Türchen #4 im Eurovision Songkalender: Parapapapampam mit Paprika

Hinter dem vierten Türchen unseres Adventskalender verbirgt sich eine klebrige Spezialität aus Ostmitteleuropa. Nein, keine fetttriefende Stopfgans, auch kein eigenwillig vertonter Palatschinken, sondern eines der meist gecoverten Weihnachtslieder aus den USA, interpretiert von einer der erfolgreicheren ungarischen Interpretinnen im Eurovision Song Contest.


Im Jahr 2006 gelang der ungarischen Gruppe NOX mit Szilvia Péter Szabó als Leadsängerin die erste ungarische Finalqualifikation der ESC-Neuzeit und am Ende das drittbeste ungarische Resultat (Platz 12). Die Gruppe war nicht nur in Ungarn, sondern auch in den Nachbarländern extrem erfolgreich. Szilvia trat auch immer wieder solo auf – zum Beispiel in einer Weihnachtssendung des ungarischen Fernsehens.

Ihr Englisch ist zwar kaum verständlich, dafür erkennt man den US-Klassiker „Little Drummer Boy“ sofort. Das Lied erzählt die Geschichte eines armen Jungen, der kein Geld hat, um dem neugeborenen Jesus ein Geschenk zu machen und daher für ihn auf seiner Trommel spielt und am Ende dafür mit einem Lächeln des Jesukindes belohnt wird. „Little Drummer Boy“ stammt aus dem Jahr 1941 und wurde in den 50er-Jahren durch die aus Österreich in die USA eingewanderte Familie Trapp (unsterblich durch Julie Andrews und das oscarprämierte Musical „The Sound of Music„) bekannt.

Szilvia Péter Szabó – Little Drummer Boy

Und damit wir auch noch etwas Ungarisch hören, gibt es gleich noch einen weiteren Auftritt der schönen Magyarin, die sich optisch mit Frisch-aus-der Wunderlampe-geschlüpft-Pluderhosen hier allerdings weit weniger stilsicher zeigt als bei „Little Drummer Boy“. Dafür gelang der Nox-Leadsängerin kurz vor Weihnachten 2009 in der Kleinstadt Gyöngyös ein stimmungsvoller Auftritt mit der ungarischen Version von „Gloria in excelsis deo“. Dank der begeisternden Begleitung des Szilvia sichtlich anhimmelnden örtlichen Kinderchors (samt Leiterin), die mit der Kamera ausschweifend abgeschwenkt werden, ein zu Herzen gehendes Zeitdokument aus der Adventszeit.

Szilvia Péter Szabó – Szent ünnep