ESC 2018: Pressekonferenz mit Gromee, Christabelle, AWS und Laura

Heute geht es wirklich Schlag auf Schlag. Eine Stunde dem Zeitplan voraus geht es weiter mit den Pressekonferenzen. Den Anfang machen Gromee ft. Lukas Meijer aus Polen.

Polen

Die polnische Delegation ist sehr froh über die zweite Probe. Gromee sagt, dass in der ersten Probe vieles noch nicht ausgereift gewesen sei und man in den letzten Tagen sehr hart gearbeitet habe. In den Generalproben wird noch mehr Pyro als heute eingesetzt werden. Man habe heute noch nicht den finalen Auftritt gesehen und könne darauf gespannt sein.

Der Song soll gute Laune verbreiten. Vor allem in dunklen Situationen im Leben soll er Mut machen. Lukas Meijer kommt ja eigentlich aus Schweden, aber erzählt, dass er mittlerweile schon eine sehr starke Bindung zu Polen habe. Seine Lieblingsstadt ist Krakau, und er hat sehr viele Freunde dort. Er liebt polnisches Essen. Über die polnische ESC-Geschichte weiß er allerdings noch nicht viel. Da kennt er nur die letzten zwei Beiträge. Vor dem ESC 2016 in Stockholm hat er größenteils nur das Melodifestivalen geschaut.

Lukas wird von einem Journalisten gefragt, ob er niederländische Vorfahren hat. Er antwortet, dass er aufgrund seines Namens öfters für einen Holländer gehalten werde. Ihm seien aber in den letzten Generationen keine niederländischen Vorfahren bekannt.

Der polnische Delegationsleiter wird gefragt, ob Polen mal gerne den ESC ausrichten würde. Er sagt, es sei immer eine große Ehre, Gastgeber sein zu dürfen. Es wäre sehr schön, den ESC eines Tages mal in Polen zu haben und man würde sich dann auch auf jeden Fall dieser Verantwortung stellen. Zum Abschluss singen sie noch „Light me up“.

 

Malta

Christabelle ist sehr froh, endlich beim ESC dabeizusein. Sie erzählt die Botschaft ihres Songs. „Psychische Krankheiten“ sind immer noch ein Tabu und werden in der Gesellschaft oft als Schwäche angesehen. Deshalb schämen sich viele Betroffene und scheuen davor, professionelle Hilfe zu suchen. Am Dienstag wird sie hier in Lissabon das „Center of Mental Illness“ besuchen und lädt dazu auch die Presse ein.

Christabelle war in Malta schon als Moderatorin tätig. Später hat sie sich dann aber für die Musik entschieden. Sie kann sich durchaus vorstellen, irgendwann mal wieder in Moderationswelt zurückzukehren, falls es sich ergibt.

Sie wird gefragt, warum die ESC-Begeisterung in Malta so groß ist. Christabelle antwortet, dass in Malta die Menschen sehr musikalisch seien. Man werde dort schon mit dem ESC im Blut geboren. Nicht nur der ESC, sondern auch der Junior Eurovision Song Contest spielt dort eine große Rolle. Diesen hat Malta bereits zwei Mal gewonnen und ist sehr stolz darauf.

Zum Abschluss soll Christabelle noch ihren Lieblingssong vom ESC singen. Sie entscheidet sich für Euphoria von Loreen.

 

Ungarn

AWS kommen gelassen mit Badeschlappen zu der Pressekonferenz. Die Jungs sind gut gelaunt. Sie freuen sich über das endlich gute Wetter in Lissabon und wollen heute noch einiges von der Stadt anschauen. Sie erzählen, dass sie mit vielen anderen Künstlern schon Freundschaften geschlossen haben. Mit „The Humans“ aus Rumänien verstehen sie sich sehr gut und auch mit der österreichischen Delegation. Gestern haben sie gemeinsam an der Hotelbar „Backstreet Boys“ und „Lion King“ gesungen.

Die Band ist sehr stolz darauf, ihre Musikrichtung ganz Europa präsentieren zu können. Lordi bezeichnen sie als „Door Opener“ für  den Hardrock beim ESC und sie schätzen sie sehr. Gerne würden sie als Sieger in deren Fußstapfen treten.

Die Band sieht sich als sehr „down to earth“. Sie sind normale Jungs aus Budapest und legen nicht großartig Wert auf teure Kleidung und Luxusgüter. Es sei ihnen unangenehm, Autogramme zu geben und auf die „Starebene“ gehoben zu werden. Aber sie machen das trotzdem gerne, wenn sie dadurch anderen Menschen eine Freunde machen können.

Zum Abschluss singen sie ihren Titel a cappella. Sie versprechen, dass sie davon auch eine portugiesische Version aufnehmen werden. Na dann…

 

Lettland 

Laura sagt, es sei sehr schön gewesen, heute auf die Bühne zurückzukehren. Die Bühne sei wie ihr Wohnzimmer. Sie ist das zweite Mal in Lissabon. Das erste Mal war sie beim Postkartendreh da. Heute abend tritt sie um 19 Uhr im Eurovision Village auf und will neben „Funny Girl“ auch einen brasilianischen Klassiker singen.

Ihr Vater ist heute auch da. Er arbeitet im Bereich Verkehrssicherheit, und sie hat gemeinsam mit ihm einen Song über „Car Safety“ aufgenommen. Der Song heisst „Miracle“ und sie singt einen Teil davon. Laura hat schon mit J Lo zusammengearbeitet und mit ihr Songs auf portugiesisch aufgenommen. Sie sagt, dass J Lo unglaublich professionell sei und sie viel von ihr gelernt habe.

Der erste ESC-Song, an den sie sich erinnern kann, ist „Satellite“ von Lena. Ihr ESC-Lieblingssong ist „Love injected“ von Aminata. Nach dem ESC möchte sie gerne auch mehr Songs vom ESC kennenlernen, da sie die älteren Songs, die sie auf den Pre-Parties gehört hat, begeistert haben. Sie hofft nur, dass sie die Zeit dazu findet.

Das war die letzte Probekonferenz in diesem Block. In Kürze geht es dann hier weiter mit den PKs mit Schweden, Montenegro, Slowenien und der Ukraine.