ESC 2017: Live-Blog Zweites Semifinale – Zehn Finalisten und ein Heiratsfall

Das Finale ist komplett: Heute Abend buchten zehn von 18 Acts ihr Ticket für Samstag – auch Nathan Trent aus Österreich. Wir trauern um „Verona“ und trösten Valentina. Unser Liveblog zum Nachlesen.

Das Semifinale beginnt um 21 Uhr deutscher Zeit (22 Uhr Ortszeit in Kiew). Die ARD überträgt auf dem Spartenkanal One (Empfangsinformationen hier), zudem gibt es einen Livestreams auf youtube hier. Es moderieren wieder Timur Miroshnychenko, Volodymyr Ostapchuk und Oleksandr Skichko. Wir freuen uns auf eine tolle Show mit einem spannenden Ende.

Damit herzlich willkommen und добрий вечір (dóbryj véčir, „guten Abend“) aus dem Pressezentrum in Kiew, direkt neben der Arena, wo gleich 18 Acts um 10 Finaltickets performen werden. Wird es, ähnlich wie am Dienstag, faustdicke Überraschungen geben? Wir (OLiver und ich) sind gespannt und wünschen euch vom PRINZ Blog-Tisch einen tollen Semifinalabend. Schon das Opening der Show ist großartig.

Wir dachten erst, die hätten Verzögerung – aber tatsächlich wurde das TV-Bild erst um 22:03 Uhr ins Pressezentrum geschaltet, als die drei Moderatoren schon auf der Bühne standen. Also, jetzt geht’s auch bei uns.

Ukrainische Designer haben diese hässlichen Anzüge gestaltet, sagt mir OLiver. Schlimme Outfits! Jetzt kommen ESC-Songs im ukrainischen Stil. Richtig geil! „Euphoria“ auf der Flöte. Dann folgt „Fairytale“ mit Tänzern in ukrainischen Folklore-Kostümen. Eine schöne Showeröffnung! „My number one“…. „Sie singen nicht besser als sie moderieren“, kommentiert OLiver. Aber lustig isses. Und farbenfroh. Auch „Rise like a Phoenix“ darf nicht fehlen. Eine schöne Idee der Gastgeber.

So, jetzt erklären die Moderatoren, dass die Zuschauer abstimmen können – 50% der Punkte stammen bekanntermaßen aber von den Juries, die gestern abend schon ihr Urteil gefällt haben. Deutschland darf heute abend mit abstimmen. Also: Votet mit!

Es geht los.

1. Serbien: Tijana Bogićević, In Too Deep

Tijana joggt durch den Wald, kauft eine Handtasche, trinkt abends Wein – eine recht durchschnittliche Postkarte. Aber passt wohl zu der durchschnittlichen Performance, die wir erwarten dürfen. Erst mal auf dunkler Bühne, in weißem Kleid. Nicht das letzte, das wir heute sehen werden… Von der Bühne kann sie so direkt zum Traualtar. Das transparente Kleid find ich irgendwie nicht sehr vorteilhaft, je nach Licht könnte man glauben, sie trägt drunter nur nen Slip. Der halbnackte Tänzer ist nett anzuschauen, aber trägt nicht wirklich was bei zu dem ganzen – erinnert mich da irgendwie an Moldawien letztes Jahr. Aber gut gesungen war’s. Ob es reicht fürs Finale?

 

2. Österreich: Nathan Trent, Running On Air

Jetzt aber! Nathan, unser Schnuckel aus Tirol, ist dran. Macht schon im Postkarten-Clip einen sehr sympathischen Eindruck. Jetzt bitte auch auf der Bühne! Er macht das prima. Gut gesungen, und er kommt wirklich gut rüber, wie er da so im Mond steht. Lächelt, man hat fast den Eindruck, er schäkert mit dem Zuschauer. Läuft! Kurzzeitig kuckt er nicht in die Kamera, da ist er wohl abgelenkt von den Fans im Publikum. Macht aber nix. Viel Applaus im Pressezentrum. Das sollte fürs Finale gut reichen, finden wir. Wenn er aufgeregt war, hat man es ihm jedenfalls nicht angemerkt.

 

3. Mazedonien: Jana Burčeska, Dance Alone

Ganz schön aufgetakelt, die Jana. Will sie nachher noch auf den Kiewer Straßenstrich? Fehlt nur die Stripstange auf der Bühne. Gegenüber den Proben hat sie sich gesteigert, aber irgendwie spricht mich das nicht an. Ist das echt sexy? Stehen Heteromänner auf so was? Vielleicht nur ab 60 aufwärts? Keine Ahnung. Sie füllt die Bühne nicht aus. Dafür ist der Chor extrem prominent. Im Refrain weiß man gar nicht mehr: Hört man Jana noch? Oder nur den Chor? Ich finde es eher daneben. Rauscht an uns vorbei wie der Schnellzug nach Skopje.

 

4. Malta: Claudia Faniello, Breathlessly

Claudia macht ein wenig Malta-Tourismuswerbung im Postkarten-Clip. Schon die nächste Braut, die auf ihren Gatten in spe wartet. Und sie sieht halt immer noch aus wie Ende 40. Ja, singen kann sie. Aber wie altbacken kann ein Lied sein? Ich langweile mich. Aber wer weiß? Ist sie am Ende die Kasia Mos dieses Semifinals? Und schon sind die 3 Minuten rum. Würde ich im Finale am Samstag nicht vermissen.

 

5. Rumänien: Ilinca feat. Alex Florea, Yodel it!

Ilinca sieht supersüß aus in ihrem roten Schlitzmini. Alex hat sich gegen das brave Proben-Outfit entschieden, sexy schulterfrei. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, das harmoniert echt gut. Ilinca jodelt klasse. Extrem bunter Hintergrund, tanzende Schafe auf dem Bühnenboden. Das ist schon farbenfroh, passt aber zu dem fröhlichen Lied. Jetzt die Kanonen. Aus denen kommt immer noch nichts. Aber gut. Großer Jubel im Pressezentrum. Sicher im Finale. Den Zuschauern wird’s hoffentlich auch gefallen haben. Ausgefallen und lustig.

 

6. Niederlande: OG3NE, Lights and Shadows

Die drei Schwestern stimmlich eins-A, die Klamotten ein wenig bieder. Optisch erinnern die mich an die „Dreamgirls“, das Musical, das OLiver, Peter, Volli und ich neulich in London gesehen haben. Vom Song her natürlich der bekannte Wilson-Phillips-Vergleich. Die Stimmen sind super. Sehr selbstsicher auf der Bühne, da ist keine Anspannung zu spüren. Das Trio macht das fantastisch. Unglaublich gut! Ein Titel für die Juries, sagt OLiver. Ich denke, die Zuschauer könnten auch begeistert sein.

 

Jetzt ist erst mal ein Break. Die Moderatoren weisen schon mal auf Jacques Houdek hin, den Sänger, der mit sich selbst singt – „you don’t wanna miss it“. Im Greenroom rennt Timur durch von Sänger zu Sänger. Es ist etwas albern, aber in manchen Ländern war das jetzt gerade ein kurzer Werbeblock.

 

7. Ungarn: Joci Pápai, Origo

Jetzt einer der ungewöhnlichsten Beiträge dieses Jahres. Das Lied dürfte polarisieren: die einen (dazu zähle ich) werden das eher als nerviges Gejammer empfinden, die anderen (u.a. OLiver) finden es großartig. OLiver ist gerade hingerissen. Ungarn nutzt den Satelliten: Geigerin Emese fidelt in Abstand zu Joci und seiner Tänzerin. Die wie bei A Dal über die Bühne hüpft. Applaus im Presserund (weniger als bei Rumänien, allerdings). Kann man lassen. So was Besonderes würde im Finale echt fehlen, wenn es Joci nicht schaffen würde.

 

8. Dänemark: Anja Nissen, Where I Am

Anders als bei Studioversion ist der Chor in den ersten Sekunden sehr präsent. Kann man so machen. Anja in einem schönen Rot, aber nicht glänzend. Das Kleid ist gut gewählt, es betont nicht so ihre große Oberweite. Schöne Close-Ups, die Anja gut meistert. Sie strahlt, sie zeigt, dass sie diese 3 Minuten auf der Bühne voll auskostet. Es macht ihr Spaß, ihr Lied zu performen. Das kommt beim Zuschauer rüber. Schön, die vielen Handylichter in der Halle. Goldregen, Anja kniet wie einst Anna Vissi. Sie gibt alles! So wollen wir das beim ESC sehen. 100% Einsatz. Dänemark im Finale? Wir sind gespannt.

 

9. Irland: Brendan Murray, Dying to try

Brendan am Tischkicker – und dann im Heißluftballon auf der Bühne. Eine ähnlich kitschige Szene wie bei Österreich. Die Jungs dürfen in Traumsequenzen schwelgen. Über Brendans Stimmfarbe kann man geteilter Meinung sein – aber er macht das toll. Er kommt aber weniger charmant rüber als vorhin Nathan. Aber ein wirklich süßer Auftritt des jungen Iren. Mir gefällt’s. Ich bin gerade hin und weg. Bitte ins Finale damit!

 

10. San Marino: Valentina Monetta & Jimmie Wilson, Spirit of the Night

Der 25. ESC-Beitrag von Ralph Siegel. Eine Retrodance-Nummer. Valentina hat ihre Kappe aus den Proben abgelegt. Die rotgefärbten Strähnen-Haare („wie eine Flamme sieht das aus“, meint OLiver) find ich nicht so doll. Jimmie im schwarzen Glitzer. Für Las Vegas reicht das aber nicht, nur für das Casino Baden-Baden. Ein Angefasse auf der Bühne, Valentina legt sich ins Zeug. Auch da stimmt die Chemie. Da haben sich zwei gefunden. Er könnte die Nummer auch allein singen, sie eher nicht. Hat Ralph Siegel in den letzten Monaten zu viel „When the rain begins to fall“ gehört? Die italienischen Fanjournalisten neben uns haben Spaß und jubeln. Valentina und Jimmie haben’s ordentlich gemacht. Drücken wir Ralph die Daumen!

 

11. Kroatien: Jacques Houdek, My Friend

Jetzt muss man wieder stark sein. Jacques hat sich tatsächlich für diese Lederjacke entschieden, die ein Mann seines Körpervolumens nicht tragen – und vor allem nicht mitz dem Reißverschluss schließen – sollte. Unmöglich! Stimmlich sitzt jeder Ton. Aber es ist halt kitschig…. Teufelsgeiger in der Mitte. Der Chor erinnert mich zwischendurch irgendwie an „Mizerja“ (Kroatien 2013). Goldregen. Kitschige Szene am Backdrop. Alles reingepackt. Und einen Regenbogen gibt’s auch noch. Sonnenblumen, eine Straße – der „Wizard of Oz“ lässt grüßen. Aber braucht man so was?? Ich sehe schon 100.000 Nichtfans zuhause auf dem Sofa: „Genau so einen kitschigen Scheiß erwarten wir beim ESC.“ Ob sie dann auch dafür anrufen?

 

12. Norwegen: JOWST feat. Aleksander Walmann, Grab the Moment

Im Postkarten-Clip ist DJ JOWST noch ohne Maske zu sehen, dann steht er auch schon maskiert hinterm Tresen auf der Bühne. Aleksander in weißem Hemd davor. Mit seinem schwarzen Hut hat er etwas von einem Amish. Die „voice in my head“ sind optisch durch die großen virtuellen Köpfe links und rechts gut umgesetzt. Aleksander singt auch gut. Aber ich habe doch meine Zweifel, dass das zuhause ankommt und zum Anruf animiert. Für eine Dancenummer ist es etwas zu brav inszeniert, mit einem stehenden Sänger… Statisch. Wir zweifeln am Finaleinzug.

 

13. Schweiz: Timebelle, Apollo

Daumen drücken für unsere eidgenössischen Freunde. Miruna ganz in gelb. Wie viele Kanarienvögel mussten für dieses Kleid sterben? 😉 Ein ganz natürliches Make-up, kommentiert OLiver. Gelb ist eine dominierende Farbe hier. Vom Mikrofonständer bis zu den gelben Ähren im Hintergrund. Miruna bleibt lange oben auf dem Podest stehen (wie Cascada), läuft dann aber eleganter runter als Nathalie. Spontaner Applaus in der kurzen Pause, ehe der Refrain nochmal einsetzt. Sie singt das echt gut. Strahlt in die Kamera. Ein  richtig guter, runder Auftritt. Der letzte Ton fabelhaft. Das könnte reichen. Hoffen wir.

 

Ein weiterer Break im Greenroom. Timur sitzt bei der Delegation aus San Marino. Valentina sagt, es seien vor allem die ESC-Fans, die sie immer wieder gern am Wettbewerb teilnehmen lassen. Dann geht Timur rüber zu Anja aus Dänemark.  Aber natürlich wünscht er allen viel Glück!

 

14. Weißrussland: Naviband, Story of my Life

Eine große Schar aus Belarus im Pressezentrum ruft schon zu Beginn der Postkarte laut „Hej, hej“!

Aber konzentrieren wir uns nun auf die beiden auf ihrem Propellerboot. Und die nächste Braut in weiß. Eine Kollegin aus Österreich tanzt im Gang neben uns am Tisch, hat sich bei einem Kollegen untergehakt. 3 Minuten Volksfest im Pressezentrum. Naviband strahlen aber auch ungebrochene Fröhlichkeit aus. Ein mitreißender Auftritt. Uns hat’s gefallen.

 

15. Bulgarien: Kristian Kostov, Beautiful Mess

Der mutmaßliche Mitfavorit auf den Sieg in seiner Kragenjacke in schwarz. Ein eher düsterer Auftritt mit wilder Frisur. Kristian wirkt bleich. „Wie Michael Jackson“, sagt OLiver. Aber sehr effektvoll umgesetzt, und gut singt der junge Mann auch. Für mich ist das immer noch kein Siegerauftritt, aber mit Bulgarien im Finale rechnen wir ganz sicher.

 

16. Litauen: Fusedmarc, Rain of Revolution

Das bei Fans insgesamt wohl unbeliebteste Lied des Jahres, auf roter Bühne. Frontfrau Viktorija ganz in rot, läuft über die Bühne, hat was leicht Durchgeknalltes. Der Gospelchor entfacht Wirkung. Der Feuerkreis im Hintergrund auch. Wenig Applaus im Pressezentrum. Naja, das werden wir auf dieser Bühne wohl nicht noch mal sehen. Obwohl es gut performt war. Sicher vielen zu schräg, zu enervierend.

 

17. Estland: Koit Toome & Laura, Verona

War da gerade eine Mikrofonpanne? Die ersten 3 gesungenen Wörter von Laura hat man zumindest hier nicht gehört. Co-Blogger Peter und Volli kamen genau rechtzeitig zu uns ins Pressezentrum, um „Verona“ zu genießen. Koits Augenaufschlag klappt im richtigen Moment. Ob die Zuschauer aber verstehen, warum er manchmal etwas grimmig in die Kamera kuckt? Stimmlich gut gesungen. Die beiden sehen auch gut aus. Im Pressezentrum bricht lauter Jubel aus, noch mehr als bei als „Yodel it!“

 

18. Israel: Imri, I Feel Alive

Imri beim Sport in der Postkarte. Irgendwo müssen die Muckis ja herkommen. Im Pressezentrum klingt der Gesang gar nicht mal so schlecht, finde ich. Die hohen Töne meistert Imri so mittelmäßig. Nicht ganz perfekt, aber okay. Er strahlt in die Kamera, die Tanzerei mit seinen beiden Tänzern funktioniert auch. Der Auftritt ist an sich rund, aber gesanglich haben wir heute Abend besseres gehört. Wie er sich nach den 3 Minuten freut, dass er es geschafft hat. Süß.

 

Und schon sind die 18 Songs durch. Zeit für den ersten Schnelldurchlauf. Was hat uns am wenigsten überzeugt? Leider Norwegen, muss man sagen. Das fanden wir auch im Schnelldurchlauf gerade irgendwie langweilig. Und auch Serbien war nicht so stark.

Nun ist es Zeit für den zweiten Teil von „VerkaVision“ – der Film mit Verka Serduchka. Erst mit Karlsson vom Dach, dann mitten in der Parade auf dem Khreschtschatyk (der breiten Hauptstraße am Maidan, wo die PRINZ Blogger auch wohnen), dann auf dem roten Teppich. Die erste Folge am Dienstag war etwas lustiger, aber unterhaltsam ist auch dieser Film.

Dann melden sich die beiden Moderatoren mitten aus den Fans in der Halle, vermutlich aus dem Bereich „Golden Circle“ direkt an der Bühne. Erst darf ein portugiesischer Fan „Euphoria“ singen, dann sagt ein spanischer Fan, am besten gefalle ihm in Kiew Borschtsch – und dann kommt noch ein finnischer Fan im Verka-Kostüm. That’s Eurovision!

Ein weiterer Schnelldurchlauf. Und dann kommt schon der Countdown – stop voting now! Das war’s… Bis wir aber erfahren, welche acht der 18 Acts ihre Koffer schon packen können (mir sind heute Nachmittag zumindest die beiden von Norma John aus Finnland beim Sightseeing in dem berühmten Höhlenkloster von Kiew (Lawra) über den Weg gelaufen…), gibt es noch eine Tanzperformance auf der Bühne. Eher langweilig.

Aber dann ein echtes Highlight: Im Greenroom macht der Freund von Jana Burceska ihr live einen Heiratsantrag, fällt vor ihr auf die Knie… Willst du mich heiraten? Sie ruft laut „YES!!“ Großer Jubel in der Halle und auch hier im Pressezentrum. Ein Novum beim ESC. Schwanger ist sie ja schon – hatte sie nur Sekunden vor dem Heiratsantrag erzählt.

Dann geht es weiter mit Frankreich: Alma ist da, und Amir vom Vorjahr sitzt auch da! Alma sagt, dass sie so oft hier geprobt hat, dass sie sich jetzt riesig auf den Samstagabend freut. Dann gibt es eine Szene aus ihrem Auftritt von „Requiem“ – ein Ausschnitt mit dem Eiffelturm.

Nun ist Levina an der Reihe. Sie sagt, dass nichts einen auf die große ESC-Bühne vorbereitet. Natürlich wird sie auf ihre langen Beine angesprochen, dann steht sie neben dem Moderator im Greenroom – und ist wirklich größer als er. „Aber die Hallendecke ist da hoch genug“, scherzt Levina. Ein sympathischer Kurzauftritt im Semifinale. Auch ein guter Liveauftritt-Schnipsel, gute Stimme.

Die dritten Finalisten des Abends sind die Gastgeber: O.Torvald aus der Ukraine. Für den Clip haben sie die rockigste Stelle aus „Time“ rausgesucht. Dem älteren Zuschauer zuhause fällt gerade die Teetasse aus der Hand.

Und dann kommt der große Moment: Welche 10 kommen ins Finale (natürlich in zufälliger Reihenfolge)? Jan Ola Sand, der ESC Executive Supervisor, sagt, das alles nach Plan abgelaufen sei. Na dann: los!

Der erste Finalist ist… Bulgarien. Keine Überraschung.

Der zweite Finalist: Weißrussland. Verdient!

Der dritte: Jacques Houdek aus Kroatien. Na gut…

Als vierter zieht Joci Pápai aus Ungarn ins Finale.

Es folgt Anja aus Dänemark als fünfte Finalistin.

Nummer sechs: Imri aus Israel. Wir sind etwas überrascht.

Der siebte Finalist: die Jodler aus Rumänien. Wie erwartet im Finale.

Was ist mit Nathan? Mit OG3NE? „Verona“?

Der achte Finalist: Norwegen. Huch. Das haben wir ganz anders eingeschätzt.

Der vorletzte: die Niederlande. Jubel im Pressezentrum für die drei Schwestern.

Und schließlich… noch ein Startplatz übrig. Wer kriegt ihn?

Es ist…. Österreich! Gott, war das spannend! Herzlichen Glückwunsch, lieber Nathan!!

Raus sind Koit Toome & Laura, Timebelle, Valentina/Jimmie/Ralph, Jana (die sich jetzt auf ihre Hochzeit konzentrieren kann), Tijana, Brendan, Claudia und Fusedmarc. Um den Iren tut es mir persönlich am meisten leid. Aber ich hatte es fast befürchtet.

Damit ist die Show schon vorbei. Es gab manche Überraschungen (für mich vor allem der Finaleinzug der Norweger und das Ausscheiden von „Verona“), aber nach dem ersten Semi war das zu erwarten.

Wir melden uns in Kürze mit der Auslosung (welche Hälfte im Finale?) und mit Highlights aus der PK der Qualifikanten. Außerdem bereitet Tjabe ein „Wir spieler Christer“ spezial für die Finalreihenfolge vor. Stay tuned!