Malta 2015: Wie Franklin zu seinem Rybak-Song kam

Franklin mit Background-Sängern, Malta ESC 2015
Franklin (2. von links) mit Background-Sängern Joseph Refalo, Jürgen Manicolo und Dayle Camilleri (von links nach rechts)

Alexander Rybak is back – und zwar auf Malta! Franklin Calleja, der im Februar im Vorentscheid für Kopenhagen schon dabei war, wird am kommenden Wochenende eine Rybak-Ballade singen, mit der er im Mai 2015 nach Wien reisen möchte: „Still here“ ist die klassische ESC-Ballade, die sich im Lauf der drei Minuten zum großen Höhepunkt hin steigert. Wir wollen natürlich wissen, wie es zu der Rybak-Calleja-Connection kam.

Wie kamen Franklin und Alexander Rybak zusammen? Franklin erzählte es uns nach seiner ersten Probe für den Vorentscheid. „Olivier, ein Freund von mir aus Belgien, rief mich an und sagte: Franklin, Alexander Rybak würde gern mit dir arbeiten, ein Lied für den maltesischen Vorentscheid. Ich dachte, Olivier macht ein Witz – Alexander ist so ein großartiger Sänger mit einer großen Karriere, ich konnte das nicht glauben. Aber dann schrieb Alexander mir eine E-Mail und wir kamen in Kontakt. Er schickte mir einen einminütigen Clip von ‚Still here‘, und als ich das hörte, fing ich an zu weinen. Ich bin einfach sehr emotional. Ich liebte das Lied von Anfang an.“

Alexander Rybak wird auch in den nächsten Tagen nach Malta kommen, um Franklin und sein Team zu unterstützen. „Das bedeutet mir wirklich sehr viel“, sagte Franklin, „ich hatte gar nicht erwartet, dass Alexander mich so sehr unterstützen würde. Er ist so bescheiden, und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Ich hoffe, dass wir auch danach weiter zusammenarbeiten, weil es wirklich toll ist. Alexander ist sehr professionell.“

Druck, mit einem Eurovision-Gewinner zu arbeiten, spüre er aber nicht – „also, zumindest nicht von Alexander selbst. Den Druck mache ich mir selber, denn ich will niemanden enttäuschen, vor allem nicht Alexander. Ich will wirklich 100 % auf der Bühne geben.“

Die Bühne, das wird dieselbe Bühne sein, auf der am vergangenen Samstag Kids aus 16 Ländern den Junior Eurovision Song Contest bestritten. Die maltesischen Künstler, die um das Ticket für Wien kämpfen, werden also auf einer Ex-Eurovision-Bühne stehen. „Am Anfang war ich schon ein bisschen angespannt, weil die Bühne so groß ist“, gestand Franklin. „Ich bin noch nie auf einer so großen Bühne gewesen.“ Seine Performance soll aber schlicht sein. „Je einfacher, desto besser. Nur ich, meine Background-Singer, Licht und die LED-Wände. Das Lied und die Stimme sollen im Mittelpunkt stehen.“

Franklin: Still here (Preview Malta ESC 2015)

Glen Vella, für Malta beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf, ist Franklins Mentor – wie schon im Februar beim Vorentscheid für Kopenhagen. Diesmal ist Glen selbst aber auch im Wettbewerb dabei. „Aber, ehrlich gesagt, wir konkurrieren überhaupt nicht“, sagte Franklin. „Glen hilft mir, er unterstützt mich, da ist keine Konkurrenz zwischen uns. Egal ob ich gewinnen sollte oder er: Jeder wird sich für den anderen freuen.“ Auf Balladen will sich Franklin übrigens nicht festlegen. „Nein, ich singe gern auch andere Sachen. Es hängt halt vom Stil ab, jedes Lied muss zu meiner Stimme passen.“

Franklin: Love will take me home (Malta ESC 2014)