ManuElla im PrinzBlog-Interview: „Ich möchte Taylor Swift nicht kopieren“

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Für Slowenien geht beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm ManuElla an den Start. Diese schaffte es in der slowenischen Vorentscheidung EMA überraschenderweise mit „Blue and Red“ die Topfavoriten Nusa Derenda und Regina zu verdrängen. Bei „Eurovision in Concert“ hatte Gastblogger Salman die Möglichkeit mit ihr zu sprechen.

Prinz Blog: Hallo ManuElla. Ich bin ja sehr überrascht, dass wir das Interview auf Deutsch führen können. Woher hast Du denn so gut Deutsch gelernt?

ManuElla: Mein Vater war Deutscher. Er hat in Bregenz am Bodensee gelebt. Daher habe ich schon als Kind Deutsch gelernt und bin sehr froh darüber.

Wie kam die Idee zustande bei der slowenischen Vorentscheidung EMA mitzumachen?

ManuElla: Ich habe den Eurovision Song Contest schon als kleines Kind geschaut. Dadurch, dass ich international aufgewachsen bin hat  mich immer fasziniert, dass so viele verschiedene Länder an der Veranstaltung teilnehmen und es war immer mein Wunsch mal später selbst dabei zu sein. 2012 habe ich es schon einmal versucht aber leider nicht geschafft. Nun ist mein großer Wunsch in Erfüllung gegangen.

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Wie hast Du Dich in dem Moment gefühlt als dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist?

ManuElla: Es war unglaublich. Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Es kam sehr überraschend, da ja große slowenische Künstler wie z.B. Nusa Derenda und Regina mit in der Vorentscheidung dabei waren und ich deshalb meine Chancen zu gewinnen eher als gering eingeschätzt hatte. Umso grösser war die Freude, als am Schluss mein Name verkündigt wurde. Ich kann es eigentlich immer noch nicht glauben und bin immer noch in Trance.

Wovon handelt Dein Song „Blue and Red“?

ManuElla: Es geht um die verschiedenen Momente in einer Beziehung. Dabei steht die Farbe „Blau“ für alle nicht so schönen Momente und Probleme in einer Beziehung und die Farbe „Rot“ für alle glücklichen Momente und die Liebe. Die Botschaft des Songs ist, dass beide Farben zu jeder Beziehung dazugehören. Trotzdem sollte man sich nicht zu sehr von der „blauen Farbe“ runterziehen lassen und eher die kostbaren „roten Momente“ genießen.

Dies hast Du durch einen eindrucksvollen Kostumwechsel in der Vorentscheidung demonstriert, indem Du am Schluss nur noch in einem knallroten Kleid auf der Bühne standest. Werden wir diesen Kostumwechsel auch in Stockholm sehen?

ManuElla: Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich werde aber alleine auf der Bühne stehen, damit der Fokus ganz klar auf dem Lied liegt.

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Viele Fans fühlen sich bei Dir an Taylor Swift erinnert. Was sagst Du dazu?

ManuElla: Das ist für mich eine große Ehre. Ich mag Taylor Swift sehr gerne und bin ein großer Fan von ihr. Ich höre schon immer leidenschaftlich gerne Country Musik. Sie ist eine wunderschöne Frau und deshalb ist es ein großes Kompliment für mich, falls mich tatsächlich jemand mit ihr vergleicht. Trotzdem möchte ich sie nicht kopieren. Denn ich bin ManuElla und sie ist Taylor Swift.

Was sind Deine Pläne nach dem Eurovision Song Contest?

ManuElla: Egal wie es ausgeht werde ich der Musik auf jeden Fall erhalten bleiben. Ich möchte, dass meine Songs so viele Menschen wie möglich hören. Da Slowenien recht klein ist werde ich mein Glück deshalb vielleicht im Ausland probieren. Konkrete Pläne habe ich aber noch keine und lasse alles auf mich zukommen.

Vielen Dank für das Interview! Ich wünsche Dir Alles Gute für Stockholm und bin mir sicher, dass Du auch danach Deinen Weg gehen wirst!

ManuElla Salman

Zum Autor: Salman aus Berlin ist passionierter ESC Fan und seit 2006 als Journalist bei jedem ESC live vor Ort. Er berichtet unter anderen für die Tageszeitungen Mannheimer Morgen, Die Rheinpfalz und die Berliner Morgenpost. Salman ist ein Liebhaber schwedischer ESC Musik und hört sehr gerne Carola, Charlotte Perrelli und Sanna Nielsen. Er ist einer der Hauptorganisatoren des jährlichen Eurovision Weekends in Berlin.