Melodifestival-Nachschlag: Mebbis-Verleihung in 25 Kategorien

Einen Monat nach dem Finale des schwedischen Vorentscheids, dem Melodifestivalen, wurde am Donnerstag der Mebbis verliehen, der Melodifestivalen-Webpreis. Während Loreen und Danny in den „schweren“ Kategorien abräumten, setzten sich Sean Banan und Thorsten Flinck in eher speziellen Bereichen durch.

Wenn NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber nicht schon seinen Glauben an die objektiv-distanzierte Beschäftigung der Fans mit dem ESC beim Fanclubtreffen in Köln 2010 verloren hätte – jetzt wäre es spätestens so weit. Camp as camp can: Während der webbasierten Chat-Gala auf Melodifestivalen.se wurden die besten Mello-Acts 2012 ausgezeichnet. Abgestimmt wurde sowohl im Vorfeld auf Facebook als auch jeweils in einem einminütigen Fenster während der Gala.

Künstler/in des Jahres wurde wenig überraschend Loreen mit 901 Stimmen vor Danny (370), Ulrik Munther (235) und David Lindgren (134). Auch in der Kategorie Lied des Jahres setzte sich Loreen deutlich ab: Euphoria (1155), Amazing (389), Shout It Out (239) und Jag reser mig igen (194).

Den besten Liedtext konnte Molly Sandén mit ihrem Team für Why Am I Crying sichern. Allerdings musste sie sich in der Kategorie Beste Liedzeile dann doch Sean Banan geschlagen geben: „Diggidiggidiggidingdingding, här glider kingen in“ erhielt 468 Stimmen, Molly’s ” I don’t miss your dirty clothes on the floor“ landete abgeschlagen mit 143 Stimmen auf Rang 2.

Eine weitere hübsche Kategorie: Das beste Accessoire. Deutlicher Sieg für Dannys Lichtschlaufen vor Sean Banans Estelle-Puppe [Anm. d. Red.: das ist die frisch geborene schwedische Thronfolgerin). Molly Sandén schaffte es mit ihren Armketten auf Platz drei vor den schwangeren Bauch von Chor-Thérèse, die mit Andreas Johnson auf der Bühne stand. Der Preis für die beste Requisite ging hingegen an Loreens erhöhte Bühne (übrigens deutlich vor der Brücke von Sonja Aldén).

Sowohl bei der Choreographie als auch der Bühnenshow und den Spezialeffekten holte sich Dannys Performance den Titel. Den Preis für die beste Tanzbewegung bekam jedoch David Lindgren für seinen Breakdance.

Der zweifelhafte Ruhm für den Fehltritt des Jahres wurde Thorsten Flinck zuteil, der Gina Dirawi im Greenroom auf den Hintern geklascht hatte. Deutlich dahinter landete Björn Ranelid für das Vergessen des Liedtextes im Finale. Dass Thorsten Flinck bei der Andra Chancen ebenfalls den Text vergessen hatte, wurde ihm nicht nachgetragen. Er landete in dieser Kategorie auf Platz 4.

Peter Boström bekam den Ehrenpreis für die außerordentliche Leistung, mit Euphoria und Amazing sowohl den erst- als auch den zweitplatzierten Beitrag für das Melodifestivalen sowie den norwegischen Siegerbeitrag komponiert zu haben.

Fazit: Wie viel mehr Spaß hat man eigentlich mit einem Vorentscheid, der aus 32 unterschiedlichen Beiträgen besteht und bei dem sich alle mächtig ins Zeug legen – in Sachen Komposition, Gesang und last not least Performance?

Oder sollen wir’s mal versuchen? Bühnenoutfit des Jahres – Romans Holzfällerhemd. Choreographie des Jahres – kann wegen Mangels nicht vergeben werden. Fehltritt des Jahres – Blitztabelle. Und Thomas D! Ach was, Schluss jetzt!

Hier die Ergebnisse (erster Wert Stimmen auf Facebook, zweiter Wert Stimmen während der Gala):

Künstler/in des Jahres

  1. Loreen – 901 Stimmen (841 + 60)
  2. Danny Saucedo – 370 Stimmen (326 + 44)
  3. Ulrik Munther – 235 Stimmen (223 + 12)
  4. Dvonid Lindgren – 134 Stimmen (121 + 13)

Lied des Jahres

  1. „Euphoria“ – 1155 Stimmen (1148 + 7)
  2. „Amazing“ – 389 Stimmen (378 + 11)
  3. „Shout It Out“ – 239 Stimmen (186 + 53)
  4. „Jag reser mig igen“ – 194 Stimmen (132 + 62)

Liedtext des Jahres

  1. „Why Am I Crying“ – Molly Sandén, Text von Aleena Gibson, Molly Sandén und Windy Wagner – 864 Stimmen (813 + 51)
  2. „Sean Den Förste Banan“ – Sean Banan, Text von Mårten Andersson, Sean Banan, Hans Blomberg und Joakim Larsson – 525 Stimmen (497 + 28)
  3. „Jag reser mig igen“ – Thorsten Flinck & Revolutionsorkestern, Text von Ted Ström – 220 Stimmen (203 + 17)
  4. „Mirakel“ – Björn Ranelid feat. Sara Li, Text von Björn Ranelid – 136 Stimmen (130 + 6)

Textzeile des Jahres

  1. „Diggidiggidiggidingdingding, här glider kingen in“ […hier gleitet der König herein] – Sean Banan – 468 Stimmen (421 + 47)
  2. „I don’t miss your dirty clothes on the floor“ – Molly Sandén – 143 Stimmen (114 + 29)
  3. „Om kvinnan säger nej till mannens säd i 60 år så dör mänskligheten ut“ [Wenn die Frau 60 Jahre lang nein zum Samen es Mannes sagt, stirbt die Menschheit aus] – Björn Ranelid – 108 Stimmen (95 + 13)
  4. „När stunden tar en tugga till av den tid, som rullar på, vill jag gå längs denna scenkant när den elfte timmen slår“ [Wenn der Moment einen weiteren Biss von der Zeit nimmt, die verrint, will ich entlang dieser Bühnenkante gehen, wenn die elfte Stunde schlägt] – Thorsten Flinck – 41 Stimmen (28 + 13)


Bester Auftritt während des Wettbewerbs

  1. Loreen i finalen – 446 Stimmen (399 + 47)
  2. Danny Saucedo i finalen – 256 Stimmen (219 + 37)
  3. Molly Sandén i finalen – 71 Stimmen (57 + 14)
  4. Timoteij i deltävlingen – 35 Stimmen (27 + 8)

Sänger des Jahres

  1. Loreen – 845 Stimmen (784 + 61)
  2. Jimmie Strimell (Dead by April) – 181 Stimmen (159 + 22)
  3. Sonja Aldén – 63 Stimmen (50 + 13) und Nils Molin (Dynazty) – 63 Stimmen (56 + 7)


Bühnenkleid des Jahres

  1. Danny Saucedo – 709 Stimmen (654 + 55)
  2. Loreen – 205 Stimmen (176 + 29)
  3. Sean Banan – 153 Stimmen (139 + 14)
  4. Hanna Lindblad – 32 Stimmen (23 + 9)

Accessoire des Jahres

  1. Danny Saucedos Lichtschlaufen – 329 Stimmen (275 + 54)
  2. Sean Banans Estelle-Puppe – 117 Stimmen (90 + 27)
  3. Molly Sandéns Armketten – 73 Stimmen (51 + 22)
  4. Chor-Thérèses schwangerer Bauch hinter Johnson – 31 Stimmen (23 + 8)

Requisite des Jahres

  1. Loreens erhöhte Brücke – 327 Stimmen (288 + 39)
  2. Sonja Aldéns Brücke – 58 Stimmen (44 + 14)
  3. Maria BenHajjis Gestell mit Kerzen – 50 Stimmen (29 + 21)
  4. Love Generations Thron – 49 Stimmen (29 + 20)

Persönlichkeit des Jahres

  1. Moderaotrentrio – 371 Stimmen (296 + 75)
  2. Lasse Ekström – 28 Stimmen (18 + 10)
  3. Lynda Woodruff – 25 Stimmen (18 + 7)
  4. Nisse Edwall – 9 Stimmen (4 + 5)

Debütant des Jahres

  1. Dvonid Lindgren – 562 Stimmen (510 + 52)
  2. Ulrik Munther – 220 Stimmen (195 + 25)
  3. Sean Banan – 182 Stimmen (161 + 21)
  4. Thorsten Flinck – 96 Stimmen (85 + 11)

Liedschreiber des Jahres

  1. Fredrik Kempe – 242 Stimmen (214 + 28)
  2. Thomas G:son – 113 Stimmen (87 + 26)
  3. Peter Boström – 98 Stimmen (60 + 38)
  4. Figge Boström – 18 Stimmen (8 + 10)

Choregraphie des Jahres

  1. Danny Saucedo – „Amazing“, von Daniel Koivunen – 443 Stimmen (400 + 43)
  2. Loreen – „Euphoria“, von Ambra Succi – 408 Stimmen (355 + 53)
  3. Sean Banan – „Sean Den Förste Banan“, von Jonas Götberg – 101 Stimmen (84 + 17)
  4. Andreas Lundstedt – „Aldrig aldrig“, von Jennie Widegren – 27 Stimmen (20 + 7)

Tänzer des Jahres

  1. Alvaro Estrella – 91 Stimmen (51 + 40)
  2. Anton Ewald – 50 Stimmen (7 + 43)
  3. Sacha Jean-Baptiste – 28 Stimmen (6 + 22)
  4. Eva Kvonenstrand – 10 Stimmen (5 + 5)

Bühnenshow des Jahres

  1. Danny Saucedo – „Amazing“ – 712 Stimmen (646 + 66)
  2. Loreen – „Euphoria“ – 545 Stimmen (498 + 47)
  3. Sean Banan – „Sean Den Förste Banan“ – 255 Stimmen (235 + 20)
  4. Charlotte Perrelli – „The Girl“ – 62 Stimmen (54 + 8)

Gruppe des Jahres

  1. Dead by April – 567 Stimmen (519 + 48)
  2. Youngblood – 254 Stimmen (233 + 21)
  3. Timoteij – 185 Stimmen (157 + 28)
  4. Top Cats – 151 Stimmen (134 + 17)

Duo des Jahres

  1. Björn Ranelid feat. Sara Li (artister) – 217 Stimmen (186 + 31)
  2. Peter Boström und Thomas G:son (låtskrivare) – 149 Stimmen (103 + 46)
  3. Lotta Engberg und Christer Sjögren (artister) – 76 Stimmen (59 + 17)
  4. Edward af Sillén und Daniel Réhn (manusförfattare) – 36 Stimmen (27 + 9)

Spezialeffekt des Jahres

  1. Danny Saucedos Lichtkleider – 606 Stimmen (539 + 67)
  2. Loreens Schnee – 165 Stimmen (129 + 36)
  3. Charlotte Perrellis Videoleinwand – 39 Stimmen (33 + 6)
  4. Youngbloods Fackeln – 21 Stimmen (18 + 3)

Pausenakt des Jahres

  1. Moderatoren – „Inte bara bögarnas fest“ – 479 Stimmen (420 + 59)
  2. Helena Paparizou – „Popular“ – 279 Stimmen (251 + 28)
  3. Stenhammar Quartet feat. Sarah Dawn Finer – „The Hunter“ – 103 Stimmen (87 + 16)
  4. The Soundtrack of Our Lives – „Try Again“ – 31 Stimmen (26 + 5)

Eröffnungsnummer des Jahres

  1. Eric Saade – Finalmedley – 380 Stimmen (327 + 53)
  2. Moderatoren – „Baku Baku“ – 121 Stimmen (104 + 17)
  3. Moderatoren – Boygroupsmedley – 88 Stimmen (63 + 25)
  4. Moderatoren – „Hon är här igen“ – 37 Stimmen (27 + 10)

Fehltritt des Jahres

  1. Thorsten Flincks Hinternklatscher – 414 Stimmen (347 + 67)
  2. Björn Ranelid vergisst Text im Finale – 110 Stimmen (89 + 21)
  3. Top Cats-Fredrik stürzt im Finale – 65 Stimmen (55 + 10)
  4. Thorsten Flinck vergisst den Text in der Andra Chansen – 52 Stimmen (39 + 13)

Wachser des Jahres

Für das Lied, das am meisten nach dem ersten Hören gewachsen ist.

  1. „Euphoria“ – 673 Stimmen (628 + 45)
  2. „Mystery“ – 165 Stimmen (152 + 13)
  3. „Why Start a Fire“ – 151 Stimmen (121 + 30)
  4. „Jag reser mig igen“ – 120 Stimmen (100 + 20)

Tanzbewegung des Jahres

  1. Dvonid Lindgrens breakdance – 399 Stimmen (324 + 75)
  2. Sean Banans männliche Tänzer werfen sich selbst durch die Luft – 63 Stimmen (48 + 15)
  3. Youngblood-Henrics Rollerückwärts – 51 Stimmen (37 + 14)
  4. Thomas Di Levas Waagenbewegungen mit dem Arm – 24 Stimmen (19 + 5)

Beste Neuheut des Jahrse

  1. Die Stimmen werden während der Semis nicht mehr auf Null gestellt – 298 Stimmen (244 + 54)
  2. Die Andra Chansen-Duelle werden ausgelost – 102 Stimmen (81 + 21)
  3. Die offizielle Melodifestivalens-Website wird gerelauncht – 59 Stimmen (29 + 30)
  4. Der Webbjokern bekam einen neuen Wettbewerbskick – 8 Stimmen (6 + 2)

Bild des Jahres (Fotos im Artikel)

  1. Bild 3 (Loreen) – 496 Stimmen (442 + 54)
  2. Bild 4 (Gina Dirawi und Sarah Dawn Finer) – 77 Stimmen (66 + 11)
  3. Bild 1 (Thorsten Flinck) – 66 Stimmen (52 + 14)
  4. Bild 2 (Marie Serneholt) – 58 Stimmen (51 + 7)

Ehrenpreis des Jahres

Peter Boström (siehe Text)