ULfL Interview mit Mike Singer: „Ich kann mir vorstellen, einmal selbst am ESC teilzunehmen“


Keine ESC Show ohne Interval Act, der dem Publikum das ungeduldige Warten auf die Ergebnisse erleichtert. Mike Singer wird heute Abend nicht nur die Votingpause musikalisch überbrücken, er wird auch das Publikum der ARD-Liveshow deutlich verjüngen. Wir haben ihn nach der Generalprobe getroffen und ihn zu seinen ESC-Affinitäten befragt.

So kündigt der NDR Mike in der offiziellen ULfL Pressemappe an.

Mike, wir haben gehört, dass Du richtig große Lust darauf hast, heute aufzutreten?

Mike: Ich habe Megabock darauf, es ist auch der Traum, der für mich in Erfüllung. Jedes Jahr schaue ich den ESC mit meiner Familie zusammen, erstmals 2010, als Lena gewonnen hat.

Mike, Du bist in jungen Jahren ein etablierter Künstler – Sänger und Songwriter genauso wie Schauspieler. Jetzt bist Du auch noch beim deutschen Vorentscheid der beliebtesten und größten Musikshow der Welt dabei. Wie kam es dazu?

Als die Einladung kam, habe ich mich sehr gefreut. Ich bin echt gespannt, wie die Leute auf meinen Song reagieren. Ich stehe mit Band und sechs Tänzerinnen auf der Bühne. Den Song „Deja Vu“ habe ich selbst geschrieben, er steht auch für das, was ich bisher gemacht habe, für meinen bisherigen musikalischen Weg.

Hast Du Dich vorher schon einmal mit dem ESC auseinandergesetzt?

Auf jeden Fall. Wie schon erzählt, habe ich den ESC erstmals 2010 gesehen. Ich kann mir auch vorstellen, einmal selbst am ESC teilzunehmen – mit einem eigenen Song natürlich, das wäre echt krass.

Was sind Deine ersten Berührungspunkte mit dem ESC?

Als ich als kleiner Junge „Satellite“ im Radio gehört habe, habe ich den Song als Sprachnotiz mit dem Handy aufgenommen, Spotify und sowas gab´s ja noch nicht. Auch letztes Jahr habe ich den Sieg von Salvator Sobral verfolgt, echt cool.

Schade ist, dass Deutschland in letzter Zeit nicht mehr soweit gekommen. Aber vielleicht ja in diesem.

Hast Du irgendwelche Eurovisions-Lieblingslieder?

„Satellite“ auf jeden Fall. Und „Euphoria“, das ist megakrass. Ich würde übrigens in dem Jahr geboren, in dem Stefan Raab mit „Wadde hadde dudde da“ teilgenommen hat.

Kennst Du eigentlich die Songs, die sich bei „Unser Lied für Lissabon“ zur Wahl stellen?

Ja, ich habe mir die alle angehört. Ich bin gespannt, wie die Acts live performen, das ist entscheidend. Für mich ist es immer ein ganz anderes Gefühl live aufzutreten, deshalb freue ich mich auf die Liveauftritte.

Was sind Deine persönlichen musikalischen Vorbilder?

Auf jeden Fall The Weekend und Justin Timberlake. Und Chris Brown, von dem kommt der allererste Song, den ich auswendig gelernt habe. Und auch heute noch macht er coole Musik. Michael Jackson feiere ich auch, ich habe mir kürzlich einen Liveauftritt von ihm im Madison Square Garden auf youtube angesehen.

Vor der Halle stehen Dutzende Mädels, die auf Dich warten. Könntest Du eigentlich mit der Straßenbahn zum Studio kommen?

Ich glaube, mit der Straßenbahn wäre es schwierig. Neulich ist mein Team mit mir Straßenbahn gefahren, ich wollte mal unbedingt erleben, wie das ist. In Offenburg gibt es nämlich keine Straßenbahn.

Grundsätzlich gehe ich gerne in die Stadt, wenn es zeitlich geht. Aber ich werde dann sehr oft angesprochen und Leute wollen mit mir Fotos machen, was mich sehr freut, weil es ja auch eine Anerkennung ist.

Wie sehen Deine Pläne für die nächste Zeit aus, was möchtest Du in diesem Jahr, welches gerade begonnen hat, unbedingt erreichen?

Ich möchte weiterhin Musik machen, mich weiterentwickeln, weiter selbst Songs schreiben. Im Oktober startet meine Tour in vier Ländern, das wird unfassbar. Musik ist megaverbindend, das ist megaschön, auf der Bühne spürt man am stärksten die Verbindung zu den Fans.

Wenn Du ein wenig längerfristig nach vorne blickst, was ist da Dein größter Wunsch oder Wunschtraum?

Mein größter Wunsch ist es, auch noch in 15 Jahren Musik zu machen. Und wie jeder in meinem Alter möchte ich dann auch eine Familie haben – Haus, Familie, Hund, Kinder.

Auf dem Weg zu 17 Millionen Klicks: Deja Vu, Mike Singers Song für die Votingpause von „Unser Lied für Lissabon“

Mike spricht, Peter schreibt.

Und dann gab es noch zwei zufällige Begegnungen beim Rückweg vom Künstler-Flur an den Bloggertisch: