Songcheck Schweiz (2): „Hey Now“ von Andy McSean

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Nur noch etwa drei Wochen bis zur „Großen Entscheidungsshow“, dem Finale der Schweizer Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Bis dahin stellen wir alle Song vor, die den Expertencheck bestanden haben und sich nun berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme in Wien machen können. Im zweiten Teil unseres Schweizer Songchecks befassen wir uns heute mit Andy McSean und seinem Vorentscheidungsbeitrag „Hey Now“.

Wer singt?

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Andy McSean ist ein typischer Singer-Songwriter, wie er im Buche steht. Er singt, spielt mit Gitarre, Bass und Klavier drei Instrumente und schreibt seine Songs selbst. Liveauftritte absolvierte er bislang zum Großteil alleine. Und – noch so ein Klischee – entdeckt wurde er natürlich bei einem Straßenmusikkonzert. Der St. Gallener war vor dem ESC weitestgehend unbekannt und legt nun aber voll los: Kaum ist der Einzug in die „Große Entscheidungsshow“ geschafft, folgt Ende Januar schon sein Debütalbum „Passenger“.

Der Song

Tja, nun wird es schwierig. Von jemandem, der angibt, „Popmusik und Rocksound“ zu verbinden und ganz offensichtlich äußerst musikalisch ist, hätte man schlicht und einfach mehr erwartet. „Hey now“ ist am Ende nämlich leider nur ein 08/15-Pop-Liedchen mit durchschnittlichem Refrain. Und sogar die Ohrwurmqualitäten, die ich dem Song durchaus bescheinigen würde, entwickeln sich nach mehrmaligem Hören eher zu Nervqualitäten.

 

Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Schweizer in den letzten beiden Jahren genau solche eher durchschnittlichen Popsongs zum Grand Prix geschickt haben (und damit zumindest zur Hälfte ja nicht schlecht gefahren sind). Also doch noch ein kleiner Funken Hoffnung für „Hey Now“?

Das PRINZ-Blog-Rating

Schon beim Expertencheck bekam Andy von Peter eher mittelmäßige Bewertungen. Dem kann ich mich heute – auch mit etwas Abstand – nur anschließen:

Optik: 2,5/5
Stimme: 4/5
Komposition: 2/5
Instant Appeal: 2/5

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Internetpräsenz

Andy ist bestens vorbereitet für die Album-Veröffentlichung und für Kreuzlingen: Gute Homepage, Facebook, Twitter, Instagram und YouTube – alles vorhanden. Sogar auf MySpace ist er (das hat man heute noch?).

Chancen auf einen Sieg in Kreuzlingen?

Nein. Wie oben bereits geschrieben, „Hey Now“ ist ein durchschnittliches Lied mit durchschnittlichem Text und wird vorgetragen von einem Künstler mit durchschnittlicher Ausstrahlung. Leider sehr austauschbar und deshalb rechne ich Andy McSean keine wirkliche Chance aus.

Das sehen übrigens auch unsere Leser so. In unserer Umfrage liegt er momentan abgeschlagen auf dem letzten Platz.

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Chance in Wien auf Finale und Top Ten?

Nein, auch damit wird es aus den oben genannten Gründen nichts werden. Aber darüber machen wir uns nochmal genauere Gedanken, wenn Andy Kreuzlingen wirklich gewinnen sollte.

 

Bislang ist in dieser Reihe erschienen:

Songcheck Schweiz (1): “Take me back to 23″ von Deborah Bough

 

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