Mary, Mike und Max. Plus Lotte und Sascha Stadler – das ist unsere ESC Jury 2018

Die Besetzung der fünfköpfigen deutschen ESC Jury 2018,  ist sehr sehr nahe dran an unserer exklusiven PRINZ Blog Prognose. Zwei Damen und drei Herren zwischen 18 und 69 befinden über immerhin 50 Prozent der deutschen Punkte. Wer sind die mächtigsten deutschen ESC Player 2018?

50 Prozent der deutschen ESC-Punkte gehen auf ihr Konto: die Sänger/Songwriter Max Giesinger und Mike Singer, die Ravensburger Songschreiberin Lotte, PRINZ Blog Heldin und Schlager-Ikone Mary Roos und Sascha Stadler sind die Mitglieder der nationalen Jury für den Eurovision Song Contest 2018.

Die ersten vier genannten sind auch Show-Acts auf der Pre- und After-Show auf der Hamburger Reeperbahn vor und nach der Live-Übertragung des ESC aus Lissabon. Nur Sascha Stadtler nicht! Sascha wer? Sascha Stadtler ist der Manager von „Revolverheld“ und die sind ebenfalls Bestandteil des ESC-Warm-Up Bühnenprogramms aus HH St. Pauli.

Die Jury wird also wieder zu einem Gespräch mit Barbara Schöneberger auf Hamburg St. Pauli versammelt sein,  um über ihre Favoriten zu sprechen. Zweimal wird die deutsche Jury aktiv, am 9. Mai bei der Juryshow des zweiten Halbfinales und am 11. Mai beim ESC Juryfinale. Diese Shows sehen die Jury-Mitglieder in einer speziellen, nicht öffentlichen Übertragung gemeinsam beim NDR in Hamburg.

Max Giesinger (29) ist über die Freundschaftlich zu Michael Schulte in 2018 ESC-motiviert, darf aber für diesen bekanntlich nicht jury-abstimmen: „Ich finde, der ESC ist jedes Jahr immer wieder ein Riesen-Highlight. Es macht einfach Spaß, zuzugucken und die teils absurden, teils musikalisch hochwertigen Beiträge zusammen mit seinen Freunden zu bewerten. Da mein bester Kumpel Michael Schulte dieses Jahr Deutschland vertritt, fieber‘ ich da natürlich gleich doppelt mit. Ich bin Teil der Jury und Michael, mit dem ich mehrere Jahre in einer WG auf St. Pauli gelebt hab, tritt für Deutschland an. Was für ein krasser Zufall. Ich finde, wir haben da seit langer Zeit mal wieder einen wirklich guten Song am Start, mit dem wir ganz weit kommen könnten!“

Zu Lotte (22), die dem Autor dieser Zeilen nicht vertraut war, schreibt uns der NDR ergänzend: „Die Musikerin und Songschreiberin aus Ravensburg veröffentlichte im September vergangenen Jahres ihr Debütalbum „Querfeldein“. Ihre Singles „Auf beiden Beinen“ und „Pauken“ waren im Radio zu hören, und im April spielte sie eine nahezu ausverkaufte Deutschlandtour in den großen Clubs des Landes.“ Lotte fügt hinzu:  „Ich freu‘ mich sehr, dieses Jahr als Jury-Mitglied beim ESC dabei sein zu dürfen! Und das nicht nur, weil ich den ESC schon als Kind geschaut habe und seine Idee, Menschen durch Musik zu vereinen, feiere. Ich finde auch, dass wir mit Michael Schulte diesmal einen Kandidaten haben, der mit einer saustarken, tiefgründigen Nummer antritt. Da drück ich alle Daumen!“

Unsere Heldin Mary Roos (69), für die mir gar nicht genug sympathische Superlative einfallen, firmiert auch als Präsidentin der deutschen ESC Jury. Jawohl, so ist es richtig. Ihr ESC Klassiker aus 1984 „Aufrecht geh´n“ ist damit quasi auch das inoffizielle Voting-Motto der deutschen Jury. Ihr anderen ESC Klassiker „Nur die Liebe lässt uns leben“ wird Mark Foster in der aktuellen fünften „Sing my Song“ Staffel präsentieren.

Mary findet exakt die richtigen Worte: „Als Künstlerin, die 1972 und 1984 selbst beim Grand Prix antreten durfte, weiß ich, wie aufgeregt man vor diesem wichtigen Auftritt ist. Inzwischen heißt der Wettbewerb Eurovision Song Contest und ist in vielem technischer geworden. Umso wichtiger ist es, ganz bei sich zu bleiben und sich nicht von der beeindruckenden Zahl von 200 Millionen Zuschauern weltweit und dem ganzen Rummel darum verunsichern zu lassen. Gerade weil viele der jungen Künstlerinnen und Künstler noch nicht viel Bühnenerfahrung mitbringen, habe ich viel Respekt vor dem Mut und freue mich, dass ich nach 2010 wieder in der Jury sitzen werde. 2010 hat Lena gewonnen. 2018 drücke ich Michael Schulte die Daumen, dass er seinen Auftritt und die gesamte Zeit beim ESC genießen kann.“

Exkurs: Allein die 200 Millionen, von denen Mary spricht, sind ein EBU-Marketing-Stunt. Beim Finale schauen, wenn es sehr gut läuft, knapp 100 Mio. Zuschauer weltweit zu, die übrigen 100 Millionen kommen wohlwollend zusammen, wenn man die Semis und sämtliche Social Media Streams mitzählt. Also weit weg von den 500 Mio., die in den 70er Jahren allein bei den teilnehmenden EBU-organisierten TV-Stationen nur für das Finale zustande kamen. Times are changing.

Cutie Mike Singer will selbst einmal zum ESC und groovt sich in den Spirit durch die Jury-Teilnahme 2018 ein: „Die Teilnahme in der deutschen ESC-Jury ist für mich eine große Ehre! Ich verfolge den Contest schon seit Jahren und finde es mega, wie unterschiedlich die Musik aus den einzelnen Ländern ist. Es ist toll zu sehen, dass allen eine Bühne dafür geboten wird. Ich freue mich sehr, dieses Jahr hautnah dabei sein zu dürfen.“

Sascha Stadler (45) ist Künstlermanager und Geschäftsführer der PR- und Artist-Management Agentur „Voll:kontakt“. In dieser Eigenschaft verantwortet er auch seit Anfang an die Karriere der Hamburger Band „Revolverheld“: „Der Eurovision Song Contest war als Kind für mich immer das musikalische TV-Highlight des Jahres. Der Sieg von Nicole mit ihrer weißen Akustikgitarre wird sicher immer in unserem kollektiven Gedächtnis bleiben. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die europäische Idee von vielen in Frage gestellt wird, ist ein Event wie der Eurovision Song Contest wichtig. Er bringt die Menschen über die universelle Sprache der Musik zusammen und eint, statt zu spalten. Ich freue mich sehr, als Jurymitglied ein Teil davon sein zu dürfen.“

Während die Punkte aller Jurys im ESC-Finale nacheinander live mitgeteilt werden, werden die Ergebnisse der Televotings aus allen Ländern kumuliert in der Show erst ganz am Schluss christer-style veröffentlicht. Dieses beim schwedischen Melodifestivalen erprobte Verfahren hat die EBU in 2016 adaptiert, weil Mello-Chef Christer Björkman es unbedingt so wollte, um den ESC in Stockholm zu pimpen.

Wie die Zuschauerinnen und Zuschauer in Deutschland ausgewählt haben, berichtet Kommentator Peter Urban zum Ende des ESC-Finales. Zudem wird eurovision.de das nationale Televoting-Ergebnis veröffentlichen.