Saara Aaltos pure Pop-Perfektion und weitere ESC-Alben

Die ESC-Saison ist auf dem Höhepunkt und das bedeutet auch, dass diverse ESC-Acts ihre Alben veröffentlichen. Vergangenen Freitag war Saara Aalto dran, bereits in der Woche davor Frankreichs ESC-Hoffnung Madame Monsieur und auch Waylon hat seine neue Platte rausgebracht. Außerdem gibt es nun auch alle Songs des 2018er-Jahrgangs auf einem Sampler zu kaufen und zu streamen. Wir werfen einen kurzen Blick auf die Neuerscheinungen.

Saara Aalto – Wild Wild WonderlandSaara Aalto Wild Wild Wonderland CoverFinnlands Saara Aalto ließ sich nicht lumpen und begleitete ihre Album-Veröffentlichung mit einem Konzert unter dem Titel „Eurovision Wonderland“ im bekannten Londoner „Under the Bridge“. Und: Der Aufwand hat sich gelohnt. Saara ist mit „Wild Wild Wonderland“ ein erstaunlich starkes Pop-Album gelungen, dass sich gut durchhören lässt. Die Lieder sind natürlich alle sehr mainstreamig, aber eben nicht egal und es findet sich tatsächlich die eine oder andere Perle darunter. Neben „Monsters“ und den beiden Vorentscheidungsbeiträgen „Queens“ und „Domino“ sind zehn weitere Titel auf der Platte zu finden.


Saara Aalto – Queens

Waylon – The World Can Waitwaylon the world can wait coverWaylon hatte fünf der zehn Songs seines neuen Albums bereits vor einiger Zeit als potenzielle ESC-Beiträge vorgestellt. Mitte April wurde „The World Can Wait“ nun endlich komplett veröffentlicht. Parallel dazu tourte Waylon auch durch die Niederlande. Während vielen der Songs die ESC-Tauglichkeit eher abgesprochen wurde, funktionieren sie als Einheit ziemlich gut. Die typische Mischung aus Rock und Country dürfte sowohl Radiohörer als auch Menschen mit einem etwas alternativeren Musikgeschmack ansprechen. Goed gedaan, Waylon!


Waylon – That’s How She Goes

Madame Monsieur – Vu d’icimadame monsieur vu d'ici
„Vu d’ici“ ist in dieser Auflistung die Platte, mit der man sich erstmal etwas intensiver auseinandersetzen muss, bevor sie richtig zündet. Der Großteil der Songs ist von einer ähnlichen Machart wie „Mercy“: Ernsthafter, leicht elektronischer Pop. Der bleibt dann auch nicht sofort im Ohr hängen, sondern braucht eben Zeit. Dafür ist „Vu d’ici“ dann aber auch ein Album, an dem man sich nicht so schnell satt hört, immer noch etwas Neues entdeckt und das ich sicher auch nach der ESC-Saison noch auf Rotation haben werden.


Madame Monsieur – Partir

Wer es wie Cesár sieht und Alben für überholt hält, der kann sich seine Portion ESC-Musik über den offiziellen „Eurovision Song Contest 2018“-Sampler holen, den es mittlerweile ebenfalls auf allen Plattformen und natürlich auch in CD-Form gibt.