Wer zu träumen wagt, gewinnt: Der Slogan zum ESC 2019 ist da

Etwas früher als im Vorjahr wurde heute abend der Slogan für den ESC 2019 bekanntgegeben: „Dare to Dream“. Die Veröffentlichung des Logos und der Teilnehmerliste erfolgt allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Während sich die Ukrainer 2017 bis Ende Januar Zeit gelassen hatten und die Portugiesen am 07. November des letzten Jahres das Logo und den Slogan für den ALL ABOARD-Contest bekanntgaben, lief die Neuigkeit für Tel Aviv heute abend bereits über die ESC-Ticker. „Dare to dream“ („Wage zu träumen“) lautet die Tag-Line, an die wir uns für Tel Aviv 2019 gewöhnen dürfen.

Nicht allzu fantasievoll – ein Blogger spottete schon: phrasendreschend – kommt das Motto für das kommende Jahr also daher, das auch schon mehrfach als Songtitel (z.B. für Olympia 2000 in Sydney) oder als Textbaustein in unzähligen Songs herhalten musste. Träumereien im größeren Zusammenhang (z.B. dass sich die politische Lage im nächsten Gastgeberland beruhigen möge, woran man bei den täglichen Nachrichten irgendwie unweigerlich denkt) sind allerdings nicht gemeint. Der ESC ist ja nun auch überhaupt keine politische Veranstaltung…

Jan Ola Sand erklärte die Bedeutung des Slogans nach einem organisatorischen Treffen mit Premierminister Benjamin Netanyahu heute so: „Being on that stage, daring to dream you can win the Eurovision Song Contest, be brave enough, be confident enough, standing there performing for a world audience is something that is worth the dream…“ Die Bedeutung leitet sich damit also ganz einfach von Nettas Sieg beim letzten ESC ab, die mit dem Traum angetreten sei, den ESC nach Israel zu holen. Und dies auch erfolgreich schaffte. Die Tag-Line repräsentiere und symbolisiere letztlich alles, worum es beim ESC gehe, sagte Jan Ola: Inklusion, Diversity und ein Gefühl des Miteinanders.

Im Gegensatz zu früheren Ankündigungen hat man allerdings das Artwork, also die visuelle Umsetzung des Slogans in einem Farbkonzept und einem Logo, offenbar noch nicht ganz fertiggestellt. Es soll später offiziell veröffentlicht werden, genauso wie die Liste der teilnehmenden Länder.

Wir wissen bisher nur, dass es nach den vielen eher düsteren Farbwelten vergangener Jahre (etwa für Kiew 2017 oder Wien 2015) ziemlich hellblau zugehen soll. Spontan wirkt es auf mich wie ein Blick in den sonnenstrahlenden Himmel über dem Strand von Tel Aviv. In den nächstes Jahr Tausende Fans und Delegationen aus ganz Europa blicken werden, mit einem großen Traum: den ESC 2020 nach Hause zu holen. Na dann, wagen wir es!