Sinplus: „Lys Assia ist nicht sauer auf uns“

Sie standen als erste der 42 Teilnehmer fest und wollen mit dem rockigen „Unbreakable“ ins Finale einziehen. Die Fratelli Broggini (Gabriel und Ivan) aus dem Tessin vertreten als Duo SINPLUS die Schweiz beim Eurovision Song Contest in Baku. Am Rande des „Eurovision in Concert“ in Amsterdam fünf kurze Fragen an die Newcomer.

Prinz Blog: Wie waren die Reaktionen nach Eurem Gewinn in Kreuzlingen?

Sinplus: Seit dem Sieg im Schweizer Finale hat die Schweizer Presse uns sehr unterstützt, die Leute waren glücklich und wir auch. Anders als in anderen Ländern haben uns nicht irgendwelche Experten gewählt, sondern die Fernsehzuschauer. Darüber sind wir sehr glücklich. Niemand hat im Vorfeld erwartet, dass wir gewinnen würden, insofern waren wir natürlich absolut überwältigt.


Prinz Blog: Ihr habt Lys Assia aus dem Rennen gekickt, was hält sie nun von Euch?

Sinplus: Lys Assia ist eine lebende Legende. Dass sie in ihren Alter immer noch singt zeigt doch, dass Musik einem so viel Energie geben kann. Wir haben sehr viel Respekt für sie, sie hat Großes geleistet. Es war bestimmt nicht einfach für sie, wir haben sie drei Monate nach dem Finale noch einmal getroffen, sie ist nicht sauer auf uns. Sie war total nett, hat sich sehr für uns gefreut und uns alles Gute gewünscht.


Prinz Blog: Wie wird Eure Präsentation in Baku sein?

Sinplus: Wir werden einige Details im Vergleich zu Kreuzlingen verändern, um unseren Auftritt noch besser zu machen. Wir werden uns dabei voll auf unsere Rock-Show fokussieren und nicht auf kitschige Klamotten oder viele Tänzer setzen, die eher ablenken. Wir wollen in Baku einfach auf die Bühne gehen und abrocken.


Prinz Blog: Die Schweiz war in den letzten 20 Jahren nicht sehr erfolgreich im ESC – Vorteil oder Belastung für Euch?

Sinplus: Das ist eher ein Vorteil, weil wir ja Newcomer sind. Für einen bereits etablierten Interpreten mag es eine Belastung sein, wenn man kein Top-Resultat beim ESC erzielt. Für uns nicht, am Ende ist der Contest ohnehin in jedem Jahr anders. Wir finden es auch fantastisch, wie viele Fans dieser Wettbewerb hat, davon hatten wir vorher überhaupt keine Ahnung.

Prinz Blog: Eure prägendste Erfahrung mit dem ESC bisher?

Keine Frage: „Waterloo“ von Abba ist für uns das größte Lied des Wettbewerbs, auch wenn wir 1974 noch gar nicht geboren waren.

 

Schweiz 2012: Sinplus – Unbreakable

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