Spekulation: Wer ist die mysteriöse „person“, die die BBC nach Malmö schickt?

Gary Barlow Performs At The Royal Albert Hall For The Prince's Trust

Eine der schönsten Facetten auf dem Planeten ESC ist das wunderbare Rätselraten, wer jeweils wen auf welchem Wege für den Eurovision Song Contest nominiert. Speziell die BBC hat uns in den letzten beiden Jahren lange auf die Folter gespannt und dann plötzlich Blue (2011) und Engelbert Humperdinck (2012) aus dem Hut gezaubert. Auch 2013 lässt man uns lange warten. BBC Presenter Graham Norton hat lediglich angekündigt, dass die BBC „a person“ ausgewählt habe, deren Namen sie am 18. März 2013 bekanntgeben werde. Aber wer ist diese mysteriöse „person“? Hier die Top Five Name Dropping Spekulationen.

Wen schickt „The UK“ zum ESC nach Schweden? Die Frage beschäftigte uns lange bei einem Bloggerbrunch (mit Special Guest Patricia) am letzten Wochenende und am Ende verständigten wir uns irgendwie auf einige Namen. Zunächst einmal haben wir den Kreis auf Einzelinterpreten reduziert. Darauf deutet die Bezeichnung „a person“ hin und außerdem spart das Geld gegenüber einen Ensemble und bei der BBC wird momentan viel gespart.

Vorausgeschickt sei: Wir spekulieren hier freestyle ohne Anspruch darauf, tatsächlich einen Treffer zu landen. Aber da wir speziell zu „The UK“ ständig gefragt werden und die BBC anscheinend Spaß daran hat, die Gerüchteküche laufen zu lassen, erlauben wir uns diesen Ausflug in Mutmaßungen.

Dabei ranken sich logischerweise viele Spekulationen um den britischen Mr. Eurovision Graham Norton, der in der Nachfolge von Terry Wogan alljährlich für die BBC das ESC Finale kommentiert (und immer noch nicht ganz aus Wogans Schatten getreten ist, der ESC hat in UK immer noch das Euro Trash Comedy Feeling). Norton war auch schon in verschiedene nationale Pre-Selection-Formate („Your Country Needs You“) involviert, als die BBC für die eigene Songauswahl noch Geld ausgegeben hat. Sein eigenes Geld wiederum verdient Graham Norton vor allem mit seiner gleichnamigen schrillen wöchentlichen Chatshow auf BBC1 (very camp).

1. Dido

Und in besagter Graham Norton Show ist am 23. März 2013 Dido zu Gast. Norton wiederum soll auf Radio One nicht nur gesagt haben, dass „a person“ am 18. März 2013 bekanntgegeben wird, sie/er werde auch in seiner Friday Nite Show am 23. März 2013 zu Gast sein. There you have it. Und Kinda-Yesterdays-News genug ist Dido auch. Ihr neues Album erscheint am 1. März 2013 und der ESC wäre eine geeignete Platform, um mehr Buzz dafür zu entfachen (das war ja auch der Plan im Vorjahr bei Engelbert).

DidoNewAlbum2013

2. Jason Donovan

Jason beim ESC wäre traumhaft (Any Dream Will Do). Letztes Jahr wurde er „unofficial“ gefragt, ob er den ESC machen will, war zögerlich und hat am Ende „declined“, genau übrigens wie Sophie Ellis-Bextor. Damals hat er abgelehnt, weil er nach seiner vielgelobten „Strictly Come Dancing“ Teilnahme (erfolgreichste U-Show überhaupt in UK) eine BBC-Pause machen wollte, aber 2013 hätte er Zeit. Nach seinem (grandiosen) Priscilla-Engagement im Westend, einer gelungenen Hair Transplantation (blond), einen gefloppten Album im Frühjahr 2012 und einer gefeierten Teilnahme am der 25 Jahre Anniversary Stock Aitken Waterman Christmas Cracker Show ist es relativ ruhig. Zuletzt tourte er als Ensemblemitglied des Rockmusicals „War Of The Worlds“ über die Dörfer. Er ist inzwischen enger Freund von Gary Barlow (Aufmacherfoto) und da hätten wir dann auch gleich den idealen Komponisten für Jasons ESC Song. Klingt too good to be true.

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3. Kimberly Walsh (Girls Aloud)

Der Name kursiert am längsten und wird abgeleitet aus einer nebulösen BBC Radio One Ansage von Scott Mills (kommentiert die Semis für die BBC) und deren „Interpretation“ in der Boulevardpresse in Liverpool, angeheizt durch die Tatsache, dass Kimberly ein Show Tunes Soloalbum (Centre Stage) am Start hat, zu dem der schwedische Ralph Siegel Frederik Kempe zwei Tracks zugeliefert hat.

KimberlyWalshCentreStage

4. Mika

Mika’s Name wird angeblich sowohl vom britischen Broadcaster als auch von einer Quelle „aus dem Umfeld von Mika“ ins Gespräch gebracht. Was dafür spricht: Mika ist camp genug, um ja zu sagen und könnte dringend einen Popularitätsschub gebrauchen. Und sein Style wurde schon beim Melodifestivalen auf ESC-Tauglichkeit geprüft (vgl. Rongedal).

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5. Bonnie Tyler

Der Name wird in den einschlägigen Foren derzeit am häufigsten gehandelt. Und bei Wiki findet (fand) sich heute zu Bonnie wörtlich: „On February 25th 2013, Tyler was confirmed as the representative of the United Kingdom at the 2013 Eurovision Song Contest, with the power ballad DODO.“ (vgl. Bilddokument unten, zum Vergrößern drauf klicken.) Leider liest man das nirgendwo sonst, speziell bei der BBC nicht: „We’ll let you know when and how the announcement will be made about our UK act over the coming weeks.“ lautet das unverbindliche jüngste BBC Statement.

BonnieTylerWiki25Feb13

Und in Wiki darf ja jeder grundsätzlich erstmal was reinschreiben, was dann durch die „Schwarmintelligenz“ überprüft wird. Und das ist im Falle von Bonnie Tylers Wiki-Eintrag (noch) nicht gegeben. Klar, Bonnie ist als Rampensau mit internationaler Reputation und vielen Has-Been-Sympathien so naheliegend, dass einfach ‚was dran sein muss, oder?

BonnieTylerAlbum2013JoeMcElderry

Weitere Namen im Rennen: Joe McElderry (stellvertretend für verschiedene Casting Stars mit Karriere-Reanimierungsbedarf), Cheryl (Ex-Cole), Boy George (hat 20 kg abgenommen – für Malmö?) und aus der Bonnie-Tyler-Kandidaten-Kategorie die Has Beens Lisa Stansfield, Paul Young, Lulu (grandios in Abfab aber mutmaßlich zu cool) oder Alison Moyet. Und Gareth Gates (vgl. Schlußbild), aber das ist mehr Blogger Wishful Thinking. Further suggestions anybody?

GarethGates