützliche Erfahrungen und Networkingvorteile verbunden sind.

Wir haben vor einiger Zeit beim NDR nach den „Roadshow“-Terminen von Levina gefragt, aber noch keine Antwort bekommen. Bekanntgegeben ist ihre Teilnahme bei der London Eurovision Party am 2. April 2017 in London und bei Eurovision in Concert am 8. April 2017 in Amsterdam.

Nach einem Endlos-Break sind wir zurück im Studio. Wir erfahren, dass allein das TV-Publikum über den rumänischen Beitrag abstimmt. Komisch, dass es immer noch keinen Schnelldurchlauf gab. Aber der kommt jetzt, gut Ding will eben Weile haben…

Ich wage einmal eine Top 5 Prognose:

1. Ilinca und Alex
2. Maxim
3. Mihai
4. Instinct
5. Tavi mit Emma

Da ist ein bissel „wishful thinking“ dabei, ich gebe es zu. Und ich gebe auch zu, dass meine anfängliche Euphorie über „Yodel It“ ein wenig nachgelassen hat, meine derzeit neuen „Hoffentlich sehen wir die in Kiew“ Lieblinge sind Salvador in Portugal und Aaron Hannes in Island. Jedenfalls habe ich mit dem aktuellen Jahrgang inzwischen Freundschaft geschlossen.

Es folgt nun ein ABBA-Tribute und die Band „Arrival“ tritt auf. Blogger Matthias schreibt bei WhatsApp dazu spekulierend „Eine Stunde ABBA in schlecht“? „Arrival“ beginnt das Set mit der musikalischen Verunstaltung von „Voulez Vous“. Das ist aber nicht vom „Arrival“ Album.

Unten links ist eine Uhr eingeblendet. Da steht, dass jetzt noch 55 Minuten zum Voten verbleiben. Im Ernst. Eine Stunde? Hoffentlich hält mein Mobile Akku. Ich probiere gleich nach mal die iPad Verbindung…

„Arrival“ performen jetzt „As good as new“ – wieder vom „Voulez Vous“ Album. Die Leadsängerinnen tragen jetzt schwarz, die haben sich aber schnell umgezogen. Oder sind das andere Mädels und „Arrival“ ist eine Art Les Humphries Konzept, wo die Interpreten schon mal tauschen??

Singen die jetzt wirklich eine Stunde lang? „Summer Night City“ ist der dritte Titel. Ich beginne mich einzugrooven. Denn ABBA sind meine Jugendhelden, 1974 war mein erster ESC (zu Gast bei Tante Ulla, die hat mich fernsehen lassen, was meine Eltern nicht erlaubt hätten), mein ganzes Zimmer war mit ABBA Postern geflastert inkl. BRAVO Starschnitt.

Die Blogger diskutieren fleißig bei WhatsApp – auch über nicht zwingend jugendfreie Themen, die ich hier mal auslasse. Jungs, jede WhatsApp-Nachricht unterbricht übrigens meinen Livestream auf dem Mobile… (Ist aber nicht schlimm.)

Matthias schreibt, dass die Arrival-Sängerinnen mehr Stimme haben als diverse Damen im Aufgebot des diesjährigen rumänischen Vorentscheids. Ich mag hinzufügen, dass das nicht nur für das Song-Portfolio in Rumänien gilt.

Geil, jetzt kommt „When I kissed the teacher“ – der erste Titel, der tatsächlich vom besten ABBA-Album „Arrival“ stammt, was die Inspiration für den Bandnamen war. Auf Vinyl war das das erste Stück auf der zweiten LP-Seite, wenn ich das recht erinnere. ICH LIEBE ABBA. Danke Rumänien! /Btw, die Uhr zeigt jetzt noch 44 Minuten Votingzeit an.

Die singen jetzt tatsächlich eine Stunde. Eingeblendet wird „S.O.S.“, aber anstimmen tun sie „Ring Ring“ – auf schwedisch. Kommen die aus Schweden?

Es ist jetzt Zeit, dass ich hier nach einem alkoholischen Getränke suche…

Jetzt kommt „S.O.S.“ – ich könnte heulen. Das ist eines der schönsten ABBA Lieder ever, ever, ever. Eine meine allerersten Singles (neben Bernd Clüver). Soooo groß.

„Arrival“ kommen aus UK und mehren seit 1995 die Tantiemen von Björn und Benny. Kein Wunder, dass sie auch „Ring Ring“ in schwedisch einstudieren konnten.

„Money Money Money“ – der zweite Titel vom „Arrival“ Album, den wir heute von „Arrival“ hören. Die WhatsApp-Diskussion der Blogger schwenkt wieder auf „beinahe nicht mehr jugendfrei“. Ich habe tatsächlich ein Glas Wein aufgetrieben. Ein trockener Silvaner aus Franken (Hi Stef, freue mich auf’s Wiedersehen beim Mello).

Es folgt der Unicef-Song „Chiquitita“. Ich habe gleich zwei Fragen: Kriegt Unicef immer noch die Erlöse, die dieser Song produziert, also auch die Copyright-Tantiemen vom heutigen Abend? Und ich frage Co-Blogger OLiver, ob wir nicht auch noch eine Umfrage starten sollten, welches der beste ABBA Song von „Arrival“ war? Bis jetzt hat „S.O.S.“ mein Stimme, but „That´s me“.

Ob „That’s me“ wohl nocht kommt? Das war die Single-Rückseite von „Dancing Queen“ und ist eine ABBA-Partyklassiker. Und – das nur am Rande – so heißt auch der erste Duft von Helene Fischer exklusiv für Douglas. Darauf einen Schluck Frankenwein. Cheers.

In der Küche habe ich zwei „Kinder Riegel“ gefunden, während „Arrival“ fragen: „Are you with us?“ We are, in der Tat, noch 28 Minuten zeigt die Uhr. Das Abendessen dürfte heute ausfallen, gut, dass die Ferrero Snacks vorrätig sind. Ferrero ist ein fasznierendes FMCG-Unternehmen finde ich. Es ist absolut mindblowing, wie viele Produkte das Unternehmen aus Schokolade und Milchcreme erfindet und damit alle Altersgruppen triggert.

Während „Waterloo“ startet, stelle ich fest, dass ABBA – Entschuldigung „Arrival“ – mich ins Schwafeln kommen lassen. Ich wette, als Nächstes kommt „Mamma Mia“. Oder „Fernando“.

„Mamma Mia“ erklingt, Wette gewonnen. Ich hatte mit mir selbst um ein zweites Glas Frankenwein gewettet, welches ich mir jetzt einschenken werde. Liebe Leute, worüber könnten wir jetzt reden? Wir haben noch 23 Minuten. Wieso dürfen „Arrival“ ein Dutzend Song oder mehr spielen und Levina ist nicht da?

Bitte an die Blogger: Ich kann die Kommentare nur rudimentär live verfolgen. Wenn Themenvorschläge kommen, schickt diese bitte per WhatsApp. – Zu diesem Appell passt der nächste „Arrival“-Song: „Take a chance on me“.

„Dancing Queen“ wird als „the last song“ angekündigt. Ok, jedes ABBA Revival Band Set dürfte damit enden. Derweil beginnt in wenigen Minuten das portugiesische Finale. Da befürchte ich doch, viele Leserinnen und Leser aus Rumänien nach Portugal weiterziehen lassen zu müssen. Und habe dafür vollstes Verständnis.

Alle, die bleiben, möchte ich mit einer Leseempfehlung beglücken. Ich habe schon einige Male über das ABBA Museum in Stockholm geschrieben, zuletzt hier. Lohnt sich, ich gehe nächsten Freitag wieder hin… Ich bin nachmittags dort und die ersten drei PRINZ Blog Leser, die auch vor Ort sind und am Freitag gegen 14:00 Uhr Zeit haben und sich via Kommentar melden, lade ich dort zu einem Glas Champagner ein. (Was Frankenwein nicht alles auslösen kann.) DJ Douze Points ist auch da, Ihr könnt also sicher auch noch ein Selfie machen… (Ich habe im ABBA Museum auch schon ein Selfie gemacht, mit Kaspar…)

Es gibt ein zweites „Best Of“-Eurovision Medley der diesjährigen VE-Teilnehmer. Oder ist das das erste noch einmal? Das habe ich ja leider verpasst. Ich liebe ESC Medleys, mein liebstes derzeit ist das Mello-Medley von David Lindgren, der auch shirtless ansehnlich ist (wobei ich da sonst nie drauf achte). Ich darf auf meinen Beitrag der besten ESC Medleys aller Zeiten verweisen, demnächst kommt Folge 2.

Warum kommen in dem ESC Medley in Rumänien gesungen von Rumänen eigentlich überhaupt keine rumänischen Titel vor?

Well, Mihai singt „Rise like a phoenix“, das ist ja schon mal sehr passend. Und nicht nur die Künstler dürfen ran, die Moderatoren stimmen „Insieme“ an.

Die Uhr ist verschwunden, bedeutet das, wir kommen einen Schritt weiter?

Es erfolgt eine Außenschalte zu „Laura“ zur Platz vor der Universität in Bukarest. Warum? Die Antwort, mein Freund, die gibt uns nicht der Wind, die Antwort wir selber schuldig sind. Ich finde es bemerkenswert, dass der VE in Rumänien einer der längsten der ESC Geschichte ist, es aber nur einen einzigen Schnelldurchlauf gab.

Die Außenschalte ist etwas trostlos, es ist kaum jemand da. Kein Wunder, dass „Laura“ schnell zurück ins Studio gibt. Die nächste MAZ geht zu einer sigenden Moderatorin, die wie Liza Minelli in „Cabaret“ gekleidet ist. Why tell me why?

Wer hat da jetzt gesungen? War das nicht Ana-Maria? Wieso durfte sie nochmal ran? Singen die jetzt etwas alle noch einmal?

Hilfe, jetzt kommt noch mal Yodel It! Was habe ich falsch gemacht im Bloggerleben? Die Uhr war doch abgelaufen?

Ok, ich entnehme den Kommentaren, dass es es wohl drei Superfinalisten gibt. OLiver fragt auch schon via WhatsApp besorgt, ob ich „es gemerkt“ habe?

OLiver, ich denke hier gerade über den Sinn des ESC Lebens nach, was kümmert mich da eine Top 3 im fernen Rumänien?

Erstaunlich, dass die ersten beiden unter den Top 3 sind. Das ist doch gegen alle ESC Gesetzmäßigkeiten… Aber das gilt ja für den ganzen heutigen VE.

Ich erfahre aus einem Kommentar von Jorge, dass „Mihai“ schon mal „nicht dabei“ ist und von Little Imp, dass die Top 3 keine Überraschung sind. Und ich habe den leisen Verdacht, dass mein youtube-Stream ein bissel hinter Realtime hinterherstreamt.

Ich weiß nicht, was gerade bei Euch stattfindet, aber bei mir wird ein Typ im roten Pulli interviewt, während esctoday mir schon twittert, dass Yodel It! gewonnen hat und OLiver rumnörgelt, ich solle die Umfrage endlich einstellen.

Ich stelle fest, dass ich in Hamburg Winterhude in eine Art Zeitmaschine gestiegen bin und etwa zwei „Arrival“ Stunden zurückgeworfen wurde. Mein „Live“-Stream auf dem Mobile ist jetzt bei dem anstrengenden Eduard angelangt.

Ich seh’s positiv. Ich konnte jetzt noch mal die Auftritte genießen, die ich anfänglich verpasst habe. Ich weiß inzwischen, dass Mihai Dritter ist und Yodel It! gewonnen hat. Die Nummer Zwo ist blieb mir bislang noch verborgen.

Rumänien yodelt in Kiew!

Ich übergebe jetzt aus technischen Gründen noch einmal an unseren CvD OLiver und verabschiede mich mit dem Scoreboard, welches mir DJ Ohrmeister soeben zugeschickt hat. Ich verabschiede mich herzlich bei allen Leserinnen und Lesern, die so freundlich waren, mir den Abstieg in die Zeitmaschine zu verzeihen und auch die Ausschweifungen bei „Arrival“. Es warten auf mich noch etwa 170 WhatsApp-Nachrichten (80% von den PRINZ Bloggern) und 500 Kommentare, auf die ich mich schon sehr freue.

Ergebnis Rumaenien 2017

Oh, Mihai ist sogar Zweiter. Das ist aber geschmeichelt.

Ich melde mich in nächster Zeit mit einem eigenen Stück zu „Arrival“. Bis dahin, ganz im ABBA Slang: So long!

So, und hier ist OLiver und haut eben noch die Umfrage rein. Und jetzt ab nach Portugal!

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