Live-Blog Unser Song für Österreich: Pressekonferenz mit allen Künstlern

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Rund 90 Minuten lang fand ab 12 Uhr im Raum „Afrika 2“ des Radisson SAS Hotels neben der TUI Arena in Hannover die Pressekonferenz mit allen im Wettbewerb stehenden Künstlern statt. Hier unser Live-Blog zum Nachlesen. Jetzt mit allen Exklusiv-Bildern!

Pressekonferenz am 4. März 2015
Start: 12:00 Uhr

Neben allen Acts, die nacheinander zum PhotoCall und zum Kurzinterview antreten sollen, sind die folgenden Teilnehmer der PK angekündigt.

Moderation: Barbara Schöneberger (Bild oben rechts)
Ablauf: alle acht Acts werden nacheinander vorgestellt
weitere Teilnehmer:
Greenroom-Reporterin Janin Reinhardt
ESC-Kommentator Peter Urban
ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber (Bild oben links)
Brainpool-Produzent Järg Grabosch

Beginnen wird auf Einlauf der Interpreten aller Voraussicht nach mit Fahrenhaidt. Denn es wird parallel in der Halle geprobt. Während der PK hat Alexa Feser ihre Probe, d.h. sie wird eher gegen Ende der PK auftreten. Dafür fangen in der PK die Mega-Top-Super-Giganto-Favoriten Fahrenhaidt an, die nach Alexa auf die Probebühne gehen.

Barbara Schöneberger ist soeben im Pressezentrum eingetroffen und wird von NDR Pressefrau Iris Bents gebrieft, in einer knappen Viertelstunde soll es losgehen.

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Peter (mit Kamera) und OLiver (ab jetzt livebloggend am Laptop – siehe Foto) sitzen nun im (zu kleinen) PK-Saal, der bis auf den letzten Platz gefüllt ist, während draußen die Interpreten sich auf die Füße treten (alle außer Alexa, die gerade probt und wohl erst ganz am Ende erst drankommt) . Vor uns zwei Screens und ein NDR-Werbebanner, vor dem der Photocall stattfinden wird. Eine Sitzecke oder Sofa für die Interviews ist nicht in Sicht – dazu wird wohl ein kleiner Stehtisch genutzt.

Bereits jetzt ist die Luft verbraucht und ein Offizieller öffnet die Terrassentür, die riesigen Scheinwerfer saugen den Sauerstoff aus dem Raum. Ein gewisse Ohnmachtsgefahr ist gegeben (wäre auch eine Möglichkeit, falls man gewisse Fragen nicht beantworten möchte…)

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Los geht’s. NDR-Pressesprecherin Iris Bents begrüßt die Meute und stellt Barbara Schöneberger und Torsten Amarell, deutscher Head of Delegation vor. Auch Janin Reinhardt und Peter Urban (sitzt in Reihe 1) werden präsentiert.

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Barbara wird alle 8 Acts interviewen. Sie trägt ein Kleid, mit dem man locker  (in anderen Schuhen allerdings, sie trägt großartige ochsenblutrote Pumps!) durch die Prairie tollen könnte.

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Erster Act: Fahrenhaidt mit Sängerin Amanda. Alle Fotografen stürmen nach vorne und nun wird erst einmal ein Photocall improvisiert (ein NDR-Mann schwenkt einen abgeschraubten Besenstiel von rechts nach links und dorthin schauen dann die Interpreten. So erhält jeder sein Bild). Etwa 100 Leute sind im Raum, davon ca. 25 Fotografen. Im Hintegrund des Raumes laufen 5 Kameras.

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Barbara fragt Amanda Pedersen auf Englisch, what means nature pop? Das singt sie nämlich sonst. Amanda meint, „nature pop“ sei grün, Vogelstimmen und Wasserfälle (Häh?). Haben die DJs eine spezielle Connection zum ESC? Ja, sie haben den ESC und seine Modernisierung verfolgt und seitdem finden sie es sehr spannend, sie mögen aber auch die alten Sachen (France Gall wird erwähnt), sie machen Wetten mit Freunden und ESC-Parties.

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Unsere Frage: Wie gehen sie mit dem Favoritenstatus um? Sie haben das verfolgt (auch bei uns auf dem Blog) und sind leicht geschockt, wollen aber ganz ruhig ihr Ding machen. Wenn Sie entscheiden könnten, würden sie „Frozen Silence“ nach Wien schicken (na klar). Wir fragen Amanda nach dem dänischen Beitrag, sie findet die Anti Social Media Guys „great“ und von den früheren Sachen mag sie Emmelie de Forest und die Olsen Brothers. Über die Erwähnung der Olsen Brothers freut sich Barbara.

Nach dem Fahrenhaidt-PK-Auftritt, der wegen der nahenden Probe zügig vonstatten gehen musste, werden einige Ausfälle öffentlich gemacht.

Andreas Kümmert ist krank und ist nicht bei der PK, erklärt Barbara. („Wir haben jemanden, der sich um ihn kümmert.“) Auch Brainpool-Chef Jörg Grabosch ist erkrankt und kann heute nicht dabei sein. Und ARD Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hat noch eine Sitzung in Hamburg und ist auch nicht da (erst zur Sieger-PK). Wir schauen stattdessen eine maz, die das Votingverfahren erklären soll und die die TV-Zuschauer am Donnerstag sehen. „Im Finale stehen die beiden Acts, deren Songs die meisten Stimmen erhalten haben.“ Soso, ich finde das unscharf ausgedrückt…

Ann Sophie ist die Nächste. Sie trägt Leisure Look, keinen Hosenanzug (aber das gute Stück soll ja sicher noch zum Einsatz kommen). Babsi fragt, was ist Dir passiert seit dem Konzert? Ann Sophie (stark geschminkt): Es macht unfassbar viel Spaß, viele Anfragen, viel Trubel. Babsi fragt nach ihren Namen, hätte sie sich keinen wohlklingenden opulenten Künstlernamen zulegen wollen? Antwort: Nein, Ann Sophie, das bin ich. Der Hosenanzug kommt aufs Tapet und sie will es noch nicht verraten, ob sie ihn wieder auf der Bühne anzieht (ach was?). Off the record: ein uns bekannter Hetero-Journalist hat sie in erster Linie wegen des Hosenanzugs gewählt…

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„Jump the gun“ ist leicht neu arrangiert worden und sie liebt auch ihren anderen Song, Black Smoke, sehr. Ann Sophie meint, die Songs ergänzten sich gut und natürlich möchte sie beide singen am Donnerstag. Wir fragen nach Black Smoke, sie hatte den Song schon VOR dem Wildcard Konzert zur Auswahl, war also schon vertraut damit… sie fand dann aber JtG geeigneter für das Konzert. Sie möchte dem Publikum die Wahl der Songs überlassen und benantwortet die Frage, welchen Song sie selbst nach Wien schicken würde, nicht. Auch zum Outfit des zweiten Songs (die Alternative zum Hosenanzug) gibt es noch keine konkrete Auskunft, nur scherzhafte Ausflüchte.

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Zwischenfrage zu Andreas Kümmert: Was ist denn los? Etwa Grippe? Es sei nichts Schlimmes, er sei jetzt gerade beim Arzt, die Probe werde heute stattfinden und er werde auch morgen auftreten, beruhigt HoD Thorsten Amarell.

Faun sind da. Und Babsi gelingt ein Knaller.

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Das ist „die Sängerin der 4 non blondes“, begrüßt sie den schratartigen Sänger (der mit den vielen Haaren und dem Nusszierstrauch auf dem Instrument). Babsi singt auch gleich den Refrain des (einzigen?) Hits der 4 non blondes. „Hej now, what´s goin´ on?“  Er lebt mittelalterlich sagt der Sänger (etwa in einer Höhle?) – bis auf die Elektronik, die er als Musiker zuhause hat. Babsi fragt nach den Fans. Ganz gemischt, erzählt eine der Sängerinnen. Total gepiercte Fans sitzen neben Omis in den Konzerten. Soso. Sie erzählen nun, wie sie sich kennengelernt haben (auf Mittelaltermärkten) und nun geht es um alte Sprachen. Der blonde Leadsänger erklärt, sie haben schon einen Schwerpunkt auf dem Deutschen, weil sie ja auch verstanden werden wollen.

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Babsi gibt uns nun immer sofort das Mikro („der Herr vom PrinzBlog hat IMMER Fragen“). Wir fragen nach der Motivation für die Teilnahme. Der blonde Leadsänger findet beim ESC gut, dass auch Folk und alte Instrumente auftauchten und sie würden sich freuen, deutsche Traditionen aus dem Mittelalter zu beleben und auch international damit Deuschland zu repräsentieren. Der Kommerz-Kritik ihrer Hardcorefans wollen sie begegnen, indem sie einen tollen Auftritt hinlegen.

Nun sind Laing dran. Sie tragen Goldlamé und schwarze Hosen. Wir gehen vollen Körpereinsatz sagt Nicola. Babsi fragt wie man den Bandnamen ausspricht? Wie „lying“ auf Englisch. Hat es was mit Lügen zu tun? Nein, gar nicht… Nicola hat den Bandnamen ausgesucht, es sei der Mädchennamen ihrer Mutter, hat aber nichts weiter zu sagen. Babsi: Toll, nur eine Hülle, keine Inhalte, willkommen beim Fernsehen.

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Die Spinning-Fahrräder bei ihrem Auftritt meinen sie, passen sehr gut zu „Muskeln“, auch wenn man zwischendurch ins Schaufen komme. Muskeln ist der erste Song, die Beleuchtung wäre der zweite Song. Wenn es denn dazu kommt. Sie gehen mit großer Spannung und viel Freude in den morgigen Abend. Bei Laing konnten wir keine Fragen unterbringen, wir verweisen auf das Interview, dass Blogger BennyBenny im Vorfeld geführt hat.

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Mrs. Greenbird sind nun auf der Bühne, es geht wirklich rasend schnell, wenn die Phtocalls, die Peter fotografiert, nicht wären, käme ich nicht mehr hinterher. Auch hier geht es um den Bandnamen, der von einem toten Vogel auf ihren Treppenabsatz her stammt (sie haben sich zu Ehren des toten Vogels so benannt). Babsi fragt nach Lampenfieber. Si sagen, die Bühne ist nicht so groß, aber die Halle sei für das Duo schon das bisherige Maximum in ihrer Karriere. Singersongwritercountryfolkpop sei ihre Musikrichtung. Haben sich ihre Fans beschwert wegen dem ESC? Nein, viel Unterstützung haben sie erfahren. Auch sie sind angeschlagen, erkältet (Darüber redet man doch nicht, sagt Babsi, alle sind erkältet).

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Jetzt unsere Frage nach den Common-Linnets-Vergleichen. Sie haben davon gehört und sie meinen, es hätte sie schlimmer treffen können, sie mögen sie, aber sie sind Mrs Greenbird und eben anders. Sie haben noch keinen ESC-Titel live gesungen aber Sarah erwähnt sofort „Birds“ von Anouk, diesen würde sie gern mal singen. Gute Wahl, meinen wir. Ein NDR-Mitarbeiter stellt Fragen zum Zustand der Ehe der beiden – ist sie immer noch so peinlich berührt, wenn er etwas Doofes in der Öffentlichkeit sagt? Mit dieser Frage können sie nicht viel anfangen.

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Noize Generation sind die Nächsten. Babsi fragt Jeff, wie sich sein Leben verändert hat. Er bleibt cool, na ja, jetzt stünde er halt hier. Er hat einen Remix für Madeline Juno gemacht und so wurde man auf ihn aufmerksam. Er wirkt generell etwas mundfaul. Kein Wort zuviel. Angenehm down to earth. Patrik, der Sänger ist auch da, spricht Englisch, sie kennen sich erst wenige Wochen, was Barbara verzückt… hoffentlich sei der process of Kennenlernen tomorrow finished. Jetzt geht es um seine Musik-Erstellung, er kreiert neue Songs meistens des Nachts im Loft und dann schallt die Musik (der Bass sei laut) meistens in das Schlafzimmer seiner Eltern herunter (er wohnt noch zu Hause). Tja, da hilft Ohropax.

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Unsere Frage hier: zu den Robots – Jeff erwähnt Daft Punk und die Show bei einem anderen DJ gesehen und ihn gefragt, ob er die Show verwenden dürfte. Ja, er durfte. Schön für uns. Die Robos kommen bei beiden Songs zum Einsatz. Waterloo und Satellite nennt er als ESC-Lieblingstitel. Frage an Patrik: er hat ein wenig Erfahrung, seit 2 Jahren singt er in Schweden professionell, aber er war noch nie in einer Arena vergleichbarer Größe.

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Und den Abschluss bildet Alexa Feser, die ihre Probe beendet hat, hier einmal von der Seite zu sehen bei Ihrem Photo Call mit Babsi. So ging das bei jedem Act. Erst das Gruppenbild mit Dame (also mit Babsi), dann solo. Blickrichtungsanweisungen immer mit dem Besenstil mit Pfeil dran (siehe Foto).

6Unsere Arbeitsteilung klappt bestens. Peter macht die Bilder und stellt die PRINZ Blog fragen, OLiver berichtet live mit dem Laptop auf den Knien.

Alexa meinte, sie wüsste nicht, wie der Auftritt in der Halle ankommen wird. Glück singt sie zuerst, aber der andere Song ist persönlicher für sie. Sie hatte einen langen Anlauf zu ihrer Karriere und wollte schon zwischendurch aufhören aber nun sei ein Fenster aufgegangen und sie genießt alles was nun passiert, jüngst kam eine Echo-Nominierung hinzu (Na, läuft doch, meinte Babsi).

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Die Songs ihres Albums, das vor 4 Monaten erschienen ist, seien alle sehr persönlich, handeln von den Ups und Downs ihres Lebens und stammen aus den letzten Jahren. Den ESC hat sie immer mal wieder verfolgt (seit Nicole, als sie noch sehr jung war), ihr seien aber immer die außergewöhnlichen und schrägen Sachen mehr aufgefallen – sie nennt hier Lordi.

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Danach werden noch Fragen für Babsi, Torsten Amarell und Peter Urban zugelassen:

Zur Startreihenfolge – wir hatten Alexa zum Unmut des HoD erzählt, dass wir glauben, sie werde an Position 2 starten – sagte Amarell, man werde das Probenende abwarten und erst dann endgültig entscheiden, wer wo starte. Es sei noch keine offizielle Info herausgegeben worden.

Die Dame von der dpa hat den Votingmodus nicht verstanden und bitte um nähere Erläuterung. Wie war das nochmal in Runde 2? Und wieder wird erklärt das die beiden Songs mit den meisten Stimmen ins Superfinale einziehen, es sei denn, sie sind beide von einem Künstler. Es entsteht Unruhe zum Saal. Torsten Amarell kündigt an, dass die Erläuterungs-maz noch einmal überarbeitet wird. Nach ´ner Weile hat man es doch kapiert, meint Babsi scharfsinnig.

Wir fragen Barbara Schöneberger nach ihren Erfahrungen mit dem Triple (Wildcard, USFD, Reeperbahn) aus dem letzten Jahr. Zuerst fallen ihr die kalten Füße bei der Liveshow auf der Reeperbahn ein. Was das Wetter angeht, setzt sie auf den späten Maitermin. Ansonsten: Der ESC ist eine sehr große sehr gutgelaunte Show, meint sie. Das Publikum in der Halle sei sehr speziell, die Menschen „sind amüsierbereit und haben große Lust, diesen Abend zu erleben und die Acts zu feiern.“ Sie findet es toll, dass manche Männergruppen Choreographien in den Gängen aufführen und auch schon bei der Generalprobe großartige Stimmung verbreiten würden. „Dafür bin ich sehr dankbar, man lebt schon auch davon, dass Stimmung in der Bude ist.“

International ist ihr aus dem letzten ESC der Song der Holländer in Erinnerung geblieben. „Ich habe noch viele Outfits in Erinnerung, noch mehr als die Musik“.

Tolle Überleitung, denn jetzt fragen wir nach ihrem Outfit von morgen. „Zu Ehren unser österreichischen Gastgeber werde ich ein Outfit einer österreichischen Designerin tragen, und zwar von Lena Hoschek – heute und morgen „wenn es mir morgen noch passt!“. Ihre Erinnerung an 60 Jahre Gesamt-ESC: Viktor Lazlo, Johnny Logan, Nicole, die Moderation von Desiree Nosbusch („für mein Gefühl hat das immer Desiree Nosbusch moderiert“). Und Moment, wieso denn 60 Jahre, ach haben wir ein Jubiläum? Das ist ja toll. Und scherzhaft: „Dann gibt’s ja mehr Geld!“

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Delegationschef Torsten Amarell zur Deutschen Jury: Es wird eine geben, man stelle sie gerade zusammen, keine weitere Info zu Altersrange o.ä. Auch zur Punkteverlesung noch keine Info, außer, dass es nicht wieder diese jüngere blonde Sängerin aus dem letzten Jahr sein wird.

Abschließend fragten wir Peter Urban nach seiner Vorbereitung: Offensichtlich konnte er auf der Website (sie blieb ungenannt) auf der er sich informierten konnte, nicht alle Songs ansehen („Manche gingen nicht auf“), Frankreich etwa hat er nicht hören können und bei Italien kann er sich aber schon vorstellen, wie es klingen wird…

Ihm sind viele melancholisch dramatisch singende Damen mit Balladen aufgefallen, vorwiegend aus dem Osten Europas. „Da bin ich etwas erschrocken, sogar aus Island, wo doch sonst eher bunte lebendige Dinge herkommen“. Speziell hervorgehoben hat er den Beitrag aus Slowenien (Maraaya) mit einer sehr guten Sängerin.

Zum Thema Finnland hat er sich noch nicht entschieden, wie er es finden soll. Einerseits sei es lobenswert, das Thema europaweit auf die Tagesordnung zu bringen, er sei aber nicht sicher, ob der ESC als Forum gut geeignet ist, um so ein ernstes Anliegen auf die Bühne zu bringen. Er nimmt aber an, dass die Finnen „als ehrliche Nation“ das gut und edel meinen und PKN sind ja in Finnland auch eine bekannte Band.