Serbiens Lied für Baku: Zeljko bleibt sich treu – und singt in serbischer Sprache!

Neben dem paneuropäischen Entscheidungsmarathon fand heute auch im kleinen Serbien die Präsentation des diesjährigen ESC-Beitrags statt. Der Interpret, Zeljko Joksimovic, steht ja schon eine Weile fest, aber heute wurde im Rahmen einer Fernsehshow sein Lied für Baku präsentiert.  

Zeljko Joksimovic ist für die Eurovisionsgemeinde ja beileibe kein Unbekannter mehr:

2004 scheiterte er knapp an Ruslana und wurde, damals noch für das „Doppelland“ Serbien-Montenegro startend, Zweiter beim ESC in Istanbul. Seinen Beitrag, „Lane Moje“ präsentierte er im Folkloregewand, was dem Zuspruch zum Lied aber keinen Abbruch tat.

Zwei Jahre später war er wieder da, diesmal als Komponist und zwar für Bosnien Herzegowina. „Leila“ hieß der Titel, den Hari Mata Hari in Athen auf den dritten Rang hievte.

Wiederum zwei Jahre später hatte er esc-mäßig besonders viel zu tun. 2008 war er einer der beiden Moderatoren des ESC in Belgrad und gleichzeitig auch der Komponist des serbischen Beitrages „Oro“, interpretiert von Jelena Tomasevic. Diese Doppelrolle ist bisher ein einmaliges Kuriosum.

2010 zeigt sich wieder eine ESC-Connection, wenn auch eine sehr rudimentäre. Gemeinsam mit der Originalinterpretin Safura nahm er im Anschluss an den Osloer Wettberwerb eine Balkanversion des aserbaidschanischen Beitrages „Drip Drop“ auf.

(Übrigens gibt es inszwischen auch eine deutsche „Drip-Drop“-Version, gesungen von, man höre und staune, Lena Valaitis unter dem Titel „Ich will alles“ – aber das nur nebenbei…).

Wieder sind zwei Jahre vergangen und Zjelko schickt sich selbstverständlicherweise an, Eurovisionsluft zu schnuppern. Der Grundstein dafür wurde im vergangenen Herbst durch die Direktnominierung des serbischen Fernsehens gelegt.

In einer ihm gewidmeten TV-Show präsentierte er am Abend seinen ESC-Song für 2012. Im Rahmen der Sendung wurden zwei Versionen des Titels vorgestellt – eine in serbischer und eine in englischer Sprache.

Innerhalb der nächsten Woche wird dann entschieden, welcher Sprache in Baku der Vorzug gegebven wird. Mal eine ganz neue Art der Vorentscheidung.

Hier die serbische Version unter dem Titel „Nije Ljubav stvar“

Und die englische Fassung klingt so:

Auf jeden Fall kann jetzt schon konstatiert werden, dass Zeljko sich mit diesem Lied treu bleibt. Eine sehr interessante, leicht schwermütige Balkanballade mit elegischen Instrumentalparts und heftiger Steigerung, die stimmgewaltig und mit viel Charisma vorgetragen wird. Über sein Aussehen braucht sich der Serbe ja sowieso keine Sorgen machen. Also mal wieder alles andere als chancenlos, wenn es um einen vorderen Platz geht.

Ergänzung Mittwoch, 14.3.: Heute wurde bekannt gegeben, dass Zeljko das Lied in serbischer Sprache singen wird. Der Beitrag heißt also  „Nije Ljubav stvar“.