Türchen #1 im Eurovision Songkalender: Weihnachtspop für Mensch und Tier

Zum Auftakt unseres eurovisionalen Adventskalenders gibt es gleich den modernen Weihnachtshit überhaupt – vorgetragen von der wohl erfolgreichsten ESC-Wiederholungstäter-Band.

Nichts ist in der Vorweihnachtszeit so alt und wichtig wie das Weihnachten im letzten Jahr. Wenn man bei diesem allerdings zum ersten Mal seinen Schatz gesehen hat, mit dem’s zwischenzeitlich schon wieder vorbei ist, liegt die Sache natürlich ganz anders. So ist es – in Anlehnung an den 1984 veröffentlichten Wham!-Hit Last Christmas – der Gruppe Wind (zwei zweite und ein 16. Platz beim Eurovision Song Contest) ergangen.

Ihre deutschsprachige Version des Liedes durfte die (weiland) vierköpfige Band in der ARD-ORF-SRG-Gemeinschaftssendung Weihnachten auf Gut Aiderbichl präsentieren (Video am Ende). Im Gegensatz zur Produktion des Wham-Original-Videos, das in Saas Fee gedreht wurde und 60.000 Pfund gekostet haben soll, dürfte die Wind-Variante erheblich günstiger ausgefallen sein (natürlich ohne dem Original in der Strahlkraft nachzustehen).

Grund dafür sind nicht nur die günstigeren Personalkosten in Österreich, wo das Gut Aiderbichl seinen Hauptsitz hat, sondern auch die gemeinnützige Ausrichtung: Das Gut, das im Sommer durch die ausgebüxte Kuh Yvonne auch international in die Schlagzeilen kam, ist nämlich „Europas größter Tiergnadenhof“ und damit „ein Ort voller Wärme, Hoffnung und Nächstenliebe“. Nur zu Klarstellung: Auf einem Gnadenhof gibt’s nicht den Gnadenschuss, sondern das Gnadenbrot – sonst würd’s ja auch nicht zu Weihnachten passen. Hier wird die Sendung Weihnachten auf Gut Aiderbichl produziert, die u.a. von der Schweizer ESC-Vertreterin Francine Jordi (im Foto m. E. links) moderiert wird.

Während es auf dem Gut also immer warm und herzlich zugeht, scheint das in der Schlagertruppe Wind trotz anderslautender Liedtexte nicht der Fall gewesen zu sein (Anm. der Red.: das ist reine Spekulation). Nur so kann das Personenkarussell der Bandmitglieder erklärt werden, das jeden Soap-Storyliner vor Neid erblassen lassen würde.

Wind sind nach eigenen Informationen derzeit zu dritt unterwegs. Eurovision-Fans durften sie u.a. in Düsseldorf auf der Bootsparty EuroBoat im Mai erleben. Jetzt steht für sie aber natürlich auch Weihnachten im Fokus und so touren Caro, Iris und Andreas ab morgen mit einer Weihnachtskonzertreihe unter dem Titel Stimmen Hautnah durch – nunja – drei Orte: Overath, Frimmersdorf und Bocholt. Das wärmt die Herzen der Menschen und – soweit zugelassen – sicher auch von gnadenlos mitgeschleppten Haustieren.

Hier also das Wind-Video zu Weihnachten im letzten Jahr, darunter zum Vergleich das 60.000 Pfund teure Wham!-Video zu Last Christmas.