US-Filmstar Will Ferrell dreht Eurovision-Komödie für Netflix

Einer der bestbezahlten US-Komiker und Filmstars, William Ferrell, ist großer Eurovsion-Fan. Nun übernimmt er die Hauptrolle in einem Netflix-Film über den ESC, an dessen Drehbuch er auch mitwirkt. Zu verdanken haben wir das letztlich seiner Frau.

Will Ferrells Interesse am Eurovision Song Contest wurde 1999 geweckt. Seine schwedische Ehefrau Viveca Paulin machte ihn auf das Event aufmerksam, das in dem Jahr von Charlotte Nilsson (heute Perrelli) gewonnen wurde. Wie The Guardian berichtet, wurde der US-Amerikaner in diesem Jahr auch im Umfeld des ESC in Lissabon gesichtet.

Bekannt wurde Ferrell in den 1990er Jahren als fester Bestandteil der Comedy-Show Saturday Night Live. Im Laufe der Zeit etablierte er sich auch als Schauspieler, Produzent und Autor. Er gehört zur Garde von Klamauk-Schauspielern wie Ben Stiller oder den Brüdern Owen und Luke Wilson. Wiewohl konnte Ferrell auch zwei Golden Globes gewinnen.

Ab 23:30 min ist auch Ferrells Frau Viveca zu sehen

Einer seiner ersten Schauspieleinsätze hatte bei „Austin Powers“. Er übernahm Rollen in „Zoolander“, „Die Hochzeit-Crasher“ und diversen anderen, mehr oder weniger erfolgreichen Filmen. Gagen über 10 Mio. Dollar generierte er u. a. mit „Kicking & Screaming“, „Bewitched“, „Talledega Nights“, „Semi-Pro“, „Anchorman 2“, „Daddy’s Home“ 1 und 2 etc.

Will Ferrell (rechts) neben Mark Wahlberg in „Daddy’s Home 2 – Mehr Väter, mehr Probleme!“

Das Drehbuch für den Eurovision-Film soll Ferrell mit Andrew Steele schreiben. Die beiden haben bereits gemeinsam an den Filmen „Casa de mi Padre“ und „A Deadly Adoption“ gearbeitet. Es wird Ferrells zweiter Einsatz für Netflix. Für den Streaming-Anbieter hat er den in diesem Jahr veröffentlichten Film „Ibiza“ mitproduziert.

Netflix und Amazon kaufen und produzieren aktuell in großem Stil Film- und Serien-Content, um die Abonnenten bei Laune zu halten. Bei weitem nicht jedes Projekt muss dabei zum Erfolg werden. Wichtiger ist es, auch Nischenthemen zu besetzen, um so das Bild zu vermitteln, dass die Angebote wirklich für jeden Nutzer relevante Inhalte bieten. Das könnte auch das Schicksal des Eurovision-Films werden. Aber wer weiß, vielleicht wird’s ja doch ein Blockbuster, der neue (und junge) Fans an den ESC heranführt.