Schiff ahoi! Das ESC-Bühnendesign für Lissabon

Wer hätte es (nicht) gedacht? Nachdem das Motto des Eurovision Song Contest 2018 bereits „All aboard“ heißt, nimmt die Bühnengestaltung das Seefahrermotto direkt auf. Verantwortlich für das Stage Design ist wieder einmal Florian Wieder, der u.a. auch in Kiew und Düsseldorf für diesen Bereich verantwortlich zeichnete.

Wer erinnert sich noch an den ESC 1992 in Malmö? Die Gruppe Wind sang Deutschland seinerzeit mit „Träume sind für alle da“ auf einen aus heutiger Sicht überdurchschnittlichen 16. Platz. Und das alles vor einem Wikinger-Schiff, dass der Kern der Bühnengestaltung war.

Linda Martin bei der Probe 1992 auf der Bühne in Malmö. Im Hintergrund: ein Wikinger-Schiff

Beim ESC 2018 ist wieder ein Schiff die Inspirationsquelle für das Stage Design. Allerdings nicht ganz so realistisch-plump wie damals in Malmö. Der Verantwortliche Florian Wieder sagt dazu: “ Die reiche Geschichte Portugals als Seefahrernation spiegelt – ohne jedwede Grenzen – alle Werte, die den ESC heute einzigartig machen. Portugal und besonders Lissabon sind historische Schmelztiegel, bereichert von den Eindrücken aus kürzlich erforschten Kulturen, die zurück in den Heimathafen gebracht worden. Zu verdanken ist das vor allem den portugiesischen Seglern, die mit Mut und hervorragendem Navigationsgeschick die Meere bereist haben.“

Weiter führt er aus: „Der Eurovision Song Contest 2018 geht mit uns auf eine Expedition durch viele Kulturen in Europa und der Welt. Eine Reise durch die hohe See der Musik, um die Nationen zu entdecken, zu verbinden und letztlich zu vereinen. Portugal steht dafür ein, die Länder und ihre Kulturen zusammenzubringen. 2018 vereint Portugal die Musik Europas. Mit dieser ESC-Bühne ist Portugal wieder der Navigator und Kompass.“

Paulo Resende, der Executive Producer des ESC 2018, beschreibt aus seiner Warte: „Die konzeptionellen Anforderungen zielten darauf ab, dass die Bühne die portugiesische Identität ausstrahlen soll, elegant und modern sowie gleichzeitig einzigartig und markant… Um den Unterschied zu früheren ESCs herauszustellen sollte die Bühne ein starkes Statement sein.“

Ob das tatsächlich gelungen ist und wie die Künstler auf dieser Bühne optimal ins Szene gesetzt werden können, erleben wir dann im Mai 2018.