When the music dies: die Whitney-Houston-Gedächtnis-Powerballade aus Aserbaidschan ist da

Aserbaidschan hat als drittletztes Land seinen ESC-Titel veröffentlicht. Die in einem endlosen und undurchsichtigen Castingverfahren von einer Expertenjury ausgewählte Sabina Babaeva wird „When the music dies“ singen. Die Komponisten kommen aus Schweden und haben auch schon „Running scared“, den Vorjahres-Siegersong für Ell & Nikki geschrieben.  

Never change a winning team, wird man sich bei Ictimai und vermutlich auch im Präsidentenpalast zu Baku gedacht haben. Denn Stefan Örn, Anders Bagge, Johan Kronlund and Sandra Bjurman sind wie im Vorjahr die Autoren des aserbaidschanischen ESC-Beitrags. In diesem Jahr ist Sabina eine kraftvolle Powerballade  auf den aparten Leib geschrieben worden.

Dazu gibt es einen professionellen Videoclip zu „When the music dies„. Die Studio-Version lässt den Autor durchaus an eine jüngst verstorbene Pop-Ikone denken (Bless Her!). Mit einem Whitney-Titel sorgte Sabina ja bereits für einen der wenigen Höhepunkte eines ziemlich unverdaulichen Vorentscheidungsfinals.

Aserbaidschan 2012: Sabina Babaeva – When the music dies

Die Azeris gehen damit auf Nummer Sicher und mischen damit die bereits recht üppig besetzte Balladen-Ecke des ESC auf. Immerhin ist das Stück kein reines Retortenprodukt: Bei den Studioaufnahmen waren laut Pressemeldung renommierte aserbaidschanische Musiker wie Ogtay Sharifov, Sarkhan Vahabov, Shirzad Fataliyev und Yashar Bakhish beteiligt.

„When the Music Dies“ wird als außergewöhnliche Mischung aus modernen europäischen Musiktrends und traditioneller aserbaidschanischer Musik gepriesen. Denn traditionelle Instrumente wie das Streichinstrument Kamancha, die Doppelrohrblatt-Flöte Balaban (falls schon jemand davon gehört hat) sowie Davul and Ghawal, spezielle Trommeln, wurden bei den Aufnahmen verwendet. Und: Alim Qasimov, eine Legende des sogenannten Mugham-Musikstils, hatte offenbar auch seine Finger im Spiel.

Na, so viele Köche für einen Musik-Brei, dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Wir gehen mal davon aus, dass wir diesmal statt schwedischer Backgroundsängerinnen eher die traditionellen Instrumente bei der Bühnenpräsentation sehen werden. Bleibt nur noch zu fragen: Wer ist für die Choreographie verantwortlich? Und wer macht ihr die Haare?