Melodifestivalen 2018 – Quickcheck Semi 2: Direkte Finalqualifikation für die Eye Candys?

Auf geht’s zur zweiten Runde nach Göteborg ins Scandinavium. Kann Margaret wieder einen Fan-Hype entfachen? Rocken Samir & Viktor (Foto) wieder die Bühne? Und wird Liamoo seiner Favoritenrolle bei den Wettanbietern gerecht? Oder ist alles doch nur heiße Luft? Die beiden PrinzBlogger Peter und Marc bewerten die Snippets.

Einminütige Ausschnitte von allen sieben Songs sind hier zu finden, Ausschnitte aus allen Proben gibt es hier zu sehen. Einen Überblick über alle Teilnehmer des diesjährigen Melodifestivalen gibt es hier, die Startreihenfolge hier.

1. Samir & Viktor – Shuffla 
(Andreas ”Stone” Johansson, Denniz Jamm, Costa Leon, Samir Badran, Viktor Frisk)

Peter: 80 Jahre Eurodisco meets „Mambo No. 5“. Ein Klangteppich für´s Fitnessstudio. Dazu passt auch die Choreo. Läuft wieder top in der Eurodisco. Das Finale wird schwer, Daumen drücken. Viktor sieht von Jahr zu Jahr besser aus. Die Trainingsanzüge werden sie sicher ablegen. Bonus: Landessprache.
Bewertung: 5 Sterne (ink. Würdigung des Gesamtwerks)

Marc: Charleston-Retro-Musik der goldenen 20iger Jahre trifft auf Party-Pop der 2000er. Hier ein bisschen „We no speak Americano“, da ein bisschen „Party Rock Anthem“ von LMFAO und fertig ist das neue Gute-Laune-Werk von Samir & Viktor. Keine Jahrhundert-Komposition, aber ein toller und flotter Opener, der für ordentlich Stimmung im Scandinavium sorgen wird.
Bewertung: 4 Sterne

 

2. Ida Redig – Allting som vi sa
(Yvonne Dahlbom, Jesper Welander, Ida Redig)

Peter: Ida ist auch süß. Tolle Figur, elegant-lässige Optik, schöne Ringe. Der Song ist weniger einprägsamer Radiopop. Nicht aufregend, bissel langweilig, wenn man die Kostprobe auf 3min hochrechnet. Auch hier ist die Landessprache ein Bonus.
Bewertung: 3 Sterne

Marc: Ida kommt aus Göteborg und hat sicher einen Heimvorteil am Samstag. Sie ist 30 Jahre jung, wirkt in den Snippets aber fast noch wie ein Teenie. Bei Ida glitzern ihr Jäckchen und die CDs im Hintergrund um die Wette. Ihr Radiopop-Song kommt mit ordentlich Drive daher, aber mir fehlen die Ecken und Kanten. Der Song zündet nicht richtig.
Bewertung: 2,5 Sterne

 

3. Jonas Gardell – Det finns en väg 
(Calle Kindbom, Jonas Gardell, Mats Tärnfors)

Peter: Ganz viel Schwedisch heute. I like. Mich stört, dass hier mehr als sechs Personen versammelt sind, das bedeutet, es muß was verändert werden, wenn sich das Song qualifizieren sollte. Was nicht passieren wird, so what? Ein Song, der auch gut auf einen Kirchentag passen würde. Wobei man da Besseres hört. Mit Inbrunst vorgetragen, das wenigstens gefällt mir.
Bewertung: 2 Sterne

Marc: Der 54-jährige Jonas blickt in Schweden bereits auf eine lange Karriere zurück u.a. als Komiker. Was uns Jonas hier in den Snippets serviert, ist aber alles anderes als das. Er hat eine dramatische Musicalballade im Gepäck, die er sehr theatralisch interpretiert. Gegen Ende soll es eine Key Change geben. Schwer abzuschätzen, wie die Schweden auf dieses Werk reagieren.
Bewertung: 2 Sterne

 

4. Margaret – In My Cabana 
(Anderz Wrethov, Linnea Deb, Arash Labaf, Robert Uhlman)

Peter: Mehr down as cool – leider. Und wieder so ein Gehampel. Die Reimerei ist unfreiwillig komisch. Die Reggae-Zitate sind zwar ganz hübsch, aber wenn da nicht noch mehr Drive in den übrigen zwei Minuten kommt, dann ist dieser Beitrag schnell wieder vergessen. Nie war ein Drumbeat so wertvoll notwendig wie heute.
Bewertung: 2 Sterne

Marc: Ich war soooo gespannt, ob Margaret ein zweites „Cool me down“ raushaut. Leider nein. Gut finde ich, dass sie eine andere Facette von sich zeigt. „Cabana“ ist eine lässige Reggae-Nummer, die im kalten schwedischen Winter für ein paar Sommergefühle sorgen wird. Nett und süß ist sie ja, die gute Margaret. Aber ob sie diesmal den Song live stemmen kann, wenn es darauf ankommt? Ein Selbstläufer wird es für sie nicht werden.
Bewertung: 3 Sterne

 

5. Stiko Per Larsson – Titta vi flyger 
(Stiko Per Larsson, Emil Rotsjö)

Peter: Wer soll dafür abstimmen? Leute, die sowas hören, lesen in Deutschland DIE ZEIT, aber gucken die das Mello? Mit Stiko lässt sich bestimmt supergut ein Öl trinken und über den Sinn des Lebens sprechen, aber dieser konventionelle Guitarrenpop ist nicht wirklich striking. Die Inszenierung ist jedoch sehr ansprechend. Und Stiko hat eine schöne einprägsame Stimme.
Bewertung: 3 Sterne

Marc: Das fliegt an mir vorbei, ohne richtig in Erinnerung zu bleiben, genauso wie die Comics und Balloons, die im Hintergrund vorbei ziehen. Auf der Suche nach einer Melodie werde ich auch nicht so richtig fündig. Der Song zieht seinen Zauber eher aus seiner Einfachheit.
Bewertung: 1,5 Sterne

 

6. Mimi Werner – Songburning 
(Göran Werner, Mimi Werner, Niki Niki, Carl Varga, Johan Åsgärde, Oliver Lundström)

Peter: Von Mimi hatte ich mir mehr erhofft. Vier trommelnde Frauen haben logischerweise viel Charme und ich habe die Hoffnung, dass der Song in der 3min-Fassung noch abheben kann. Die leichten Folk-Anspielungen gefallen mir und Mimi hat bei mir Mimi-Bonus. Kann mich aber nicht durchringen, den Titel direkt ins Finale zu wünschen.
Bewertung: 3 Sterne

Marc: Zeitlose kleine Country-Pop-Hymne, der das gewisse Etwas fehlt. Trotzdem mit Außenseiter-Chancen für Andra Chansen. Mimi strahlt mit ihren 4 Trommlerinnen um die Wette und bringt „Songburning“ dynamisch rüber.
Bewertung: 2,5 Sterne

 

7. LIAMOO – Last Breath
(Liam Cacatian Thomassen, Morten Thorhauge, Peter Bjørnskov, Lene Dissing) 

Peter: Objektiv der beste und modernste Song im zweiten Semi. Und Liamoo sieht fantastisch aus. Die Lederjacke ist ein wenig old school, aber er kann sie tragen – wie man so sagt. Mich stören diese grellen Laserblitze und diese synthetisch erzeugten Bildstörungen, die übermäßig vom stark vorgetragenen Midtempo-Song ablenken. Geht direkt ins Finale.
Bewertung: 5 Sterne

Marc: Idol Gewinner Liamoo liegt bei den Wettanbietern vorne. „Last breath“ klingt etwas nach Rap/RnB wie man es aus den 2000er  Jahren kennt. Das reicht beim Semifinale in Göteborg schon aus, um im Vergleich zu den anderen Songs modern und frisch zu klingen. Der Refrain ist mir aber nicht catchy genug, um hier schon vorzeitig den Melodifestivalen-Gesamtsieger 2018 auszurufen. Der Song hat aber viel Potenzial und Liamoos Eye-Candy-Qualitäten werden für zusätzliche Teenie-Votes sorgen.
Bewertung: 4 Sterne

 

Tipp fürs Finale:
Peter: LIAMOO, Viktor (I wish)
Marc: LIAMOO, Samir & Viktor

Tipp für Andra Chansen:
Peter: Ida, Mimi
Marc: Margaret, Ida