Roll-Blog „Unser Lied für Lissabon“: Proben Natia Todua, voXXclub, Ivy Quainoo

Heute starten im Studio Berlin in Adlershof die Einzelproben für „Unser Lied für Lissabon“. Wir begleiten die Proben den ganzen Tag halten euch in unseren Roll-Blogs live auf dem Laufenden. Hier könnt ihr den ersten Teil mit den Proben von Natia Todua, voXXclub und Ivy Quainoo nachlesen.

Und hier ist die Probenreihenfolge für den heutigen Tag:

11:15 Uhr – Natia Todua

12:15 Uhr – voXXclub

13:15 Uhr – Ivy Quainoo

14:15 Uhr – Michael Schulte

Mittagspause

16:15 Uhr – Ryk

17:15 Uhr – Xavier Darcy

Die Probenreihenfolge entspricht nicht unbedingt der Startreihenfolge.

NATIA TODUA

Und schon steht Natia auf der Bühne. Sie ist komplett in weiß gekleidet und hat zwei Backgroundsängerinnen dabei. Diese sind ganz in Schwarz angezogen. Natia trägt eine weite Stoffhose und ein Top, darüber eine weite, fast durchsichtige Bluse.

Die Seiten der Bühne, also das „Gerippe“ ist am Anfang komplett rot, in der Mitte werden weiße Muster auf einen durchsichtigen Vorhang projiziert. Später werden die Seiten schwarz, bis am Ende die ganze Bühne komplett rot ist. Vor dem letzten Refrain rennt Natia auf die Satellitenbühne und hetzt danach wieder zurück, da stimmen die Abläufe noch nicht so ganz.

In unserer Instagram-Story posten wir übrigens immer einen ersten Schnappschuss aus den Proben, bevor später die Top-Fotos von Volli hier eingebaut werden.

Dritter Probendurchlauf: Der Hintergrund wird übrigens so projiziert, dass die weißen Muster, die passend zum Text eine abstrakte Straße mit teilweise sehr steilen Bergen darstellen, auch auf Natia selbst zu sehen sind. Mich erinnert das deshalb auch etwas an Ella Endlich, die ganze Inszenierung ist auch relativ puristisch.

Stimmlich ist das besonders in den Strophen gut, aber die ganz hohen Stellen am Ende sind teilweise etwas sehr am Limit. Aus dem Presseraum schreiben die Kollegen, dass sich die Stimme am Bildschirm wohl noch etwas schiefer anhört als hier in der Halle. Es scheint aber, als hätte Natia sich jetzt etwas warm gesungen. Immerhin ist sie ja The Voice!

Nach dem fünften Durchgang muss ich nun aber sagen, dass auf der Bühne insgesamt leider wirklich relativ wenig passiert und Natia scheint mit ihrer Performance nicht bei 100% zu sein – ob sie heute noch spart oder vielleicht angeschlagen ist, können wir von hier aus nicht sagen. All in all: Das Lied gewinnt durch die Performance jedenfalls nichts hinzu und auch die Reaktionen hier im Publikum sind sehr verhalten.

Hier meldet sich jetzt Jan, BennyBenny hat an mich übergeben – allerdings wohl, ohne zu ahnen, dass Natia noch einen weiteren Durchgang absolviert. Das führt dann jetzt doch zu etwas Verspätung im Tagesablauf. Aber letztlich sollen ja auch alle das bestmögliche Ergebnis für sich erzielen. Deshalb warten wir also gern! BennyBenny teilt derweil mit, dass es bei Natia noch einige Änderungen geben wird. Wir sind gespannt, welche das sein werden.

VOXXCLUB

Nun aber! Hier oben im Presseraum ist erst einmal der Ton ausgefallen, deshalb sehen wir die fünf Jungs erst einmal nur stumm vor sich hin tanzend. Die Bühne ist in diesem Jahr nicht besonders groß, deswegen wirkt sie mit einer solchen Gruppe schon gleich ziemlich voll.

Klamottentechnisch werden wir nicht überrascht. Lederhosen und Holzfällerhemden sind angesagt. Und im Gegensatz zum eher statischen Auftritt von Natia passiert hier richtig viel – auch das nicht wirklich überraschend.

BennyBenny sitzt noch im Studio und schreibt uns, dass es jetzt ziemliche Diskussionen gibt – offenbar wollen Voxxclub noch eine ganze Menge ändern.

Zu Beginn stehen alle auf Podeste vor einem tiefroten Hintergrund. Dann springen alle runter und los geht die wilde Dreherei, teilweise fühle ich mich an Formationstanz erinnert – gar nicht so einfach. Zwischendurch wird selbstverständlich auch geschuplattlert.

Lichtmäßig passiert eigentlich gar nichts weiter, es bleibt einfach rot. Zum Schluss hin stehen alle winkend vorn am Bühnenrand. Wir verhandeln derweil mit der hiesigen Technikabteilung über eine Tonspur. Mit Erfolg!!!

Das Intro ist wirklich gut. Die Choreographie ist auch o.k. und stimmlich gibt es ebenso überhaupt nichts auszusetzen. Aber auf der Bühne ist irgendwie nicht genügend Platz, es wirkt teilweise so, als müssten sie aufpassen, sich nicht gegenseitig über den Haufen zu rennen. Mit einem solchen Auftritt würde ich mal sagen, dass die supersympathischen Jungs wohl eher nicht um den Sieg mitsingen können. Der Funke will nicht wirklich überspringen und das ganze Setting passt für meine Begriffe überhaupt nicht.

Die Anfangspodeste werden jetzt offenbar ein wenig nach hinten geschoben, um etwas Platz zu gewinnen. Aber den Gesamteindruck kann das auch nicht wirklich verbessern. Es bleibt beengt. Mit dem Licht wird jetzt ein bisschen experimentiert. Mal sehen, was letztlich dabei herauskommt.

Der nächste Durchgang ist deutlich besser. Es gibt jetzt eine richtige Scheinwerferorgie in allen möglichen Farben und auch Hochdruckdampf schießt gelegentlich aus dem Bühnenrand. Zu Beginn des Songs werden die Jungs auf den Podesten von aufsteigenden horizontalen, sich hell und dunkel abwechselnden Neonstreifen beleuchtet – das sieht ganz gut aus. Um das Licht müssen wir uns also keine Sorgen mehr machen. Bleibt die Enge auf der Bühne. Allerdings wird durch die vielen jetzt eingesetzten Scheinwerfer das Bild etwas aufgelockert.

Das war es auch schon. Wir sind wieder im Zeitplan. Es folgt:

IVY QUAINOO

Ivy steht zu Beginn in einem Halbkreis aus Lichtsäulen. Großaufnahme von ihrem Gesicht, viele Armbewegungen. Ihre Haare sind zu mehreren Zöpfen geflochten. Über ihrem schwarzen Hosenanzug trägt sie eine Art orangenen Gardinentüllstoff. Sieht auf den ersten Blick ein bisschen merkwürig aus. Mal sehen, ob sie dabei bleibt. Stimmlich ist sie gleich von Anfang an top. Die Gardine will sie wohl irgendwann mal ausziehen. Das gelingt im ersten Versuch nocht nicht, aber das wird sicher noch klappen.

Das tut sie im zweiten Durchlauf auch. Kurz vor dem langen Ton zum Schluss hin, zu dem sich Ivy auf den kleinen Satelliten nach vorn begeben hat. Die Choreographie ist durchgeplant bis ins kleinste Detail. Jede Handbewegung und jede Drehung ist einstudiert. Natürliche Bewegungen – komplette Fehlanzeige. Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, aber dem Auftritt fehlt dadurch aus meiner Sicht jegliche Natürlichkeit. Aber das ist sicher Geschmackssache.

Zum Schluss steht Ivy vor einem stilisierten abgebrannten Haus – was mich fatalerweise erinnert an: „Das ist das Haus vom Nikolaus“. Kennen sicher alle und können sich alle etwas darunter vorstellen! Wir hoffen, dass es zum Schluss noch im Wunderkerzenoptik in Flammen aufgeht!

Aber eines wollen wir schon mal feststellen. Die erste The Voice-Siegerin steckt die aktuelle locker in die Tasche! Eigentlich passiert auf der Bühne gar nicht viel, aber Ivy schafft es doch irgendwie, den Zuschauer zu fesseln. Der Auftritt hat schon etwas Besonderes. Diese Bewegungen, dazu Ivys tolle Stimme – da gerät der aus meiner Sicht eher mittelmäßige Song sogar etwas in den Hintergrund.

Jetzt im letzten Durchlauf gibt es Feuer, Feuer, Feuer! Der Bühnenrand brennt, das Haus brennt und das sieht alles sehr gut aus. Wenn Ihr mich fragt, war das die gelungenste Probe bisher. Ob es etwas bringt, wird man sehen!

Weiter geht es im zweiten Teil unseres Rollblogs mit Michael Schulte, Ryk und Xavier Darcy.