Rollblog: Inside Song Writing Camp „Unser Lied für Lissabon“

In Berlin-Kreuzberg fand heute der zweite Tag des „Unser Lied für Lissabon“ Song Writing Camps stattfindet. Peter und ich waren vor Ort und haben euch live über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden gehalten. Hier gibt es unseren Rollblog zum Nachlesen.

Während Peter noch das gerade aufgenommene Gruppenfoto bearbeitet und hochlädt, zeigen wir hier nochmal mit das gestrige Foto des Auftaktmeetings  (Danke dafür an den deutschen Head of Delegation Christoph Pellander).

Und hier das heutige Gruppenfoto:

Alle Informationen zum Song Writing Camp findet ihr auch in diesem Interview mit dem NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber und in dieser Übersicht über die teilnehmenden Komponisten, Texter und Produzenten.

Zunächst eine kurze Info zu den teilnehmenden Kandidaten, da das gestern in den Kommentaren für Spekulationen gesorgt hat: Alle Kandidaten von „Unser Lied für Lissabon“ nehmen am Song Writing Camp teil. Heute sind Xavier Darcy, Stefan von voXXclub (beide erstes Foto unten), Michael Schulte und Natia Todua (zweites Foto unten mit HoD Christoph Pellander) hier. Gestern war bereits Ryk da, der heute aber krank ist und dem wir an dieser Stelle gute Besserung wünschen! Nachher kommt dann auch Ivy Quainoo sozusagen direkt aus New York mit Zwischenstopp in Lissabon (!). VoXXclub nehmen am Song Writing Camp in wechselnder Besetzung teil.

Zum konkreten Ablauf des Song Writing Camps: Die Idealvorstellung ist „Ein Tag, ein Team, ein Lied“, d.h. die Künstler arbeiten einen Tag lang mit einem Songwriting Team an einem Song und haben dann am Ende des Camps drei Songs zur Auswahl. Abweichungen davon sind natürlich möglich und manchmal sogar notwendig, so sind wie gesagt Ryk und Natia gerade mit anderen Projekten auf Tour durch Deutschland und können nicht die ganze Zeit teilnehmen. Aber es gibt ja auch die Möglichkeit, nach dem Camp an dem Song oder an den songs weiterzuarbeiten.

Xavier hat zum Beispiel berichtet, dass er mit seinem Team gestern an einem ganz neuen Song gearbeitet hat, der am Anfang des Tages nur aus einer Strophe bestand und den er gemeinsam mit „seinem“ Team dann bis 9 Uhr abends zu einem kompletten Song ausgebaut hat („Ich hatte die ganze Zeit einen Ohrwurm, sogar heute beim Joggen.“).

Und jetzt kam es tatsächlich zu Peters absolutem Highlight, dem Wiedersehen mit Paradise Oskar. Hättet ihr ihn erkannt?

Oskar aka. Axel Ehnström passt übrigens haarlich gut zu Xavier, wie diese Fotos („Stellt euch mal auf wie Bucks Fizz 1981“) beweisen.

Xavier und Axel arbeiten heute übrigens als Team zusammen und haben noch Thomas Stengaard, der unter anderem den 2013er-Gewinner „Only Teardrops“ von Emmelie de Forest mitgeschrieben hat.

Hier noch ein Gruppenfoto-Nachtrag mit Xavier, Stefan und Michael in prominenterer Position. Erkennt ihr im Hintergrund auch die Miniaturausgabe des wellenförmigen Hintergrunds der ESC-Bühne von Lissabon?

Auch Michael Schulte sitzt mit einem kleinen Team in einem Studio, während sich in Natias Studio eine größere Gruppe angesammelt hat. Da die nicht den ganzen Tag hier sein kann, nutzen die Songwriter die Chance, Natia und ihre Stimme kennenzulernen, um dann auch ohne sie an ihren Songs weiterarbeiten bzw. Songs für sie schreiben zu können.

Die Stimmung hier ist übrigens ganz ähnlich wie beim Eurovision-Workshop (Berichte hier, hier und hier): Sehr familiär, sehr angenehm, aber auch sehr konzentriert und zielorientiert. Die Teams arbeiten intensiv und gleichzeitig bleibt für uns Zeit und Möglichkeit mit den Protagonisten – auch denen hinter den Kulissen – zu sprechen und Informationen zu „Unser Lied für Lissabon“ zu bekommen.

Viele Personen, die wir von den Workshops kennen, sind natürlich auch hier wieder dabei: Producer Jens Bujar (Lodge of Levity), Produktionsleiter Carsten Lehmann, Vocal-Coach Jeff Cascaro, Head of Delegation Christoph Pellander und gerade ist auch Regisseur Volker Weicker angekommen.

Die Künstler gehen jetzt erstmal in die Mittagspause. Alle berichten uns von einer tollen Arbeitsatmosphäre und guten Fortschritten beim Schreiben. Währenddessen werden die Songwriter von Natia, ihrem Manager Pino und Christoph Pellander gebrieft (Vorstellungen von Natia, musikalische Vorbilder etc.), damit der Songwriting-Prozess auch ohne Natia weitergehen kann, wobei auch darüber gesprochen wird, wie die Kommunikation digital stattfinden kann und wann man sich dann das nächste Mal treffen könnte. Das Zeitfenster bis zur deutschen Vorentscheidung ist ja wirklich knapp und logischerweise kann der Song auch nicht erst am 21. Februar fertig werden.

Peter hat die Mittagspause auch für ein Fotoshooting genutzt, hier ein paar Highlights:

Das letzte Foto zeigt Vocal-Coach Jeff Cascaro mit Songwriter Ricardo „Richy“ Bettiol.

Von Michael Schulte haben wir erfahren, dass er bei ULfL auf jeden Fall mit einem eigenen Song antreten möchte, wo er mindestens als Co-Autor fungiert. Er empfindet das als authentisch für ihn und nach allem was wir über ihn wissen, ist das sicherlich auch eine gute Wahl. In dieser Hinsicht war er in den letzten Tagen und Wochen ja bereits fleißig. Inwieweit dann Inspirationen oder Weiterentwicklungen und Partnerschaften aus diesem Camp einfließen, lässt er aber offen.

Natürlich auch notwendig: Regelmäßige Raucherpausen. Hier im Bild Xavier Darcy und Songwriterin Loren Nine Geerts.

Im Studio-Flur hängen etliche Auszeichnungen. Die aktuell wichtigsten mit ESC-Bezug sind diese beiden Goldenen Schallplatten für Ivys Song „Do You Like What You See“ und ihr Album „Ivy“.

Auch wieder dabei: Eurovision.de-Videoblogger LissaBjörn.

Hier arbeitet ULfL Regisseur Volker Weicker an den Plänen für die Show:

Koordiniert wird das Song Writing Camp von Lars Ingwersen, Produzent und Musikverleger.

Parallel zum Workshop bereiten wir auch unsere Interview-Serie mit allen ULfL-Kandidaten vor. Hier freut sich Stefan von voXXclub über die vorbereiteten Fragebögen.

Während die Kandidaten mit ihren Teams in einzelnen Studios weiterarbeiten, halten wir uns im urban-loftigen Gemeinschaftsraum auf und sprechen mit den Künstlern, die gerade Pause machen.

Auch Kollege Feddersen von eurovision.de ist da, sammelt Impressionen und führt Interviews.

So sieht unser Aufenthaltsraum übrigens in der Außenperspektive aus und unten die zwei deutschen ESC-Chefs (und der Song Writing Camp-Chef) vor der kultigen Gitarrenwand.

Aber in den Pausen wird nicht nur genetworkt und interviewt, sondern es gibt auch die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen, wie auch die Kandidaten zeigen (hier Michael Schulte und Stefan von voXXclub).

Jetzt aber auch mal wieder etwas zum eigentlichen Thema: In Sachen voXXclub bekommen wir die News, dass der Vorentscheidungsbeitrag kein Song vom Album „Donnawedda“ sein wird, sondern ein speziell für „Unser Lied für Lissabon“ geschriebenes Stück werden soll. Hier zu sehen ist das heutige voXXclub-Songwriting-Team Ricardo „Richy“ Bettiol und Nina Müller mit Stefan von voXXclub.

Michael Schulte ist mit seinem Song für heute fast durch und fordert deswegen die PRINZ-Blogger zum Duell. Kann er haben!

Im Studio herrscht nun etwas hektischere Atmosphäre, da hier spätestebs um 19:30 Uhr die Schotten dicht gemacht werden und alle noch möglichst mit ihrem aktuellen Song fertig werden wollen. Teilweise werden die Teams dann an anderen Orten noch weiterarbeiten. Auf jeden Fall weiter geht es selbstverständlich morgen, wenn in neuen Künstler-Songwriter-Kombinationen an weiteren Songs gearbeitet wird. Morgen Abend sollen diese (in der Regel drei Songs pro Act) dann bereits gesichtet (sprich: aufgenommen und angehört) und bestenfalls soll schon ein Song jedes Künstlers als „Lied für Lissabon“ festgelegt werden. Wie oben bereits beschrieben, kann es aber auch sein, dass der Songwriting- und Auswahlprozess fortgesetzt wird und noch länger dauert.

Der NDR strebt an, dass die Songs vor dem deutschen Finale veröffentlicht werden, letztendlich liegt das aber in der Entscheidungshoheit der Künstler und ihrer Managements.

Damit verabschieden wir uns aus dem Song Writing Camp. Vielen Dank für’s Lesen und für eure Kommentare. Morgen sind wir nicht vor Ort, halten euch an dieser Stelle aber natürlich trotzdem über alle aktuellen Entwicklungen zu „Unser Lied für Lissabon“ auf dem Laufenden.