Rund um Kiew (2) – Im Golden Circle und in der Fan Zone

Im Vorfeld des ESC in Kiew gab es hinsichtlich des Ticketerwerbs einige Turbulenzen zu überstehen. Der Ticketverkauf startete so spät wie nie und die Fanclub-Mitglieder mussten lange bangen: schlussendlich gab es dann aber doch noch Ticket-Packages zu erwerben. Blogger Marc und BennyBenny schildern ihre Eindrücke aus dem Golden Circle und der Fan Zone.

Am 27. Februar 2017 war es soweit: die EBU, Ausrichter UA:PBC und OGAE verkündeten den Verkauf von rund 900 Ticket-Packages an Fanclub-Mitglieder:
– 430 Golden Circle Packages
– 170 Fan Zone Packages
– 300 Sitzplatz Packages

900 Packages für 42 Teilnehmerländer? Das sind ja „nur“ rund 20 Packages pro Land und dann gibt es ja auch noch weitere „Rest of the World“-Fans. Kann das gut gehen? Man konnte also vermuten, dass es eine Hauen und Stechen um die Packages gibt und es kuschelig voll wird im Golden Circle und in der Fan Zone.

Obwohl die Tickets erfreulicherweise günstiger waren als in den Vorjahren, ein Schnäppchen waren sie trotzdem nicht. Wer ein Golden Circle-Package über die Fanclubs erwarb, musste beispielsweise rund 340 Euro hinblättern (Blogger Marc). Dafür gab es dann 6 Tickets (die beiden Semifinals, das Grand Final und die jeweils zugehörigen Jury-Finals).

Glücklich war, wer starke Nerven hatte und ohne Ticket nach Kiew anreiste, denn in der Finalwoche gab es diverse Ticket-Angebote zum absoluten Schleuderpreis und manch regulärer Ticket-Käufer ärgerte sich grün und blau.

 

Golden Circle – Eindrücke von Blogger Marc:

Ich war überrascht, wie leer es im Golden Circle war. Bei den Shows zum ersten Semifinal wirkte es nicht einmal halbvoll. Zum zweiten Semifinal und zum Grand Final wurde es etwas voller, aber es war zu keinem Zeitpunkt eine Gequetsche oder Geschiebe wie bei manch vergangenem ESC.

Auch vom Publikum im Golden Circle war ich überrascht. Gewohnt war ich umgeben zu sein von hyperaktiven und hypermotivierten überwiegend männlichen Fans aus Spanien, Griechenland, Israel etc aber in Kiew war nicht nur der Frauenanteil deutlich höher als sonst, sondern auch der Anteil ukrainischer Zuschauer. Dies machte sich insbesondere bei Auftritten von O.Torvald bemerkbar. Auf Nachfrage stellte sich dann heraus, dass es sich oft um Volunteers handelte, die man zum „Auffüllen“ in den Golden Circle ließ.

Da es keine Überfüllung gab, hatte man von fast überall einen sehr guten Blick zur Bühne. Auch die Moderationen aus dem Golden Circle konnte man aus nächster Nähe erleben und wer es schon immer darauf abgesehen hatte, im TV zu sehen zu sein, hatte im Golden Circle beste Chancen dazu.

Ein Wort möchte ich noch zum Rahmen- bzw Begleitprogramm verlieren. Da bekamen die Fans in den Vorjahren oft sehr unterhaltsame Programme geboten mit Show-Auftritten von ESC Coverbands oder der Kiss-Cam in Wien. In Kiew habe ich immer nun einen DJ (Foto oben) als Vorprogramm erlebt: das war okay, mehr aber auch nicht. Fairerweise muss ich jedoch dazu sagen, dass ich meist erst kurz vor der Show in die Arena hineingegangen bin. Vielleicht gab es andere Unterhaltungs-Highlights ja bereits in den Stunden davor. Lustig fand ich das Warnschild, das links am Bühnenrand platziert war. Man soll bitte keine Fotos machen und „unauthorised People“ sollen nicht die Bühne betreten…. da hat sich folgender Herr ja prima dran gehalten 😉

 

 Fan Zone – Eindrücke von Blogger BennyBenny:

Die Fan Zone war Anfang der Woche erschreckend leer und zum Finale am Samstag immer noch bei weitem nicht ausverkauft. Wirklich schade, dass die Verantwortlichen durch ihre Salamitaktik beim Ticketverkauf offensichtlich so viele internationale Fans abgeschreckt haben.

Besonders ärgerlich fand ich, dass die Ticketpolitik sich jeden Tag geändert hat. Weil an den ersten beiden Abenden die Fan Zone wohl sehr leer aussah, hat man ab dem dritten Abend die Fan Zone in zwei Teile unterteilt, damit nicht alle Fans vorne stehen und die Halls hinten dann extrem leer aussieht. Das hatte den ziemlich unangenehmen Nebeneffekt, dass man – obwohl die Halle bei weitem nicht ausverkauft war – ab dann immer äußerst früh vor Ort sein musste, um noch in den vorderen Teil zu kommen, weil ab einem bestimmten (total willkürlichen) Zeitpunkt dann einfach keine Fans mehr nach ganz vorne gelassen wurden.

 

Nun sind wir gespannt: wie sind die Eindrücke unserer Blog-Leserinnen und Leser, die vor Ort in Kiew im Exhibition Center waren und die Shows live verfolgt haben? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Die nächste Folge „Rund um Kiew“ erscheint am Donnerstag. Ausgewählte Blogger stellen dann persönliche Network-Kontakte und interessante Begegnungen vor unter dem Motto: „Ich habe mich gefreut, wiederzusehen bzw. kennenzulernen“.

Bereits erschienen:
Rund um Kiew (1): Auf dem Weg nach Odessa