Singen Dschinghis Khan beim ESC 2019 für San Marino?

Die wiederbelebte, ikonische deutsche Band Dschinghis Khan will zum ESC. San Marino sucht immer noch nach dem Erfolgsrezept für den Wettbewerb. Und Ralph Siegel ist das verbindende Element. Erobern die Mongolen den ESC 2019 in Israel? Eine Prognose in fünf Schritten.

1. Dschinghis Khan und Ralph Siegel wollen zum ESC

Die wiederbelebte und neu zusammengesetzte Gruppe Dschinghis Khan um Gast-Frontmann Jay Khan (bekannt aus Funk und Fernsehen) kann sich eine ESC-(Vorentscheidungs-)Teilnahme sehr gut vorstellen. Das haben sie Blogger Marc bei der großen Wiedervereinigungsfeier in München wissen lassen. Dass sich Ralph Siegel gegen eine solche Teilnahme wehren würde, darf eher bezweifelt werden, ganz im Gegenteil: Wenn Dschinghis Khan genau 40 Jahre nach dem ESC in Jerusalem wieder am ESC (mutmaßlich in Jerusalem, mindestens aber in Israel) teilnehmen würden, wäre das sein Meisterstück.

DschinghisKhan Reviva 2018 Ralph Siegel eroeffnet den festlichen Partyabend

2. Die Truppe hat keine Chance, es in die deutsche Vorentscheidung zu schaffen.

Der NDR hat bereits bekanntgegeben: Das Vorentscheidungs-Erfolgsrezept aus 2018 kommt auch 2019 wieder zum Einsatz. Das bedeutet auch, dass an der Auswahl der teilnehmen Künstler nicht nur das Eurovisions-Panel aus 100 Fans, sondern auch eine internationale Jury beteiligt ist. Ralph Siegels diesjähriger Versuch kam schon beim Panel nicht gut an und es ist zu erwarten, dass die internationale Jury noch weniger auf Retro-Schlager im Stile von „Moskau“ steht. Also: Kein Durchkommen für Jay und sein Heer.

3. Ralph Siegel hat noch einen Koffer in San Marino

Das Verhältnis zwischen Ralph Siegel und Deutschland war aber auch schon in der jüngeren ESC-Geschichte eher schwierig. Deshalb fand der Komponist regelmäßig Asyl im Mini-Staat San Marino, wo man auch nichts dagegen hatte, dass der Altmeister neben seinen Songs stets auch den einen oder anderen Euro im Gepäck hatte. Ganze fünf Mal schrieb Siegel in den vergangenen sieben Jahren den san-marinesischen ESC-Beitrag. Rückkehr nicht ausgeschlossen.

Ralph Siegel Valentina Monetta

4. San Marino braucht dringend Hilfe in Sachen ESC

Wer dachte, nach dem Facebook-Song und „Chain of Lights“ könne es nicht mehr schlimmer kommen, der sah sich in diesem Jahr eines Besseren belehrt. San Marino fuhr seinen unfassbar aufwendigen Vorentscheid „1in360“ gegen die Wand und wurde am Ende mit „Who We Are“ von Jessika und Jenifer Brening 17. (von 18) im zweiten Semi-Finale – und das auch nur dank der 12 Televoting-Punkte aus Malta, wo offensichtlich die ganze Insel für ihre Landsfrau Jessika abstimmte. Lange Rede, kurzer Sinn: San Marino ist im kommenden Jahr sicherlich nicht undankbar für ein bisschen Nachhilfe vom Altmeister.

5. It’s a match!

Und die Moral von der Geschicht‘? Wenn Ralph Siegel und Dschinghis Khan ihr 40-jähriges Jubiläum tatsächlich beim ESC feiern wollen, dann könnten sie in San Marino fündig werden. Vielleicht ließe sich sogar Valentina Monetta als zusätzliches Bandmitglied verpflichten? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und eins ist sicher – in der Bubble dürfte diese Supergroup um Jay und Valentina zu den begehrtesten Fotomotiven beim ESC 2019 in Jerusalem zählen. Hu, ha!

2018 San Marino Jessika & Jenifer Robot Valentina

dschinghis khan jay khan moskau singe cover