The Common Linnets und The Boss Hoss beim deutschen Finale 2016

EiC Amsterdam Ilse deLange

Kein Monz als Gaststar beim deutschen Finale 2016! Das ist die weniger gute Nachricht! Dafür aber The Common Linnets (im Bild Ilse deLange)! Das ist die gute Nachricht! Sie erscheinen im Schlepptau von The Boss Hoss als Pausenact beim deutschen Finale in den legendären „Lenastudios“ von Brainpool in Köln. Was es sonst Neues gibt zum deutschen Finale am 25. Februar 2016 (einschließlich neuer Details zum Votingmodus), das haben wir hier für Euch zusammengefasst.

Die Pausenacts

Es ist der kommerziell erfolgreichste ESC-Song seit „Euphoria“, obwohl er nicht gewonnen hat: „Calm After The Storm“, der niederländische Beitrag aus 2014, der hinter und wegen Conchita im Kopenhagen 2014 „nur“ an zweiter Stelle des Tableaus landete, war über Monate ein Dauerbrenner in den europäischen Charts. Noch heute rangiert der Titel als Longseller regelmäßig in der Top 100 der gängigen Download-Portale, am 25. Februar 2016 wird er wieder in die Top Ten hochschnellen – garantiert. 115 euphorische Höchstwertungen (von 130 Bewertungen insgesamt) bei amazon sprechen ebenfalls für sich: The Common Linnets sind Everybody´s Darling, egal ob es sich um ESC-Hardcore-Fans, Zahnarzthelferinnen oder Adult-Contemporary-Radiohörer handelt. Insofern ist es ein kluge – und großartige – Entscheidung, die ECHO-Preisträger (Newcomer des Jahres 2015) als Pausenact in das deutsche ESC Finale einzuladen.

Junge ESC Geschichte at it´s best: „Calm After The Storm“ von The Common Linnets erreicht beim Grand Final in Kopenhagen 2014 Silber hinter Conchita

Wir wollen hoffen, daß The Common Linnets ihren Signature Song auch beim deutschen Finale vortragen und nicht allein beim The Boss Hoss-Dolly-Parton-Cover von „Jolene“ mitsingen dürfen. Diese Collaboration wird von Universal seit einigen Wochen umfangreich promotet.

The Boss Hoss feat. The Common Linnets und Uwe Ochsenknecht „Jolene“

The Boss Hoss feat. The Common Linnets CD CoverEnttäuschend ist (zumindest für den Autor dieser Zeilen), dass der NDR mit der guten Tradition bricht, den Vorjahressieger als weiteren Acts für die deutsche ESC-Auswahlshow einzuladen. Seit es wieder einen klassischen Vorentscheid gibt, war das der Fall, 2013 (Loreen) genauso wie 2014 (Emelie de Forest) und 2015 (Conchita). Vielleicht legt der NDR ja noch nach und ist sich mit Måns Zelmerlöw schlicht noch nicht handelseinig… (Die Hoffnung stirbt zuletzt.)

Die Organisation

Neben den Modern Country Acts hören wir, dass auch Moderatorin Barbara Schöneberger (bezaubert uns in Kürze auch hier) nicht allein ansagen, sondern auch singen wird – und zwar ESC-Klassiker am Klavier. Da erinnern wir uns gerne an die PK zur VE 2014, als Barbara auf unseren Frage nach einer Gesangseinlage hin spontan Johnny Logans „Hold Me Now“ zu besten gab.

Leider wird Barbara in diesem Jahr zwar die Sieger-PK nach dem Vorentscheid moderieren, nicht jedoch die Künstler-Pressekonferenz, die am Vortag des Finales (24.02.16) stattfinden wird. Dort fehlt Barbara erstmals seit drei Jahren. Sie wird ersetzt durch die sympathische ARD Morgenmagazin Moderatorin Anna Planken. Die Dortmunderin lebt in Hamburg und absolviert ihre MoMa-Schichtenunter der Woche in Köln, hat es also nicht weit zu den Brainpool-Studios in der Schanzenstraße in Köln-Mühlheim, wo die TV-Show produziert und aus denen sie auch ausgestrahlt wird.

Anna Planken hat übrigens einen originellen Bezug zu The Common Linnets. Als diese im MoMa zu Gast waren, durften die drei Moderatoren Peter Großmann, Sven Lorig (totally Eye Candy aber sehr straight) und Anna bei „Calm After The Storm“ mitmusizieren. Und das klappte so gut, dass sie auch beim Kölner Konzert der Common Linnets als Special Guests auftreten durften.

The Common Linnets feat. Anna Planken, Sven Lorig, Peter Großmann live in Köln 2015

Diese Collaboration hat zur Einladung des MoMaMod-Teams in die Liveshow geführt. Ach, Sven.

Der für Journalisten zugängliche Probenbeginn in eben jenen Produktionsfacilities, wo 2010 auch Lenas ESC Siegersong für den Contest in Oslo gekürt wurde, ist am 24. Februar 2016 ab 11:20 Uhr. Die PRINZ-Blogger BennyBenny und Peter sowie Fotograf Volli werden durchgängig vor Ort sein und Euch unmittelbar in unserem beliebten Rollblog-Format unsere Probeneindrücke schildern.

Die Finalshow in den „Lena-Studios“ war bekanntlich in kurzer Zeit ausverkauft. Es gibt aber noch Karten zum Preis von 15,– Euro für die Generalprobe, die am gleichen Tag um 15:00 Uhr beginnt (und bis ca. 18:15 Uhr dauern wird) und zwar im NDR Ticketshop unter (0511) 27 78 98 99 oder online bei Eventim.

Die Sieger-Pressekonferenz, für die auch ARD Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber angekündigt ist, kann übrigens als Livestream bei Eurovision.de mitverfolgt werden, entsprechend werden wir wie im Kümmertgate Vorjahr wieder einen Live-Blog dazu anbieten.

Die Songs

Acht von zehn der für das deutsche Finale angekündigten Songs sind bereits in voller Länge veröffentlicht! Einzig Luxuslärm mit „Solange Liebe in mir wohnt“ und der Siegeltitel „Under The Sun We Are One“, vorgetragen von der 19jährigen Laura Pinski, fehlen noch. Von Luxuslärm gibt es eine Hörprobe von einer Minute, von „Unter der Sonne sind wir alle gleich“ noch gar nix. Der Ralph-Siegel-Hoffnungstrack ist sogar erst für den 19. Februar 2016 angekündigt – erscheint demnach erst wenige Tage vor dem deutschen Finale.

Mr. Grand Prix, elf Jahre ins europäische ESC-Exil vertrieben, hängt sich richtig rein. Sollte er das deutsche Finale gewinnen, dann will er aufhören: „Wenn ich es noch mal für Deutschland schaffen könnte, wäre das das 25. Mal. Das wäre mein Jubiläum und dann würde ich auch aufhören. Wir wären ganz oben und dann ist auch genug.“ lässt er Eurovision.de wissen. Nun denn, was immer auch am 25. Februar oder auch am 14. Mai 2016 passiert, an dieser Stelle sei vorsichtig widersprochen: Ralph Siegel wird nicht aufhören.

Ralph Siegel mit Laura PinskiCome together, feel your heartbeat and share the moment: „We Are One“ heißt der Siegel/Meinunger-VE-Track für die 51 Jahre jüngere Laura Pinski. „Under The Sun“. Let’s get happy, we can make this world a home for everyone.

An anderer Stelle fetzen sich derzeit die Anhänger des Meat-Loaf-Soundalikes „Mystery Of A Blood Red Rose“ von Avantasia, ob es sich hier nur um klebrigen 70er Jahre Pathosrock handelt oder um die zeitgemäße Neuerschaffung von Beethovens Neunter mit den Stilmitteln des Premium-Heavy-Metal. Noch liegt die „The Voice Of Germany“ Gewinnerin Jamie-Lee in der Abstimmung der PRINZ Blog Leserinnen und Leser vorne, aber die Avantasia-Anhänger erheben – genrekompatibel – momentan ihre Stimme am lautesten.

Der Votingmodus

Wie bereits angekündigt, wird es zwei Wertungsrunden geben. In der ersten Runde treten natürlich alle zehn Acts gegeneinander an. Das TV-Publikum entscheidet durch Anrufe, SMS und mit der ESC-App, welche davon in die zweite Runde einziehen dürfen – das werden die drei Teilnehmer mit den meisten Stimmen sein. Diese Drei dürfen dann in Runde 2 noch einmal singen, bevor die Zuschauer und nur die Zuschauer endgültig unseren Song für Stockholm auswählen!