Live-Blog Unser Song 2017: Isabella Levina Lueen gewinnt mit „Perfect Life“

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Barbara Schöneberger hat moderiert und Deutschland hat entschieden. Isabella Levina Lueen wird uns beim ESC in Kiew vertreten. In einem komplexen Procedere mit vier Votingrunden setze sie sich gegen vier weitere Nachwuchstalente durch. Hier unser Live-Blog zur dreistündigen Show zum Nachlesen.

„Unser Song 2017“ wird in der ARD übertragen. Zudem gibt es einen Livestream auf eurovision.de hier. Ein alternativer Stream befindet sich hier.

Von der Generalprobe berichten wir ab 15.30 Uhr bei Twitter  und Instragram.

Hier ist unser Blog der gestrigen Proben mit allen Eindrücken der Prinz-Blogger.
Hier befindet sich unser Live-Blog der zugehörigen Pressekonferenz mit vielen Bildern.
Hier findet sich die Wunsch-Wertung und eine Prognose der Blogger.
Hier ist eine aktuelle Umfrage unter (Fan-)Journalisten.

Und hier haben wir alle anderen wichtigen Infromationen rund um die Show inklusive ausführlicher Interviews mit IsabellaLevina‘ Lueen, Axel Maximilian Feige, Helene Nissen, Felicia Lu Kürbiß und Yosefin Buohler verlinkt.

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Guten Abend aus Hamburg,

willkommen zum Liveblog des deutschen Vorentscheids „Unser Song 2017“. Es begrüßt Euch heute OLiver, die meisten Blogger sind vor Ort in Köln dabei. Noch läuft die Tagesschau, aber in Kürze, ab 20.15 Uhr, werden wir in den ESC-Modus schalten. Die heutige Show lässt sich vielleicht auf die Formel „5 Interpreten, 4 Votingrunden, 3 Stunden Show, (nur) 2 Songs und am Ende ein hoffnungsvoller Gewinner“ umschreiben.

Nach den gestrigen Probeneindrücken, die bei unseren Lesern eine Fülle von meist differenzierten und durchaus kritischen Kommentaren zu allen möglichen Aspekten der komplex aufgebauten Entscheidungsfindung nach sich zog, erwartet uns ein weitgehend offenes Rennen. Möge der beste Song in der besten Version gewinnen! Allein die TV-Zuschauer entscheiden. Schrittweise.

Eine Info vorab: Nach der Show soll es eine Pressekonferenz mit dem siegreichen Act geben, die anders als zunächst angekündigt doch nicht live gestreamt wird. Wir können daher dazu keinen weiteren Live-Blog anbieten, sondern werden noch heute Nacht einen Bericht von der PK mit Bildern nachliefern.

Das Wetter… bleibt frostig. Gleich geht’s los.

Kleine Tonpanne am Anfang. Barbara Schöneberger trägt etwas Unglaubliches, eine Art Panzer mit herausragendem Himbeerrock und moderiert aus dem Greenroom an. Sie hat eine Flammenfrisur. Der Vorspann zeigt Lena… und die Lucky 5 und dann kommt die Eurovisionshymne…

Das Studio sieht prima aus, schlicht und glänzend, die Heavytones bevölkern die Bühne und Barbara begrüßt das Publikum. „Lets make the deutsche vorentscheid great again“ ist unser Motto, verkündet sie. Ein Abend der Hoffnung, wohl wahr.

Und nun singt sie auch noch… und erklärt, was ein guter ESC-Beitrag so alles braucht. Zum Beispiel große Gesten und einen unverwechselbaren Sound. Nun eine kleine Comedytanznummer namens „Wir brauchen Punkte“. Ja, recht hat sie.

Die Jury läuft ein und wird mit Einspielfilmchen ihres Oeuvres vorgestellt. Florian Silberiesen, Tim Bendzko und Lena. Ja, das waren noch Zeiten, 2011, als wir alle unseren ESC-Beitrag cool fanden…

Die drei, die heute „beratend“ tätig sein werden, aber kein Stimmrecht haben, nehmen auf nicht allzu bequem aussehenden Sesseln Platz und nun gibt es etwas Smalltalk mit Barbara. Alle schick und sehr elegant, insbesondere Lena. So könnte sie sofort in Sanremo auftreten… Lena erinnert sich offenbar nicht mehr an den ESC in Oslo. „Mein Gehirn hat auf Durchzug geschaltet“… Hmm, schade. Das tun wir sonst eher nach schlechten ESC-Ergebnissen… Tim merkt an, dass die Bestandteile, also Song und Interpret, zusammenpassen müssen. Wohl wahr, denn unser Konzept heute ist wie ein Puzzle.

Die vier Votingrunden werden nun erläutert per Einspielfilm. Runde 1 mit Coversongs, zwei scheiden aus. Runde 2 mit dem ersten Song, einer scheidet aus. Runde 3 mit dem zweiten Song. Nun wird über vier Versionen (die beiden Lieder der verbliebenen Kandidaten) abgestimmt, zwei fallen raus. In Runde 4 werden die beiden besten Kombinationen aus Runde 3 nochmal gesungen und der Sieger wird im letzten Wahlgang ermittelt. Alles klar? Bislang hatte Litauen ja das verwinkeltste ESC-Wahlkonzept, das wird man ab heute nicht mehr sagen können…

Runde 1

Die Interpreten werden mit Filmchen vorgestellt. Helene Nissen, das Küken von der dänischen Grenze, macht den Anfang. Sie macht gerade ihr Abitur. Es ist der dritte Anlauf. Sie kommt süß, verpeilt und quirlig herüber. Sie singt – eine geradezu kühne Wahl – einen alten Song von Johnny Cash.

 

1. Helene – Folsom Prison Blues (von Johnny Cash)

Sie spielt Gitarre und trägt ein eher konservatives Outfit. Szenenapplaus aus dem Publikum. Scheint anzukommen, die Harmonie mit der Band funktioniert ebenfalls. Und dann kommt Country-Feeling auf. Der Song hat Instrumental-Anteile, dann weiß sie nicht recht, was sie machen soll. Sie übertreibt ihre Mimik ziemlich, aber was soll’s, sie hat nichts zu verlieren und hat sichtlich Spaß. Sie ist keine Dolly Parton, aber sie könnte ja vielleicht noch eine werden? In 30 Jahren. Langer Schlusston, Johlen aus dem Publikum. Das hat sie ganz gut gemacht. Jan (per Whatsapp zugeschaltet) bemängelt die fehlende Aura, für Tjabe ist es zu nasal gesungen.

Wir geben 19/40 Punkten (die 4 Blogger, die am TV zuschauen).

Peter meldet sich aus der Halle: Ein Quantensprung im Vergleich zur Probe, Helene ist im Rennen! Die Jury: Lena ist begeistert und bedankt sich, Helene muss weinen. Wir befürchten: substanzielle Kritik wird es heute wohl nicht geben von der Jury…

Nun die Halbschwedin Yosefin, die für Sadi nachgerückt ist. Hier geht es im Film um ihre schwedische Wurzeln und natürlich um ABBA…  sie hat die deutsche Hymne bei einem Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft gesungen und wurde von Jogi geküsst. Wer kann das schon von sich sagen? Sie singt ein Lied von Beyoncé.

 

2. Yosefin Buohler – Love On Top (von Beyoncé)

Es wird sophisticated. Sie wirkt smart casual, zurückgenommen sportlich-elegant. Der Song ist an sich stimmungsvoll, aber den Vergleich mit Beyonce kann kaum jemand bestehen. Sie macht es gut, aber ich finde es ein wenig beliebig und bin nicht sonderlich geflasht. Während ich bei Helene bis zum Ende präsent war, schweifen hier die Gedanken doch schnell ab.

Wir geben 17/40 Punkten. Hinter Helene! Eben kein Lied zum Mitsingen, meint Jan, ihre Stimme habe nicht getragen.

Die Jury: Tim kritisiert die Tonlage und Barbara schreitet sofort ein. Auch Lena kritisiert die Songwahl, sie konnte nicht zeigen, was sie kann…  Respekt, dass hier doch ein paar kritische Töne fallen. Florian findet versöhnliche Schlussworte: Alles andere als langweilig.

Nun Felicia Lu Kürbiß, die Bayerin. Sie ist stimmlich sehr nah an Lena dran. Im Film spricht sie über ihre Leidenschaft für Elektro-Pop. Na, das dürfte aber mit den Heavytones schwierig sein…

 

3. Felicia Lu Kürbiß – Dancing On My Own (von Robyn in der Version von Calum Scott)

Ruhig und zerbrechlich beginnt der Song und die Stimme erinnert sofort an Lena. Sie schließt die Augen und wirkt ganz bei sich. Hübsches Outfit mit Glitzer-Rock. Es wird erst gegen Ende etwas eingängiger. Ich habe Mühe mit ihrer Stimmfarbe, ist mir zu „quirky“ und auf Dauer zu anstrengend, zumindest in diesem Song. Auch die Wechsel zwischen Laut und Leise und im Tempo zünden bei mir nicht wirklich.

Die Kollegen sehen das anders. Kluger Song meint Jan, Uptempo ohne Bewegung merkt Matthias an und Tjabe mag ihr Lächeln.

Wir geben 26/40 Punkten. Klar an der Spitze bei uns.

Lena mag ihre Stimmfarbe (Ha!), aber hätte gern etwas mehr Schmackes (wie bei Robyn, von der der Song ursprünglich stammt) gehabt. Einige Töne nicht getroffen, merkt Florian an, aber das darf auch mal sein… und Tim gefielen die ruhigen Stellen besser als die satten Stellen mit der Band.

Wird das reichen für Runde 2?

Jetzt der einzige Kerl. Und auch noch aus Hamburg. Der 28-jährige Axel ist gewissermaßen der Senior heute. Förderlehrer und freischaffender Musiker. Kommt sehr sympathisch im Film rüber. Er hat das Alleinstellungsmerkmal eines y-Chromosoms. Das ist ziemlich sicher ein Vorteil, die einzige männliche Stimme heute…

 

4. Axel Feige – You Know My Name (von Chris Cornell)

Der James-Bond-Song aus Casino Royale. Klasse Bühnenbild! Er hat zu Anfang wenig Kameraorientierung. Sehr kraftvoll, wirkt aber auch sehr statisch. Zwischendurch blickt er fast wütend in die Kamera. Der Song ist an sich facettenreich, aber auch hier werde ich nicht ganz erreicht. Etwas scheint zu fehlen. Er hat Power, aber nicht so viel Ausstrahlung bzw. Bühnenpräsenz. Hm.

Tjabe meint, das bleibt nicht hängen, Matthias findet es heruntergesungen wie beim Karaoke.

Wir geben 24/40 Punkte.

Barbara leistet sich einen echten Klopper („Pferdeschwanz raus“). Tim lobt als erstes die Band, kein gutes Zeichen. Er fand es zurückgenommen, auch Florian hofft auf mehr beim zweiten Auftritt. Lena lobt die Stimme an sich, es hat ihr „ganz gut gefallen“.

Tja, er ist eben doch nicht automatisch weiter. Das wird spannend.

Das Tor ist nun weit offen – für Levina. Sie hat eine unverwechselbare Sprechstimme, das wird im Film sofort klar. Sie wirkt sehr erwachsen, recht ernsthaft und kontrolliert. Aber nicht unsympathisch. Schön, man sieht, wie sie in Londoner Bars singt. Und sie versucht sich an Adele!

 

5. Levina – When We Were Young (von Adele)

Oh ja, sehr stimmig und sehr elegantes Setting. Sofort Applaus nach den ersten Tönen. Muss an Ilse de Lange denken. Sie beherrscht das Spiel mit der Kamera und sie hat den wohl bekanntesten Song, den sie auch noch sehr überzeugend singt. Aber nicht so wie Adele. Sie hat eine eigene Interpretation und das Publiikum ist hingerissen, Jubel mitten im Refrain. Kein Zweifel, das ist der beste Auftritt. „Eine andere Liga“, schreibt Salman aus der Halle.

Wir Blogger am TV sind uns weitgehend einig und geben 33/40 Punkten.

Florian spricht von internationalem Niveau, Tim hofft, dass es im TV auch so sensationell wie in der Halle rüberkam: Eindeutig das Beste. Lena stimmt zu. Adele sei schwierig zu singen und sie wurde total berührt.

„Wenn ich keinen BH anhabe, gehen Deine Beine bis zu meiner Brust“, kalauert Barbara. Und ja, Levina ist groß und schlank. Und besser angezogen.

Nun wird abgestimmt. Wir sehen Levina, Felicia und Axel weiter. Aber Helene könnte es dank dem Welpenfaktor genauso gut schaffen. Yosefin dürfte keine Chance haben.

Barbara erklärt die App und das Stimmungsbarometer der Eurovision Vibes (zählt null, dort stimmen ausländische ESC-Fans ab). Dort ist Axel vorne, dann Felicia, dann Levina. Und am Ende Helene.

Nun der erste Schnelldurchlauf. Es gibt zwei Tickets für das ESC Finale in Kiew zu gewinnen. Also abstimmen!

Babsi plaudert nun mit der Jury und Florian lobt das unsägliche Outfit von ihr. Sie moderiert nun den ersten Gaststar an: Matthias Schweighöfer.

Er hat eine eigene Band dabei und die Heavytones haben nun wohl Pause. „Supermann und seine Frau“ heißt der Song, für den ESC wär das aber nix… erinnert an die Machart diverser Grönemeyer-Songs. Babsi ist ganz aus dem Häuschen über Matthias.

Noch ein Schnelldurchlauf. Wir haben noch 1:45 Stunden Zeit. Und bald kommen die ausgewählten ESC-Songs.

Die Jury: Tim meint Levina, Lena meint Axel und Florian meint Helene.

Weiter sind:

AXEL

LEVINA

und HELENE.

Tatsächlich: Die Jury hat recht. Draußen sind damit Felicia Lu und Yosefin.

 

RUNDE 2: WILDFIRE

Marit Larsen wird nun per Film vorgestellt. Sie lebt in New York. Der Song wurde von ihr auch dort geschrieben mit Blick auf die Manhattan Bridge. Greg Holden und Topher Brown sind ihre Co-Autoren. Der Song ist ein Kämpfer-Song über Verletzlichkeit mit einem tollen Drive, meint Marit.

 

1. Helene Nissen – Wildfire

Nun ohne Gitarre. Sie hat sich gefangen. Die Stimme ist aber etwas unkontrolliert. Der Song kommt in einem Country-Mantel daher. Strophen sind eher langsam, der Refrain stimmungsvolles Midtempo. Aber Helene beherrscht den Song nicht, hier braucht man mehr Power und mehr Bühnenpräsenz. Auch die leisen Stellen in der Mitte des Songs wirken quäkig. Das kann es noch nicht sein. Ich stelle mir Marit Larsen mit dem Song vor.

Schulkonzert, Junior ESC, schreckliche Stimme, kommt es unisono von den Bloggern.

Nur 8/40 Punkten von uns.

Von der Jury kein böses Wort, eher „es ist schön, wie viel Positivität Du verbreitest“. Kommt sie weiter, weil sie so niedlich ist? Machen wir den gleichen Fehler aus dem letzten Jahr mit Jamie-Lee nochmal?

 

2. Axel Feige – Wildfire

Er sitzt wie Max Mutzke damals auf einem Barhocker und hat sich des Jacketts entledigt. Wirkt gleich viel entspannter. Und nun ist er präsenter, seine Stimme passt gut zum Song, seine Version hat nichts mit Country zu tun, wirkt wesentlich melodischer und aus einem Guss. Und jetzt endlich schaut er tief in die Kamera. Angenehm. Aber kein Roman-Lob-Momentum.

Tjabe bemängelt fehlende Leidenschaft, Matthias fehlt es an Ausstrahlung. Wir sind aber auch kritisch.

Und geben 21/40 Punkte.

Florian fehlte es auch an Power. Der Stuhl wird bemängelt, auch von Tim. Passt nicht zu Wild. Da ist was dran.

Und nun Levina, sie hat das Momentum in der Halle. Unzweifelhaft.

 

3. Levina – Wildfire

Sie schwebt auf einer Welle der Zuneigung und das macht sich bemerkbar. Sie strahlt von innen, wirkt nicht mehr ganz so kühl. Ihr Song ist zurückgenommener arrangiert. Balladesk. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ihre Stimme perfekt zu dieser Version passt, aber es hat viel mehr Instant Appeal als Wildfire von Axel eben. Sie arbeitet mit den Händen und ist sehr sicher in den langen Tönen. Man merkt, dass sie viel Erfahrung hat. Sehr schönes, etwas kitschiges Ende. Mich hat sie jetzt.

Tjabe denkt an Polina Gagarina. Die ganze Halle steht auf und huldigt Levina.

31/40 Punkte.

Lena will aufhören, es reicht ihr jetzt – sie will Levina. Sie stottert fast – Levina ist für sie die Beste. Auch Tim und Florian überschütten sie mit Lob. Auch der Song wird gelobt.

Wer scheidet nun aus?

Tim schmeißt Axel raus, Lena auch und Florian auch. Es wird schwer für Axel. Ach jetzt will Lena doch Axel…

Europa: die App sieht immer noch Axel vorn, knapp vor Levina. Helene weit abgeschlagen. In Osteuropa liegt Levina vorn.

Schnelldurchlauf. Eigentlich müsste jetzt Helene ausscheiden. Aber wer weiß…

So, Florian ist offenbar auf der Toilette, Barbara moderiert den nächsten Gast an. Und es ist TIM BENDZKO mit seinem neuen Song.

Nachricht aus der Halle: BennyBenny ist überzeugt davon, dass Levina der Sieg nicht mehr zu nehmen ist. Uns droht aber womöglich eine Plagiatsdiskussion, falls sie mit dem anderen Song gewinnt. Davon später mehr.

Nochmal der Schnelldurchlauf. Es müssen einfach Axel und Levina sein. Die schiefen Töne bei Helene sind unüberhörbar.

Und im Stimmungsbarometer hat Levina nun Axel überholt. Babsi plaudert nun noch etwas mit den drei Interpreten, die auf glühenden Kohlen stehen. Levina scheint überwältigt, ist aber sehr kontrolliert. Und Helene wirkt neben den beiden wie 12 Jahre alt.

Weiter sind:

LEVINA und AXEL.

Yes! Richtige Entscheidung. Helene ist süß und bekommt nun auch noch eine Standing Ovation.

Und weiter gehts mit Runde 3. Der zweite Song: Perfect Life von Lindy Robbins.

 

RUNDE 3 – PERFECT LIFE

Der Song ist in einem Schloss in Frankreich entstanden, erzählt Lindy im Film. Sie hat eien beeidnruckendes Hit-Oeuvre (David Guetta, Backstreet Boys…). Musik erschaffen sei ihre Erfüllung. Sie hätte gern auch einen ESC in den USA.

 

1. Axel – Perfect Life

Bei den Proben gestern waren sich alle Blogger einig, dass das hier der schwächere Song der beiden sei, aber das mag sich noch drehen. Hier gibt es eine Steigerung und irgendiwe mehr verschiedene Nuancen. Das Tempo ist mittelschnell und wieder geht Axel nicht wirklich aus sich heraus. Klavierumtoste Bridge und Tempowechsel. Dennoch gefällt er mir hier besser als eben. PL ist sein stärkerer Song.

Passt zu ihm, sagt auch Tjabe, Jan fehlt es immer noch Emotion.

Wir geben 28/40 Punkte.

Lena und Florian finden die Kombi mit diesem Somg besser für ihn, Tim findet aber an sich den anderen Song besser. Tim findet den einen Tanzschritt von Axel gut. Oh, Axel, meint, er sei aus sich herausgegangen.

Barbara weist schon mal auf das ESC-Medley mit Nicole, Conchita und Ruslana hin, das wir noch hören werden.

 

2. Levina – Perfect Life

Das Intro ist genau wie bei David Guettas „Titanium“, das ist gestern schon aufgefallen und würde sicher bei einem Sieg zu Diskussionen führen. Ansonsten hat sie einen schönen fast schlageresken Beat und singt total befreit. Aber hier passt ihre Stimme nicht ganz zum Arrangement, für sie ist Wildfire wohl der passendere Song. Das Publikum klatscht aber begeistert mit, erhalten wir ein Finale Levina vs. Levina? Sie ist auf jeden Fall die Entdeckung dieser Show!

Zu amerikanisiert meint Tjabe, Matthias will ihr Axels Version geben.

Wir geben 26/40 Punkte.

Florian findet alles gut von ihr und bemerkt, dass sie immer lockerer wird. Das stimmt. Tim meint, langsam wird ihre Stimme kratziger, aber sie überspielt es gut. Levina bekennt, dass sie etwas angegriffen ist, stimmlich. Macht nix.

So, nun wird über die vier Versionen abgestimmt. Wir haben Levinas Wildfire vor Axels Perfect Life – das wäre unsere Finalpaarung. Die Jury scheint uns zuzustimmen. Levina mit Wildfire und Axel mit Perfect Life. Florian fand Perfect Life von Levina auch finalwürdig. Echt schwer. Wir haben noch 35 Minuten.

Jetzt kommt der neue Schnelldurchlauf. Babsi meint gebieterisch: „Konzentrieren Sie sich jetzt bitte zu Hause!“ Den Doppel-Axel halte ich im Finale für ausgeschlossen.

Die Europa-App sagt 50:50. Unentschieden. Hätte man sich auch sparen können. Tja.

Und nun eine MAZ zu schlimmen Outfits beim ESC. Mit der Stimme von Peter Urban. Ach ja, Lydia, Salomé und Bucks Fizz. Haben wir alles schon x-mal gesehen, aber wir sind ja auch die Fans, für die das ganze Jahr ESC ist… oh, ein Fehler. Dana International hatte das Papageien-Gaultier-Outfit erst bei der Reprise an, gewonnen hat sie den ESC in einem normalen Abendkleid.

Babsi interviewt nun einen Fan in einem ungünstig auftragenden engen Alufolien-Outfit. Er beschwert sich, dass er kein Ticket gewinnen kann, man hat den Besuchern die Telefone abgenommen, meint Barbara. Holla. Auch ein anderer Gast spricht sich für Levina aus. Babsi tatscht ihn an und ist ganz in ihrem Element. „Wir brauchen so friedliche Leute wie ihr alle.“

Die Jury soll sich nochmal äußern, man muss Zeit schinden. Es kommt ja noch ein Superfinale. Babsi betont nochmal, dass auch nur ein Künstler mit beiden Songs ins Finale kommen kann. Die Jury braucht nochmal den Schnelldurchlauf. Ja, ist ja auch schwierig.

Es spricht schon sehr viel für Levina und Wildfire. Axel bedankt sich schon mal für alles, er rechnet wohl nicht mit einem weiteren Auftritt? Levina spricht über Kameraorientierung. Und nun stop al televoto.

Im Finale sind:

LEVINA und WILDFIRE

und auch mit PERFECT LIFE.

 

Wahnsinn, was für ein Triumph. Sie ist die beste Sängerin, kein Zweifel. Aber nun, welcher Song?

Erst eine MAZ mit Ausschnitten aus den schon feststehenden Songs. Ausschnitte aus Belarus („erstmals in Landessprache“), der Schweiz („mit Außenseiterchancen“), Finnland („bleibt abzuwarten“), Albanien („überzeugt mit dramatischer Ballade“), UK („stimmgewaltig“). Georgien hat man sich gespart.

 

RUNDE 4  – Das LEVINA SPECIAL

„Unsere Lieblingskombi“ sagt Barbara und nimmt damit Einfluss auf die Zuschauer.

 

1. Levina – Wildfire

Wie in Sanremo, ihr vierter Auftritt heute und zum zweiten mal singt sie Wildfire. Ich habe mich nun warm- und eingehört, wenn mich nicht alles täuscht, war das gestern auch der klare Favorit bei den Bloggern nach den Proben. Es fällt nun natürlich auf, dass es keine Bühnenshow, keine Choreo gibt. Ihre Ausstrahlung ist auch eher kühl, aber die Stimme hält noch. Ich habe kein besseres Gesamtpaket gesehen.

„Ich könnte es noch hundert Mal hören. das werden wir auch“, prognostiziert Babsi begeistert. „Es war unglaublich“, überschlägt sich Lena. Nun wird etwas übertrieben, möchte man eine self-fulfilling-prophecy aussprechen? Jetzt geht es schon um die LED Screens in Kiev, Feuer passenderweise… aber es ist doch kein aggressiver, glutvoller Song… eher ein leichtes Kaminprasseln… na ja, dafür ist ja noch genug Zeit.

Florian tröstet nun Axel mit den Worten „Ich glaube, dass Levina besser zum ESC passt“. Levina möchte den Mikroständer weg haben und Babsi: „Gut, dann gehe ich mit dem Ständer hinter die Bühne“. Ja, krachlederne Sprüche haut sie raus wie keine andere…

 

2. Levina – Perfect Life

Was gefällt eigentlich Levina besser? Sollte sie nicht auch entscheiden dürfen? Perfect Life hat mehr Schmiss, ist schneller, nicht so verträumt, handfester. Normalerweise wäre das die bessere Wahl, aber das Titanium-Intro stört mich schon ein wenig. Und der Refrain verpufft etwas, meint Douze Points gerade per WhatsApp. Deutschland wird entscheiden.

Die Blogger sind mehrheitlich für Wildfire, DJ Ohrmeister präferiert Perfect Life und Matthias findet „beide Grütze“ und ist von der Gesamtsituation enttäuscht. So schlimm würde ich das jetzt nicht sehen, die Wahlergebnisse hatten insgesamt bis jetzt Hand und Fuß.

Die Jury: Tim findet PL jetzt besser als vorher und ist aber ein wenig überfragt. Florian findet Wildfire als Favorit und meint mit Hinblick auf die letzte MAZ, es sind schon so viele Balladen im Wettbewerb. Barbara ist eindeutig für Wildfire und kündigt nochmal einen Schnelldurchlauf an. Und wir haben 23 Uhr. Noch 15 Minuten.

Und jetzt der besondere Höhepunkt, drei ESC-Siegerinnen mit einem ungewöhnlichen ESC-Medley. Apropos, mehr ESC-Potpourris gibt es hier.

„Die Göttinnen des ESC“. Ruslana trägt Lederbustier, bauchfrei und singt „Euphoria“. Mäßig würde ich sagen. Nun Nicole in einem schwarzen Samt-Hosenanzug-Ensemble mit „Merci Cherie“. Ein harter Bruch. Für die Haare war wohl keine Zeit mehr, aber ich freue mich, habe sie schon lange nicht mehr im TV gesehen. Sie macht sich sonst in Sachen ESC-Gedenken ja eher rar. Und nun Conchita mit „Satellite“. Offener Kimono mit Spuren von Brustbehaarung bei Conchita. Lena lächelt. Schöne sanfte, schmeichelnde Version. Gefällt mir gut. So noch nicht gehört.

Nun singen alle drei Diven den Schlussrefrain. Drei Engel für Charlie? Die Fanschaft im Publikum ist völlig aus dem Häuschen. Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt. Und einige Bloggerkollegen regen auf unserem internen Whatsapp-Kanal an, dass wir Levina behalten und bis 12. März (der EBU-Deadline für die Einreichung der Beiträge) nochmal nach einem neuen Song suchen. Nein Leute, wir sind doch nicht in Weißrussland, da müssen wir nun durch. Deutschland entscheidet. Punkt.

Babsi fragt nun Levina nach ihrem Studium des Musikmanagements. Aber nun kommt erst mal Kiew und anstatt große Künstler zu begleiten und zu beraten, wird sie erstmal selbst begleitet.

Stop al televoto. Unser Song für Kiew heißt:

69 Prozent für PERFECT LIFE. Ein Erdrutschsieg!

Babsi ist überrascht. Und Levina kann damit leben.

Deutschland 2017: Levina – Perfect Life

 

Können wir es auch? Die Anleihe an Titanium im Intro ist schon sehr deutlich, aber wie war das letztes Jahr mit Frans? Die kompositorische Nähe zu einem aktuellen Hit hat seinem Beitrag auch nicht geschadet.

Der Flitter fliegt von der Decke und Levina singt nun zum sechsten Mal. Zum dritten Mal Perfect Life, unseren Beitrag für Kiew. Herzlichen Glückwunsch an Levina! Sie hat es verdient!

Ich bin ganz zufrieden, zum Procedere dieses Vorentscheids und der Songsauswahl gibt es allerdings noch einiges anzumerken, aber das werden wir morgen per Kommentar erledigen. In Kürze soll es eine Pressekonferenz mit Levina geben, die nicht gestreamt wird. Wir liefern noch in der Nacht einen Bericht dazu. In Kürze haben wir auch mehrere Umfragen zum heutigen Abend online. Eine ist schon hier:

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Babsi verasbchiedet sich nun von uns und ich werde dies auch tun. Wir bedanken uns dass ihr heute bei uns kommentiert habt und freuen uns, wenn ihr am kommenden Samstag wieder bei uns seid. Dann haben wir drei Live-Blogs, die Entscheidungen in Spanien und im Sanremo-Festival  sowie eine Mello-Vorrunde. Stay tuned und gute Nacht!