Melfest 2018 – Quickcheck Semi 3: Gelingt Jessica ihr MF-Comeback?

Am Samstag findet in Malmö das dritte MF-Semifinale statt. Mit dabei ist Dauergast Jessica Andersson, die bereits 2003 als Teil des Duos „Fame“ beim Eurovision Song Contest in Riga für Schweden angetreten ist. Lösen Kalle Moraeus & Orsa Spelmän mit dem traditionellen schwedischen Song „Min dröm“ das direkte Ticket nach Stockholm?  Die beiden PrinzBlogger BennyBenny und Salman bewerten die Snippets im Quickcheck.

Einminütige Ausschnitte von allen sieben Songs sind hier zu finden, Ausschnitte aus allen Proben gibt es hier zu sehen. Einen Überblick über alle Teilnehmer des diesjährigen Melodifestivalen gibt es hier, die Startreihenfolge hier.

1. Martin Almgren – A Bitter Lullaby 
(Josefin Glenmark, Märta Grauers)

BennyBenny: „A Bitter Lullaby“ ist ein ziemlich typisches Singer-Songwriter-Lied, das aber gut gemacht ist und mir vor allem in den Strophen ziemlich gut gefällt. Leider fällt der Refrain dann doch ein wenig in Richtung „typischer Radiosong“ ab. Außerdem gefällt mir aktuell Martins Bühnenoutfit gar nicht, aber vielleicht hat er am Samstag ja etwas anderes an.
Bewertung: 3,5 Sterne

Salman: „Lullaby“…da war doch was…stimmt Brandur hat darüber 2008 gesungen…scheint ein beliebter Titel beim Melodifestivalen zu sein. Über den „Bitter Lullaby“ singt Martin Almgren, der schwedische Idol Gewinner aus dem Jahr 2015. Der Song ist solide und tut keinem weh, Martin hat eine schöne Stimme, steht aber im Probenvideo recht statisch da. Ein Weiterkommen ist unwahrscheinlich, aber kann man sich den Song durchaus auf der Melodifestivalen CD anhören.
Bewertung: 2 Sterne

 

2. Barbi Escobar – Stark
(Barbi Escobar, Costa Leon, Andreas ”Stone” Johansson)

BennyBenny: Songs über den Vater scheinen in dieser Vorentscheidungssaison im Trend zu liegen: Erst Malta, dann Deutschland und jetzt eben Schweden. Auf die komplette Choreographie bin ich am Ende sehr gespannt, da scheinen Barbi und Loreen-Choreographin Ambra Succi sich wirklich etwas haben einfallen lassen. Nur den Song finde ich bislang leider nicht wirklich stark und bestenfalls Durchschnitt.
Bewertung: 2,5 Sterne

Salman: Auf schwedisch geht es weiter. Und nach dem statischen Anfang wird es flotter. Barbi hat mehrere Tänzer dabei, die rund um sie herumhüpfen. Stimmlich scheint sie stabil, aber irgendwie geht der Song nicht richtig ins Ohr. Das betonte „Stark“ mittendrin nimmt etwas den Rhythmus raus. Man hat das Gefühl der Song plätschert so vor sich hin und da fehlt was.
Bewertung: 2,5 Sterne

 

3. Moncho – Cuba Libre
(Jimmy Jansson, David Strääf, Markus Videsäter, Axel Schylström, Moncho Monserrat)

BennyBenny: Dieser „Cuba Libre“ ist bestenfalls ein Virgin Cuba Libre, daran werden auch die schönen Tänzerinnen nichts ändern. Aber schon interessant, dass wir nach „In My Cabana“ im zweiten Semi gleich wieder ein karibisches-anmutendes Stück im Mello haben. Das wirkt auf mich jedenfalls nicht sonderlich glaubwürdig, sondern sehr gewollt und dann nicht mal besonders gut gemacht.
Bewertung: 1,5 Sterne

Salman: Nach Margaret schon wieder karibische Klänge? Dabei hatte Christer Björkman viel Abwechslung im Teilnehmerfeld dieses Jahr angekündigt. Diese Nummer hätte er sich echt sparen und lieber Alcazar den Startplatz geben sollen. Es ist noch schwächer als „In My Cabana“ und wirkt einfach nur billig. Das „Cuba Libre“ und „Hey Yo“ ist sehr repetitiv und geht schnell auf die Nerven. Next please!
Bewertung: 1 Stern

 

4. Jessica Andersson – Party Voice
(Fredrik Kempe, David Kreuger, Niklas Carson Mattsson, Jessica Andersson)

BennyBenny: Das ist doch mal ein Melodifestivalen-Song, wie er im Buche steht. Blogger-Kollege Douze Points hat unsere WhatsApp-Gruppe schon heute Nachmittag mit Liebesbekundungen geflutet und tatsächlich ist der Song ziemlich gut. Er erfindet das Rad jetzt nicht wirklich neu, aber macht Spaß, geht ins Ohr und wird bestimmt ein Hit auf der Tanzfläche.
Bewertung: 4 Sterne

Salman: Jessica is back! Und endlich auch der Schlager Beat! Der Auftritt erinnert mich an „The Girl“ von Charlotte Perrelli. Auch sie hatte ihre Mädelsgang mit dabei. Bekanntlich hat sie es nicht mal ins Andra Chansen geschafft. Jessica hat bessere Chancen, da das Semifinal in Malmö nicht das Stärkste ist. So oder so wird es aber einer der Party Hits aus diesem MF-Jahrgang
Bewertung: 3,5 Sterne

 

5. Kalle Moraeus & Orsa Spelmän – Min dröm
(Thomas G:son, Alexzandra Wickman)

BennyBenny: Ich würde ziemlich viel verwetten, dass dieser Song ins Finale kommt. Typisch Kalle Moraeus, aber auch typisch Thomas G:son. Soll heißen: Das klingt auf der einen Seite ziemlich traditionell, was bei den Schweden ja gerne mal genommen wird. Das geht aber auch ganz extrem ins Ohr und ich würde den Song fast schon als Hymne beschreiben. Dazu noch ein bisschen folkloristische Show, schon dürfte das Ticket nach Stockholm sicher sein.
Bewertung: 4,5 Sterne

Salman: Ist das Hasse Andersson? Nein es sind Kalle Moreaus & Orsa Spelmän. Und im Gepäck haben sie einen traditionellen Song, der in Schweden bestimmt wieder gefeiert, aber von der internationalen Jury abgestraft wird. „Min dröm“ wird  zumindest an diesem Abend rausstechen. Es gibt das Sommer Feeling den Schweden wieder. Man möchte „Midsommer“ genießen und um den Maibaum tanzen.
Bewertung: 4 Sterne

 

6. Dotter – Cry
(Linnea Deb, Peter Boström, Thomas G:son, Johanna ”Dotter” Jansson)

BennyBenny: Optisch erinnern mich Auftritt und Dotter an Jenny Silver (Jenny, wo bist du eigentlich hin?). Ich finde die einminütige Hörprobe ziemlich fesselnd, bin aber auch sehr gespannt, wie der Song dann weitergeht – das könnten entweder sehr spannende drei Minuten werden, wenn sich die aufgebaute Spannung noch entlädt, oder aber sehr langweilige drei Minuten, wenn nichts mehr passiert.
Bewertung: 3,5 Sterne

Salman: Der wohl modernste Song des Abends. Der Song erinnert mich etwas an „My heart is refusing me“ von Loreen. Dotter hat etwas Mysteriöses an sich. Sie hat Ausstrahlung und bringt den Song sehr gut rüber. Ich bin auf den ganzen Song gespannt, aber nach dem bisherigen Ausschnitt ist das für mich der Favorit des Abends. Mit diesem Songwriter Team bin ich recht optimistisch, dass ich auch vom restlichen Song nicht enttäuscht werde.
Bewertung: 4,5 Sterne

 

7. Mendez – Everyday 
(Leopoldo Mendez, Jimmy Jansson, Palle Hammarlund) 

BennyBenny: Ich habe mir von Mendez nichts erwartet und bin jetzt positiv überrascht. Der Song erinnert mich ein bisschen an Nano, leicht angereichert mit karibischen (Hello again!) Rhythmen und schönem Chor. Das Bühnensetting ist mir zwar etwas zu viel Show, aber das sollte trotzdem reichen, um eine Runde weiterzukommen.
Bewertung: 4 Sterne

Salman: Zum Abschluss hätte ich einen Knaller erwartet, aber bin recht enttäuscht. Es passiert zwar viel auf der Bühne mit jeder Menge Show , aber der Song ist schwach. Durch die gute Startposition wird es Mendez wohl mindestens ins Andra Chansen schaffen, verdient hat er es aber nicht wirklich. Langsam beginne ich an die Qualität dieses MF-Jahrgangs zu zweifeln.
Bewertung: 3 Sterne

 

Tipp fürs Finale:
BennyBenny Kalle Moraeus &  Orsa Spelmän , Mendez
Salman: Dotter, Kalle Moraeus &  Orsa Spelmän

Tipp für Andra Chansen:
BennyBenny: Dotter, Jessica Andersson
Salman: Jessica Andersson, Mendez